Table Of ContentUni-Taschenbiicher 788
UTB
Eine Arbeitsgemeinschaft der Verlage
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+
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F. K. Schattauer Verlag Stuttgart-New York
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Verlag Dokumentation Miinchen
Ulrich Frotscher
Nephrologie
Eine Einfuhrung fur Studierende und Ante
J.
Mit einem Geleitwort von H. Dengler
Mit 13 Abbildungen und 9 Tabellen
Dr. Dietrich Steinkopff Verlag. Darmstadt
Ulrich Frotscher, 1940 in Berlin geboren. Beginn des Medizinstudiums 1962
in Bonn und AbschluB mit dem Staatsexamen 1968. Promotion zum Dok
tor der Medizin Januar 1969 aufgrund einer Arbeit iiber den EinfluB des
Untersuchers auf die vegetativen Reaktionen des Menschen. Seit der
Approbation als Arzt 1970 klinisdIe und wissensdIaftlidIe Tatigkeit in der
MedizinisdIen Universitlits-Klinik Bonn. Hauptarbeitsgebiet war die
Nephrologie undinsbesondere die Dialysetherapie. 1977 Habilitation in
Bonn fiir Innere Medizin mit einer Arbeit iiber die perkutane Nieren
biopsie. Seitdem Tatigkeit als Oberarzt an der MedizinisdIen Klinik in
Bonn.
CIP-Kurztitelaufnahme der DeutsdIen Bibliothek
Frotscher, Ulrich
Nephrologie: e. Einf. fiir Studierende u. ~rzte
UlridI FrotsdIer. Mit e. Geleitw. von H. J. Dengler
Darmstadt: Steinkopff, 1978
(Uni-TasdIenbiidIer; 788)
ISBN-l3: 978-3-7985-0504-9 e-ISBN-13: 978-3-642-87581-6
DOl: 10.1007/978-3-642-87581-6
© 1978 Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, Darmstadt
Alle Rechte vorbehalten. Je de Art der Vervielfaltigung
ohne Genehmigung des Verlages ist unzulassig.
Einbandgestaltung: Alfred Krugmann, Stuttgart
Satz und Druck.: Carl Winter, Darmstadt
Gebunden bei der GroBbuchbinderei, Sigloch Stuttgart
Geleitwort
Das Problem kurzgefaBter Lehr- und Tasmenblicher eines
Fachgebietes liegt in der Stoffauswahl. Dabei besteht die
Hauptgefahr darin, groBe Dbersichtwerke proportional zu ver
kleinern in der Hoffnung, dann eine didaktism anspremende
Darstellung zu erhalten. Dies gelingt in aller Regel nicht.
Der Autor dieses UTB-Taschenbuches ist der gesmilderten
Gefahr auch ausgezeichnet entgangen, insofern als er eindeu
tige Akzente gesetzt und sein Buch aum so strukturiert hat,
wie es die Bedlirfnisse der Praxis verlangen. Entspremend
dem banalen aber nun einmal zutreffenden Satz, daB haufige
Krankheiten haufig sind, hat er die Glomerulonephritiden
und die intestitiellen Nephritiden besonders ausflihrlich dar
gestellt. Andererseits ist das gesamte Krankheitsmuster ne
phrologischer Erkrankungen in einer knapp kommentierten
»Systematik der Nierenerkrankung" dargestellt, so daB der
Dberblick liber das Fach nicht verloren geht. Aus ihr werden
auch die mannigfachen Verknlipfungen der Nephrologie zu
anderen Teilgebieten der inneren Medizin und anderer Diszi
pline ersimtlich.
Besonderer Wert ist auf Auswahl, Temnik und Bewertung
nephrologischer Untersuchungsmethoden gelegt, wobei konse
quent der Weg yom Symptom zur zugrunde liegenden Erkran
kung beschritten wird.
Die ausfiihrlime Darstellung der chronischen Niereninsuf
fizienz ist nicht nur aus den langjahrigen Erfahrungen des Au
tors in der Haemodialysebehandlung verstandlich, sie ist auch
sachlim gerechtfertigt, da heute immer mehr Krzte zahlreicher
Disziplinen mit entsprechenden Patienten befaBt werden.
