Table Of ContentMarion Halfmann Hrsg.
Zielgruppen im
Konsumenten-
marketing
Segmentierungsansätze – Trends –
Umsetzung
Zielgruppen im Konsumentenmarketing
Marion Halfmann
Herausgeber
Zielgruppen im
Konsumentenmarketing
Segmentierungsansätze – Trends –
Umsetzung
Herausgeber
Prof.Dr.MarionHalfmann
FakultätfürGesellschaftundÖkonomie
HochschuleRhein-Waal
Kleve,Deutschland
ISBN978-3-658-00624-2 ISBN978-3-658-00625-9(eBook)
DOI10.1007/978-3-658-00625-9
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insbesonderefürVervielfältigungen,Bearbeitungen,Übersetzungen,MikroverfilmungenunddieEinspei-
cherungundVerarbeitunginelektronischenSystemen.
DieWiedergabe vonGebrauchsnamen,Handelsnamen,Warenbezeichnungenusw.indiesemWerkbe-
rechtigtauchohnebesondereKennzeichnungnichtzuderAnnahme,dasssolcheNamenimSinneder
Warenzeichen-undMarkenschutz-Gesetzgebungalsfreizubetrachtenwärenunddahervonjedermann
benutztwerdendürften.
Lektorat:AngelaPfeiffer
GedrucktaufsäurefreiemundchlorfreigebleichtemPapier.
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Vorwort
TrotzvielfältigerUmbrüchespiegeltdasklassische,produktzentrierteMarketingfürviele
AnbieternochheutedieRealitätwider.ErstensistderWettbewerbnochnichtüberallmit
gleicherIntensitätangekommen.ZweitensistderAufbaueinestiefgreifendenKundenver-
ständnissesressourcenaufreibend,anstrengendsowievonRückschlägenundWidersprü-
chengekennzeichnet.InderMarketingwissenschaftexistierenzahlreicheAnsätzeparallel,
wieattraktiveKundengruppenidentifiziertundbearbeitetwerdenkönnen.VordemHin-
tergrundaktuellerDiskussionenrundum„BigData“und„Datamining“werdenMethoden
geboren,diedurchimmeranspruchsvollereDatenerhebungs-und-auswertungstechniken
demWesendesKundennäherkommenwollen.DieeherpraxisorientierteLiteraturhinge-
genwidmetsichoftmalseinzelnenKundengruppen,dieselektivherausgegriffenundzu-
weilenisoliertzumZukunftstrenderklärtwerden.Seniorenmarketing,Gender-Marketing,
VermarktunganFamilien,JugendlicheodernachWohnorten–vieleAnsätzewurdenund
werdenindiesemKontextdiskutiert.Dabeiistweniger derselektiveFokussolcherAna-
lysen ein Problem als vielmehr die Tatsache, dass der jeweilige Blickwinkel bisweilen in
generalistischerFormzumbranchenübergreifendenZukunftstrenderklärtwird.
Wasfehlt,isteinegeschlosseneDarstellungaktuellerZielgruppenansätze,diesichpra-
xisorientiert,aberdurchaustiefgehendundmitgebotenerkritischerDistanzdemThema
widmet.HiersolldasvorliegendeHerausgeberwerkzumindestinTeilenAbhilfeschaffen,
indemdiewichtigstenZielgruppenansätzeineinzelnenBeiträgenvorgestelltwerden.Da-
bei kommen jeweils ausgewiesene Experten zu Wort,die mit den jeweiligen Thema eng
verbundensind,sodasseinausgewogenesBildentsteht.
Den Anfang macht ein einführender Beitrag zur Systematisierung bestehender Ziel-
gruppenansätze, der den Rahmen für den weiteren Aufbau des Buches erläutert. Ganz
in der Terminologie des klassischen Marketings werden die im Folgenden aufgezeigten
AnsätzehinsichtlichderzugrundeliegendenSegmentierungskriteriengegliedertindemo-
grafische/sozioökonomische,psychografische,verhaltensbezogene undsituationsbezoge-
neSegmentierungsansätze.FreilichkannkeinBucheineauchnurannäherndumfassende
DarstellungdervorhandenenKonzepteleisten,sodassnureineAuswahlzugunstenbeson-
dersbedeutsameroderaktuellerEntwicklungenpräsentiertwerdenkann.Bewusstwurden
dabeiauchinnovativeGruppierungenmiteingeschlossen,überdie(noch)wenigbekannt
V
VI Vorwort
ist–GayMarketing,Ethno-MarketingoderdieZielgruppederVermögendensindeinige
BeispieleindiesemZusammenhang.
