Table Of ContentLehren und Lernen
in der beruflichen Erstausbildung
Klaus Beck/Volker Krumm (Hrsg.)
Lehren und Lernen in der
beruflichen Erstausbildung
Grundlagen einer modemen
kaufmännischen Berufsqualifizierung
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2001
Gedruckt auf säurefreiem und altersbeständigem Papier.
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufuahrne
ISBN 978-3-8100-3055-9 ISBN 978-3-663-10645-6 (eBook)
DOI I0.1007/978-3-663-10645-6
© 2001 Springer Fachmedien Wiesbaden
Ursprünglich erschienen bei Leske + Budrich, Opladen 2001
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Inhalts verzeichnis
vorwort.................................................................................................................... 7
Kapitell: Interesse und Motivation
Doris LewalterlKlaus-Peter Wild/Andreas Krapp
Interessenentwicklung in der beruflichen Ausbildung................................................ 11
Manfred PrenzellKlaudia KramerlBarbara Drechsel
Selbstbestimmt motiviertes und interessiertes Lernen in der
kaufmännischen Erstausbildung - Ergebnisse eines Forschungsprojekts '" ........... ...... 37
Hellmut Metz-Göckel
Lernmotivation in der kaufmännischen Erstausbildung.............................................. 63
Gerald A. StrakalPeter NennigerlNike Plaßmeier/Gerd Spevacekl
Marold Wosnitza
Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Weiterbildungsmaß
nahmen für Lehrer und Ausbilder zur Förderung motivierten selbst-
gesteuerten Lernens in der kaufmännischen Erstausbildung....................................... 77
Kapitel 2: Kompetenzentwicklung
H.-Hugo KremerlKatharina MelkeiPeter F. E. Sloane
Fächer-und Lernortübergreifender Unterricht - Maßnahmen zur
Förderung beruflicher Handlungskompetenz ...... ...... ......... .............. ............. ...... ....... 95
Jürgen van Buer/Sabine Matthäus
Die Entwicklung der kommunikativen Kompetenz und des kommuni-
kativen HandeIns Jugendlicher in der kaufmännischen Erstausbildung .. ........ ............ 115
Klaus Beck/I'homas Bienengräber/Claudia MituliaIKirsten Parche-Kawik
Progression, Stagnation, Regression - Zur Entwicklung der moralischen
Urteils kompetenz während der kaufmännischen Berufsausbildung .... ..... ...... ...... ....... 139
Annette Bauer-KlebllDieter Euler/Angela Hahn
Förderung sozial-kommunikativer Handlungskompetenzen durch
spezifische Ausprägung des dialogorientierten Lehrgesprächs ................................... 163
Hermann G. Ebner/Carmela Aprea
Die Bedeutung aktiver graphischer Repräsentation wirtschafts-
beruflichen Wissens für dessen Aneignung und Anwendung ..................................... 187
Franz-Josej KaiserlVolker Brettschneider
Entscheidungsprozesse in Kleingruppen im Rahmen der FalIstudienarbeit.... ... ..... ..... 209
6
Kapitel 3: Lehren und Lernen in komplexen Arrangements
Frank AchtenhagenIMichael BendorjlUlrich Getschl
Sandra Reinkensmeier
Mastery Learning mit Hilfe eines multimedial repräsentierten
Modellunternehmens in der Ausbildung von Industriekaufleuten ............................. 233
Detlej SembilllLutz SchumacherlKarsten D. WolflEveline Wuttke!
[na Santjer-Schnabel
Förderung der Problernlösefahigkeit und der Motivation durch
Selbstorganisiertes Lernen...................................................................................... 257
Jürgen BloechiSusanne HartunglChristian Orth
Lehr-Lern-Prozesse beim Einsatz von Unternehmensplanspielen
in der kaufmännischen Fortbildung ...................... ...... ...... ...... .................... ............. 283
Klaus BreuerlStejanie HillenIKai Berendes
Entwicklung und Elaboration 'Mentaler Modelle zu komplexen
betriebswirtschaftlichen Erklärungsmustern über die computer-
gestützte Modellbildung und Simulation .................. ........ ....................................... 297
Helmut M. NiegemanniManjred HojerlEva-Maria Gronki-Jost/
Oliver Neff
Computerunterstützte fall basierte Arbeitsaufgaben zur Kosten
rechnung in der kaufmännischen Erstausbildung: Designforschung
und curriculare Integration ...................................................................................... 323
Martina NosslFrank Achtenhagen
Förderungsmöglichkeiten selbstgesteuerten Lernens am Arbeitsplatz -
Eine empirische Untersuchung zur Ausbildung von Bank-bzw.
Sparkassenkaufleuten. ............................................................................................. 349
Robin Stark/Hans GruberlLudwig HinkojerlHeinz Mandl!
