Table Of ContentGesammelte Schriften
Günter Dux
Strukturwandel der
Legitimation – Das
Ende absoluter Werte
2. Auflage
Gesammelte Schriften
Band 7
Mit den Gesammelten Schriften von Günter Dux werden dessen grundlegende
Arbeiten zur Kognition und Normativität wieder zugänglich gemacht. Die Arbei-
ten sind Bausteine einer sozialwissenschaftlichen Theorie, die den Bildungspro-
zess der humanen Lebensform und deren Entwicklung historisch-genetisch zu
rekonstruieren sucht. Der Bogen der Rekonstruktion ist weit gefasst. Er reicht von
den Anfängen der humanen Lebensform in der Evolution der Gattung bis zu den
historisch späten Problemen der Gerechtigkeit, der Demokratie und deren Legi-
timation in unserer Zeit. Das entschieden kausativ-konstruktive Verständnis der
humanen Lebensform hat in der historisch-genetischen Theorie der Kultur seinen
Niederschlag gefunden.
Dux sieht die Entwicklung der Kultur von einer Logik in der Geschichte des
Geistes bestimmt. In ihr gewinnt die Ausbildung der Religion in der Frühzeit der
Geschichte eine konstitutive Bedeutung. In der Moderne gerät die auf ein Abso-
lutes am Grunde der Welt verpflichtete Logik der Religion in Konflikt mit der
Logik einer säkular verstandenen Welt. In den Arbeiten zur historisch-genetischen
Theorie der Gesellschaft liegt der Gesellschaft als bestimmende Organisations-
form Macht zugrunde. Sie bestimmt deren Bildungsprozess und zieht sich als
Spur durch das Verhältnis der Geschlechter. In der Geschichte hat Macht sich früh
schon zur Herrschaft zu entwickeln vermocht. In der Demokratie der Gegenwart
ändert Macht erneut ihre gesellschaftliche Verfasstheit dadurch, dass sie der sys-
temischen Verfasstheit der Ökonomie des Kapitalismus integriert ist.
Weitere Bände in der Reihe http://www.springer.com/series/15567
Günter Dux
Strukturwandel der
Legitimation – Das
Ende absoluter Werte
2. Auflage
Günter Dux
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Deutschland
Gesammelte Schriften
ISBN 978-3-658-17376-0 ISBN 978-3-658-17377-7 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-17377-7
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Springer VS
1. Auflage 1976, Alber, Freiburg
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Inhalt
Kapitel I
Logik und Legitimation. Das Problem . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1 Die Frage nach den Geltungsgründen . . . . . . . . . . . . . . . . 1
2 Eine » sachlogische « Gegenfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
3 Das Interesse an der Legitimation . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
4 Die Suche nach den Prinzipien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
5 Die Struktur der Argumentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
6 Der logische Absolutismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
7 Die Rückständigkeit der rechtsphilosophischen Logik . . . . . . . . 11
8 Praktische Konsequenzen eines theoretischen Defizits . . . . . . . 12
9 Der Rückgriff auf das Allgemeine . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
10 Dialektik des Positiven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
11 Der Positivismus als Konsequenz der logischen Struktur . . . . . . . 20
12 Legitimation der usurpierten Macht . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
V
VI Inhalt
13 Die Eintracht von Positivismus und Dezisionismus . . . . . . . . . . 23
14 Alle gegen alle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
15 Das Ansinnen des Verzichts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
16 Die Ächtung des Erkenntnisinteresses . . . . . . . . . . . . . . . . 27
17 Die Reflexion auf die Frage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
18 Die Kritik des Rechts als Soziologie des Wissens . . . . . . . . . . . 30
Kapitel II
Die Herkunft des Schemas vom Ursprung . . . . . . . . . . . . . . . . 35
1 Am Anfang war … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
2 Die subjektivische Wirklichkeitsauffassung
primitiver Gesellschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
3 Die anthropologischen Bedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . 42
4 Das subjektivische Schema als Paradigma der Erklärung . . . . . . . 46
5 Subjektivisches Schema und Ursprungsschema . . . . . . . . . . . 47
Kapitel III
Strukturwandel der interpretativen Matrix . . . . . . . . . . . . . . . 51
1 Struktur und Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
2 Das Prinzip der Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
3 Strukturwandel der interpretativen Matrix . . . . . . . . . . . . . . 55
4 Die Chance, sachlich zu sein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
5 Entwicklung und Geschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Inhalt VII
6 Die Stunde der Theorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
7 Die Thematisierung der Logik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
8 Herrschafts- und Selbstbewußtsein . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
9 Der Aufbruch der Weltanschauung . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
10 Der Aufstand der Vernunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
11 Der Aufstand findet nicht statt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
12 Die Entfaltung der Subjektivität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
13 Wissen wollen, wie es wirklich ist . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
Kapitel IV
Die Wende zur Neuzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
1 Die Behauptung der absolutistischen Logik . . . . . . . . . . . . . 91
2 Das » premier principecc « . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
3 Ich – Gott . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
4 Das Subjekt-Objekt-Problem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
5 Das Selbstverständnis des Menschen . . . . . . . . . . . . . . . . 101
6 Das Einholen des Unendlichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Kapitel V
Selbstbehauptung und Widerspruch.
Das Ende der Metaphysik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
1 Das Bewußtsein der Krise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
2 Das Subjekt-Objekt-Problem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
VIII Inhalt
3 Die Behauptung des Absoluten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
4 Destruktion des Ursprungsschemas . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
5 Die Erfahrung des Historischen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
6 Die Blockade des Denkens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127
7 Revolution und Reaktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
8 Die Entmachtung des humanen Subjekts . . . . . . . . . . . . . . 136
Kapitel VI
Glauben – Werten – Wissen. Die Rechtslehre Max Webers . . . . . . . 139
1 Das Interesse an der Rechtslehre Max Webers . . . . . . . . . . . . 139
2 Die Logik neukantianischen Rechtsdenkens . . . . . . . . . . . . . 140
3 Das Stratum empirischen Seins . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
4 Die Empirie des Sozialen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
5 Sein und Sollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
6 Die Ablösung von der Genesis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
7 Die normative und die empirische Rechtsordnung . . . . . . . . . 153
8 Die Legitimität einer Ordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
9 Die Rationalität des Rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
10 Die Verantwortung für Auschwitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
11 Gleichheit und die Destruktion des Rechts . . . . . . . . . . . . . 170
12 Die Logik der Grundnorm (Exkurs) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172
Inhalt IX
Kapitel VII
Die ontologische Begründung des Rechts . . . . . . . . . . . . . . . . 179
1 Die Suche nach Letztbegründungen . . . . . . . . . . . . . . . . 179
2 Die Behauptung des Naturrechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182
3 Der logische Positivismus des Naturrechts . . . . . . . . . . . . . . 183
4 Der Widerspruch gegen das Naturrecht . . . . . . . . . . . . . . . 186
5 Die anthropologische Wendung in der Ontologie . . . . . . . . . . 188
6 Die Lehre von den Entsprechungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 190
7 Der Ursprung der abermaligen Hypostasierung des Geistes . . . . . 193
8 Die Nutzanwendung in der Rechtstheorie . . . . . . . . . . . . . . 198
9 Der Widerspruch am » Selbst-Sein « . . . . . . . . . . . . . . . . . 200
10 Die Ontologisierung der Rollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201
Kapitel VIII
Zusammenfassung. Das Postulat der Gleichheit . . . . . . . . . . . . 205
Gerechtigkeit statt Gleichheit. Ein kleines verändertes Nachwort . . . 219
Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221