DerletzteTeildesBuchesbeschreibtaktuelleAnwendungsbeispieleausverschiedenen
Branchen. Ein wesentlicher Hemmschuh bei der Implementierung eines erfolgreichen
Zielgruppenmarketings ist,dasseinschlägigeForschungspublikationen zuweilen nurwe-
nigeHandlungsempfehlungenfürdiePraxisliefern.DiesemKritikpunktsollhierentgegen
gewirktwerden,indemdargestelltwird,wieKundengruppeninderEnergiewirtschaft,im
Einzelhandel,inderVersicherungswirtschaft,inderLebensmittelindustriesowieimFun-
draisinggebildetwerden.
Kein Buch entsteht ohne die Unterstützung einer Vielzahl von Helfern. Ganz beson-
dersisthierdasEngagementvoncand.BachelorofArtsNoraUrbanskizuwürdigen,die
zuverlässigundpräzisedasredaktionelle„Finetuning“übernommenhat.Einweiterer,be-
sondersherzlicherDankgebührtFrauAngelaPfeiffer,dieseitensdesSpringer-Verlagsdas
ProjektmitTatkraftundvielGeduldbegleitethat.
Kleve,imHerbst2013 MarionHalfmann
Inhaltsverzeichnis
1 DerKonsumentvonmorgen–VomHomooeconomicus
zumHomomysticus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
MarionHalfmann
I Demographische/sozioökonomischeSegmentierungsansätze
2 ZielgruppeFrau–Marketingwirdweiblich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
MarionHalfmann
3 DieAltenkommen–Ansatzpunkteeinesdemographiegerechten
Marketings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
MarionHalfmannundUrsulaLehr
4 MarketingineinerjuvenilenKultur–ÜberdieNotwendigkeit
derVerallgemeinerungjugendkulturellerKommunikationsstile . . . . . . . 45
BernhardHeinzlmaier
5 AndereLänder,andereSitten–MitEthnomarketingdieZielgruppe
derMigrantenerreichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
BurhanGözüakca
6 DieReichen–Premium-SegmentzwischenMythosundRandgruppe. . . . 75
KerstinKlärundThomasPerry
II PsychographischeSegmentierungsansätze
7 SexuelleOrientierungalsSegmentierungsmerkmal–
Coming-OutdesLGBT-Marketings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
MichaelDrescher
VII
VIII Inhaltsverzeichnis
8 DieSinus-Milieus®3.0–HintergründeundFakten
zumaktuellenSinus-Milieu-Modell. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
BertholdBodoFlaigundBertramBarth
9 KundetrifftMarke–Wettbewerbsvorteile
durchwertebasierteSegmentierungmitdemRBProfiler. . . . . . . . . . . . . 121
DoritPosdorf
10 VonTräumern,AbenteurernundRealisten–DasZielgruppenmodell
derGfKRoperConsumerStyles . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
ThomasPeichl
11 DieZeitmärktevonmorgen–WiederWandelderFamilien
zueinemneuenAnsatzimKonsumentenmarketingführt . . . . . . . . . . . . 151
AndreasSteinle
III VerhaltensbezogeneSegmentierungsansätze
12 DigitalImmigrantsundDigitalNatives–
NeueEvolutionsformenderSpezies„Kunde“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
KlemensSkibickiundFrankMühlenbeck
13 Konsistent,hybrid,multioptionaloderparadox?–
EinsichtenüberdenKonsumentenvonheute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
CarstenRennhak
IV GeographischeSegmentierungsmerkmale
14 ImOstenwasNeues?–AktuelleErkenntnissezumKonsumverhalten
derOstdeutschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189
NorbertDreesundSörenSchiller
15 AufderFährtedesKunden–IntelligenteMarktbearbeitung
mitGeomarketing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203
SusanneKickner,KaiOleRoggeundJanaKeller
V SituationsbezogeneSegmentierungsansätze
16 Zielgruppewargestern–MitVerfassungsmarketing
