Table Of ContentLukas Naegeli
Überforderungseinwände in der Ethik
Ideen & Argumente
Herausgegeben von
Anna Goppel, Daniel Eggers, Wilfried Hinsch
und Thomas Schmidt
Lukas Naegeli
Überforderungseinwände
in der Ethik
Die Open-Access-Version dieser Publikation wird publiziert mit Unterstützung des
Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
Die vorliegende Arbeit wurde von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich
im Frühjahrssemester 2019 auf Antrag der Promotionskommission bestehend aus
Prof. Dr. Peter Schaber (hauptverantwortliche Betreuungsperson) und
Prof. Dr. Christoph Halbig als Dissertation angenommen.
ISBN 978-3-11-075907-5
e-ISBN (PDF) 978-3-11-075910-5
e-ISBN (EPUB) 978-3-11-075913-6
ISSN 1862-1147
DOI https://doi.org/10.1515/9783110759105
Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-
NoDerivatives 4.0 International Lizenz. Weitere Informationen finden Sie unter
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/.
Library of Congress Control Number: 2022933756
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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://dnb.dnb.de abrufbar.
© 2022 Lukas Naegeli, publiziert von Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Dieses Buch ist als Open-Access-Publikation verfügbar über www.degruyter.com.
Umschlagsgestaltung: Martin Zech, Bremen
Umschlagskonzept: +malsy, Willich
Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck
www.degruyter.com
Vorwort
DiesesBuchistderVersucheinersystematischenUntersuchungundVerteidigung
von Überforderungseinwänden in der Ethik. Es wurde im Bewusstseinverfasst,
dass die Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen genauso unzählige
Stunden am Schreibtisch erfordert,wie sie auch wesentlich ein Gemeinschafts-
projekt ist. Entsprechend haben viele Menschen dazu beigetragen, dass es ent-
stehen konnte. Ganz besonders möchte ich mich bei Peter Schaber für die Be-
treuung der Dissertation bedanken. Ohne seine wichtigen Hinweise, seine
ermutigendenWorteundseinekritischenAnmerkungenwäreesmirnichtmög-
lich gewesen, dieses Buch zu schreiben. Christoph Halbig danke ich für sein
Zweitgutachten zur Arbeit, das ich mit grossem Gewinn gelesen habe. Brian
McElweehatmichbeimeinemAufenthaltanderUniversityofSouthamptonsehr
herzlichempfangen.FürdievielenaufschlussreichenGesprächezumThemader
moralischen Überforderung bin ich ihm dankbar. Anna Goppel hat mich von
Anfang an unterstützt, mir wertvolle Rückmeldungen gegeben und mich nicht
zuletztauchmotiviert,denSchreibprozessvoranzutreiben.UndHolgerBaumann
dankeichdafür,dassermirvorallemwährendderAnfangszeitgeholfenhat,das
Vorhabenbesserzustrukturieren.
FriedemannBieber,EvaBobst,FelixTimmermann,SebastianMuders,Stefan
Riedener,PhilippReichlingundClairePlassardhabeneinzelneKapitelderArbeit
gelesenundkommentiert.FürdiezahlreichenHinweise,dieanvielenStellenzu
einerVerbesserungdesTextesgeführthaben,binichihnensehrdankbar.
Während des Schreibprozesses war es hilfreich, dass ich Teile der Unter-
suchung in Kolloquien, an Workshops und auf Konferenzen zur Diskussion
stellen konnte.Von der eigenen Vorbereitung über die diskursive Auseinan-
dersetzung mit kritischen Fragen bis hin zur nachträglichen Reflexion waren
solche Gelegenheiten immer wieder ergiebig. An erster Stelle ist dabei das
Kolloquium von Peter Schaber zu nennen, das ich stets als philosophisch
herausforderndundkonstruktivzugleicherlebthabe.BeiAnnaGoppelmöchte
ich mich fürdie Einladung zum Workshop „Aktuelle Themen der Praktischen
Philosophie“ in Ujué bedanken, der ein in vielerlei Hinsicht einmaliges Dis-
kussionsforumdarstellt.HubertSchnürigerundJörgLöschkedankeichfürdie
Einladung zum Workshop „Supererogation – Concept and Context“ an der
Universität Basel, der mir Begegnungen ermöglicht hat, die für die weitere
ArbeitvonBedeutungwaren.DarüberhinausdankeichdenOrganisatorenund
Teilnehmern des 10. Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Philo-
sophie in Innsbruck, der III., IV.und V.Tagung für Praktische Philosophie in
Salzburg,desGAP-DoktorandenworkshopszumThema„AngewandteEthik“an
OpenAccess.©2022LukasNaegeli,publiziertvonDeGruyter. DiesesWerkistlizenziert
untereinerCreativeCommonsNamensnennung–Nichtkommerziell–KeineBearbeitung4.0International
Lizenz.https://doi.org/10.1515/9783110759105-001
VI Vorwort
der Universität Bielefeld, des Workshops „Metatheory and Methodology of
Normative Ethics“ an der Universität Bern, der VII. Salzburg Conference for
Young Analytic Philosophy, des Workshops „Supererogation“ mit David Heyd
an der Universität Basel, des Workshops „Moralische Überforderung“ in
Münster, der Summer School „Moral and Nonmoral Values: Reflections on
MoralityandMeaning“mitSusanWolfanderUniversitätDuisburg-Essen,der
Konferenz„KantandMoralDemandingness“anderUniversityofSouthampton
und des 10. Kongresses der Gesellschaft für Analytische Philosophie an der
Universität zu Köln. Ich habe die Diskussionen zu Vorträgen sowie die Ge-
spräche am Rande der verschiedenen Veranstaltungen häufig als fachlich ge-
winnbringendundpersönlichbereicherndempfunden.
