Table Of ContentAchimBaum
Journalistisches Handeln
AchimBaum
Journalistisches
Handeln
Eine kommunikationstheoretisch
begründete Kritik
der Journalismusforschung
Westdeutscher Verlag
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Baum, Achim:
Journalistisches Handeln: eine kommunikationstheoretisch
begründete Kritik der Journalismusforschung / Achim Baum. -
Opladen: Westdt. Verl., 1994
ISBN 978-3-531-12628-9 ISBN 978-3-322-94215-9 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-322-94215-9
D6
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© 1994 Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen
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Umschlaggestaltung: Horst Dieter Bürkle, Darmstadt
Gedruckt auf säurefreiem Papier
ISBN 978-3-531-12628-9
Inhalt
Vorbemerkung: Zum Programm der vorliegenden Arbeit ....... . 9
I Prolegomena zum Verhältnis von Theorie und Praxis in den
Sozialwissenschaften
1. Über das modeme Wissenschaftsverständnis
-ein erkenntnistheoretischer Prolog ......................................... . 13
2. Gesellschaftstheorie und gesellschaftliche Praxis
-ein propädeutischer Versuch ................................................. . 18
2.1 Die Chancen einer reflexiven Verwissenschaftlichung ........ . 27
2.2 Modeme Soziologie zwischen 'objektiver' Erkenntnis
und 'subjektivem' Handeln ................................................. . 30
2.3 Das Verhältnis zur Praxis als Dauerkrise
-ein Zwischenresümee ...................................................... . 33
2.4 Gesellschaftstheorie aus der Systemperspektive:
der funktionalistische Ausweg ........................................... . 38
2.5 Von der Erkenntnistheorie zur Gesellschaftstheorie
-erste Annäherung an eine Theorie der Modeme ............... . 44
3. Die 'Informationsgesellschaft' als 'Risikogesellschaft'
-ein Kristallisationspunkt der Gesellschaftstheorie .................. . 51
3.1 Die kybernetische Einebnung von Arbeit und Interaktion ... . 54
3.2 Traditionelle Muster der Kritik versagen ........................... . 59
3.3 Informatisierung vs. kommunikatives Handeln
-der Eigensinn der Praxis ................................................. . 62
Exkurs: Zum sozialwissenschaftlichen Selbstverständnis der
Publizistikwissenschaft
l. "Selbstreflexion" als Rechtfertigungsstrategie .......................... . 69
2. Versäumnisse des wissenschaftlichen Diskurses
-ein Vorschlag zur Fachhistoriographie .................................. . 76
3. Journalismus im Licht gesellschaftlicher Rationalisierung
-ein kurzer Überblick. ............................................................ . 79
6 Inhalt
11 Rationalisierungstendenzen gesellschaftlicher Kommunikation
1. Öffentlichkeit als Prinzip -eine Prämisse
zum Verständnis journalistischen Handelns...... ..... .... ... .... .... .... ..... 83
1.1 Die Institutionalisierung liberaler Öffentlichkeit....................... 84
1.2 Politische Kritik und Journalismus........... ......... ...................... 88
1.3 Zum Strukturwandel gesellschaftlicher Austauschbeziehungen 92
1.4 Öffentlichkeit als Medienfunktion............................................ 99
1.5 Zur Instrurnentalisierung des Journalismus.............................. 103
1.6 Journalismus als öffentliches Handeln
