Table Of ContentPOPULÄR-WISSENSCHAFTLICHE·
VORLESUNGEN.
Von demselben Verfasser:
Die Geschichte und die Wurzel des Satzes der
Erhaltung der Arbeit. Prag. 187.2. Calv_-sche
Buchhandlung. 8°. 58 S.
•Optisch-akustische Versuche. Prag. Calve'sche
Buchhandlung. 1873. 8°. 110 S.
Grundlinien der Lehre von den Bewegungs
empfindungen. Leipzig. Engelmann. 1875. 8°,
s.
127
Die Mechanik In Ihrer Entwickelung historisch
kritisch dargestelll Leipzig. Brockhaus. 2. Aufl.
s.
1889. 8°. 49.2
Beiträge zur Analyse der Empfindungen. Jena.
Fischer. 1886. 8°. 168 S.
Im Druck:
Die Prinzipien der Wärmelehre, historisch-kritischd ar
gestelll Leipzig. Johann Ambrosius Barth.
POP OLAR-WISSENSCHAFTLICHE
•
VORLESUNGEN
VON
Dr. E. MACH
PROFE880R AN DEI UNIVER81TAT WIEN
MIT 46 ABBILDUNGEN
LEIPZIG
JOHANN AMBROSIUS BARTH
1896
Alle Rechte, insbesondere das der Übenetzung, vorbehalten.
Vorwort.
Die von der »Open Court Publishing Compagnyc in
Chicago i. J. 1895 veranstaltete Sammelausgabe meiner
> Popular scientific lecturesc in der vorzüglichen Über
setzung des Herrn Mc. Cormack hat der Verlagshandlung
den Gedanken nahe gelegt, diese Sammlung auch in
deutscher Sprache erscheinen zu lassen. Dieselbe ist in
dieser Gestalt vermehrt um die Artikel 4, 9 und 14. Der
Artikel I o ist allein zuerst englisch erschienen in >T he
Monist«, und stellt eine freie Bearbeitung vor eines Teiles
meiner Schrift über die » Erhaltung der Arbeit« (Prag.
Calve 1872), welche ich auf Wunsch des Herrn Dr. P.
C a r u s , Herausgebers des "Monistc, unternahm. Letztere
Schrift, in welcher ich zuerst meinen Standpunkt in phy
sikalischen Fragen darlegte , stellt nämlich in ihrer ur
sprünglichen Form allzugrofse Anforderungen an den Leser
von populären Vorlesungen.
Die grofse Verschiedenheit der Artikel in Form, Ge
schmack, Stil, Stimmung und Ziel wird man entschuldigen,
wenn man bedenkt, dafs dieselben einen Zeitraum von
Vorwort.
mehr als dreifsig Jahren umfassen. Im übrigen kann ich
hier nur die Worte wiederholen , welche die englische
Ausgabe begleiteten :
"Populäre Vorlesungen können mit Rücksicht auf die
vorausgesetzten Kenntnisse und die zur Verfügung stehende
Zeit nur in bescheidenem Maafse belehrend wirken. Die
selben müssen zu diesem Zweck leichtere Stoffe wählen
und sich auf die Darlegung der einfachsten und wesent
lichsten Punkte beschränken. Nichts desto weniger kann
durch geeignete Wahl des Gegenstandes die Roman t i k
und die Po e sie der Forschung fühlbar gemacht werden.
Hierzu ist nur nötig, dafs man das Anziehende und Span -
nende eines Problems darlegt, und zeigt, wie durch das von
. einer unscheinbaren Aufklärung ausstrahlende Licht zu.
weilen weite Gebiete von Thatsachen erleuchtet werden.«
»Auch durch den Nachweis der Gleichartigkeit des
alltäglichen und des wissenschaftlichen Denkens können
solche Vorlesungen günstig wirken. Das Publikum ver
liert hierdurch die Scheu vor wissenschaftlichen Fragen
und gewinnt jenes Interesse an der Untersuchung, welches
dem Forscher so förderlich ist. Diesem hingegen wird
die Einsicht nahe gelegt, dafs er mit seiner Arbeit nur
einen kleinen Teil des allgemeinen Entwicklungsprozesses
vorstellt, und dafs die Ergebnisse der Forschung nicht nur
ihm und einigen Fachgenossen, sondern dem Ganzen zu
gut kommen sollen.<
Der deutsche Physiker wird in den nachfolgenden
Artikeln und insbesondere in der erwähnten Schrift über
»Erhaltung der Arbeit« manche Frage in frliher Zeit er-
Vorwort.
örtert finden , die später unter andern Schlagworten
von andern Autoren behandelt worden ist. Einige dieser
Fragen stehen in naher Beziehung zu der lebhaften Dis
kussion über »Energetik«, welche sich auf der Naturforscher
versammlung zu Lübeck entwickelt hat. Einen Grund,
meinen Standpunkt zu ändern, habe ich aber aus dieser
Diskussion nicht schöpfen können.
Wien, Februar 1896.
E. Mach.
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il
1
Inhalt.
Seite
L Die Gestalten der Flüssigkeit. . . . . 1
II. Ö'ber die Cortischen Fasern des Ohres. . 17
m
Die Erklärung der Harmonie. . . . . 32
IV. Zur Geschichte der Akustik. . . . . 4S
V. Über die Geschwindigkeit des Lichtes. . 59
VL Wozu hat der Mensch zwei Augen? . . 74
VII. Die Symmetrie. . . . • . . . • . 100
VIII. Bemerkungen zur Lehre vom räumlichen Sehen. I I 7
.JX. Oberd ie Grundbegriffe der Elektrostatik (Menge, Poten-
tial, Capazität u. s. w.). . . . . . . . , . • • 124
X. Über das Prinzip der Erhaltung der Energie. I 54
XI. Die ökonomische Natur der physikalischen Forschung 203
XII. Über Umbildung und Anpassung im naturwissenschaft
lichen Denken. . . . . . . . . . . . . . . 231
XIIl. Ober das Prinzip der Vergleichung in der Physik. • . 251
XIV, Über den Einflufs zuflUliger Umstände auf die Ent
wickelung von Erfindungen und Entdeckungen. . • . 282
XV. Über den relativen Bildungswert der philologischen
und der mathematisch- naturwissenschaftlichen Unter
richtsfächer der höheren Schulen. . . . . . . . 297