Table Of ContentTeilstrukturen sozialer Differenzierung und
Nivellierung in einer westdeutschen Mittelstadt
Aufwandsnormen und Einkommensverwendung
in ihrer sozialen Schichtung
lnaugural-Dissertation
zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der
Sozialwissenschaften durch die Rechts- und Staatswissenschaftliche
Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
vorgelegt von
Siegtried Kätsch
aus Melle/Krs. Osnabrück
1965
ISBN 978-3-663-03103-1 ISBN 978-3-663-04292-1 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-663-04292-1
1. Berichterstatter: Prof. Dr. H. Schelsky
2. Berichterstatter: Prof. Dr. D. Claessens
Dekan: Prof. Dr. H. Schelsky
Tag der mündlichen Prüfung: 21. Mai 1963
06
Inhalt
Vorbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
A. Problem, Methode und Statistik der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
I. Einführung in den Problemkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
II. Methoden und Statistik der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
1. Aufgliederung der befragten Familien nach sozialen Schichten 16
2. Aufgliederung der befragten Familien nach dem Heiratsalter der
Ehepartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3. Aufgliederung der befragten Familien nach Heiratsjahren . . . . . 21
4. Aufgliederung der Ehemänner hinsichtlich ihrer abhängigen oder
unabhängigen Berufsstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
III. Struktur- und Funktionswandlungen der Familie . . . . . . . . . . . . . . . 23
IV. Familie, Definition, soziologisch theoretisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Exkurs:
Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 1950-1960 in
der Bundesrepublik Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
B. Einkommensverwendung, Aufwandsnormen und Konsumgewohnheiten
in ihrer sozialen Schichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Erstes Kapitel
Theoretische Konzeption:
Soziale Nivellierungstendenzen 30
I. Die Gründung des Familienhaushaltes in der Gegenwart . . . . . . . . . 31
1. Zeitliche Modalitäten bei der Haushaltsausstattung nach sozialen
Schichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Methodisches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
5
a) Das Ausstattungsniveau vor und zum Zeitpunkt der Ehe-
schließung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
b) Die Beschaffung der Haushaltsausstattung im Verlauf der Ehe 39
c) Der Zeitraum gemeinsamer Anschaffungen der Ehepartner
vor der Ehe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
2. Personelle Modalitäten bei der Haushaltsausstattung nach sozialen
Schichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Methodisches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
a) Übersicht über das mittlere Lastenniveau der Anschaffer . . . 45
b) Personelle Modalitäten des Lastenniveaus . . . . . . . . . . . . . . . . 46
c) Meinungen der befragten Ehepartner zur Aussteuer 50
Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
3. Verzicht auf langfristige Ausstattungsgüter nach sozialen
Schichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
4. Ausstattungsvorgänge nach Heiratsalter und Heiratsjahren der
befragten Ehepartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
5. Wohnungs-, Hauseigentums-undMietverhältnisse nach sozialen
Schichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
li. Sparen und Versicherungen 67
III. Geldmotivindex 71
Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Zweites Kapitel
Theoretische Konzeption:
Massenproduktion und Massenkommunikation als Nivellierungsfaktoren 74
I. Allgemeines Konsumverhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
1. Schlußverkauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
2. Warenbezug aus Versandgeschäften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
3. Ratenkäufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
4. Fragen zur Haushaltsführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
6
II. Geschmackliche Varianten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
1. Mode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
2. Modernitätsindex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
3. Zimmereinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
4. Häuserwünsche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
III. Freizeitverhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
1. Urlaub . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
2. Das Hobby als Freizeitbeschäftigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
Zusammenfassung 105
Exkurs:
Intergenerative Berufsmobilität bei den befragten Familien ........... 107
Drittes Kapitel
Zum Problem: Abhängigkeit und Unabhängigkeit im Berufsleben 115
Methodisches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
I. Ausstattungsvorgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
II. Spar- und Konsumverhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
Viertes Kapitel
Theoretische Konzeption:
Teilstrukturen des sozialen Selbstbewußtseins 124
I. Soziales Sicherheitsgefühl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
II. Soziale Unzufriedenheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
III. Die Lebenshaltungsvorstellung am Beispiel der gewünschten Kinder-
zahl ....................................................... 130
IV. Meinungen über die Sicherheit des Arbeitsplatzes von Angestellten
und Arbeitern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
Zusammenfassung .............................................. 137
7
C. Schlußbetrachtung .............................................. 139
Die Bedeutung der beobachteten sozialen Verhaltensweisen und Ein-
stellungen für Familie und Gesamtgesellschaft ...................... 139
I. Soziales V erhalten und soziales Bewußtsein im Konsumbereich -
Trend Differenzierung ....................................... 140
II. Soziales Bewußtsein in der Berufs- und Arbeitswelt -
Trend Nivellierung ......................................... 143
Literaturverzeichnis 147
Tabellenverzeichnis 151
Anhang: Interview 155
8
Vorbemerkungen
Die vorliegende Studie ist die Analyse und Auswertung eines Teiles einer
empirischen Erhebung, die von der Sozialforschungsstelle an der Universität
Münster, in Dortmund, unter der Leitung von Prof. Dr. H. LINDE durchgeführt
wurde.
