Table Of ContentSpringer-Lehrbuch
Klaus Poeck
Neurologie
8., überarbeitete und erweiterte Auflage
Mit 207 zum Teil farbigen Abbildungen
und 20 Tabellen
Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH
Prof. Dr. med. KLAUS POECK
Direktor der Neurologischen Klinik
Medizinische Einrichtungen
der Rheinisch-Westfälischen TH Aachen
Pauwelstraße 30
W-5100 Aachen
Bundesrepublik Deutschland
1. Auflage erschien unter dem Titel 6. Auflage 1982
"Einführung in die klinische Neurologie" 1966 6. Auflage (Nachdruck) 1986
2. Auflage 1972 7. Auflage 1987
2. Auflage (Nachdruck) 1973 7. Auflage (korrigierter Nachdruck) 1990
3. Auflage 1974
3. Auflage (Nachdruck) 1975 Spanische Lizenzausgabe:
4. Auflage 1977 erschienen bei Editorial
4. Auflage (Nachdruck) 1978 Cientifico-Medica,
5. Auflage 1978 Barcelona 1977
8. Auflage
ISBN 978-3-540-53810-3 ISBN 978-3-662-08951-4 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-662-08951-4
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Poeck, Klaus: Neurologie: mit Tabellen / Klaus Poeck. - 8., überarb. und erw. Aufl. -
Berlin ; Heidelberg ; New York ; London ; Paris; Tokyo ; Hong Kong ; Barcelona: Springer,
1992
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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966, 1972, 1974, 1977, 1978,
1982,1987,1990, and 1992
Ursprünglich erschienen bei Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1992.
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Vorwort zur 8. Auflage
Für diese Neuauflage wurde der Text sehr eingehend inhaltlich und
auch formal überarbeitet.
Bei den Untersuchungsmethoden wurde die transkranielle Magnet
stimulation der motorischen Bahnen neu aufgenommen, eine Ergän
zung der somatosensiblen Reaktionspotentiale, die sich rasch als
wertvolles diagnostisches Hilfsmittel erwiesen hat, wenn man die phy
siologischen Grundlagen ihrer Anwendung kennt. Ähnliches gilt für
die Elektrookulographie. Die Abschnitte über elektrophysiologische
Untersuchungsverfahren, transkranielle Dopplersonographie und
Myelo-CT wurden modernisiert, und auch bei den einzelnen Syndro
men und Krankheiten sind Indikationen und Aussagekraft dieser
Methoden präzisiert.
Im Kapitel über neurologische Syndrome wurden die Dystonien
ausführlicher beschrieben, die heute großes therapeutisches Interesse
gewonnen haben. An einigen Punkten habe ich Kritik an der organi
schen Interpretation der Dystonien vermerkt. Der Abschnitt über
Blasenfunktion und ihre Störungen wurde nach Anregungen von
E. Möbius modernisiert.
Im Schlaganfallskapitel habe ich zur Antikoagulantienbehandlung
die Erfahrungen unserer Klinik an einer großen Zahl von Patienten
schärfer dargestellt. Der Erfahrungsaustausch mit J. M. Gilsbach und
A. Thron führte zur Neubearbeitung des Kapitels über zerebrale und
spinale Gefäßfehlbildungen, in welche die Ergebnisse der Zusam
menarbeit mit dem Neurochirurgen und Neuroradiologen eingeflos
sen sind. Die interventionelle Neuroradiologie wird in Zukunft an
Bedeutung gewinnen.
Das Schlaf-Apnoe-Syndrom und die Neuroborreliose werden
gegenwärtig lebhaft, vielleicht zu lebhaft, diskutiert. Ich habe ver
sucht darzustellen, was gesichert ist.
