Table Of ContentElisabeth Klaus
Kommunikationswissenschaftliche
Geschlechterforschung
Elisabeth Klaus
Kommunikationswissenschaftliehe
Geschlechterforschung
Zur Bedeutung der Frauen
in den Massenmedien und
im Journalismus
Westdeutscher Verlag
Alle Rechte vorbehalten
© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden, 1998
Ocr Westdeutsche Verlag ist ein Unternehmen der Bertelsmann Fachinformation GmbH.
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.
Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes
ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbe
sondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und
die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
http://www.westdeutschervlg.de
Höchste inhaltliche und technische Qualität unserer Produkte ist unser Ziel. Bei der Produk
tion und Verbreitung unserer Bücher wollen wir die Umwelt schonen: Dieses Buch ist auf
säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Die Einschweißfolie besteht aus
Polyäthylen und damit aus organischen Grundstoffen, die weder bei der Herstellung noch bei
der Verbrennung Schadstoffe freisetzen.
Umschlagbild: Thomas Kompalka (1957-1997), Ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 5/1995
U mschlaggestaitung: Horst Dieter Bürkle, Darmstadt
ISBN 978-3-531-12898-6 ISBN 978-3-322-95658-3 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-322-95658-3
Wir müssen damit beginnen, diese wissenschaft
lichen Auseinandersetzungen nicht länger als einen
Prozeß zu verstehen, in dem Probleme benannt
werden, um sie aus der Welt zu schaffen, sondern
sie statt dessen als Gelegenheiten zu begreifen, um
bessere Fragen zu stellen als die, von denen wir
ursprünglich ausgegangen sind
Sandra Harding
Inhalt
Tabellen und Abbildung ............................................................................................... 10
FonnaIia. ..........................................................................................................................• 11
Vorwort .............................................................................................................................. 13
Einleitung .......................................................................................................................... 15
Teil
I
Grundlagen einer feministischen Medienforschung 23
I Vom Gleichheits-zum Differenzansatz,
von der Frauen-zur Geschlechterforschung ................................................... 25
I.I Zur Geschichte der kommunikationswissenschaftlichen Frauenfor-
schung ...................................................................................................................... 25
1.2 Voraussetzung: Frauen als Opfer und als sozial Handelnde .............................. 28
1.3 Von der Besonderheit zur Gleichheit in der Differenz ...................................... 31
1.4 Gleichheits-und Differenzansatz in der Kommunikationswissenschaft ......... 35
1.5 Geschlecht als Paradoxon feministischer Forschung ......................................... 45
1.6 Geschlechterforschung in der Kommunikationswissenschaft .......................... 49
1.7 Zum Beispiel: "Gendered Technologies" ............................................................. 56
1.8 Feministische Medienforschung - ein Zimmer mit Ausblick ........................... 64
2 Journalismus als zweigeschlechtliches System .............................................. 69
2.1 Journalismus als eine Ebene des Systems Öffentlichkeit ................................... 70
2.2 Selbstreferentielle Aspekte des journalistischen Systems .................................. 75
2.3 Das Publikum: Fremdreferenz und Umwehbeobachtung ................................. 80
2.4 Die Frau verzweifelt gesucht ................................................................................. 85
2.5 Jenseits der Systemtheorie: Über Bedarf und Bedürfnisse ..............................• 89
3 Öffentlichkeit als gesellschaftlicher Verständigungsprozeß ..................... 96
J.I Öffentlichkeit als "Teilhab~ an der Weh" ........................................................... 96
J.2 Die heimlichen Öffentlichkeiten der Frauen ..................................................... 100
3-3 Feministische ÖffentlichkeitCen): Geschlecht als Beobachtungskategorie ..... ll0
3.4 Zwischenbilanz ...................................................................................................... 115
4- Massenmedien in Umbruchphasen ..................................................................• 125
4.1 Das Beispiel DDR. ................................................................................................ 126
4.2 Journalismus in der Krise ...................................................................................• 129
4.3 Die Bedeutung von Frauenöffentlichkeiten. ...................................................... 135
5 Ausblick ...................................................................................................................... 141
8 Inhalt
Teil
2
Forschungssynopse 145
6 J ournalistinnen.. ...................................................................................................... 150
6.1 Der Frauenanteil im Journalismus ...................................................................... 151
6.2 Frauen in einem Männerberuf. ............................................................................ 161
6.2.1 Vertikale und horizontale Segregation .................................................... 162
6.2.2 Männlicher Lebenszusammenhang und journalistische Berufsrolle ..... I72
6.2.3 Betriebliche Öffentlichkeit und männliche Arbeitskultur .................... 179
6.2.4 Geschlechterdiskurs und Geschlechterdefinitionen ............................ 183
6.3 Gibt es einen "weiblichen" Journalismus? .......................................................... 190
