Table Of ContentPatentmanagement
Dritte, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
Oliver Gassmann • Martin A. Bader
Patentmanagement
Innovationen erfolgreich nutzen und schützen
Dritte, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
1 C
Professor Dr. Oliver Gassmann Dr. Martin A. Bader
Universität St.Gallen BGW AG
Institut für Technologiemanagement Management Advisory Group
Dufourstrasse 40a St. Gallen - Wien
9000 St. Gallen Varnbüelstrasse 13
Schweiz 9000 St. Gallen
[email protected] Schweiz
www.item.unisg.ch [email protected]
www.bgw-sg.com
ISBN 978-3-642-16604-4 e-ISBN 978-3-642-16605-1
DOI 10.1007/978-3-642-16605-1
Springer Heidelberg Dordrecht London New York
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Vorwort
Innovationen sind von überragender Bedeutung für das Erzielen von Wett-
bewerbsvorteilen. Jedoch ermöglicht nur ein wirksamer Schutz der Innova-
tion einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Im globalen Innovations-
wettbewerb wird das Management von Intellectual Property deutlich
wichtiger als das Führen von Fabriken. Patente werden wichtiger. Unter
den Top 5 Ländern mit Patentanmeldungen rangieren neben den USA, Ja-
pan und Europa mittlerweile China und Korea. Neben der quantitativen
Zunahme gewinnen auch Effektivität und Effizienz bei der Erstellung von
schlagkräftigen, strategischen Patenten an Bedeutung. Viele Unternehmen
stehen hier mit dem klassischen Service ihrer Patentabteilungen zuneh-
mend in der Zwickmühle: Einerseits werden einschlägige Experten benö-
tigt, die in enger Zusammenarbeit mit Forschung und Entwicklung (F&E)
diese Patente anmelden und rechtlich durchsetzen sollen, andererseits
nehmen die Anforderungen beim Management des Patentportfolios mit
Hinblick auf die eigene Kostenstruktur und das Wettbewerbsumfeld stetig
zu. Ein umfassendes, situativ an das Unternehmen angepasstes Patentma-
nagement wird daher zunehmend wichtiger.
Obwohl die Bedeutung des Patentmanagements für die Wettbewerbs-
fähigkeit von Unternehmen steigt, gibt es hierzu nur wenig Literatur aus
Managementperspektive. Der rasche Ausverkauf der ersten beiden Aufla-
gen und das positive Feedback in Praxis und Presse unterstreichen dies.
Die 3. Auflage ist völlig neu überarbeitet und erweitert worden. Aufgrund
des Inputs unserer Projektpartner und unserer Executive MBA-Studenten
haben wir ein stärkeres Gewicht auf die Bewertung, Verwertung und
Kommerzialisierung von Patenten gelegt. Zudem wurden die Fallbeispiele
aufgrund der hohen Dynamik in dem Gebiet stark aktualisiert, rund die
Hälfte der Beispiele sind durch neue Fälle ersetzt worden.
Ziel des Buches ist es, einen Überblick über gängige Konzepte und
Bausteine des Patentmanagements zu geben. Diese werden anhand von
neun Fallstudien aus unterschiedlichen Branchen vertieft: ABB, Alcatel-
Lucent, Bayer, British Telecom, Eastman Kodak, Henkel, OC Oerlikon,
Porsche und Schindler.
Das Buch richtet sich an Führungskräfte in den Bereichen Innovation,
F&E und Patentwesen. Wissenschaftlern und Studenten bietet das Buch
vi Vorwort
anwendungsorientierte Impulse zu den Ausprägungen des Patentmanage-
ments von innovativen Unternehmen im hoch kompetitiven Umfeld. In das
Buch sind unsere Arbeiten am Institut für Technologiemanagement der
Universität St.Gallen über und mit Unternehmen aus West- und Ost-
Europa, USA, Japan, China und Taiwan eingeflossen:
(cid:120) Globale Benchmarking-Studie zu strategischem Technologiemanage-
ment, bei der weltweit 61 technologieintensive Unternehmen untersucht
und die fünf führenden Unternehmen in Europa und USA vor Ort ver-
tieft analysiert wurden.
(cid:120) KTI-Forschungsprojekt zu Verwertung von Patenten mit vier Pharma-
beziehungsweise Chemieunternehmen aus der Schweiz.
(cid:120) Studien zur Patentgenerierung, -bewertung und -verwertung mit PwC,
Dennemeyer, unserem Spin-Off BGW sowie dem IGE und der WIPO.
(cid:120) Projektbezogene Studien zu Lizenzierungspotenzialen auf Basis von In-
tellectual Property im Service- und Chemiesektor.
(cid:120) Achtmonatige Arbeitskreise mit multinationalen Unternehmen sowie
mit KMUs zu Patentmanagement.
(cid:120) Zahlreiche bilaterale Industrieprojekte im Innovations- und Patentmana-
gement über und mit Unternehmen aus West- und Ost-Europa, USA,
Indien, Japan, China und Taiwan.
(cid:120) Über 300 Interviews mit Intellectual Property Experten in Europa, USA,
Indien, Japan, Taiwan und China.
(cid:120) Mehrjährige eigene Führungs- und Beratungserfahrung der Autoren im
Management von Innovation und Intellectual Property.
Dank gebührt Felix Addor, Jörg Baur, Angela Beckenbauer, Beda Bi-
schof, André Escher, Andreas Gaussmann, Fabian Glässer, Peter Hom-
berg, Bernhard Hostettler, Florian Kirschenhofer, Michael Kucher, Ste-
phanie Krüger, Leo Longauer, Ivan Mijatovic, Isabell Peters, Nicolas
Rohner, Martin Sperrle, Harald Ulrich, Hendrik Vogel und Beat Weibel.