-ein erster heuristischer Hinweis............................................. 110
2. Die zeitungswissenschaftliche Distanzierung vom Journalismus..... 114
2.1 Die verpaßten Chancen der zeitungswissenschaftlichen
Etablierung............................................................................ 116
2.2 Die Sozialwissenschaften als Zeitzeugen im 'Strukturwandel
der Öffentlichkeit' -Tönnies und Weber als BeispieL............. 119
2.3 Die Distanz zum Journalismus als ein Identitätsmerkmal
der Zeitungswissenschaft........................................................ 127
2.4 Die totale Instrumentalisierung der Öffentlichkeit -
einige Anmerkungen zum Journalismus im 'Dritten Reich'....... 131
2.5 Eine akademische Instanz der Rechtfertigung:
Die Zeitungswissenschaft im 'Dritten Reich'............................ 140
3. Journalismus und politische Öffentlichkeit in der Bundesrepublik
Deutschland -eine vorläufige Annäherung..................................... 145
3.1 Publizistische Ansprüche an eine demokratische Öffentlichkeit 146
3.2 Wahrheit als praktische Frage................................................. 151
3.3 Tendenzen einer Kommerzialisierung und Vermachtung
der Öffentlichkeit................................................................... 153
3.4 "Demokratie als Lernvorgang" -Schranken einer Kommer-
zialisierung und Vermachtung der Öffentlichkeit..................... 157
3.5 Journalismus als Gegenstand wissenschaftlicher
Rationalisierung -Zwischenresümee und Ausblick.................. 161
Inhalt 7
III Publizistikwissenschaftliche Sichtweisen des Journalismus
-eine Kritik
1. Krise der Massenkommunikation und wissenschaftliche Prosperität 167
1.1 Das Demokratieverständnis der Ära Adenauer und Dovifats
Rechtfertigung eines obrigkeitsstaatlichen Journalismusmodells 168
1.2 Wandel des journalistischen Berufsbildes und publizistik-
wissenschaftlicher Perspektivenwechsel.................................. 176
1.3 Akademische Journalistenausbildung fur eine "bessere" Praxis
-der erste Schritt zur Journalismusforschung......................... 183
1.4 Die konzeptionellen Vorentscheidungen der Synopse
"Journalismus als Beruf' -Journalismus im Prozeß der
'Aussagenentstehung' . . . .. . . . .. . . . .. . . . . . . . . . .. .. . . . . .. . . . ... . .... . .. . . .. . . . . . . . . 190
1.5 Theoriestrategische Vorentscheidungen:
die 'Professionalisierungsdebatte'. ... . . . . . . . . .. . . . . .. . . . .. . . . .. . .. . . . ... . . . . 199
2. Legitimismus: Wissenschaft gegen den Journalismus.................... 208
2.1 Der Beitrag zur Professionalisierungsdebatte: Journalistische
'Gesinnungsethik' und 'Journalismuskritik'............................. 208
2.2 Die 'Wirklichkeit' und die Folgen journalistischen Handelns:
Die legitimistischen Prämissen der Mainzer Schule................ 222
2.3 'Legitimationsprobleme des Journalismus'?........................... 234
2.4 Journalismus als 'Dienstleistung': die Sichtweise der
'wissenschaftlichen Kommunikationspolitik'. . . . . .. . . .. .. ... . . ... . . . . . . 246
2.5 Die Tabuisierung öffentlichen Handelns
-Resümee über den Legitimismus......................................... 258
3. 'Teilhabe' als Paradigmakandidat fur die Journalismusforschung:
Zwei Gegenentwürfe................................................................... 263