6.3.1 Das "Nein, aber" der Journalistinnen ....................................................... 191
6.3.2 Journalistisches Selbstverständnis und Berufsmotivation. .................... 195
6.3.3 Themenwahl und "weiblicher" Blick ........................................................ 200
6.3.4 Recherchewege und Darstellungsformen. ............................................... 203
6.3.5 Die Ausgestaltung der Berufsrolle: Haben oder Sein? ............................ 206
6.4 Geschlecht als Unterscheidungsmerkmal im journalistischen Berufsfeld ...... 212
7 Geschlechterbilder. ................................................................................................. 222
7.1 Die Darstellung von Frauen in den Massenmedien ........................................... 224
7.1.1 Femsehen .................................................................................................... 224
p.2 Exkurs: Geschlechterkonstruktionen im dualen Rundfunksystem ...... 244
7.1.3 Hörfunk ....................................................................................................... 250
7.1.4 Printmedien ................................................................................................ 254
7.1.5 Frauenzeitschriften .................................................................................... 263
7.2 Mediale Bilderwelten: Die Frauenzeitschriften ................................................. 270
7.3 Medieninhalte und Geschlechterkonstruktionen ............................................. 279
8 Geschlechtergebundene Rezeptionsweisen. ................................................... 286
8.1 Medienwirkungsforschung ................................................................................... 288
8.2 Geschlechtsspezifische Publikumsforschung .................................................... 301
8.3 Exkurs: Gewaltdarstellungen und Gewaltwahrnehmung .................................. 314
9 Genre und Geschlecht: Die Soap-Opera-Diskussion .................................. 321
9.1 Voraussetzungen ................................................................................................... 322
9.2 Die Soap Opera als CHaus-)Frauengenre ............................................................. 331
9.3 Das vielfältige Vergnügen der Rezipientinnen .................................................. 337
9.4 Differierende Lesarten und die Welt der Soaps. ............................................... 346
9.5 Soap Opera und Frauenöffentlichkeiten ............................................................ 353
9.6 Der Einfluß der Frauen und die Grenzen ihrer Macht .................................... 359
9.7 Kontexte der Rezeption und Geschlechterbedeutungen ................................. 367
10 Rückblick ................................................................................................................... 374
Inhalt 9
Teil 3
Resümee 385
IX Bausteine einer feministischen Medienforschung ....................................... 387
11.1 Die Bedeutung der Kategorie "Geschlecht" im journalistischen System ....... 389
11.2 Frauen als handelnde Subjekte im Mediensystem .......................................... _3 92
11.3 Aufgaben der Kommunikationswissenschaft .................................................... 399
Literaturverzeichnis ..................................................................................................... 407
Personenindex ................................................................................................................ 455
Medienindex .................................................................................................................... 460
Sachindex. ......................................................................................................................... 463
Tabellen und Abbildung
Tabelle 1 Medien und Geschlecht: theoretische und methodische
Perspektiven. ... ............. ... ........ .... ..... ... ........ ... ..... ......... ...... ..... ..... .... ..... ..... ..• 67
Abb. 1 Der Journalismus als "Zwiebel" ..................................................................... 78
Tabelle 2 Bedeutungsebenen im Systemjournalismus ............................................... 143
Tabelle 3 Anteil von JournalistInnen unter den Festangestellten nach
Medienbereich und Position 1992 ............................................................... 157
Tabelle 4 Anteil und Anzahl der Journalistinnen in den verschiedenen
Ressorts .......................................................................................................... 165
Tabelle 5 Lebenssituation vonjournalisten undJournalistinnen .............................. 174
Tabelle 6 Das "Ne in, aber ... " der Journalistinnen ....................................................... 194
Tabelle 7 Methodisches Vorgehen der Studien von Küchenhoff und Weiderer ..• 227
Tabelle 8 Anteil der Frauen im Verhältnis zu Männem in ausgewählten
Funktionen ..................................................................................................... 230
Tabelle 9 Reichweite und Bindung an ausgewählte Angebotskategorien ................ 294
Tabelle IO Genrevorlieben der Geschlechter ................................................................ 307
Tabelle 11 Rangliste der beliebtesten Fernsehgenres nach Geschlecht ..................... 309
Tabelle 12 Drei Ansätze der Soap Opera-Forschung ................................................... 328
Formalia
Dieser Text handelt von Frauen und Männern, also von Journalistinnen und
Journalisten, von Autorinnen und Autoren, von Leserinnen und Lesern, von
Hörerinnen und Hörern, von Zuschauerinnen und Zuschauern. Wenn ich
Frauen und Männer zugleich meine, dann habe ich aus ökonomischen Grün
den das große ,,1" gewählt, schreibe also von JournalistInnen, AutorInnen, Le
serInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen.