Das Ziel der Erhebung war im wesentlichen die Untersuchung zweier Problem
kreise: (1) »Die langfristigen Bestimmungsgründe für die Erwerbstätigkeit der
verheirateten Frau«, bearbeitet von ELKE-MARIA KÄTSCH, und (2) das Thema
dieser Arbeit.
Bei der Erstellung des Fragebogens wurde zum Teil auf Ergebnisse und Erfah
rungen einer Gemeindestudie zu dem Thema »Betrieblicher Status und Lebens
bereich«1 zurückgegriffen. Herr Prof. Dr. H. LINDE prägte als Projektleiter auch
entscheidend die Anlage der vorliegenden Untersuchung.
Der Verfasser dieser Studie nahm sowohl an der Vorbereitung des Fragebogens
als auch der technischen Durchführung der Erhebung teil. Im Mai 1961 wurde
ihm das zu dem vorliegenden Thema erhobene Material zur selbständigen
Bearbeitung übergeben.
Wir wollen diese Vorbemerkungen in erster Linie dazu benutzen, den Förderern,
Mitarbeitern und technischen Hilfskräften bei dieser Untersuchung unseren auf
richtigen Dank abzustatten, ohne deren Hilfe eine Auswertung des vorliegenden
Materials undenkbar gewesen wäre. Der erste Dank ist an Herrn Prof. Dr. H.
LINDE zu richten, der dem Verfasser mit Ratschlägen und Hinweisen zur Seite
stand. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, daß aus den Anregungen der oben
erwähnten Gemeindestudie ein finanziell gesichertes Forschungsprojekt entstand.
Unser zweiter Dank gilt dem Landesamt für Forschung des Landes Nordrhein
Westfalen, das die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stellte. Herr
DENNIS KALLEN, Drs. psych., hat an der Vorbereitung der Studie teilgenommen
und mit dem Verfasser zusammen die Leitung der empirischen Erhebung im
Herbst 1960 in Minden geteilt und somit wesentliches zur eigentlichen Erarbei
tung dieser Studie beigetragen. Weiter verdienen Herr Dr. H. EBEL und Herr
Dr. R. KRISAM besondere Erwähnung, da beide von Anfang der Untersuchung
an in allen Phasen der Materialsammlung und teilweise noch bei der Material
aufbereitung tätig waren.
Der Dank des Verfassers gilt weiterhin Frau FRIEDEL ToMOOR, in deren Händen
der weit überwiegende Teil der maschinellen Aufbereitung des Materials lag,
1 H. LINDE, H. EBEL, R. KRISAM und E. ScHAGINGER, Betrieblicher Status und Lebens
bereich, Materialien über quantifizierbare Zusammenhänge zwischen persönlicher
Lebensführung und industrieller Arbeitswelt. Dortmund 1959, Forschungsbericht.
9
Herrn HEINRICH HüLK, der einen großen Teil der oft beschwerlichen rechneri
schen Arbeiten bei der Materialaufbereitung und Tabellenaufstellung erledigte,
und Frau IRMENGARD MICHAELIS, die die Reinschrift des Manuskriptes besorgte.
Bei den weiteren Hilfsarbeiten während der Materialaufbereitung sind besonders
Herr ErNHARn SeHRADER und Herr PETER WrLLERICH zu nennen, wobei der
letztere schon während der Materialerhebung in Minden einen großen Teil der
Arbeit bei der Durchsicht der eingegangenen Interviews leistete.
Als Interviewer waren tätig:
REINER BASTINE HELGE PETERS
URSULA GARLING JocHEN ScHULTE AM EscH
CoRDULA GoERN WrLHELM SCHUMM
GüNTER GRIMM FRIEDERIKE VON WANGENHEIM
GABOR Krss ELKE WESELOH
GüNTER LASCHETZKI PETER WILLBRICH
GESINE LINDE ARMIN VoRMANN
EDELGARD p AHL
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