Besonderer Dank gebührt Frauke Rüther und Nicole Ziegler, welche die
Überarbeitung der 3. Auflage und die Erweiterung der Kapitel Bewertung
und Verwertung stark vorangetrieben haben. Bedanken möchten wir uns
auch bei unseren Projektpartnern, den Interviewpartnern und den Studen-
ten der Universität St.Gallen, die mit ihrem Engagement einen wichtigen
Beitrag zu diesem Buch geliefert haben.
St. Gallen Oliver Gassmann
September 2010 Martin A. Bader
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ....................................................................................................... v
I. Grundlagen von gewerblichen Schutzrechten .............................. 1
Schutz von Innovationen in der Wirtschaft ....................................... 1
Ursprünge des gewerblichen Rechtsschutzes .................................... 6
Arten von Schutzrechten ................................................................... 9
Einfluss von Patenten auf den Unternehmenserfolg ........................ 22
II. Generierung von Patenten ............................................................ 33
Patentstrategien ................................................................................ 33
Offensive und defensive Patentstrategien ........................................ 40
Kerndimensionen der Patentstrategie .............................................. 43
Patententwicklungsprozess .............................................................. 50
Kosten von Patenten ........................................................................ 56
Geltungsbereich von Patenten ......................................................... 60
Handlungsfreiheit ohne Patente ....................................................... 61
III. Bewertung von Patenten ............................................................... 67
Evaluierung von Patenten ................................................................ 69
Valuierung von Patenten ................................................................. 77
Management des Patentportfolios ................................................... 96
IV. Verwertung von Patenten ........................................................... 115
Motive der Patentverwertung ........................................................ 117
Formen der Patentverwertung ....................................................... 120
Verwertungszeitpunkt und -umfang .............................................. 128
Vermarktungskanal für Patente ..................................................... 133
Herausforderungen der Patentverwertung ..................................... 135
V. Organisation des Patentmanagements ....................................... 139
Wertschöpfung in Organisationsformen ........................................ 139
Spannungsfelder in der Organisation des Patentmanagements ..... 144
Erfinderkultur als Katalysator ....................................................... 147
viii Inhaltsverzeichnis
Patent- und Markenabteilung als Dienstleister .............................. 148
Kosten und Nutzen einer Patentabteilung ..................................... 149
Auslagerung von Intellectual Property Aktivitäten ....................... 151
VI. Branchenspezifisches Patentmanagement ................................. 163
Pharma und Chemie ...................................................................... 163
Biotechnologie ............................................................................... 166
Elektrotechnik und Telekommunikation ....................................... 176
Automobil- und Maschinenbau ..................................................... 180
Nanotechnologie ............................................................................ 183
Software ......................................................................................... 186
Finanzdienstleistungen .................................................................. 199
Transport und Logistik .................................................................. 208
Handlungsbedarf bei KMU ........................................................... 217
VII. Länderspezifika bei Patenten ..................................................... 221
USA ............................................................................................... 222
Europa: Europäisches Patentübereinkommen ............................... 224
Frankreich ...................................................................................... 225
Großbritannien ............................................................................... 225
Russische Föderation / Eurasische Patentorganisation .................. 226
Brasilien ......................................................................................... 227
Indien ............................................................................................. 228
Japan .............................................................................................. 229
Korea ............................................................................................. 230
China ............................................................................................. 231
VIII. Patentmanagement in der Open Innovation Ära ..................... 241
Wachstum und Sättigung ............................................................... 241
Patentmanagement in Kooperationen ............................................ 243
Patente in Kooperationsverträgen .................................................. 244
Forschungskooperationenmit Hochschulen .................................. 255
IX. Successful Practice Unternehmen .............................................. 261
ABB ............................................................................................... 263
Alcatel-Lucent ............................................................................... 270
Bayer ............................................................................................. 275
British Telecom ............................................................................. 283
Eastman Kodak .............................................................................. 291
Henkel ........................................................................................... 299
OC Oerlikon .................................................................................. 306
Inhaltsverzeichnis ix
Porsche .......................................................................................... 312
Schindler ........................................................................................ 319
X. Anhang ......................................................................................... 331
Fakten und Trends ......................................................................... 331
Aufbau einer Offenlegungsschrift ....................................... 332
Aufbau von Patentschriften ................................................. 333
Schriftenartencodes bei Patentdokumenten ......................... 334
Patentklassifikation ............................................................. 335
Hinweise zum Recherchieren .............................................. 339
Webkataloge und Glossare im Internet ............................... 341
Gebühren für Schutzrechte .................................................. 342
Patentanmeldungen in Europa ............................................. 344
Mitgliedsstaaten der Europäischen Patentorganisation ....... 345
Deutschland: Regionale Verteilung der Patentanmelder ..... 346
Vergleich Europa, USA, Japan, Korea ................................ 348
Lebenszeiten von Patenten .................................................. 350
Literaturverzeichnis ................................................................................. 351
Abkürzungsverzeichnis ............................................................................ 369
Stichwortverzeichnis ................................................................................ 373
Firmenverzeichnis .................................................................................... 381
Autoren .................................................................................................... 385
Description:Dieses Buch richtet sich an Führungskräfte in den Bereichen Innovation, F&E und Patentmanagement. Wissenschaftlern und Studenten bietet das Buch anwendungsorientierte Impulse zu den Ausprägungen des Patentmanagements von innovativen Unternehmen im hoch kompetitiven Umfeld.Ziel des Buches ist es,