Die Diktion des Buches ersmeint mir erfreulim prazise, ein
deutig in ihrer Stellungnahme und didaktisch engagiert. Der
Bezug zur Praxis ist allenthalben gewahrt, ohne daB die Wis
senschaftlimkeit der Darstellung darunter litte.
1ch wlinsche diesem Tasmenbuch eine weite Verbreitung.
Bonn, Sommer 1978 H. J. Dengler
v
Vorwort
Die erheblichen Fortschritte auf dem Spezialgebiet der
Nephrologie in den letzten Jahren und die damit verbundene
Ausweitung diagnostischer und therapeutischer Moglichkeiten
sollte in groBerem Umfang bekannt gemacht und genutzt
werden. In dem vorliegenden Band wird versucht, anhand
von Symptomen und diagnostischen MaBnahmen eine nephro
logisch orientierte Denkweise .i\rzten und Studierenden auf
zuzeigen. Unter Verzicht auf die Beschreibung aufwendiger
Untersuchungsmethoden wird bevorzugt die notwendige
Routinediagnostik dargestellt. Die beschriebenen Symptome
werden an den haufigsten Nierenerkrankungen demonstriert,
die mehr als 90 Ofo des nephrologischen Patientengutes um
fassen. Durch die ausfiihrliche Darstellung dieser praktisch
wichtigen Erkrankungen konnte allerdings die Vielzahl der
iibrigen, jedoch extrem viel selteneren Nierenerkrankungen,
nur tabellarisch erwahnt werden.
Abgesehen von speziellen nephrologischen Therapieformen
und der Notfallsbehandlung wurde zugunsten der Diagnostik
die Therapie vernachlassigt. Dies schien gerechtfertigt, da
praktisch auf allen Gebieten der speziellen Therapie z. Z. kei
ne allgemeingiiltige Aussage moglich ist und widerspriichliche
Lehrmeinungen ausfiihrlich hatten diskutiert werden miissen.
Letztlich solI dieser Band dem behandelnden Arzt auch noch
Hinweise dafiir geben, wann die eigenen diagnostischen und
therapeutischen Moglichkeiten ausgeschopft sind und der Pati
ent in eine nephrologische Spezialabteilung iiberwiesen wer
den sollte.
Bonn, Sommer 1978
U. Frotscher
VII
Inhalt
Geleitwort V
Vorwort VII
1. Struktur des Nephrons . 1
2. Hliufigkeit und Bedeutung der Nierenerkrankungen 6
2.t. Morbiditiit. . . 6
2.2. Niereninsuffizienz 6
2.3. Mortalitat . . . 8
2.4. Sozialmedizinische Bedeutung 8
3. Systematik der Nierenerkrankungen . 9
3.t. Glomerulonephritiden . 9
3.2. Interstitielle Nephritiden. . 9
3.3. Toxische Nephritis . . . . 10
3.4. GefaBerkrankungen der Niere 10
3.5. Primare hereditare Tubulopathien . 11
3.6. Sekundare Tubulopathien bei hereditiiren
Stoffwechselerkrankungen . . . . . 12
3.7. Weitere hereditare Nierenerkrankungen . 13
3.8. Niere bei Stoffwechselstorungen . 14
3.9. Niere bei Systemerkrankungen . 15
3.10. Niere bei Infektionskrankheiten . 16
3.1t. Niere bei Blutkrankheiten . 18
3.12. Niere bei Paraproteinamie. . . 18
4. Spezielle nephrologische Untersuchungsmethoden 20
4.t. Nephrologische Gesichtspunkte bei der klinischen
Untersuchung . . . . . . . . . 20
4.2. Methoden der Urinprobengewinnung . 21
4.2.t. Spontanurin 21