Psychogene Körperstörungen spielen in der Neurologie eine immer
stärkere Rolle. Vor längerer Zeit lehrte die Psychiatrie, daß die "Aus
drucksformen" psychogener Symptombildungen gegenüber den
"Intimformen" in den Hintergrund getreten seien. Aus der Sicht der
Neurologie kann man das heute nicht mehr bestätigen. Sehstörungen,
Gefühlsstörungen, Lähmungen, Anfälle und viele andere Funktions
störungen werden dem Neurologen vorgestellt, und starke nichtmedi
zinische Einflüsse verleiten viele Kollegen dazu, solchen Funktions
störungen mit immer aufwendigeren technischen Untersuchungsver
fahren zu begegnen. Gleichzeitig wird der Blick für die Psychogenese
und auch die Fähigkeit, die Appellfunktion solcher Störungen anzu
nehmen, schwächer. Es gibt kein eigenes Kapitel zu diesem Thema,
VI Vorwort zur 8. Auflage
sondern die Differentialdiagnose organisch/psychogen wird immer
wieder bei den einzelnen Krankheiten besprochen.
Die Zahl der Abbildungen wurde von 136 auf 207 vermehrt. Wo es
angebracht war, ist in die Legende der Abbildungen auch eine kurze
Krankengeschichte aufgenommen.
Ich danke R. Biniek, H. Buchner, A. Ferbert, E. B. Ringelstein
und R. Schneider für ihre ständigen Anregungen. Die Neurologie ist
inzwischen diagnostisch und therapeutisch so breit geworden, daß sie
an einer Klinik nur im Team erfolgreich betrieben werden kann.
Die Modernisierung eines Buches darf sich nicht auf inhaltliche
Erneuerung und Ergänzung beschränken. Frau Anne C. Repnow hat
mich bei der didaktischen Neugestaltung mit Einleitungen zu den
Kapiteln, Merksätzen und Hervorhebungen, die das wiederholende
Lernen erleichtern werden, sehr kompetent und mit viel Phantasie
unterstützt. Frau B. Löffler hat den Herstellungsprozeß mit Enthu
siasmus und Geduld überwacht. Meine Sekretärin Frau V. Valdmanis
hat viele Versionen des Textes schreiben müssen und mich bei Einzel
heiten der organisatorischen Arbeit aufmerksam unterstützt.
Aachen, im März 1992 KLAusPoECK
Vorwort zur ersten Auflage
Das Buch ist in erster Linie für Studenten geschrieben, bei denen es
lebendiges Verständnis für die Neurologie wecken soll. Es gibt aber
auch dem Arzt in Klinik und Praxis Anleitung zur Diagnose, Diffe
rentialdiagnose und Therapie der wichtigsten neurologischen Krank
heiten.
Voraussetzung für das Verständnis der Klinik ist eine ausreichende
Kenntnis der allgemeinen Neurologie. Ihre Grundlagen sind deshalb
ausführlich nach dem modernen Stand der Neuroanatomie, Neuro
physiologie und Neuropsychologie dargestellt. Die spezielle Neurolo
gie ist nicht schematisch nach anatomischen Gesichtspunkten, sondern
nach Krankheitseinheiten gegliedert. Dabei liegt der Akzent auf sol
chen Krankheiten, die praktisch wichtig sind. Differentialdiagnosti
sche Überlegungen sollen durch Tabellen erleichtert werden. Beson
ders breiter Raum wird der Pathophysiologie und auch der Therapie
gegeben, deren reiche Möglichkeiten in der Neurologie noch viel zu
wenig bekannt sind. Dabei wird deutlich, wie sehr die moderne Neuro
logie mit ihren Nachbardisziplinen: der Inneren Medizin, Neurochir
urgie, Augen-und Ohrenheilkunde, verflochten ist.
Für Kritik und Ratschläge danke ich den Herren Doz. Dr. BAuM
GARTNER, Doz. Dr. BERGLEITER, Prof. Dr. HEITE, Dr. KOUFEN, Dr.
