Table Of ContentJulia Welzel · Elke Sattler Hrsg.
Nichtinvasive
physikalische
Diagnostik in der
Dermatologie
Nichtinvasive physikalische Diagnostik in der Dermatologie
Julia Welzel
Elke Sattler
(Hrsg.)
Nichtinvasive
physi kalische
Diagnostik
in der Dermatologie
Mit 170 Abbildungen
Herausgeber
Julia Welzel Elke Sattler
Klinikum Augsburg Süd Klinikum der Universität München
Augsburg, Deutschland München, Deutschland
ISBN 978-3-662-46388-8 ISBN 978-3-662-46389-5 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-662-46389-5
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V
Vorwort
In der Dermatologie haben wir den großen Vorteil, dass das Organ, welches wir untersuchen
und behandeln, direkt zugänglich, aber auch sichtbar ist. Die Histologie stellt zwar den dia-
gnostischen und die Dermatochirurgie den therapeutischen Goldstandard bei Hauttumoren
dar, allerdings geht auch in unserer Fachdisziplin der Trend zu einer nichtinvasiven Diagnostik
und Therapie.
Die Histologie hat neben ihren Vorteilen – der hohen Auflösung und Möglichkeit der spezi-
fischen Anfärbung von Zellen – auch einige Limitationen. Sie stellt lediglich eine Moment-
aufnahme dar und zeigt meist nur einen kleinen Ausschnitt einer Läsion. Es werden nur
optisch-morphologische Veränderungen, aber keine dynamischen Vorgänge wie Blutfluss oder
funktionelle Parameter dargestellt. Die Biopsieentnahme und -aufbereitung führt zu artifiziel-
len Veränderungen wie Gewebeschrumpfung. Sie ist invasiv, die Ergebnisse stehen erst nach
Stunden bis Tagen zur Verfügung und sie geht mit hohen Personal- und Laborkosten einher.
Die Vorteile einer nichtinvasiven Diagnostik sind vielfältig. Das Gewebe wird in situ ohne
Artefakte und Nebenwirkungen untersucht, sodass zum Beispiel Dickenmessungen exakter als
in der Histologie sind. Dynamische Veränderungen wie Blutfluss können dargestellt werden.
Die Messungen sind beliebig wiederholbar, sodass auch Zeitverläufe untersucht werden kön-
nen. Ebenso ist es möglich, verschiedene Areale innerhalb einer Läsion oder unterschiedliche
Regionen zu untersuchen. Die Diagnostik ist nicht auf rein optische Phänomene beschränkt,
sondern es können auch funktionelle Gewebeeigenschaften wie Elastizität oder Stoffwech-
selveränderungen bis hin zu einzelnen Molekülen untersucht werden. Das Ergebnis liegt
meistens innerhalb von kurzer Zeit, oft sogar in Echtzeit während der Messung vor, sodass
Wartezeiten für den Patienten vermieden werden können.
Die steigende Inzidenz von Hauttumoren stellt uns täglich vor diagnostische Herausforde-
rungen, sei es bei Patienten mit multiplen atypischen Nävi oder mit lichtgeschädigter Haut.
Gerade beim zunehmenden Einsatz nichtchirurgischer Therapieverfahren zur Behandlung
von Hauttumoren ist es sinnvoll, Alternativen zur histologischen Verlaufskontrolle und The-
rapieüberprüfung zu haben, die ebenfalls nichtinvasiv sind. Neben dermatoonkologischen
Fragestellungen sind auch entzündliche und degenerative Hauterkrankungen, chronische
Wunden sowie Überprüfungen der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten und
Kosmetika Einsatzgebiete für nichtinvasive diagnostische Methoden.
Die nichtinvasive Diagnostik ist ein relativ neues, schnell wachsendes Feld in der Dermatologie,
in dem es viel Forschung und rasante technische Neuerungen gibt. Neben bildgebenden Metho-
den gibt es physikalische Techniken, die quantifizierbare, eher funktionelle Parameter messen.
