Table Of ContentStephan Heimerl Hrsg.
Vorsorgender und
nachsorgender
Hochwasserschutz
Ausgewählte Beiträge aus der
Fachzeitschrift WasserWirtschaft Band 2
Vorsorgender und nachsorgender
Hochwasserschutz
Stephan Heimerl
(Hrsg.)
Vorsorgender
und nachsorgender
Hochwasserschutz
Ausgewählte Beiträge aus der
Fachzeitschrift WasserWirtschaft Band 2
Herausgeber
Stephan Heimerl
FICHTNER Water & Transportation GmbH
Stuttgart, Deutschland
ISBN 978-3-658-21838-6 ISBN 978-3-658-21839-3 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-21839-3
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Springer Vieweg
Erstveröffentlichung der Beiträge in der Fachzeitschrift WasserWirtschaft Jg. 2014–2016
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Lektorat: Dr. Daniel Fröhlich
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VORWORT
Prof. Dr.-Ing. Stephan Heimerl
Chefredakteur der Fachzeitschrift WasserWirtschaft,
Alfdorf-Meuschenmühle
Hochwasserschutz – die Reise
geht weiter
Seit Jahrzehnten wird Hochwasserschutz betrie- ruktiven Bereich oder auch auf der organisatori-
ben, der in immer wieder neuen Programmen ver- schen Ebene.
stärkt und im Rahmen der Hochwasserrisiko- Und dann rücken immer wieder neue Aspekte
management-Richtlinie der EU sowie deren natio- ins Bewusstsein, die zwar an sich bekannt sind, die
naler Umsetzung auch noch organisatorisch spür- aber neu bewertet und gewichtet werden.
bar erweitert wurde. In der Folge wurde viel ge- So zeigten die Ereignisse der vergangenen Jah-
forscht und untersucht, geplant und gebaut sowie re, dass z. B. der Art und vor allem den Wegen der
Erfahrungen gesammelt und nachjustiert. Es wur- Kommunikation während der Hochwasserereig-
den nationale Programme aufgelegt, länderüber- nisse mehr Beachtung geschenkt werden muss. So
greifende Maßnahmen ergriffen, viele Milliarden will doch beispielsweise die sich anbietende spon-
ausgegeben, Frühwarnsysteme aufgebaut und tane Hilfe von Privatpersonen in die richtige Rich-
auch auf lokaler Ebene viele kleine und große Er- tung und vor allem an die richtigen Orte gelenkt
folge gefeiert. sein, damit diese nicht gar noch zum Störfaktor in
Damit könnte man meinen, man sollte doch so einem ohnehin kritischen System wird.
langsam überall einen umfassenden Schutz er- Darüber hinaus zeigen die letzten Jahre verän-
reicht haben. derte Wetterereignisse auf, die vertiefend unter-
Dem ist leider nicht so, denn die zu bewälti- sucht werden müssen, um zu verstehen, ob dies je-
gende Aufgabe ist umfassend, um einen flächen- weils eine einmalige, zufällige Konstellationen war
deckenden Hochwasserschutz in allen potenziel- oder ob dem Klimawandel zuzuordnende Phäno-
len Überflutungsgebieten zu erreichen. Immer mene sind, die gegebenenfalls ein systematisches
wieder auftretende Hochwasserereignisse haben Umdenken und Nachjustieren bedingen.
dann auch stets erneut vor Augen geführt, dass Schließlich haben die Ereignisse 2008 an der
zwar bereits sehr viel erreicht wurde, es aber Starzel und 2016 u. a. in Braunsbach, beide in Ba-
noch viel zu tun gibt – sei es im baulich-konst- den-Württemberg, eindrucksvoll gezeigt, dass un-
V
VORWORT
wetterartige Regenereignisse überall und auch ab- hochwertige Beiträge wiedergegeben, mit dem
seits von größeren Flüssen zu dramatischen Über- Ziel, Diskussionen anzuregen sowie innerhalb der
schwemmungen führen können. Von derartigen Fachkreise heute und morgen die jeweils beste Lö-
Starkregenereignissen spricht man, wenn es in sung finden zu können.
