Table Of ContentMedienbildung und Gesellschaft
Band 26
Herausgegeben von
J. Fromme, Magdeburg, Deutschland
W. Marotzki, Magdeburg, Deutschland
N. Meder, Essen, Deutschland
D. Meister, Kassel, Deutschland
U. Sander, Bielefeld, Deutschland
Sandra Aßmann
Medienhandeln
zwischen formalen und
informellen Kontexten:
Doing Connectivity
Sandra Aßmann
Universität Paderborn, Deutschland
Dissertation am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn, 2012
ISBN 978-3-658-01939-6 ISBN 978-3-658-01940-2 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-658-01940-2
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abrufb ar.
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Für Matthias
& für meine Familie –
was wäre ich ohne Euch
„Das publizierte Wort ist (…) nicht das letzte, sondern markiert nur eine
Pause im nie endenden Prozess der Theoriegenerierung“
(Glaser/ Strauss 2010: 58).
Danksagung
Zunächst gilt mein ganz herzlicher Dank meinem Doktorvater Prof. Dr. Bardo
Herzig. Während der Dissertationsphase habe ich viele Texte von und über An-
selm Strauss gelesen und den Eindruck gewonnen, dass er ein ganz besonderer
akademischer Lehrer gewesen sein muss. Eine seiner Schülerinnen beschrieb ihn
in einer Würdigung als jemanden, der immer wieder neue Theorien entspann,
offen für ganz unterschiedliche Forschungsfragen war und vor allem erzählen
und gut zuhören konnte. Ich bin stolz und dankbar, mit Bardo Herzig einen eben-
so inspirierenden Menschen und Wissenschaftler als Doktorvater zu haben, der
mich immer wieder aufs Neue beeindruckt. Ich habe in den letzten Jahren viel
von ihm lernen dürfen.
Prof. Dr. Dorothee M. Meister danke ich herzlich für die Übernahme des
Zweitgutachtens, die Aufnahme in ihr Forschungskolloquium, in dem ich viele
anregende Diskussionen miterleben durfte, sowie die engagierte Begleitung der
Publikation. Frau Britta Göhrisch-Radmacher vom VS Verlag danke ich für die
gute und zuverlässige Betreuung derselbigen.
Prof. Dr. Barbara Rendtorff und Dr. Ulrich Schwerdt möchte ich für den
Vorsitz und die Mitwirkung in meiner Promotionskommission, das damit ver-
bundene Interesse an meiner Arbeit sowie herausfordernde und weiterführende
Fragen danken.
Ich bedanke mich herzlich bei den Lehrpersonen, die mir in Interviews Ein-
blicke in ihren Schulalltag gewährt haben, und bei den Kindern und Jugend-
lichen, die Medientagebücher geführt haben.
Ganz besonderer Dank gilt Nina Schulz, die von Beginn des Forschungs-
projektes bis zum Ende meines Promotionsverfahrens in vielfältiger Form betei-
ligt war. Ich hätte mir keine aufmerksamere und konstruktiv-kritische Leserin
meines Manuskriptes wünschen können. Der Deutschen Gesellschaft für syste-
mische Pädagogik (DGsP) danke ich dafür, dass sie diese Hilfe finanziell unter-
stützt hat.
Für anregende Diskussionen, kritische Fragen und viele hilfreiche Hinweise
danke ich ganz herzlich den Mitgliedern meiner Grounded Theory-Forschungs-
gruppe: Sebastian Buck, Anna-Maria Kamin, Sarah Rölker und Julia Stein-
hausen.
Eine Reihe lieber Kolleginnen und Kollegen hat mich in den vergangenen
Jahren immer wieder in vielfältiger Art und Weise unterstützt: durch aufbauende
8 Danksagung
Worte, kleine Geschenke oder die Überwachung meines Zeitmanagements. Ganz
herzlich danke ich dafür Maria Boos, Dr. Michael Balceris, Imke von Bargen,
Dr. Annette Bentler, Prof. Dr. Christine Freitag, Prof. Dr. Silke Grafe, Tilman-
Mathies Klar, Alexander Martin, Michael Nicolas, Daniela Rausch, Prof. Dr.
Florian Söll, Dr. Evelyn Tegeler und Erika Wienhusen.