Alexander Renkl
Entwicklung und Optimierung eines beispiel basierten Instruktions
ansatzes zur Überwindung von Problemen der Wissensanwendung
in der kaufmännischen Erstausbildung .................................................................... 369
Kapitel 4: Erträge, Anwendungsprobleme und Forschungsaufgaben
RolfDubs
Lehr-Lern-Prozesse in der kaufmännischen Erstausbildung -Rückblickende ........... 391
Würdigung eines DFG-Schwerpunktprogramms
Personenregister...................................................................................................... 409
Sachregister ............................................................................................................ 417
Vorwort
Landauf, landab erschallt der Ruf nach einer Reform der Berufsausbildung
"an Haupt und Gliedern". Es sei eine Schicksalsfrage des "Dualen Systems" und -
a la longue - eine Überlebensfrage des Wirtschaftsstandorts Deutschland, dem
schnellen Lauf der "Megatrends" auf den Fersen zu bleiben. In der weltumspan
nenden Vernetzung von Kommunikation, Handel und Produktion komme es dar
auf an, daß man die neuen Möglichkeiten progressiv, wenn nicht sogar aggressiv
nutze, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ob die Leistungen
des herkömmlichen dualistischen Ausbildungsarrangements mit diesen Entwick
lungen Schritt zu halten vermöchten, wird von Politikern, Funktionären und sogar
von Wissenschaftlern immer wieder in Zweifel gezogen.
Nun muß man allerdings wissen, daß bildungspolitisch motivierte Kritiker des
,,Dualen Systems" sich gerne und bevorzugt über dessen institutionelle Strukturen
hermachen. In ihnen finden sie nicht nur einen Gegenstand, den man über gesetz
gebende Parlamentsbeschlüsse vergleichsweise leicht verändern könnte; sie kapri
zieren sich zugleich auf einen Aspekt des (Aus-)Bildtingsgeschehens, der ihnen
intellektuell mit eher bescheidenem Aufwand bewältigbar erscheint und damit
auch ein breiteres Publikum zu erreichen verspricht.
Aber das sind Makrophänomene, mit deren Regulierung und Bes<;hreibung
nichts Substantielles über die Qualität der unterhalb von ihnen sich vollziehenden
Lernaktivitäten entschieden bzw. gesagt ist. Die aktuellen Anpassungs- und Mo
dernisierungsprobleme liegen auf einer tieferen Ebene. Ausbildung und Ausbil
dungserfolg realisieren sich nämlich in den kognitiven, affektiven und psycho
motorischen Mikroprozessen beruflichen Lernens, welche die Lehrlinge zu durch
laufen haben, sei es eher mühsam und beschwerlich, sei es eher behende und
leichten Schrittes. Es sind diese Mikroprozesse, auf deren adäquate curriculare
Gestaltung, professionelle Anleitung und sorgfältige Evaluation es einzig und
allein ankommt. Sie sind nicht mit großen Würfen und schon gar nicht mit großen
Sprüchen "einzufangen", ebensowenig wie man mit allgemeiner Gesellschafts
oder Schulkritik die Interaktionen einzelner Individuen - z. B. von Lehrenden
und Lernenden - in den Blick bekommt.
Wer ernsthaft um Verbesserung und Modernisierung der beruflichen Ausbil
dung bemüht ist, muß sich in die ,,Niederungen" der elementaren Lehr-Lern
Prozesse begeben, um ihre immanenten Strukturen und Gesetzmäßigkeiten zu
nächst freizulegen und im Detail zu verstehen. An ihnen haben inhaltliche und
methodische Maßnahmen in erster Linie anzusetzen, wenn programmatisch her
beigeführte Veränderungserfolge erreicht werden sollen.
Der vorliegende Band liefert mit seinen Einzelbeiträgen für eine solche ratio
nale Reformstrategie eine Fülle von Basisinformationen. Sie sind in sorgfältigen
Quer- und Längsschnittstudien erhoben worden und zeichnen ein insgesamt reich
lich kompliziertes, aber insofern auch realistisches Bild von den Feinstrukturen
beruflichen Lernens. Professionelles berufspädagogisches Handeln muß sich die
ses Sachverhalts bewußt sein, um einerseits eine hinreichende Skepsis gegenüber
den sogenannten einfachen Lösungen zu behalten und andererseits mit der nötigen
8
Sorgfalt und Sensibilität die Lernprozesse der Auszubildenden zu fordern und zu
stützen.