Wir haben für dieses Buchprojekt ausgewiesene Experten für die bildgebenden und physika-
lischen Methoden gewinnen können, die die jeweilige Technik ausführlich erklären, Indika-
tionen und Limitationen nennen sowie einen Ausblick auf weitere Entwicklungen geben. Die
Beiträge sind ergänzt durch viele detaillierte Abbildungen. Wir haben insbesondere darauf
Wert gelegt, praxisnahe Tipps zur Durchführung der Messungen zu geben und wichtige Cha-
rakteristika der Techniken in prägnanten Merksätzen hervorzuheben.
VI Vorwort
Da jedes Buch das Werk vieler verschiedener Köpfe und Hände ist, möchten wir uns ganz
herzlich bei allen bedanken, die uns auf vielfältige Weise geholfen und unterstützt haben.
Besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, insbesondere den Autoren, die die teilweise kom-
plizierten Techniken allgemeinverständlich dargestellt haben und die Methodik kritisch im
Kontext anderer diagnostischer Möglichkeiten würdigen. Unser Dank gilt auch dem Springer-
Verlag, der das Thema nichtinvasive Diagnostik in der Dermatologie so spannend und wichtig
fand, dass er uns mit Lektorat und Layout ermöglicht hat, das Projekt zu realisieren.
Wir hoffen sehr, dass jeder Leser Freude an diesem Buch findet und wir unsere Begeisterung
für die nichtinvasive Diagnostik mit vielen Kollegen teilen können. Vor allem aber hoffen
wir, dass die gebotenen Informationen zu den verschiedenen nichtinvasiven Techniken allen
Lesern helfen werden, diese noch gezielter und besser zum Wohle der uns anvertrauten Pa-
tienten nutzen zu können.
Julia Welzel, Elke Sattler
Augsburg, München im August 2015
VII
Inhaltsverzeichnis
Autorenverzeichnis ..................................................................... VIII
1 Auflichtmikroskopie ..................................................................1
J. Kreusch
2 Sonographie .........................................................................21
M. Schmid-Wendtner, T. Hinz
3 Konfokale Laserscanmikroskopie ..................................................35
M. Ulrich
4 Optische Kohärenztomographie ...................................................49
T. v. Braunmühl
5 Multiphotonentomographie ........................................................63
M. Zieger, S. Springer, M. J. Koehler, M. Kaatz
6 Multispektralanalyse ................................................................85
R. Ostendorf
7 Elektrische Impedanzspektroskopie (EIS) .........................................95
E. von Kienlin, P. Mohr
8 Raman-Spektroskopie in der Dermatologie ......................................103
J. Lademann, M. C. Meinke, A. Patzelt, M. E. Darvin
9 Neue Methoden .....................................................................117
E. C. Sattler
Serviceteil ...........................................................................125
Stichwortverzeichnis ...................................................................126
Autorenverzeichnis
PD Dr. med. Tanja von Braunmühl Dr. Emanuel von Kienlin
Klinikum der Universität SciBase AB
der Ludwig-Maximilians-Universität Widenmayerstraße 11
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und 80538 München
Allergologie E-Mail: [email protected]
Frauenlobstraße 9–11
80337 München Dr. med. Martin Johannes Koehler
Städtisches Klinikum München GmbH Klinik für Hautkrankheiten
Thalkirchner Straße 48 Universitätsklinikum Jena
80337 München Erfurter Straße 35
E-Mail: [email protected] 07743 Jena
muenchen.de
PD Dr. med. Jürgen Kreusch
