Table Of ContentSchmalz
Strategisches Bankcontrolling
GABLER EDITION WISSENSCHAFT
Anton Sebastian Schmelz
Strategisches
Bankcontrolling
Steuerung nationaler und inter
nationaler Bankaktivitaten anhand
der Strategietafel
Mit ei nem Geleitwort
von Prof. Dr. Erich Priewasser
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Die Deutsche Bibliothek -ClP-Einheitsaufnahme
Schmolz, Anton Sebastian:
Strategisches Bankcantrolling : Steuerung nationaler und internationaler BankaktivitCiten
an hand der Strategietafel / Anton Sebastian Schmalz. Mit einem Geleitw. von Erich Priewasser.
-1. Aufl .. -Wiesbaden : Dt. Univ.-Verl. ; Wiesbaden : Gabler, 2001
(Gabler Edition Wissenschaft)
Zugl.: Marburg, Univ., Diss., 2000
1. Auflage August 2001
Aile Rechte vorbehalten
© Springer Fachmedien Wiesbaden, 2001
Ursprilnglich erschienen bei Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr . Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 2001.
Lektarat: Brigitte Siegel/Julia Hinrichsen
www.gabler.de
www.duv.de
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und daher von jedermann benutzt werden durften.
ISBN 978-3-8244-7392-2 ISBN 978-3-663-08998-8 (eBook)
DOI 10.1 007/978-3-663-08998-8
Geleitwort
Der gegenwartig im Kreditgewerbe wahrzunelunende Veranderungsdruck fordert in besonde
rer Weise auch die Controllingfunktion von Kreditinstituten. Dies gilt erst recht fur den inter
nationalen Bankenmarkt, da auf diesem gerade deutsche Kreditinstitute von zum Teil be
trachtlichen Standortnachteilen betroffen sind. Gieichzeitig werden internationale Bankakti
vitaten von den Auswirkungen der Umwelt- und Wettbewerbsdynamik in unterschiedlichen
Rechts- und Gesellschaftssystemen direkt beeinflullt und stellen damit eine spezielle Heraus
forderung fur das strategische Bankcontrolling dar. In der vorliegenden Dissertation wendet
sieh Sclunolz damit einer Fragestellung zu, die gegenwartig und in absehbarer Zukunft einen
beachtliehen Stellenwert im Kreditgewerbe einnelunen wird.
Die Bearbeitung dieser tiberaus anspruehsvollen Thematik ;st Selunolz in ausgezeichneter
Weise gelungen. Ausgehend von dem strategisehen Umfeld der Banken, in dem die Wirk
krafte der Branehenentwieklung und die Veranderung der Wettbewerbskrafte sowie die
Komplexitat, Dynamik und Turbulenz des Bankgewerbes herausgearbeitet werden, wird auf
theoretiseh hoch fundiertem Niveau der konzeptionelle Bezugsralunen fur das strategisehe
Bankeontrolling gelegt. Uber die strategische Analyse zur Identifikation bankspezifiseher
Wettbewerbsvorteile leitet Selunolz anschliellend die von ihm entwiekelte Strategietafel als
Grundmodell fur das strategische Controlling abo Mit Hilfe dieses innovativen Konzeptes
lassen sich tiber die Analyse der vier Hauptfelder des Kundennutzens, des Absatzmarktes, der
Ressourcen und der Systemeffizienz die Quellen von Wettbewerbsvorteilen und der Wert
schopfung systematisch aufdecken. Dabei gelingt es dem Autor in beispielgebender Weise,
die mit bemerkenswert hohem Innovationsgehalt versehene Strategietafel in das bewahrte
strategische Controllingsystem vollstandig zu integrieren, was nicht nur fur die theoretiseh
widerspruchsfreie Herleitung, sondern auch fur die abgerundete Konsistenz seines Ansatzes
spricht.
Ein besonderes Verdienst der vorliegenden Dissertation liegt neben der anspruchsvollen
Thematik in dem durchgangig hohen Niveau theoretischer Fundierung und Argumentation.
Aufgrund der aussagekraftigen Ergebnisse und der themenspezifischen Relevanz fur die
Bankpraxis bUilt die Arbeit aber dennoeh nicht die aus der Sieht der Praxis gewiinschte Ope
rationalisierbarkeit ein. Ich wiinsche daher dem tiberaus gelungenen Werk eine weite
Verbreitung.
Erich Priewasser
v
Vorwort
Die vorliegende Arbeit wurde im Dezember 2000 yom Fachbereich Wirtschaftswissenschaf
ten der Philipps-Universitat Marburg als Dissertation angenommen.
Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle meinem verehrten Lehrer und Doktorvater, Herm
Prof. Dr. Erich Priewasser. Die Arbeit ware ohne seine wegweisenden Forschungen zur kiinf
tigen Entwicklung des strategischen Umfeldes von Banken nicht moglich gewesen. Er hat das
Dissertationsvorhaben durch seine hOchst hilfreichen Anregungen und kritischen Anmerkun
gen die entscheidenden Schritte vorangebracht. Ein Ubriges hat die kreative und offene At
mosphare getan, die er in seinen Doktorandenseminaren geschaffen hat. Herzlichen Dank
schulde ich auch Herm Prof. Dr. Ulrich Hasenkamp fur die Ubemahme des Zweitgutachtens.
Zu danken habe ich schlie/31ich Ass. iur. Claudia Neuschafer sowie meinen Freunden und
Kollegen des Lehrstuhls fur Bankbetriebslehre, allen voran Dipl.-Kffr. Dr. Astrid Engels,
Dipl.-Kffr. Sonja Brungs und Dipl.-Kfrn. rngo Lippmann fur ihre groBe Unterstiitzung mit Rat
und Tat.
Die Arbeit ist durch ein Stipendium der Philipps-Universitat Marburg auf der Grundlage des
Hessischen Gesetzes zur Forderung von Nachwuchswissenschaftlem unterstiitzt worden.
Ich widme die Arbeit meinen Eltem, die an der Entstehung des Werkes groBen Anteil ge
nommen haben und ohne deren unerme/31iche Hilfe meine Studien nicht moglich gewesen
waren.
Anton Sebastian Schmolz
VII
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort von Prof. Dr. Erich Priewasser ................................................................................ V
Vorwort ................................................................................................................................... VII
Inhaltsverzeichnis .................................................................................................................... IX
Abbildungsverzeichnis .......................................................................................................... .xIX
1. Einleitung: Begriffliche Grundlegung und Gang der Untersuchung. ......•....••....•...•........ l
1.1. Der Begriff des Controlling ............................................................................................ I
1.2. Der Begriff des strategischen Controlling ....................................................................... 3
1.3. Die Bedeutung des Begriffs "international" ................................................................... 6
IA. Gang der Untersuchung ................................................................................................... 6
2. Das strategische Umfeld:
Strukturwandel und Komplexitiit der internationalen Bankbranche ............................ 7
2.1. Die Wirkkriifte der Branchenentwicklung ................................................................. 7
2.1.1. Fortschritte in der Inforrnations-und Kommunikationstechnologie ....................... 8
a) Technologische Durchdringung des Wertsch6pfungsprozesses ............................... 9
b) Technologiebedingte Entstehung neuer Bankprodukte ............................................ 9
c) Technologiefortschritt und Internationalisierung der Bankgeschiifte ..................... l0
d) Neue Herausforderungen an das Bankmanagement.. ............................................. 12
2.1.2. Veriinderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ..................... 13
a) Der Zusammenbruch des Systems von Bretton Woods .......................................... 13
b) Europiiische Integration .......................................................................................... 14
c) Entwicklung in Osteuropa und deutsche Wiedervereinigung ................................ 17
d) Liberalisierung, Deregulierung, Harrnonisierung und Reregulierung .................... 18
2.1.3. Gesellschaftlicher Wandel ..................................................................................... 21
a) Wertewandel ........................................................................................................... 21
b) Freizeit und Arbeitszeit .......................................................................................... 23
c) Anstieg des Bildungsniveaus und Inforrnationszuwachs ....................................... 24
d) Verrn6gensbildung und Einkommensanstieg ......................................................... 24
e) Demographische Entwicklung ................................................................................ 25
f) Veriindertes Nachfrageverhalten als Foige des gesellschaftlichen Wandels .......... 25
2.1A. Zusammenfassung: Die Wirkkriifte der Branchenentwicklung ............................ 29
IX
2.2. Veranderung der Wettbewerbskrafte in der Bankbranche ...............•..........••....•••. 30
2.2.1. Bedrohung der Wettbewerbsposition dureh neue Konkurrenten ............................... 31
a) Absenkung der Markteintrittsbarrieren ....................................................................... 31
b) Erweiterung des Angebots an Bankprodukten durch Markteintritte ........................... 35
c) Internationalisierung der Bankbranche ....................................................................... 37
d) Zusamrnenfassung: Bedrohung der Wettbewerbsposition
dureh neue Konkurrenten .......................................................................................... .41
2.2.2. Wettbewerbsdruck dureh Substitutionsprodukte ...................................................... .43
2.2.3. Verhandlungsstarke der Bankkunden und Ressoureenlieferanten ............................ .47
a) Macht der Bankkunden .............................................................................................. .47
b) Macht der Ressoureenlieferanten ............................................................................... .49
2.2.4. Grad der Rivalitiit zwischen den Wettbewerbern ....................................................... 52
2.2.5. Zusarnmenfassung: Verscharfung des Wettbewerbs im Finanzsektor ....................... 57
2.3. Komplexitat, Turbulenz und Dynamik des Bankgewerbes. .................................... S9