3 .1 'Teilhabe' als kommunikative Chancengleichheit..................... 264
3.2 'Teilhabe' als Effekt journalistischer Informationsleistung....... 275
3.3 Kann journalistisches Handeln scheitern? Ein Zwischen-
resümee über die Folgen legitimistischen Denkens.................. 284
8 Inhalt
4. 'Ethik des Journalismus'-eine präfunktionalistische Debatte
über die Rationalität des journalistischen HandeIns ..................... . 289
4.1 'Gegeninfonnation' -JournalistInnen als Nachrichtensammler im
Dienst eines fallibilistisch verkürzten Vernunftbegriffs .......... . 289
4.2 Der 'verantwortungsbewußte' als der 'gute' Journalismus
-eine metaphysische Tugendlehre ......................................... . 301
4.3 Was sollen JournalistInnen tun? Über das nonnative
Dilemma der Journalismusforschung .................................... . 311
5. Journalismus ohne JournalistInnen?
Funktionalistische Versuche zur Journalismustheorie ................... . 322
5.1 'Organisatorischer Journalismus' in einer hyperkomplexen Umwelt
-ein Programm zwischen System-und Entscheidungstheorie ... 323
5.2 Journalismus zwischen Strategie und öffentlicher Kommunikation:
systemrationale Desiderate .................................................... . 332
5.3 Zur funktionalistisch kontrollierten 'Freiheit' eines
nervösen Journalismus .......................................................... . 345
5.4 Journalistische 'Kompetenz' und Technologisierung:
Probleme einer funktionalistisch orientierten Journalistik ....... . 361
5.5 Journalistisches Handeln in der 'Infonnationsgesellschaft'
-zum paradoxen Funktionalismus der Journalistik ................. . 375
6. Journalistische Rationalität unter den Zwängen der Modeme
-Schluß betrachtung .................................................................... . 390
Literatur ....................................................................................... . 403
Vorbemerkung: Zum Programm der vorliegenden Arbeit
Verständigungs orientiertes Handeln ist der "Originalmodus" sozialen Handelns.1
Diese Einsicht erscheint selbstverständlich und umwälzend zugleich. Niemand
läßt sich die Kompetenz nehmen, im sozialen Handeln verständliche Aussagen
machen zu können, mit denen wir beispielsweise über Gegenstände unserer Er
fahrung sprechen und dabei Tatsachen behaupten, die wahr sind. Gleiches gilt fiir
unser Wissen darum. Daß eine Verständigung nur zustande kommt, wenn einJe
Gegenüber sich in Gesprächssituationen ebenso verhält, unterstellen wir. Denn
die Gewißheit, daß eine Koordinierung sozialen HandeIns so gelingen kann, ist
nicht nur fiir jeden Einzelnen als Erfahrung der je eigenen Lebensgeschichte ver
bürgt und kann sich im Gebrauch der Sprache immer wieder bewähren - darüber
hinaus hat sich die Verständigungsorientierung in der Tiefenstruktur der Sprache
sozusagen gattungsgeschichtlich verwurzelt. Die Ansprüche, die wir zur Geltung
bringen, wenn wir miteinander sprechen, sind so unproblematisch wie der Hori
zont, aus dem wir dabei schöpfen: unsere Lebenswelt. Erst wenn soziales Han
deln Probleme aufwirft, bringen wir die Dinge 'zur Sprache', um das Einver
ständnis wiederherzustellen, das zuvor nur naiv unterstellt wurde. Dann beweist
sich die Mündigkeit kommunikativ kompetenter Subjekte in der Art, wie sie ihr
gemeinsames HandeIns wieder zwanglos als richtiges soziales Handeln begrün
den können.
Fast revolutionär mutet diese Sichtweise jedoch an, wenn das Handeln Dritter
soziologisch beschrieben, gar erklärt werden soll, wenn nur das sichtbare Verhal
ten beobachtet und die Folgen sozialen Handeins vermessen werden. Dann näm
lich erscheint soziales Handeln vor allem durch Mechanismen gesteuert zu sein,
die sich auf die strategische Erreichung von Zielen, auf Zweckerfiillung richten,
quasi arretiert in gesellschaftlichen Institutionen. Bei 'genauerem' Hinsehen stellt
sich die innere Ordnung dieser, an den Handlungsfolgen ansetzenden Erklärun
gen in Gestalt von Strukturen und Funktionen dar - eine Rationalität, die eben
den erfolgsorientierten Mechanismen, die sie beobachtet, auf dem Fuße folgt.
Danach sieht es auch bei der Betrachtung des Journalismus aus. Als Beruf im
Rahmen der Massenkommunikation liegen seine Zwecke vordergründig offen zu
Tage: die journalistische 'Herstellung und Bereitstellung' von Aussagen, 'In
formationen' oder 'Themen' soll dazu dienen, das gesellschaftliche Gefiige durch
schaubar zu machen. Quasi als Appendix folgt dieser Feststellung der mehr oder
weniger emphatische Hinweis auf die Bedeutung dieser Aufgabe 'für eine demo
kratische', eine 'liberale' und/oder 'pluralistische' Gesellschaft. Theoretisch erklärt
wird dieser Journalismus jedoch fast ausschließlich unter den Bedingungen der
Massenkommunikation, über seine politisch und ökonomisch determinierten
Entscheidungen, systemisch organisiert, kurz: als strategisches Handeln. So muß
der normative Zusammenhang eines richtigen journalistischen Handeins fiir die
Demokratie dem Journalismus stets extern übergestülpt werden. Allein das im
mer wieder durchscheinende Selbstbewußtsein der JournalistInnen selber figu-
'Vgl. Habennas (1981 a), S. 385 ff.
