Table Of ContentI
Namen des Frühmittelalters
als sprachliche Zeugnisse und als Geschichtsquellen
II
Ergänzungsbände zum
Reallexikon der
Germanischen Altertumskunde
Herausgegeben von
Heinrich Beck, Dieter Geuenich,
Heiko Steuer
Band 66
Walter de Gruyter · Berlin · New York
III
Namen des Frühmittelalters
als sprachliche Zeugnisse
und als Geschichtsquellen
Herausgegeben von
Albrecht Greule und Matthias Springer
Walter de Gruyter · Berlin · New York
IV
Ü Gedruckt auf säurefreiem Papier,
das dieUS-ANSI-Norm über Haltbarkeit erfüllt
ISSN 1866-7678
ISBN 978-3-11-020815-3
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Printed in Germany
Einbandgestaltung: Christopher Schneider, Berlin
Satz: Dörlemann Satz GmbH & Co. KG, Lemförde
Druck und buchbinderische Verarbeitung: Hubert & Co. GmbH & Co. KG, Göttingen
Inhalt V
Inhalt
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VII
Matthias Springer
Eröffnungsvortrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Thorsten Andersson
Germanische Personennamen vor indogermanischem Hintergrund 9
John Insley
Kontinentalgermanische Personennamen in England
in altenglischer Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Hermann Reichert
Sprache und Namen der Wandalen in Afrika . . . . . . . . . . . . . 43
Nicole Eller/Sabine Hackl-Rössler/Jürgen Strothmann
Personen- und Ortsnamen auf merowingischen Münzen
des 7. Jahrhunderts. Das interdisziplinäre DFG-Projekt
„Die merowingischen Monetarmünzen als interdisziplinär-
mediävistische Herausforderung – eine Projektskizze“ . . . . . . . . 121
Maria Giovanna Arcamone
Die langobardische Anthroponymie zwischen Germania
und Romania. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Albrecht Greule
Spuren der Vorzeit: Die Flussnamen Sachsen-Anhalts
und andere Namengeschichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Friedrich E. Grünzweig
Das Forschungsprojekt ‚Altgermanische Toponyme‘,
Die Probeartikel AITUI, LUGIDUN und OSAND . . . . . . . . . 159
VI Inhalt
Inge Bily
Lexikographische Bearbeitung der aus Ortsnamen erschlossenen
slawischen Personennamen (am Material des ehem. altsorbischen
Sprachgebietes) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173
Ernst Eichler
Nochmals zu Thietmars Umgang mit slavischen Namen in seiner
Chronik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189
Christian Warnke
Belcsem/Belkesheim/Balsemerlande – Betrachtungen zu einem
angeblichen Gaunamen im elbslawisch-deutschen Berührungsgebiet 193
Reinhard Härtel
Probleme der Erschließung von Orts- und Personennamen
in mediävistischen Quellenwerken zum Alpen-Adria-Raum . . . . . 235
Monique Bourin/Pascal Chareille
Anthroponymie et migrations: les difficultés d’une enquête . . . . 251
Walter Kettemann/Christa Jochum-Godglück
Namenüberlieferung und Personennennung im Kontext.
Bedingungen und Möglichkeiten von Erfassung
und Auswertung in der Datenbank „Nomen et gens“ . . . . . . . . 267
Inhalt VII
Vorwort
Vom 25. bis zum 29.Oktober 2007 fand in der Otto-von-Guericke-Univer-
sität Magdeburg die internationale Tagung zum Jahr der Geisteswissen-
schaften statt, deren Überschrift lautete: „Namen des Frühmittelalters als
sprachliche Zeugnisse und als Geschichtsquellen“. Die Veranstaltung ver-
einte Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern. Sie fügte sich in die
jahrelange Arbeit der Forschungsgruppe „Nomen et gens“ ein.
Die Unterzeichner legen hiermit die Beiträge der Tagung in gedruckter
und zum Teil erweiterter Fassung vor. Leider sahen sich Prof. Dr. J. van
Loon (Antwerpen) sowie Prof. Dr. P. Beck und Dr. P. Chareille (Paris/
Nantes) nicht in der Lage, ihre Vorträge noch rechtzeitig druckfertig zu
machen.