KLEIN, Doz. Dr. SCHENCK und Dipl.-Psych. Dr. ORGASS. Die Mehr
zahl der Zeichnungen hat Herr Univ.-Zeichner H. DETTELBACHER
angefertigt.
Ich würde es begrüßen, aus dem Leserkreis kritische Anregungen
zu erhalten.
Freiburg i.Br., im April 1966 KLAusPoECK
Inhaltsverzeichnis
1 Untersuchungsmethoden 1
1.1 Die neurologische Untersuchung 1
1.1.1 Inspektion, Untersuchung des Kopfes 1
1.1.2 Hirnnerven . . . . . . . . .. .. . 3
1.1.3 Reflexe. . .. . ......... . 13
1.1.4 Untersuchung auf periphere oder zentrale Lähmung 17
1.1.5 Untersuchung der Bewegungskoordination 19
1.1.6 Sensibilität . . . . . . . . . . . . 20
1.1.7 Vegetative Funktionen . . . . . . 24
1.1.8 Untersuchung der inneren Organe 25
1.1.9 Psychischer Befund ..... 26
1.1.10 Neuropsychologische Untersuchung 26
1.1.11 Untersuchung von Bewußtlosen 27
1.2 Technische Hilfsmethoden . . . . . 29
1.2.1 Liquoruntersuchung ...... . 29
1.2.2 Elektromyographie und Elektroneurographie 31
1.2.3 Sensible und sensorische Reaktionspotentiale
(evozierte Potentiale) ..... 39
1.2.4 Elektroenzephalographie (EEG) 43
1.2.5 Elektrookulographie (EOG) . . 47
1.2.6 Röntgen-Übersichtsaufnahmen 48
1.2.7 Craniale Computertomographie (CCT) 49
1.2.8 Spinale Computertomographie 49
1.2.9 Magnetische Resonanztomographie (MRT) 51
1.2.10 Emissions-Computertomographie (ECT) 52
1.2.11 Kontrastuntersuchungen . . . 54
1.2.12 Myelographie .... ... 57
1.2.13 Ultraschalldopplersonographie 57
1.2.14 Muskel- und Nervenbiopsie 60
1.2.15 Laktat-Ischämietest .... 62
2 Die wichtigsten neurologischen Syndrome 65
2.1 Ophthalmoneurologische Syndrome 65
2.1.1 Visuelles System 65
2.1.2 Augenmotorik ........ . 67
2.1.3 Blickmotorik . . . . . . . . . . . 71
2.1.4 Pupillomotorik und Akkomodation 76
2.1.5 Nystagmus. .. .. 78
2.2 Schädelbasissyndrome . . . . . . 82
X Inhaltsverzeichnis
2.3 Lähmungen 84
2.3.1 Periphere Lähmung 84
2.3.2 Zentrale Lähmung . 86
2.4 Dezerebrations-Syndrome 96
2.5 Stammganglien-Syndrome 99
2.5.1 Parkinson-Syndrom 100
2.5.2 Choreatisches Syndrom 104
2.5.3 Dystonisches Syndrom 105
2.5.4 Athetose ...... 106
2.5.5 Ballistisches Syndrom . 106
2.5.6 Anhang: Myoklonisches Syndrom 107
2.6 Zerebelläre Funktionsstörungen 108
2.7 Sensibilitätsstörungen 112
2.7.1 Reizsymptome .... 113
2.7.2 Ausfallsymptome 114
2.8 Rückenmarkssyndrome 117
2.8.1 Querschnittslokalisation 117
2.8.2 Höhenlokalisation . . 120
2.8.3 Störungen der Blasenentleerung bei neurologischen
Krankheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 122
2.9 Störungen der Schweißsekretion und Piloarrektion 125
2.10 Neuropsychologische Syndrome 127
2.10.1 Aphasie ...... .. .... 127
2.10.2 Motorische Apraxie ...... 136
2.10.3 Konstruktive Apraxie und räumliche