Von den im Text vorkommenden AutorInnen nenne ich neben den Nach
namen auch die Vornamen. Weil Wissenschaftler, Forscher und Autoren in
der historischen Tradition als Männer gedacht werden, erscheint es mir not
wendig, durch diese Zusatzinformation auf die bei diesem Thema natürlich be
sonders große Zahl von wissenschaftlichen Arbeiten und auf die vielfaltigen
Studien hinzuweisen, die von Frauen stammen.
Davon abgesehen benutze ich durchgängig die amerikanische Zitationswei
se, das heißt, jedes Zitat und jeder Bezug auf die wissenschaftliche Arbeit an
derer wird durch den Nachnamen und das Erscheinungsdatum, gegebenenfalls
auch die Seitenzahl identifiziert. Anhand der Namens- und Jahresangabe kann
der vollständige Quellennachweis in der Bibliographie leicht gefunden werden.
Bei mehr als drei AutorInnen einer Veröffentlichung habe ich den Nachweis
im Text abgekürzt und dem Erstautor oder der Erstautorin jeweils ein "u.a."
(und andere) hinzugefügt. In der Bibliographie sind dann alle AutorInnen auf
genommen, sofern sie in der entsprechenden Publikation genannt werden.
Ein nachgestelltes ,,(ebd.)" bezieht sich immer eindeutig auf die zuletzt im
Text genannte Veröffentlichung und die gegebenenfalls dazu angegebenen Sei
tenzahlen, auch wenn zuvor mehrere Publikationen in einer Klammer genannt
wurden. ,,(Hobson 1980, zit. in Moores 1993: 212)" bedeutet, wie üblich, daß ich
nicht aus der Originalquelle - Hobson 1980 - zitiere, sondern mich dabei auf
die angegebene Literatur - Moores 1993 - stütze. Demgegenüber verwende ich
die Form ,,(Uta König in Steen 1988: 98)", wenn die angegebene Veröffentli
chung - Steen 1988 - die Primärquelle für die Aussage darstellt, es sich dabei
jedoch nicht um eine Einschätzung der Autorin selbst, sondern ein Fremdzitat
- von Uta König - handelt.
Um den Lesefluß nicht zu stören habe ich auch längere Zitate nicht durch
ein besonderes Format vom sonstigen Text abgehoben. Hervorhebungen in Zi
taten stammen von den AutorInnen selbst, es sei denn ich habe ausdrücklich
vermerkt, daß sie von mir sind ,,(Hervorh. E.K.)". Ergänzende Erläuterungen
habe ich entsprechend gekennzeichnet ,,«Bemerkung> - E.K.)". Alle Hervor
hebungen erscheinen einheitlich in kursiver Schreibweise. Ebenso sind Zei
tungs-, Zeitschriften- und Programm titel sowie Verlage und Sendeanstalten
kursiv gesetzt.
Schließlich habe ich, um den Überblick zu erleichtern und den LeserInnen
zu ermöglichen, schnell und zielgerichtet an die gewünschten Informationen
12 Formalia
zu gelangen, dem Text je einen Sach-, Personen- und Medienindex beigefügt.
In den Namensindex wurden alle Personen und AutorInnen aufgenommen, die
im laufenden Text erwähnt sind.