Es tut gut, Menschen zu kennen, die ebenfalls in einem Promotionsprozess
stecken, und auf diese Weise Höhen und Tiefen miteinander zu teilen. Ich danke
Ilona Glade, Daniela Kortebusch, Rebekka Neumann, Anja Plesser und Carolin
Stellbrink sowie Alexandra Busch, die uns professionell in die Methode des
„Kompetenzteams“ eingeführt hat.
Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Arbeit niemals entstanden wäre,
wenn es in meinem Leben nicht zwei Lehrpersonen gegeben hätte, die mich
nachhaltig unterstützt und gefördert haben: Dank gilt meiner Grundschullehrerin,
Ursula Schwarz, und meinem Lehrer im Leistungskurs Erziehungswissenschaft
am Gymnasium, Horst Peper.
Eine Doktorarbeit zu schreiben, bedeutet Freundschaften einer Zerreißprobe
zu unterziehen. Ich bin froh und dankbar, einen wundervollen Freundeskreis zu
haben, der mir viel Geduld und Verständnis entgegengebracht hat. Gedankt sei
Katharina Bittner, Dr. Thorsten Bührmann, Rebecca & Philipp Denger, Silke &
Christoph Jarren, Nicole Klawitter, Dr. Thomas Reeswinkel, Jan Reich, Torsten
& Dr. Daniella Schuchmann, Marianne & Burkhard Schuchmann, Benjamin
Vogt, Dr. Christoph Wiethoff, Annika Zimmer und Katrin Zöllner.
Widmen möchte ich diese Arbeit meiner Familie: Meine Eltern, Renate und
Reinhard Klepatz, haben mir immer wieder gezeigt, dass man stolz auf akademi-
sche Titel sein darf, aber dass es ganz andere Dinge im Leben sind, auf die es
wirklich ankommt. Meine Schwester, Daniela Klepatz-Ploch, und mein Schwa-
ger, Florian Ploch, haben für viel Abwechslung, Zerstreuung und Ermutigung
während des Schreibprozesses gesorgt. Meiner Schwiegermutter, Ingeborg Aß-
mann, und meiner Mutter, Renate Klepatz, danke ich zudem für die sorgfältige
Lektüre des Manuskriptes und ihre wertvollen Hinweise und Anregungen.
Der Versuch, meinem Ehemann Matthias zu danken, wird in dem Rahmen,
den ein Vorwort bietet, immer ein Versuch bleiben. Deshalb widme ich dieses
Buch auch Dir, Matthias. Mit Deiner unvergleichlichen geduldigen und humor-
vollen Art hast Du mich während der gesamten Dissertationsphase unterstützt
und begleitet, was alles andere als selbstverständlich ist. Darüber hinaus gebührt
Dir Dank für die sorgfältige Formatierung des Werkes, manchmal bis in die
frühen Morgenstunden hinein.
Sandra Aßmann
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ............................................................................................... 17
2 Ausgangslage .......................................................................................... 23
2.1 Medienpädagogik als Schnittstellendisziplin und als Ausgangs-
punkt gesellschaftspolitischer Entscheidungen ............................... 23
2.1.1 Medienpädagogik als Schnittstellendisziplin ...................... 23
2.1.2 Medienpädagogik als Ausgangspunkt
gesellschaftspolitischer Entscheidungen ............................. 28
2.2 Handeln in einer mediatisierten Welt .............................................. 33
2.3 „Medienhandeln“ in der medienpädagogischen Diskussion ............ 38
2.3.1 Der Begriff „Handeln“ in den erziehungswissen-
schaftlichen Bezugsdisziplinen und in der Pädagogik ........ 38
2.3.2 „Medienhandeln“ in medienpädagogischen
Konzeptionen ...................................................................... 47
2.4 Forschungsbedarf im Hinblick auf das Phänomen
„Medienhandeln“ von Kindern und Jugendlichen in einer
mediatisierten Welt ......................................................................... 63
2.5 Der Forschungskontext: Das Projekt „Medienbezogene
Lernumfelder von Kindern und Jugendlichen (MeiLe)“ ................. 67
2.5.1 Zur Anlage des Projektes .................................................... 68
2.5.2 Forschungsmethodisches Vorgehen ................................... 71
2.5.3 Datenauswertung und Ergebnisse ....................................... 79
3 Methodologische Ausrichtung der Arbeit, theoretische
Sensibilisierung und Begriffsklärungen .............................................. 81
3.1 Das Forschungsparadigma der Grounded Theory ........................... 81
3.1.1 Entstehungskontext ............................................................. 81
3.1.2 Wissenschaftstheoretische Verortung ................................. 82
3.1.3 Methodisches Vorgehen ..................................................... 89
3.2 Sensibilisierende Konzepte .............................................................. 95