kurzer Zeit und lokal begrenzt intensiv regnet. Mit diesem vorliegenden zweiten Band „Vorsor-
Der Deutsche Wetterdienst bezeichnet Nieder- gender und nachsorgender Hochwasserschutz“
schläge als Starkregen, wenn in einer Stunde mehr soll ein Einblick in die aktuelle Themenvielfalt
als 15 mm bzw. in sechs Stunden mehr als 20 mm rund um den Hochwasserschutz gegeben werden,
Regen fallen. Insbesondere in den Sommermona- indem verschiedenartige ausgewählte Beiträge der
ten kann Starkregen in Verbindung mit heftigen letzten Jahre aus dieser Fachzeitschrift zusam-
Gewittern große Schäden anrichten. Eine große mengeführt und in gebündelter Form dargestellt
Herausforderung ist dabei, dass der genaue Ort werden. Diese Beiträge reichen von den Erfahrun-
und Zeitpunkt im Gegensatz zu Hochwasserereig- gen beim Aufbau und der Integration eines
nissen an großen Flüssen bisher kaum vorherzu- Hochwasser risikomanagements über die Weiter-
sagen ist und somit die Betroffenen überraschend entwicklung des Systems und die Integration von
mit dem Ereignis und all seinen Folgen, wie zum Einsatzleitzentralen bis hin zur Erforschung, Pla-
Beispiel Hangrutschungen, Murengängen, Ver- nung und Umsetzung von weiteren Maßnahmen.
klausungen und vielen anderem mehr, konfron- Breiten Raum wird auch ausgewählten Bespielen
tiert werden. Zudem treten derartige Ereignisse und den eingesetzten Techniken eingeräumt.
nicht nur im Talgrund auf, sondern können auch Die Lektüre der verschiedenartigen Anregun-
in Hanglagen oder in ungünstigen Konstellatio- gen bei der Vorsorge, Bewältigung und Nachsor-
nen auch in fern von Gewässern gelegenen, bisher ge von Hochwasserereignissen soll Sie zur Nach-
als sicher geltenden Ortschaften auftreten. ahmung sowie zur weiteren Optimierung anre-
Diese wenigen Beispiele zeigen exemplarisch ei- gen und Sie auf der weiteren Reise hin zu einem
nige der vielen Handlungsfelder rund um den möglichst vorausschauenden, bestmöglichen
Hochwasserschutz auf und verdeutlichen, dass die Hochwasserschutz inspirieren. Auch soll dieser
Reise noch für eine längere Zeit weitergehen wird. fachliche Austausch dazu führen, dass die
Einen Beitrag zur Weiterentwicklung der ver- Schadens potenziale immer geringer und im Er-
schiedenen Handlungsfelder in Form eines fachli- eignisfall die Schäden selbst so gering wie mög-
chen Austauschs und Diskurses leistet dabei seit lich werden.
über 100 Jahren die Fachzeitschrift WasserWirt-
schaft mit ihren verschiedenen Vorläuferzeit-
schriften. Bereits seit der ersten Ausgabe werden
bis heute in dieser unabhängigen Fachzeitschrift
innovative, zukunftsorientierte sowie qualitativ
VI
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ............................................................................................................................................................. V
Strategien und Effekte ................................................................................................................................. 1
Finanzierung von Hochwasserschutzmaßnahmen ............................................................................ 2
Wertschöpfungs- und Beschäftigungs effekte des Programms
zum Hoch wasser schutzbau in Oberösterreich .............................................................................. 8
Hochwasserangepasste Bauweisen – Hochwasserschutz versus Barriere freiheit ...................16
Juni-Hochwasser 2013 an der Elbe – neue Fragestellungen ...........................................................23
Umgang mit Extremereignissen auf kommunaler Ebene –
Notfallkonzepte als Mittel der Wahl? .................................................................................................29
Hochwasservorsorgekonzept für stark regengeschädigte Gemeinden ......................................37
Auswirkung des Klimawandels auf die Talsperren der Eifel-Rur ....................................................44
Klimatischbedingte Anpassungs strategien
für ein Talsperrenverbund system im Harz .......................................................................................51
Die Gruppen Landwirtschaft und Forsten – Hochwasserschutz (GLF) –
Partner beim Hochwasserschutz in Bayern.....................................................................................57
Hochwasser risikomanagement ...............................................................................................................63
Hochwasserrisikomanagement – eine immerwährende Aufgabe ...............................................64
Zwischenstand und weitere Aufgaben bei der Umsetzung
der Hochwasser risikomanagement-Richtlinie ...............................................................................65
Wasserrahmenrichtlinie und Hoch wasserrisikomanagement-Richtlinie –
Synergien und Konflikte .........................................................................................................................72
Hochwasserrisikomanagement 2030 – ein Ausblick ..........................................................................79
Hochwasserrisiken am Rhein – wichtigste Maßnahmen
aus internationaler Sicht ........................................................................................................................86
Hochwasserrisikomanagement in Baden-Württemberg –
Monitoring und Ausblick .......................................................................................................................94
Wie geht es in Rheinland-Pfalz mit dem Hochwasserrisikomanagement weiter? ................101
Das sächsische Maßnahmenprogramm zur Umsetzung