2.3.1. Zurn Begriff der Komplexitiit ................................................................................ 59
2.3.2. Erhohung der Komplexitiit im engeren Sinne ....................................................... 63
2.3.3. Verschiedenartigkeit der relevanten Systernkategorien (Kategorienvielfalt) ........ 64
2.3.4. Dynamik der Branehenentwicklung ...................................................................... 64
2.3.5. Turbulenz der Branehenentwicklung .................................................................... 67
2.3.6. Intransparenz als subjektiver Aspekt der Komplexitat.. ........................................ 68
2.3.7. Zusarnmenfassung: Zur Komplexitiit des Bankgesehafis ...................................... 69
3. Entwicklung eines konzeptioneUen Bezugsrahmens
ffir das strategische BankcontroUing ................................................................................ 71
3.1. Erkenntnistheoretische und methodologische Voriiberlegungen ........................... 71
3.1.1. Die Entdeckung von Hypothesen und Theorien .................................................... 71
3.1.2. Die Begriindung von Hypothesen und Theorien ................................................... 72
a) Der Begriindungszusarnmenhang im Lichte der Wissenschaftstheorie .................. 72
b) Das Problem nieht beobachtbarer Phiinomene ....................................................... 73
c) Das Problem flieBender Randbedingungen (Dynamik) .......................................... 75
d) Das Problem unbekannter Randbedingungen (Intransparenz) ............................... 76
e) Das Problem des Sinnzusarnmenhangs in sozialen Systemen ................................ 76
f) Konsequenzen fUr Aussagen zum strategisehen Controlling .................................. 77
3.1.3. Prognosen im strategisehen Controlling ................................................................ 81
3.1.4. Handlungsanweisungen im strategischen Controlling .......................................... 86
3.1.5. Zusarnmenfassung: Aussagen zum strategischen Controlling .............................. 87
x
3.2. Beriicksichtigung der Eigenarten von Bankleistungen ........................................... 87
3.2.1. Die Irnmaterialitat als Wesensmerkmal von Dienstieistungen .............................. 88
3.2.2. Geld als spezifisches Objekt des Bankleistungsprozesses .................................... 91
3.3. Systemtheoretische Orientierung .............................................................................. 92
3.3.1. Grundlagen ............................................................................................................ 93
3.3.2. Strategisches Controlling und Systemtheorie ........................................................ 94
a) Strategisches Controlling auf der materiellen Ebene ............................................. 94
b) Strategisches Controlling auf der funktionellen Ebene .......................................... 95
c) Strategisches Controlling auf der Sinnebene .......................................................... 96
3.3.3. Das Konzept lebensfahiger Systeme im strategischen Controlling ....................... 99
a) Anpassung an die Umwelt ...................................................................................... 99
b) Aufrechterhaltung der Selbstreferenz durch
wertschOpfungsbezogene Kornmunikation .......................................................... 100
c) Gesetz der erforderlichen Varietat von Ashby ...................................................... 105
d) Methoden der Komplexitatsbewaltigung ............................................................. 106
3.4. Wertschopfungsorientierung ..............................................•.................•.................. 111
3.4.1. Grundlagen der Wertschopfungsorientierung ..................................................... 111
3.4.2. Wertschopfungsorientierung und Management-Konzepte .................................. I13
3.4.3. WertschOpfungsorientierung und Shareholder_ V alue-Konzept .......................... 114
3.5. Wettbewerbsorientierung ......................................................................................... 116
3.5.1. Grundlagen .......................................................................................................... 116
3.5.2. Die Quellen von Wettbewerbsvorteilen in der Industrieokonomik ..................... 117
3.5.3. Die Quellen von Wettbewerbsvorteilen nach dem Ressourcenansatz ................ 118
3.5.4. Wettbewerbsvorteile bei Hyperwettbewerb ........................................................ 119
3.5.5. Wettbewerbsbezogene Anforderungen an das strategische Controlling ............. 120
3.6. Zusammenfassung: Der konzeptionelle Bezugsrahmen
fiir das strategische Bankcontrolling ....................................................................... 121
3.7. Der Stand des strategischen Bankcontrolling ......................................................... 124
3.7.1. Die Portfolio-Konzepte der strategischen Planung
als Bezugsrahmen fur das strategische Bankcontrolling? ................................... 124
a) Grundlagen ........................................................................................................... 125
b) Das Marktanteils-lMarktwachstums-Portfolio ..................................................... 126
c) Das Marktattraktivitats-lWettbewerbsstarke-Portfolio ......................................... 130
d) Eignung der Portfolio-Konzepte fur das strategische Bankcontrolling ................ 131
3.7.2. Vorhandene Bausteine fur das strategische Bankcontrolling .............................. 136
XI
Description:Starke Wirkkräfte im technologischen, gesellschaftlichen und rechtlich-politischen Umfeld haben in den letzten Jahren zu einer dramatischen Veränderung der Struktur des Finanzsektors geführt. Die Steuerung von Banken ist zu einer hochkomplexen Aufgabe geworden, bei deren Bewältigung es nicht nur