Orientierungsstörung 138
2.10.4 Neglect . . . . . . . . 140
2.10.5 Anosognosie .... 141
2.10.6 Frontalhirnsyndrome . 141
2.10.7 Leitungsstörungen (disconnexion syndromes) 142
2.10.8 Die funktionelle Asymmetrie der Hirnhemisphären 143
2.11 Instinktbewegungen als neurologische Symptome 144
2.11.1 Handgreifen . . . . " ............ 145
2.11.2 Orales Greifen (Bewegungen der Nahrungsaufnahme) . 146
2.11.3 Klüver-Bucy-Syndrom beim Menschen ........ 147
2.11.4 Pathologisches Lachen und Weinen . . . . . . .. 147
2.11.5 Enthemmung des sexuellen und aggressiven Verhaltens 148
3 Akute Zirkulationsstörungen im ZNS 151
3.1 Zerebraler Gefäßinsult . 151
3.1.1 Allgemeines . . . . . 151
3.1.2 Klinik ....... 154
3.1.3 Die wichtigsten zerebralen Gefäßsyndrome 170
3.2 Sinusthrombose .... 175
3.2.1 Blande Sinusthrombose ... 175
3.2.2 Septische Sinusthrombose . . . . 177
3.3 Zerebrale Fett-und Luftembolie . 178
3.3.1 Fettembolie ........... 178
Inhaltsverzeichnis XI
3.3.2 Luftembolie . . . . . . .. 179
3.4 Akute und chronische Zirkulationsstörungen
im Rückenmark .... .... . . 179
3.4.1 Anatomie und Physiologie der Gefäßversorgung 180
3.4.2 Spinale Durchblutungsstörungen . . 181
4 Raumfordernde intrakranielle Prozesse 185
4.1 Allgemeine Symptomatik 185
4.1.1 Frühsymptome . . . . 185
4.1.2 Allgemeiner Hirndruck 188
4.1.3 Pseudotumor cerebri . 191
4.1.4 Hydrocephalus communicans oder occultus 192
4.2 Hirntumoren .. .... 193
4.2.1 Neuroepitheliale Tumoren 194
4.2.2 Mesodermale Tumoren 204
4.2.3 Tumoren der Sellaregion . 208
4.2.4 Metastasen . . .. ... 210
4.2.5 Andere raumfordernde Prozesse . 213
5 Raumfordernde spinale Prozesse 215
5.1 Allgemeine Daten . . . . . . . . 215
5.1.1 Häufigkeit und Erkrankungsalter 215
5.1.2 Lokalisation und allgemeine Prognose 216
5.2 Symptomatik . . . . . . 216
5.2.1 Querschnittslokalisation 216
5.2.2 Höhenlokalisation 217
5.2.3 Zusatzuntersuchungen . 218
5.3 Rückenmarkstumoren 218
5.3.1 Extramedulläre, extradurale raumfordernde Prozesse 218
5.3.2 Extramedulläre, intradurale raumfordernde Prozesse 221
5.3.3 Intramedulläre raumfordernde Prozesse . . . . . . 223
5.3.4 Kaudatumoren . ... . . . . . .. .. 223
5.3.5 Wurzelkompression durch dorsolaterale Diskushernien 225
5.3.6 Syndrom des engen Spinalkanals . . 230
5.3.7 Zervikale Myelopathie und Diskushernie 230
6 Gefäßrnißbildungen . . . . .. ... .... 233
6.1 Basales Aneurysma und Subarachnoidalblutung . 233
6.1.1 Basales Aneurysma ..... 234
6.1.2 Akute Subarachnoidalblutung . . . . . . . . . 235
6.2 Arteriovenöses Angiom . . . . . . . . .. .. 239
6.3 Traumatische und spontane arteriovenöse Fistel . 241
6.4 Kavernorne ....... . 242
6.5 Sturg e-Webersche-Krankheit 242
6.6 Spinale Gefäßfehlbildungen 245