4.2.2. Mittelstrahlurin . . . . . 21
4.2.3. Katheterurin . . . . . . 21
4.2.4. Suprapubische Blasenpunktion 21
4.2.5. 24-Stunden-Urin . 22
4.3. Urinuntersuchungen. . . . 22
IX
4.3.1. Inspektion 22
4.3.2. Geruch 23
4.3.3. Urinmenge. 23
4.3.4. Reaktion des Urins 23
4.3.5. Urinkonzentration 24
4.3.6. Urinbestandteile 24
4.4. Proteinurie . 25
4.4.1. Moglichkeiten der Differenzierung einer Proteinurie 26
4.4.2. Klinische Einteilung aer Proteinurie 26
4.4.2.1. Physiologische Proteinurie 26
4.4.2.2. Passagere Proteinurie 27
4.4.2.3. Stauungsproteinurie . 27
4.4.2.4. Orthostatische Proteinurie . 27
4.4.2.5. Grof!e Proteinurie 27
4.4.3. Atiologische Einteilung der Proteinurie 28
4.4.3.1. GlomeruHire Proteinurie 28
4.4.3.2. TubuHire Proteinurie 28
4.4.3.3. Nephrogene Proteinurie 28
4.4.3.4. Postrenale Proteinurie 28
4.4.3.5. Prarenale Proteinurie 29
4.5. Urinsedimentuntersuchung. 29
4.5.1. Leucocyturie 29
4.5.2. Erythrocyturie 31
4.5.3. Bakteriurie . 31
4.6. Nachweis von NAPAP im Urin. 32
4.7. Semiquantitative Nierenfunktionsproben • 33
4.7.1. Bestimmung der harnpflichtigen Substanzen . 33
4.7.2. Phenolrottest 34
4.7.3. Isotopennephrographie . 34
4.8. Quantitative Nierenfunktionsproben 34
4.8.1. Endogene Kreatininclearance . 35
4.8.2. Inulin-und PAH-Clearance 35
4.8.3. Clearancemessungen mit Radiopharmaka . 36
4.8.4. Bestimmung der maximalen tubuHiren Transportfunktion 36
4.9. Radiologische Untersuchungsmoglichkeiten 37
4.9.1. Intravenose Urographie 37
4.9.2. Retrograde Urographie 37
4.9.3. Retropneumoperitoneum 38
4.9.4. Angiographie 38
4.9.5. Nierenbiopsie . 39
X
5. Spezielle Krankheitsbilder 44
5.1. Glomerulonephritis . . . 44
5.1.1. Immunmechanismen bei der Glomerulonephritis 45
5.1.2. Einteilung der Glomerulonephritiden 46
5.1.3. Diagnostik bei Glomerulonephritis 50
5.1.4. Klinik der Glomerulonephritiden 52
5.1.4.1. Akute endokapiWire GN . . . 52
5.1.4.2. Mesangioproliferative GN 54
5.1.4.3. Mesangioproliferative GN mit fokaler Halbmondbildung 56
5.1.4.4. Minimal proliferierende interkapiJJ;ire GN 57
5.1.4.5. Minimal proliferierende interkapiIHire GN
mit fokaler Sklerose. . . 59
5.1.4.6. Perimembranose GN . . . . . . . 60
5.1.4.7. Membranoproliferative GN . . . . . 61
5.1.4.8. Mesangioproliferative GN mit diffuser Halbmondbildung 62
5.1.4.9. Exsudative GN . . . . 64
5.1.4.10. Echte lobuHire GN 64
5.1.4.11. GlomeruHire Herdnephritis 64
5.2. Pyelonephritis. . . . . 65
5.2.1. Definition . . . . . . 66
5.2.2. Atiologie und Pathogenese 67
5.2.2.1. Allgemeine pradisponierende Faktoren 67
a) Chronische Obstipation 67
b) Laxantienabusus. . . . 67
c) Phenacetinabusus 68
d) Kortikoidlangzeittherapie 68
e) Stoffwechse1krankheiten 68
f) Hypertonie . . . . . 68
g) Schwangerschaft. . . . 68
h) Schwere Allgemeinerkrankungen 69
i) Nierenkrankheiten . . . . . 69
5.2.2.2. Anatomische pradisponierende Faktoren 69