Insgesamt berichten die Beiträge nicht allein über eine Vielzahl von Befun
den, die für das berufliche Lernen besonders kennzeichnend sind; sie geben auch
direkt oder indirekt Hinweise darauf, welche Gestaltungsmöglichkeiten mit wel
chen Erfolgsc~ancen offenstehen, um den Erfordernissen des eingangs erwähnten
Wandels gerecht zu werden. Insoweit liefert dieser Band Grundlagen für eine
wirklich effiziente, nämlich die innere Reform der kaufmännischen Berufsausbil
dung. Selbstverständlich haben auch die sorgfältigsten Analysen immer Stärken
und Schwächen, lassen Wünsche offen und regen neue Fragen an. Mit diesen in
teressanten und wichtigen Aspekten der vorgelegten Beiträge befaßt sich die ab
schließende Würdigung aus der Feder von Rolf Dubs.
Unsere Berichte schließen ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
unterstütztes Schwerpunktprogramm über "Lehr-Lern-Prozesse in der kaufmänni
schen Erstausbildung" ab, das von 1994 bis 1999 insgesamt 18 Projekte zusam
menfaßte. Sie markieren keineswegs das Ende der einschlägigen Forschung. Fol
geprojekte sind bereits initiiert. Über ihre Ergebnisse wird in der wirtschaftspäd
agogischen Literatur und im Internet (URL: http://www.rhrk.uni-kl.de/-dfgl) zu
lesen sein. In dieser Fortsetzung kommt zum Ausdruck, daß die empirische Wirt
schaftspädagogik durch das DFG-Schwerpunktprogramm eine sichtbare Stärkung
und Belebung ihrer eigenständigen inneren. Dynamik erfahren hat.
Wie die beiden Vorgänger-Berichtsbände, die als Beihefte Nr. 13 und 14 der
Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik erschienen sind, hat Frau Postleb
auch die vorliegende Textsammlung mit viel Engagement und Akribie in Layout
und Formatierung zur Druckreife gebracht. An der Erstellung des am Schluß an
gefügten Apparats war Frau Musil ganz wesentlich beteiligt. Ihnen beiden sei für
ihren besonderen Einsatz auch besonders gedankt!
MainzlSalzburg im März 2001 Klaus Beck
Volker Krumm
Kapitell: Interesse und Motivation
DORIS LEW ALTER / KLAUS-PETER WILD / ANDREAS KRAPP
Interessenentwicklung in der beruflichen Ausbildung!
1. Theoretischer Hintergrund
Eine erfolgreiche berufliche Erstausbildung wird auch heute noch in hohem
Maße davon abhängig gemacht, dass die Auszubildenden zahlreiche berufsrele
vante Kenntnisse und Fertigkeiten in angemessener Breite und Tiefe erlernen und
einüben konnten. Neben diesem Kernbereich der beruflichen Ausbildung treten
aber zu Recht zunehmend Ausbildungsziele, die über diesen engeren Bereich der
fachlichen Kompetenzen hinausgehen und eine Veränderung der sozialen, motiva
tionalen und emotionalen Voraussetzungen der ganzen Person anstreben. Der
Entwicklung einer auf Selbstbestimmung beruhenden Lernmotivation kommt in
diesem Bereich auf Grund der zunehmenden Anforderungen an eine lebenslange
berufliche Weiterbildung zunehmende Bedeutung zu (ACHTENHAGEN/JOHN,
1992). Diese Art der Lernmotivation wird oft auch als intrinsische Lernmotivation
bezeichnet. Eine auf. Selbstbestimmung beruhende intrinsisch motivierte Lern
handlung wird unabhängig von ihrem längerfristigen Zweck als interessant, span
nend oder zufriedenstellend erlebt, so dass es zu ihrer Durchführung keiner extrin:'
sischen Anreize, wie zum Beispiel Belohnungen oder Ausübung von Druck, be
darf. Zahlreiche Studien in allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen, Berufs
akademien und Hochschulen zeigen, dass eine intrinsische Lernmotivation eine
wesentlich günstigere motivationale Basis für das Erreichen anspruchsvoller
Lernziele und den Erwerb komplexen Wissens darstellt als eine rein extrinsische
motivationale Ausrichtung (SCHlEFELElSCHREYER, 1994; PINTRICHISCHUNK,D. A,
1996; WILD, 2000a; 2000b). Intrinsisch motivierte Lernende setzen sich intensiver
mit den Lerninhalten auseinander, elaborieren vermehrt und bauen folglich Wis
sens strukturen auf, die sie längerfristig behalten und nutzen können.
