Table Of ContentSchriften zu Wirtschaftsprüfung,
Steuerlehre und Controlling
Cristina Müller-Burmeister
Weiterentwicklung der
Lageberichterstattung
und ihrer Prüfung
Eine normative und empirische
Untersuchung aus nationaler
und internationaler Sicht
Schriften zu Wirtschaftsprüfung,
Steuerlehre und Controlling
Reihe herausgegeben von
Carl-Christian Freidank, Hamburg, Deutschland
In der Schriftenreihe erscheinen ausgewählte, herausragende Dissertationen und
Habilitationen aus den Fachgebieten Wirtschaftsprüfung, Steuerlehre und C on-
trolling, die aufgrund ihrer Aktualität, internationalen Ausrichtung, gewählten
Untersuchungsmethode und den innovativen Forschungsergebnissen zu neuen
wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer Bereicherung des einschlägigen
Schrifttums führen. Für einen Veröffentlichung kommen sowohl Monographien
als auch kumulative Schriftensammlungen in Betracht, die aus den Wissen-
schaftsdiziplinen der Betriebswirtschaftslehre, des Rechts, der Mathematik oder
der Wirtschaftsinformatik stammen und in deutscher oder englischer Sprache
abgefasst werden können. Besonders willkommen sind Arbeiten, die einen inter-
disziplinären Forschungsansatz gewählt haben. Die Entscheidung über eine Auf-
nahme in die Schriftenreihe wird vom Herausgeber in Kontakt mit dem Betreuer
des Dissertations- bzw. Habilitationsprojekts getroffen.
Weitere Bände in der Reihe http://www.springer.com/series/12267
Cristina Müller-Burmeister
Weiterentwicklung der
Lageberichterstattung
und ihrer Prüfung
Eine normative und empirische
Untersuchung aus nationaler und
internationaler Sicht
Mit einem Geleitwort von
Univ.-Prof. Dr. habil. Carl-Christian Freidank
Cristina Müller-Burmeister
Hamburg, Deutschland
Dissertation Universität Hamburg, 2019
Schriften zu Wirtschaftsprüfung, Steuerlehre und Controlling
ISBN 978-3-658-27625-6 ISBN 978-3-658-27626-3 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-27626-3
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Geleitwort
Die intensive Auseinandersetzung in Wissenschaft und Praxis mit der Ausge-
staltung von Reportingsystemen und Reportingmedien kann einerseits mit der
Legitimationskrise von Unternehmen in breiten Teilen der Bevölkerung durch
die von der Finanzmarktkrise ausgelösten Wirtschafts- und Schuldenkrise so-
wie deren Bekämpfung durch die politischen Organe und internationale Stan-
dardsetter erklärt werden. Jahresabschlüsse und Lageberichte für Einzelunter-
nehmen und Konzerne bieten vielen Stakeholdern keine ausreichende Infor-
mationsbasis für die Einschätzung der Wirkungen von Unternehmen im Wirt-
schafts- und Gesellschaftssystem. Diese Reportinglücke soll durch die Zu-
sammenführung und Aufbereitung der Informationen aus den zuvor vonei-
nander losgelösten Berichtsinhalten der verschiedenen Publikationsformate
unter besonderer Berücksichtigung der gesellschaftlichen Verantwortung der
Unternehmen durch integrierende Reportingsysteme geschlossen werden.
Darüber hinaus stellt die mehrdimensional ausgerichtete Berichterstattung
aufgrund ihrer Freiwilligkeit für viele Unternehmen durch die Präsentation
der ganzheitlichen, aktuellen und zukünftigen Wertschöpfung im Kontext
ökonomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Berichtsinhalte eine Chance
dar, im Rahmen der Informationspolitik auf externe Stakeholdergruppen der-
gestalt einzuwirken, dass ihr künftiges Verhalten mit den gesetzten Unter-
nehmenszielen korrespondiert. Im Ergebnis wird die primär finanziell ausge-
richtete Rechnungslegungspolitik durch Ziele und Instrumente neuer Report-
ing-systeme erweitert, die eine umfassendere Selbstdarstellung insbesondere
im Hinblick auf eine Berichterstattung des integrierten Denkens in den Pla-
nungs-, Steuerungs-, Durchführungs- und Kontrollprozessen des Unterneh-
mens zulassen.
Gegenwärtig sind in Wissenschaft und Praxis umfassende Bestrebungen zu
beobachten, die daraus ausgerichtet sind, unterschiedliche Subsysteme des ex-
ternen Management Reporting weiterzuentwickeln, voneinander abzugrenzen
und im Ergebnis verbindliche (inter-)nationale Standardisierungen mit dem
Ziel zu entwerfen, die Kommunikation der Unternehmen mit dem Kapital-
markt zu optimieren. Hierdurch sollen Voraussetzungen geschaffen werden,
VI Geleitwort
um den Stakeholdern trennscharfe und damit auf ihre Zwecke ausgerichtete
entscheidungsnützliche Informationen übermitteln zu können.
Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Schrift im Kern darauf ab, Vor-
schläge für die Weiterentwicklung der Lageberichterstattung und ihrer Prü-
fung aus nationaler und internationaler Sicht zu entwerfen. Um eine Informa-
tionsüberflutung zu verhindern und den Adressaten gegenüber anderen Re-
portingsystemen klar abgegrenzte und strukturierte Informationen vermitteln
zu können, sollen insbesondere die Ober- und Untergrenzen für eine Lagebe-
richterstattung und ihrer Prüfung unter Berücksichtigung des Postulats der
Wesentlichkeit festgelegt werden. Dabei beabsichtigt die Verfasserin, sowohl
jüngst vorgenommene Novellierungen der Normen zur Lagerichterstattung
und ihrer Prüfung als auch Auffassungen und Verlautbarungen von privaten
Standardsettern in die Untersuchung einzubeziehen. Das Fehlen eindeutiger
Regelungen zur Begrenzung der Lageberichterstattung wird als „Informati-
onslücke“ bezeichnet, zu deren Schließung die Abhandlung einen Beitrag leis-
ten will.
Zunächst stehen die hermeneutische Ermittlung und Operationalisierung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichterstattung unter Berücksichtigung
des Postulats der Wesentlichkeit sowie des Deutschen Rechnungslegungs-
standards 20 und der Entwurf eines Konzep-tionsmodells im Zentrum des In-
teresses. Sodann wird ein Vergleich der Komponenten des entworfenen Kon-
zeptionsmodells sowohl mit Normierungen (inter-)nationaler Standardsetter
als auch mit den Ergebnissen einer empirischen Untersuchung des Offenle-
gungsver-haltens börsennotierter Gesellschaften des handelsrechtlichen und
des US-amerikanischen Rechtsraums vorgenommen, um Erkenntnisse über
die Berichtsgüte zu gewinnen. Schließlich werden auf Basis der deduktiven
und empirischen Analysen Lösungsvorschläge für künftige normative Rege-
lungen zur Lageberichterstattung und ihrer Prüfung präsentiert.
Im Gesamtbild führt die Abhandlung aufgrund der gewählten innovativen
Untersuchungsmethoden zur Beantwortung hochaktueller Forschungsfragen,
die die Weiterentwicklung der (inter-) nationalen Lageberichterstattung und
Geleitwort VII
ihrer Prüfung betreffen. Sie wird das einschlägige Schrifttum mit Sicherheit
bereichern und Anregungen für weitere Analysen vor allem bezüglich künfti-
ger Digitalisierungen in den in Rede stehenden Fachgebieten geben.
Hamburg, im Februar 2019 Univ.-Prof. Dr. habil. Carl-Christian Freidank
Vorwort
Die vorliegende Arbeit wurde im Wintersemester 2018/2019 von der be-
triebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg als Dissertation an-
genommen und entstand während meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Mit-
arbeiterin am Lehrstuhl für Revisions- und Treuhandwesen im Rahmen eines
Kooperationsvertrages mit der PwC GmbH WPG Hamburg zur Förderung
des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Besteuerung und
Wirtschaftsprüfung. Die Arbeit beruht auf einem Rechtsstand einschließlich
der umgesetzten CSR-Richtlinie in das HGB.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen bedanken, die mich in den
letzten Jahren vielfältig unterstützt haben. Dies beginnt beim Lehrstuhl für
Revisions- und Treuhandwesen, wo meine Forschungsneugier durch ein Pro-
jekt über das externe Corporate Governance Reporting im Sommersemester
2009 als studentische Hilfe geweckt wurde. Für die weitere nachhaltige Förde-
rung, wissenschaftliche Betreuung und das entgegengebrachte Vertrauen von
der Bachelorarbeit bis hin zur Dissertation gebührt Herrn Prof. Dr. StB Carl-
Christian Freidank meinen herzlichen Dank. Für die zügige Übernahme des
Zeitgutachtens danke ich Herrn Prof. Dr. Sigfried Grotherr und für die Über-
nahme des Vorsitzes im Promotionsverfahren Herrn Prof. Dr. Wolfgang Dro-
bert. Zudem möchte ich mich bei Herrn WP/StB Claus Brandt und Herrn
WP/StB Dirk Burschel, stellvertretend für PwC, für Ihre Kooperationsbereit-
schaft und Flexibilität bedanken, ohne die diese Dissertation nicht möglich
gewesen wäre.
Bei den Kollegeninnen und Kollegen sowie den studentischen Hilfskräften des
RuT-Teams möchte ich mich für die freundschaftliche und hilfsbereite Zu-
sammenarbeit bedanken. Besonderen Dank gilt Herrn Maximilian R. Behr-
mann, Frau Dr. Julia Berdin, Herrn Dr. Dominik Dienes, Frau Dr. Anne-
Kathrin Hinze, Herrn PD Dr. Remmer Sassen und Frau WP/StB Irina Woch.
Das kritische Lesen des Manuskripts und die vielen konstruktiven Anregun-
gen haben die Durchführung und den Abschluss dieser Dissertation enorm
bereichert.
X Vorwort
Meinen Eltern gebührt schließlich das größte Dankeschön, da sie mich wäh-
rend meiner Ausbildung immer tatkräftig und liebevoll unterstützt sowie mir
bei sämtlichen Entscheidungen bedingungslos Rückhalt gegeben haben. Ihnen
sei diese Arbeit gewidmet.