10 Vorbemerkung
riert dann -je nach Weltbild des Betrachters - als 'schmutziger Eigennutz!2 oder
doch wenigstens als dysfunktionaler Eigensinn.
Die vorliegende Arbeit kann damit nicht aufräumen. Aber sie macht - unter
ausdrücklicher Berücksichtigung der kommunikationstheoretisch begründeten
Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas - mit einem Verständnis des Journa
lismus Ernst, das bisher in den Erklärungen journalistischen Handeins unzurei
chend wahrgenommen wurde. Auch der Originalmodus journalistischen Han
delns ist -wie der jedes sozialen Handeins - verständigungsorientiert. Diese Be
hauptung zieht nicht nur gesellschaftstheoretische, sondern vor allem auch er
kenntnistheoretische Fragen nach sich, die mit Blick auf eine Kommunikations
wissenschaft, die sich als Sozialwissenschaft begreift, hier wenigstens angerissen
werden müssen. Damit befaßt sich das erste Kapitel meiner Arbeit.
Immerhin gibt es neben den Hinweisen, die das Problem der kommunikativen
Rationalität quasi wissenschafts intern aufbrechen lassen, auch Indizien für ein
verständigungsorientiertes öffentliches Handeln. Seit der Herausbildung einer
demokratischen Öffentlichkeit liegen die erfolgsorientierte Zweckrationalität und
die kommunikative Vernunft handelnder Subjekte miteinander im Konflikt. Mas
senkommunikation und Journalismus tragen diesen Streit bis heute aus. Daß sich
dabei jedoch die Zeitungs- und Publizistikwissenschaft (quasi als Augenzeuge
im Strukturwandel der Öffentlichkeit) stets auf die Seite partikularer Interessen
des Marktes und der politischen Macht geschlagen hat, führte zu einer einseiti
gen Distanzierung vom Journalismus. Die Verständigungs orientierung journali
stischen Handeins wird danach gar nicht mehr in Betracht gezogen. Darum geht
es im zweiten Kapitel.
Erst vor etwa zwei Jahrzehnten, als die Publizistikwissenschaft zur völligen
Bedeutungslosigkeit heruntergekommen war, eröffnete sich mit dem Beginn ei
ner praxisnahen Journalistenausbildung an den Hochschulen die Chance, das ver
ständigungsorientierte Potential journalistischen Handeins gewissermaßen neu zu
entdecken. Die Journalistik trägt diesen Anspruch bis heute mit sich. Doch in
den theoretischen Erklärungsmustern, die bald darauf dem Journalismus überge
stülpt worden sind, wurde diese Perspektive unterschlagen. Kernpunkt der vor
liegenden Arbeit ist darum die Kritik an diesen einseitigen Versuchen, den Jour
nalismus theoretisch zu erfassen. Damit beschäftigt sich das dritte Kapitel.
Mehr als eine Eröffnungsbilanz kann damit freilich nicht angestrebt werden.
Schon, um dem hier skizzierten Programm auch nur annähernd gerecht zu wer
den, genügen die Kräfte eines Einzelnen, der nicht die 'Wissenschaft als Beruf
hat, kaum aus. So kann am Ende nur der Hinweis auf einige Indizien stehen, die
sich teils aus der Kritik an der etablierten Journalismusforschung, teils aus den
Pathologien des Journalismus selber für die Verständigungsorientierung journali
stischen Handeins ergeben. Denn vor allem in der Journalistik, die sich gerade
anschickt, ein eigenes Theoriegebäude zu errichten, sind ganze Stockwerke quasi
noch unbewohnt. Die Hinweise auf eine lebensweltliche Verankerung des jour
nalistischen Handeins müßten hier lediglich ausgeleuchtet werden. Am 'norma
tiv-praktischen' Anspruch der Journalistik jedenfalls scheitert es nicht.