3.2.1 Praxistheoretische Zugänge: Die Theorie sozialer
Praktiken nach Reckwitz .................................................... 97
10 Inhaltsverzeichnis
3.2.2 Systemtheoretische Zugänge: Die Theorie sozialer
Systeme nach Luhmann und deren Erweiterung durch
Baecker ............................................................................. 116
3.2.3 Netzwerktheoretische Zugänge: Der Entwurf einer
Netzwerkgesellschaft durch Castells und dessen
medienwissenschaftliche Konkretisierung durch Hepp .... 143
3.2.4 Raumtheoretische Zugänge: Raumsoziologie nach Löw .. 160
3.2.5 Lerntheoretische Zugänge ................................................ 167
3.2.6 Zwischenresümee: Forschungsreflexion ........................... 183
3.3 Arbeitsdefinitionen von „Kontexten“, „Medien(angeboten)“,
„Medienhandeln“ und „Lernen“.................................................... 187
3.3.1 Genese der Definitionen ................................................... 187
3.3.2 Kontexte ........................................................................... 187
3.3.3 Medien(angebote) ............................................................. 188
3.3.4 Medienhandeln ................................................................. 191
3.3.5 Lernen ............................................................................... 193
4 Forschungsmethodisches Design ........................................................ 195
4.1 Der Forschungsprozess .................................................................. 195
4.1.1 Die Fragestellung .............................................................. 195
4.1.2 Heuristische Hypothesen .................................................. 196
4.1.3 Die Untersuchungsstichprobe: Theoretical Sampling ....... 199
4.1.4 Das Forschungstagebuch/ die Memos .............................. 205
4.1.5 Das Medientagebuch (Weblog) als Untersuchungs-
instrument ......................................................................... 206
4.1.6 Die Datenauswertung........................................................ 211
4.1.7 Computergestützte Analyse qualitativer Daten ................. 216
4.2 Standards und Gütekriterien .......................................................... 217
4.2.1 Standards für multimethodische und multitheoretische
Forschung ......................................................................... 217
4.2.2 Spezifische Gütekriterien für die Entwicklung einer
Grounded Theory ............................................................. 222
4.3 Zwischenresümee: Forschungsreflexion ........................................ 230
5 Doing Connectivity als Praxis des Miteinander-in-Beziehung-
Setzens: Ergebnisse eines iterativ-zyklischen Forschungs-
prozesses ............................................................................................... 231
5.1 Offenes Kodieren ........................................................................... 232
5.2 Zwischen offenem und axialem Kodieren: Erarbeitung von
Medienprofilen .............................................................................. 239
Inhaltsverzeichnis 11
5.3 Axiales Kodieren: Entwicklung fünf zentraler Kategorien ............ 243
5.3.1 (Ausstattungs)technische Konnektivität ........................... 244
5.3.2 Regel- und werteabhängige Verbindbarkeit ..................... 257
5.3.3 Vernetzungsgrad ............................................................... 263
5.3.4 (Thematische) Anschlussfähigkeit .................................... 269
5.3.5 Verbindungsfähigkeit des Akteurs .................................... 275
5.4 Selektives Kodieren: Entwurf der Schlüsselkategorie ................... 281
5.5 Anwendung von Standards und Gütekriterien ............................... 295
5.5.1 Standards für multimethodische und multitheoretische
Forschung ......................................................................... 295
5.5.2 Spezifische Gütekriterien für die Entwicklung einer
Grounded Theory .............................................................. 296
5.6 Resümee des gesamten Forschungsprozesses ................................ 301
6 Fazit und Ausblick: Mögliche Anknüpfungspunkte an “Doing
Connectivity“ ....................................................................................... 303
Literaturverzeichnis ....................................................................................... 309