a) Harnstauung. . . . . . . . 69
b) MiBbildungen. . . . . . . . 69
c) Geschlechtsspezifische Bedingungen 69
5.2.2.3. Funktionelle Storungen. . . 70
a) Neurogene Blasenstorungen 70
b) Vesikoureteraler Reflux 70
5.2.2.4. Iatrogene Ursachen . 70
5.2.2.5. Hamatogene Infektion 72
5.2.2.6. Immunmechanismen. 72
XI
5.2.3. Diagnostik . 72
5.2.3.1. Qualitative Diagnostik 73
a) Leucocyturie 73
b) Erythrocyturie 73
c) Proteinurie 73
d) Bakteriurie 75
aa) Voraussetzungen fiir eine exakte bakteriologische
Diagnostik 75
bb) Nachweis der Bakteriurie 76
e) Weitere Laboruntersuchungen 76
f) Nierenbiopsie . 76
5.2.3.2. Quantitative Diagnostik 77
a) Rontgenuntersuchungen 77
b) Nierenfunktionspriifungen 77
c) Konzentrationsversuch . 78
5.2.4. Klinische Symptome bei Pyelonephritis 78
5.2.5. Therapie der Pyelonephritis 79
5.2.5.1. Unspezifische Therapie . 80
5.2.5.2. Spezifische Therapie . 81
5.2.5.3. Therapie der Pyelonephritis bei Niereninsuffizienz 82
5.2.6. Pyelonephritis und Hypertonie 83
5.2.7. Verlauf und Prognose 84
5.3. Zystennieren 85
5.3.1. Pathogenese 85
5.3.2. Klinische Symptome . 86
5.3.3. Verlauf und Prognose 87
5.3.4. Therapie 87
6. Niere und Schwangerschafl: 89
6.1. Nierenfunktion wahrend der Graviditat 89
6.2. Schwangerschafts-Pyelonephritis 90
6.3. Schwangerschaftsnephropathie 90
6.3.1. Ursachen der EPH-Gestose 90
6.3.2. Klinische Symptome . 91
6.3.3. Therapie und Prophylaxe der EPH-Gestose 91
6.3.4. Hypertonie und Schwangerschafl: 93
6.4. Glomerulonephritis und Schwangerschafl: 93
7. Das nephrotische Syndrom 95
7.1. Klinik 95
7.2. Atiologie 96
7.3. Pathophysiologie . 96
XII
7.3.1. Proteinurie. . . 96
7.3.2. Hypoproteinamie 96
7.3.3. Odembildung. . 97
7.3.4. Lipidstoffwechsel . 98
7.3.5. Therapie 98
8. Folgen der chronischen Niereninsuffizienz 100
8.1. Natrium-und Wasserhaushalt 101
8.2. Saure-Basen-Regulation 103
8.3. Kalium 106
8.4. Anamie 108
8.5. Knochen, Kalzium, Magnesium und Phosphat 110
8.S.1. Storungen des Vitamin Da-Stoffwechsels . 111
8.5.2. Phosphatretention 111
8.5.3. Verminderte Parathormonwirkung . 112
8.5.4. Sekundarer oder hypokalzamismer Hyperparathyreoidismus 112
8.5.5. Zusatzliche Faktoren 113
8.5.6. Klinische Symptome . 113
8.5.7. Diagnostische MaBnahmen 113
8.5.8. Therapie 115
8.6. Neuromyopathie 116
8.7. Blutdrutk 117
8.7.1. Therapie 119
8.8. Herz . 121
8.8.1. Perikarditis 122
8.8.2. Rhythmusstorungen 123
8.9. Hamostase . 123
8.10. Rest-N -Substanzen 124
8.11. Endokrine Driisen 127
8.12. Verdauungstrakt . 128
8.13. Haufige Behandlungsfehler 129
8.14. Korperliche Leistungsfahigkeit bei chronischer Azotamie . 130
9. Akutes Nierenversagen 132
9.1. Ursachen des akuten Nierenversagens 132
9.1.1. Zirkulatorisch-ischamisches akutes Nierenversagen . 132
9.1.2. Toxisches akutes Nierenversagen . . . . 132
9.1.3. Akutes Nierenversagen bei Nierenerkrankung 133
9.2. Pathogenese 134
9.3. Klinischer Verlauf 136
XIII