'Y gl. Stephan (1990)
Vorbemerkung 11
Entsprechend dem gesellschafts- und erkenntnistheoretischen Programm mei
ner Arbeit wird darum aber am Schluß auch kein endgültiges Resümee formu
liert. Hier sollen allein Begründungen fiir eine kommunikationstheoretische An
näherung an das journalistische Handeln aus der Kritik an bisherigen Versuchen
gesammelt und immanent vorgetragen werden. Axiome lassen sich in den vor
handenen Journalismustheoremen mehr als genug finden, stattdessen soll es hier
vor allem darum gehen, Ambivalenzen aufzuzeigen. Der Gewinn meiner Bemü
hungen kann also nur darin gesucht werden, die hier vorgetragenen Argumente
im einzelnen zu prüfen, fortzuspinnen oder zu verwerfen. Bislang laufen die
theoretischen Anstrengungen der Journalismusforschung nämlich auf sonderbare
Weise aneinander vorbei. Einen Streit um 'gute Gründe' fiir oder gegen die eine
oder andere Position gibt es kaum, stattdessen wird seit langem in erster Linie
mit empirisch gewonnenen Daten operiert.
Um Bewegung in diese Debatte zu bringen, soll an dieser Stelle auch eine ge
legentlich scharfe Auseinandersetzung nicht gescheut werden. Ziel dieser Arbeit
ist es schließlich, die gesellschaftstheoretisch neuralgischen Punkte in den publi
zistikwissenschaftlichen Sichtweisen des Journalismus ausfindig zu machen.
Nur, indem wir sie auf ihre gesellschaftstheoretischen Grundsatzfragen zuspit
zen, lassen sich die Konturen der einzelnen Journalismustheoreme deutlich er
kennen. Daß die Journalismusforscher in ihren Erklärungsversuchen selber oft
genug die Grenzen der Polemik sprengen, hat mich in diesem Zusammenhang
zusätzlich ermutigt. Bemerkenswert ist der Umstand, daß besonders harsche Ur
teile immer dann gefällt werden, wenn es darum geht, die Mündigkeit zurech
nungsfähiger JournalistInnen zu desavouieren oder, wenn das Erklärungspoten
tial der 'Theorie des kommunikativen Handeins' diskreditiert werden soll. Die
Rezeption der Arbeiten von Jürgen Habermas durch die sogenannte Kommunika
tionswissenschaft ist allerdings ein Thema fiir sich.
***
Die Fertigstellung dieser Arbeit nahm mehrere Jahre in Anspruch. In dieser Zeit
haben mich viele Menschen unterstützt, denen ich zu großem Dank verpflichtet
bin. Professor Siegfried Weischenberg (Universität Münster) hat mich in man
chen Gesprächen vorangebracht. Seiner Ermutigung, die publizistikwissenschaft
lichen Erkenntnisse gegen den Strich zu bürsten, habe ich während der ganzen
Zeit gerecht zu werden versucht. Ebenfalls bin den Professoren Klaus Merten
und Sven Papcke (beide Universität Münster) Dank schuldig fiir ihre Unterstüt
zung in wichtigen Momenten. Detlev Voß danke ich fiir die geduldige Betreuung
des Stipendiums, das mir durch das Land Nordrhein-Westfalen gewährt wurde.
Freundschaftliche Hilfe von unschätzbarem Wert habe ich darüber hinaus vor
allem durch Karin Hericks und Burkhard Böndel erhalten. Mein Dank an beide
schließt stellvertretend all diejenigen ein, die mir den Rücken freigehalten haben,
bei denen ich Mut schöpfen und neue Einsichten gewinnen konnte. Alle Fehler,
die dennoch in dieser Arbeit zu finden sein mögen, verantworte ich darum selbst.