Dr. rer. med. Maxim E. Darvin, PhD Moislinger Allee 95
Charité – Universitätsmedizin Berlin 23558 Lübeck
Klinik für Dermatologie, Venerologie E-Mail: [email protected]
und Allergologie
Bereich Hautphysiologie Prof. Dr. med. Jürgen Lademann
Charitéplatz 1 Charité – Universitätsmedizin Berlin
10117 Berlin Klinik für Dermatologie, Venerologie
E-Mail: [email protected] und Allergologie
Bereich Hautphysiologie
PD Dr. med. Torsten Hinz Charitéplatz 1
Universitätsklinikum Bonn 10117 Berlin
Klinik für Dermatologie und Allergologie E-Mail: [email protected]
Sigmund-Freud-Straße 25
53127 Bonn PD Dr. rer. nat. Martina C. Meinke
E-Mail: [email protected] Charité – Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Dermatologie, Venerologie und
PD Dr. med. habil. Martin Kaatz Allergologie
SRH Wald-Klinikum Gera GmbH Bereich Hautphysiologie
Straße des Friedens 122 Charitéplatz 1
07548 Gera 10117 Berlin
Klinik für Hautkrankheiten E-Mail: [email protected]
Universitätsklinikum Jena
Erfurter Straße 35 Dr. med. Peter Mohr
07743 Jena Elbe Kliniken Stade – Buxtehude GmbH
E-Mail: [email protected] Am Krankenhaus 1
21614 Buxtehude
E-Mail: [email protected]
IX
Autorenverzeichnis
Dr. med. Rolf Ostendorf Prof. Dr. med. Julia Welzel
Viersener Straße 50–52 Klinikum Augsburg Süd
41061 Mönchengladbach Klinik für Dermatologie und Allergologie
E-Mail: [email protected] Sauerbruchstraße 6
86179 Augsburg
Dr. med. Alexa Patzelt E-Mail: [email protected]
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Dermatologie, Venerologie Dr. rer. nat. Michael Zieger
und Allergologie SRH Wald-Klinikum Gera GmbH
Bereich Hautphysiologie Straße des Friedens 122
Charitéplatz 1 07548 Gera
10117 Berlin Klinik für Hautkrankheiten
E-Mail: [email protected] Universitätsklinikum Jena
Erfurter Straße 35
PD Dr. med. Elke C. Sattler 07743 Jena
Klinikum der Universität München E-Mail: [email protected]
Ludwig-Maximilians-Universität
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
und Allergologie
Frauenlobstraße 9–11
80337 München
E-Mail: [email protected]
Prof. Dr. med. Monika Schmid-Wendtner
Interdisziplinäres Onkologisches Zentrum
München
Nußbaumstraße 12
80336 München
E-Mail: [email protected]
Steffen Springer
Klinik für Hautkrankheiten
Universitätsklinikum Jena
Erfurter Straße 35
07743 Jena
Dr. med. Martina Ulrich
Dermatologie am Regierungsviertel/CMB
Collegium Medicum Berlin GmbH
Luisenstraße 54/55
10117 Berlin
E-Mail: [email protected]
1
1
Auflichtmikroskopie
J. Kreusch
1.1 Methodisches – 2
1.1.1 Optische Grundlagen – 2
1.1.2 Ausschaltung von Oberflächenreflexion
und Streuungsphänomenen – 2
1.1.3 Optische Geräte zur Auflichtmikroskopie – 3
1.2 Indikationen – 5
1.2.1 Diagnostik pigmentierter Tumoren – 5
1.2.2 Nichtpigmentierte Tumoren – 12
1.2.3 Hautanhangsgebilde (Haare, Nägel) – 16
1.2.4 Parasitologie/Entodermoskopie – 17
1.2.5 Hautoberfläche/Kosmetologie/Inflammaskopie – 18
1.2.6 Therapiekontrolle – 18
1.2.7 Sonstiges – 18
Literatur – 18
J. Welzel, E.C. Sattler (Hrsg.), Nichtinvasive physikalische Diagnostik in der Dermatologie,
DOI 10.1007/978-3-662-46389-5_1, © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016
Description:Dieses Buch ist eine praxisnahe Darstellung wichtiger Methoden der modernen dermatologischen Diagnostik. Es zeigt, welche technische Ausstattung in Praxis oder Klinik benötigt wird und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist. Der technische Hintergrund jeder Methode wird anschaulich erklärt. Der