der nationalen Hoch wasserrisikomanagement-Pläne..............................................................105
Hochwasserrisikomanagement in Bayern ............................................................................................111
Hochwasserrisikomanagement aus der Sicht einer bayerischen Kommune ..........................117
Modellierung und Dateninterpretation .............................................................................................123
Ermittlung von Bemessungsabflüssen in hochalpinen Einzugsgebieten
am Beispiel der projektierten Wasser fassungen Venter und Gurgler Ache ......................124
VII
INHALTSVERZEICHNIS
Bewertung der Hochwasser schutz wirkung und des Restrisikos
von Speichern mit multivariaten Ansätzen...................................................................................131
Stimmt die W/Q-Beziehung bei höchsten Abflüssen? .....................................................................138
Transformationsprozess der Hochwas serwelle
am Beispiel des Hochwassers der Lausitzer Neiße .....................................................................147
Was wäre, wenn ein Extremereignis die Oberrheinregion treffen würde?...............................156
Hochwasserprognose in der Steiermark –
Erfahrungen und Herausforderungen ............................................................................................163
Parametrisierte synthetische Schadens funktionen
zur Abschätzung hoch wasser induzierter Gebäudeschäden ..................................................171
Das Starkniederschlagsereignis in Meißen im Sommer 2014 .......................................................178
Statistische Bewertung der Hochwasserkoinzidenz
zur Planung des technischen Rückhalts .........................................................................................185
Hochwasserwellentransformation an Rückhaltebecken
am Beispiel der Speicher-Kaskade der Glatzer Neiße ...............................................................196
Multikriterielle Wirksamkeitsanalysen zum dezentralen Hochwasserschutz ..........................202
Hochwasser Simbach 2016: Dokumentation und Analyse ............................................................210
Planung und Umsetzung ..........................................................................................................................217
Beitrag der Raumplanung beim Hochwasserrisiko management ...............................................218
Gute landwirtschaftliche Praxis
für die Hochwasservorsorge ...............................................................................................................225
Hochwasserrückhalt durch natürliche Hochwasserretention
entlang der bayerischen Donau........................................................................................................231
Vorlandmanagement an der nieder bayerischen Donau
im Spannungsfeld von Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Naturschutz ................242
Das Juni-Hochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt ...................................................................................249
Arbeit des Krisenstabes der Landes regierung Sachsen-Anhalts .................................................254
Die Arbeit des Landeshochwasser zentrums Sachsen im Juni 2013 ..........................................262
Das Technische Hilfswerk im Juni- Hochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt ..................................269
Die Arbeit des Technischen Hilfswerks in Sachsen ...........................................................................277
Hochwasserangepasster Umbau der Kläranlage Dresden-Kaditz ..............................................287
HWRM-Pläne im Rheineinzugsgebiet von IKSR,
IKSMS und Rheinland-Pfalz: Ziele und Maßnahmen .................................................................291
Erstellung der Hochwasserrisiko management-Pläne in Rheinland-Pfalz.................................297
Starkniederschläge: Umsetzungs aspekte in der praktischen Planung .....................................303
Sanierung der Unteren Salzach − Renaturierung = Hochwasserschutz? .................................309
VIII
INHALTSVERZEICHNIS
Technik und IT ...............................................................................................................................................317
Flexibles Hochwasserschutzsystem für Gebäude..............................................................................318
Einsatz von Drohnen im Hoch wasserfall – Erfahrungen und Ideen ...........................................326
Einführung des Web Service XHydro
zur harmonisierten Pegeldatenübertragung ...............................................................................335
Neues Hochwasserinformations- und -managementsystem
für Sachsen ...............................................................................................................................................342
Unsicherheitsabschätzung für die Berechnung von dynamischen
Über schwemmungskarten – Fallstudie Kulmbach ....................................................................350
Treibgutrückhalt in unteren Mittelgebirgsregionen –
Möglichkeiten und Grenzen ...............................................................................................................358
Autorenverzeichnis .......................................................................................................................................365
IX
Strategien und
Effekte