FürdietäglicheArbeitanderUniversitätZürichwarenallerdingsunzählige
weitere Begegnungen und Beziehungen wichtig, die mich auf ganz unter-
schiedliche Weise vorangebracht haben. Es ist mir ein Anliegen, den Kolle-
ginnen und Kollegen am Ethik-Zentrum zu danken, die während meiner Zeit
dorteine wunderbare Arbeitsatmosphäre entstehen liessen. Durch sie bin ich
vieleMale auf neue undgute Ideengekommen oder auch einfach nur auf an-
dereIdeen,dienichtsmitPhilosophiezutunhatten.Besondersdankbarbinich
dabeiStefanRiedener,JenniferPage,FelixTimmermann,AndreaRechsteiner,
Philipp Reichling, Eva Weber-Guskar, Friedemann Bieber, Barbara Bleisch,
Michel Meliopoulos, Anita Horn, Arne Grießer und Lisa Brun. Ausserdem bin
ich am Philosophischen Seminar der Universität Zürich sowie im weiteren
akademischenUmfeldimmerwiederPersonenbegegnet,diemichindereinen
oderanderenForm–etwainphilosophischenDiskussionenoderpersönlichen
Gesprächen – weitergebracht haben. Dazu gehören Katia Saporiti, Thomas
Schmidt, Deborah Mühlebach, Hans-Johann Glock,JürgBerthold, David Wör-
ner,Thomas Fries, Marius Baumann, Res Grimm, Raphael Tandler und Chris-
tineAbbt.FinanziellunterstütztwurdedieArbeitanderDissertationdurchdie
Förderung des Forschungskredits der Universität Zürich,Verfügung Nr. FK-15-
069.
BeidenHerausgebernbedankeichmichfürdieAufnahmedesBuchesindie
Reihe Ideen & Argumente. Der anonyme Gutachter, der das Manuskript für De
Gruytergelesenhat,hatmichmitwertvollenHinweisenversorgt,dieichbeider
Überarbeitungberücksichtigthabe.SerenaPirrotta,MaraWeberundAndréHorn
vomDeGruyter-VerlagdankeichfürihreGeduldundihreUnterstützungbeider
Veröffentlichung des Textes. Nicolas Bennett danke ich für die grafische Über-
arbeitungderDiagrammeimsechstenKapitel.DieOpen-Access-Publikationdes
Buches wurde durch einen grosszügigen Beitragdes Schweizerischen National-
fondsermöglicht.
Vorwort VII
VonunschätzbaremWertfürdasSchreibenderDissertationwarenschliess-
lich enge persönliche Beziehungen, deren Bedeutung weit über die philosophi-
sche Arbeit hinausreicht. Meinen Freunden und Freundinnen, meinen Eltern
sowie meinen Brüdern, die mich stets auf vielfältige Weise begleitet und unter-
stützthaben,binichüberausdankbarfüralles,wassiefürmichsind.
Inhalt
Einleitung 1
Teil I: Überforderungseinwände gegen moralische
Auffassungen
Überforderungseinwände in der ethischen Diskussion 13
. Wasistein Überforderungseinwand? 13
. Verschiedene Arten von Überforderungseinwänden 24
. Überforderungseinwände und andere Einwände 34
. Die Relevanz von Überforderungseinwänden 44
Die Aufgabe der Verteidigung von Überforderungseinwänden 52
. „We may hope…“ – Überforderungseinwände in der Kritik 52
. Die intuitive Attraktivität von Überforderungseinwänden 56
. Verschiedene Verteidigungsstrategien 59
Ansätze zur Verteidigung von Überforderungseinwänden 83
. Williams’ Ansatz: Moralische Forderungen und grundlegende
Projekte 83
. Portmores Ansatz: Grenzen der praktischen Vernunft 97
. Schefflers Ansatz: Konzeption einer menschlichen Moral 111
. Die Verteidigung von Überforderungseinwänden 122
Teil II: Probleme für die Verteidigung von
Überforderungseinwänden
Akteursbezogene Nachteile: Kosten, Einschränkungen,
Schwierigkeiten 135
. Methodische Vorbemerkung 136
. Einschränkungen als akteursbezogene Nachteile 137
. Schwierigkeiten als akteursbezogene Nachteile 140
. Griffin über motivationale Zugänglichkeit 146
. Kostenbezogene und multifaktorielle Überforderungseinwände 154
X Inhalt
Das Problem des Schwellenwerts 162
. Die Annahme einer festen Obergrenze für moralische
Forderungen 163
. Absolute Überforderungseinwände in der Kritik 166
. Proportionale Überforderungseinwände und ein dynamischer
Schwellenwert 170
. Die nähere Ausgestaltung eines dynamischen Schwellenwerts 178
Das Problem der Akteursbevorteilung 195
. Das Problem der Akteursbevorteilung 195
. Sobel und Kagan über das Problem der Akteursbevorteilung 198
. Ein erster Vorschlag: Reaktive Einstellungen gegenüber
Akteuren 202
. Ein zweiter Vorschlag: Vernünftige Erwartungen an Akteure 208
Das Problem der Personen- und Kontextrelativität 222
. Ein Beispiel: Zwei Arten von moralisch Heiligen bei Wolf 222
. Phänomene der Personen- und Kontextrelativität 225
. Personen- und Kontextrelativität als Problem 228
. Lösungsvorschläge 233
Schluss 243
Literatur 247
Personenregister 255
Sachregister 258