Eine spezielle Teilgruppe intrinsisch motivierter Handlungen sind jene Lern
vorgänge, die auf Interessen beruhen. Die intrinsische Qualität einer interessenba
sierten Lernhandlung liefert einen wichtigen Anreiz für selbstgesteuertes Lernen
(KRApP, 1997). Lernen aus Interesse ist implizit mit einem hohen Maß an Eigen
steuerung während der Beschäftigung mit dem Lerngegenstand verbunden (PREN
ZEL, 1988; KRAPP, 1992a,b, 1996, 1999; SCHIEFELE, 1996). Daher ist die Analyse
der Entwicklung ausbildungsbezogener Interessen insbesondere vor dem Hinter
grund aktueller Bildungsanforderungen in Bezug auf lebenslanges Lernen (ACH
TENHAGEN & LEMPERT, 2000) von besonderer Relevanz (LEwalter, KRApP, WILD,
2000).
1 Aktenzeichen bei der DFG: Kr 716/5-1 bis 5-3
12 LEW ALTER I WILD I KRAPP
Ausbildungsbezogene Interessen können sich auf verschiedene Aspekte oder
Gegenstandsbereiche eines Ausbildungsberufes beziehen und auf unterschiedli
chen Analyseebenen beschrieben werden. Auf einer sehr allgemeinen Betrach
tungsebene bezeichnet das Ausbildungsinteresse das Insgesamt der ausbildungs
bezogenen Präferenzen und Neigungen. Hier beschreibt das Interesse eine gene
relle intrinsis~he bzw. interessenorientierte motivationale Einstellung gegenüber
der Gesamtheit des in der Berufsausbildung behandelten Lernstoffs, die als gene
relles Ausbildungsinteresse bezeichnet werden kann. Selbstverständlich wird sich
ein Auszubildender niemals für alle Komponenten seiner Ausbildung in gleichem
Ausmaß interessieren. Dies macht es für verschiedene wissenschaftliche und pra
xisbezogene Problemstellungen notwendig, die inhaltlichen Interessen der Auszu
bildenden auch auf einer sehr viel differenzierteren und zugleich konkreteren E
bene zu betrachten. Da sich inhaltliche Interessen oft auf sehr individuelle Weise
auf bestimmte Inhalte, Objekte oder Tätigkeiten richten, wird man sie in Hinblick
auf ihre Intensität und Dynamik ebenfalls in einer sehr individuellen Weise unter
suchen und bewerten müssen. Nach unserer Auffassung stellt die Entwicklung
dieser themen- oder tätigkeitsspezifischen Interessen einen wesentlichen Schritt in
der Entwicklung thematisch konzentrierter Expertise dar, da sie mit einer tiefgrei
fenden und gründlichen Beschäftigung mit ausgewählten Inhalten der Ausbildung
einhergeht.
Um untersuchen zu können, welchen Veränderungen die intrinsische, auf In
teresse basierende Lernmotivation von Auszubildenden im Rahmen ihrer betrieb
lichen und berufsschulischen Ausbildung unterworfen ist und von welchen Ein
flussfaktoren sie mitbestimmt wird, bedarf es wissenschaftlicher Theorien, die
praktisch verwertbare Aussagen zu dieser spezifischen Qualität der Lernmotivati
on liefern.
Unser Zugang greift zur theoreti$chen Festlegung von Interessen auf eine
pädagogisch-psychologische Konzeption zurück, die, in Übereinstimmung mit
vielen anderen Ansätzen, Interesse als eine besondere Beziehung einer Person zu
einem Gegenstand beschreibt (HIDI & ANDERSON, 1992; PRENZEL, 1988; KRAPP,
1992a, 1996, 1998a, 1999, in Druck; KRApP & PRENZEL, 1992; RENNINGER, 1992;
SCHIEFELE, 1996). Dieser Konzeption zufolge kann sich das Interesse einer Person
auf inhaltliche Themen, aber auch auf Tätigkeiten, konkrete Objekte oder abstrak
te Ideen beziehen. Die nur kurzfristig oder auch länger andauernde Beschäftigung
mit dem Interessengegenstand führt dazu, dass eine Person im Rahmen aufeinan
derfolgender Interessenhandlungen ein zunehmend ausdifferenziertes Wissen über
diesen spezifischen Gegenstand aufbaut (PRENZEL, 1988). Bei ausgeprägten per
sönlichen Interessen hebt sich der Interessengegenstand durch seine besondere
persönliche Relevanz von anderen Teilbereichen der subjektiven Umwelt ab. Die
Besonderheit der interessenbasierten Person-Gegenstands-Beziehung äußert sich
in zwei kognitiv repräsentierten Merkmalen: die wertbezogene Valenz und die
emotionale Valenz (SCHIEFELE, 1996). Der Begriff "wertbezogene Valenz" be
zieht sich auf die subjektive Wertzuschreibung, die der Interessengegenstand er
fährt, also seine persönliche Bedeutung für das Individuum. Sie kann - muss aber
nicht - mit den Bedeutungszuschreibungen anderer Personen oder Institutionen