Nicht vorgetragen wurden 2007 der Aufsatz von N. Eller, S. Hackl-
Rößler und J. Strothman sowie der von Ch. Warnke, die in diesem Band
enthalten sind.
Den Gegenstand der Untersuchungen bilden sowohl Namen von
Örtlichkeiten (Fluß-, Orts- und „Gau“-namen) als auch Personennamen.
Das behandelte Gebiet erstreckt sich von Skandinavien bis nach Nord-
afrika sowie von England bis ins nördliche und südöstliche Mitteleuropa.
Ein wesentliches Ziel der Tagung war es, die Möglichkeiten und Gren-
zen der Datenverarbeitung innerhalb der Namenforschung zu zeigen sowie
neue Vorhaben vorzustellen.
Die Tagung selber wurde vornehmlich in Magdeburg vorbereitet.
Die Erstellung dieses Bandes erfolgte vornehmlich in Regensburg, wobei
die Druckfertigmachung in den Händen von Michael Faltermeier und
Silke Schiekofer lag, denen wir für ihre wertvolle Mitarbeit danken. Ebenso
gilt unser Dank dem Verlag de Gruyter und den Herausgebern der Ergän-
zungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, die die
Aufnahme des Tagungsbandes in diese Reihe ermöglichten.
Januar 2009 Albrecht Greule
Matthias Springer
VIII Inhalt
Namen des Frühmittelalters – RGA-E Band66– Seiten 1–8
© Copyright 2009 Walter de Gruyter · EBreörflfinn u· nNgeswvo Yrotrrakg 1
Eröffnungsvortrag
Matthias Springer
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
zunächst möchte ich meine Begrüßung ausführlich wiederholen: Ich heiße
Sie also in Magdeburg und genauer in der Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg herzlich willkommen. Es ist mir ein Bedürfnis, besonders die
Teilnehmer und Gäste zu begrüßen, die vom Ausland her den weiten Weg
zur mittleren Elbe nicht gescheut haben und die möglicherweise zum er-
sten Mal die Stadt Magdeburg und das Land Sachsen-Anhalt besuchen.
Wir sind versammelt, um über Namen des Frühmittelalters als sprach-
liche Zeugnisse und als Geschichtsquellen zu sprechen. Unsere Tagung
könnte nicht stattfinden, wenn sie nicht in großzügiger Weise von mehre-
ren Seiten unterstützt worden wäre. Folglich komme ich einer angenehmen
Pflicht nach, indem ich den Förderern zu Beginn meiner Ausführungen
danke. Es sind dies: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Gerda-
Henkel-Stiftung, das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, die
Kulturstiftung Kaiser Otto Magdeburg sowie die Otto-von-Guericke-Uni-
versität Magdeburg.
Es fügte sich glücklich, daß das Jahr 2007 in Deutschland als das Jahr
der Geisteswissenschaften begangen wird. Folglich dürfen geisteswissen-
schaftliche Unternehmen wie das unsere mit einer erhöhten Aufmerk-
samkeit in der öffentlichen Wahrnehmung rechnen. Ich hoffe, daß diese
Anteilnahme kein Strohfeuer bildet. Boshafte Gemüter könnten darauf
verweisen, daß man am häufigsten vonden Dingen spricht, denen man aus
dem Wege gehen will.
In der Tat ist die Stellung der Geisteswissenschaften gefährdet. Schon
vor achtzig Jahren sagte der Philologe Ulrich von Wilamowitz-Möllendorf:
„Heißt es zu schwarz sehen, wenn uns die Furcht ankommt, die Univer-
sitäten könnten auf einen ähnlichen Zustand herabsinken, wie er vor 1810
nur zu oft gewesen ist, so daß sie nur den nötigsten Wissensstoff übermit-
telten und an ein politisches Credo gebunden würden, schlimmer als einst
an ein kirchliches … Droht uns nicht die Geistlosigkeit der spätantiken
Rhetorik, neben der nur das im Grunde tote Wissen der sieben freien Kün-
Description:The main focus of the present collected volume is placed on early medieval personal names, which are examined for their value as sources both for linguists and for historians. There is a discussion of Germanic, Romance and Slavonic names. In addition, there is a paper dealing with pre-historic place