zurstrategischenEinordnungvonKauf-undKonsumverhalten. . . . . . . . 227
JensLönneker
Inhaltsverzeichnis IX
17 AngebotefürjedeSituation–DerAnsatz
deskontextsensitivenMarketings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241
RebeccaBulanderundBernhardKölmel
VI UmsetzungsbeispieleausverschiedenenBranchen
18 ZielgruppenansätzeinderEnergiewirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 265
StephanBirkhölzer
19 ZielgruppenansätzeimEinzelhandelsmarketing. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 275
BrigitteKölzerundNikolaZiehe
20 ZielgruppenansätzeinderVersicherungswirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . 295
KerstinLindermannundAlfonsNiebuer
21 ZielgruppenansätzeinderLebensmittelvermarktung . . . . . . . . . . . . . . . 315
SinaNitzkoundAchimSpiller
22 ZielgruppenansätzeimFundraising . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333
MichaelUrselmann
DieHerausgeberin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 351
DieAutoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 353
Der Konsument von morgen – 1
Vom Homo oeconomicus zum Homo mysticus
MarionHalfmann
DieklassischePerspektive desMarketingsfokussiertaufdasProduktalsObjektderVer-
marktung.Die Rolle desUnternehmens besteht darin,ein möglichstattraktives Nutzen-
bündelamMarktzuplatzierenunddieRahmenbedingungensozugestalten,dassInteresse
undKaufbereitschaftausgelöstwerden.DerSchwerpunktderBemühungenliegtaufdem
Vermarktungsobjekt,dieHerangehensweiseisteherproduktzentriert.Marketingarbeitet
nachdem„Push“-Prinzip,daAngebotegleichsamindenMarkt„gedrückt“werden.
Aufgrundsich verändernder Marktbedingungen haben sich die Marketingaktivitäten
vielerUnternehmenvoneinerprodukt-zueinerstärkerkundenorientiertenAusrichtung
gewandelt.NichtmehrdasProduktstehtimMittelpunkt(zumindestnichtallein),sondern
vielmehr der Kunde mit seinen Erwartungen, Einstellungen und sonstigen kaufspezifi-
schenMerkmalen.DieUrsachensindvielfältig:
• VerschiebungderMarktkräfte:GesättigteMärkte,zunehmenderKonkurrenzdruckso-
wieeinegrößereNachfragemachtverstärkendenDruck,dasMarketingkonsequentaus
derPerspektivedesKundenaufzubauen.NichtdasProduktstelltmehrdasDatumdar,
aufdessenSpezifikasichdieKundenimZweifeleinzustellenhaben,sondernumgekehrt
gebendieKundendieBedingungenvor,unterdenenProdukteAkzeptanzfinden.
• Veränderungen der Präferenzstrukturen: Wo früher Unternehmen die Bedürfnis-
se und Charakteristika ihrer Zielkunden noch weitgehend klar umreißen konnten,
herrscht heute Verunsicherung. Gerade im Konsumgütermarketing haben bewähr-
te Kriterien zur Abgrenzung von Kundengruppen weitgehend ausgedient, denn im
ZeitaltervonIndividualisierungistjederKundeeinUnikatundmöchteauchsoange-
sprochen werden. Standardangebote sind verpönt, maximale Flexibilität hinsichtlich
changierenderPräferenzstrukturenwirderwartet.
B
Prof.Dr.MarionHalfmann
FakultätfürGesellschaftundÖkonomie,HochschuleRhein-Waal,Marie-Curie-Straße1,
47533Kleve,Deutschland
e-mail:[email protected]
M.Halfmann(Hrsg.),ZielgruppenimKonsumentenmarketing, 1
DOI10.1007/978-3-658-00625-9_1,©SpringerFachmedienWiesbaden2014
Description:Das Herausgeberwerk widmet sich in einzelnen Beiträgen den dominierenden Zielgruppenkonzepten im Konsumentenmarketing. Neben eindimensionalen und primär an beobachtbaren Merkmalen orientierten Segmentierungen (z.B. Zielgruppe „Frau“ oder „Best Ager“) werden gängige psychographische und ge