Table Of ContentInstandhaltungsdienstleistungen
in Produktionsnetzwerken
Stefan Gassner
Instandhaltungs-
dienstleistungen in
Produktionsnetzwerken
Mehrzielentscheidung zwischen
Make, Buy, Concurrent Sourcing
und Cooperate
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Walter Habenicht
Stefan Gassner
Universität Hohenheim
Hohenheim, Deutschland
Zugl. Dissertation, Universität Hohenheim, 2012
D100
ISBN 978-3-658-01366-0 ISBN 978-3-658-01367-7 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-658-01367-7
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Geleitwort
Bei industriellen Dienstleistungen werden seit geraumer Zeit in der Praxis starke Ten
denzen zum Outsourdng beobachtet. Die theoretische Auseinandersetzung mit dieser
Problematik hat sich dabei häufig auf die klassische Dichotomie von Malre-ar-Buy kon
zentriert Darüber hinaus basierten die Analysen dieser Entscheidungsproblematik
überwiegend, bisweilen ausschließlich, auf der Betrachtung monetärer Kriterien. Gass
Der stellt sich in der vorgelegten Arbeit die Aufgabe, diese Problematik in einem mehrfa
chen Sinne umfassend aufzuarbeiten.
So verallgemeinert er die klassischen dichotomen Entscheidungsalternativen Malre und
Buy in Richtung der kombinativen Vorgehensweisen des Concurrent Sourcing und des
Cooperate. Während das Concurrent Sourcing vornehmlich die Kombination der Make
und Buy Alternativen auf Unternehmensebene adressiert, nimmt die Cooperate
Alternative den überbetrieblichen Aspekt in den Blickpunkt. Sie stellt damit gewisser
maßen die allgemeinste Form der Bereitstellungsentscheidung dar.
Nicht nur hinsichtlich der zu betrachtenden Alternativen, auch bezüglich des institutio
nellen Bezugsrahmens, wählt Gassner einen sehr allgemeinen Ansatz, indem er seine
Analyse auf die Bereitstellungsentscheidung in Produktionsnetzwerken konzentriert
Dies erlordert auch bezüglich der Entscheidungsproblematik einen sehr allgemeinen
Ansatz, der überbetriebliche, kollektive und kooperative Aspekte einschließt.
Die Komplexität der zu betrachtenden Entscheidungssituation wird nicht nur durch die
Mehrpersonalität der Entscheidungsträger bedingt. Sie ergibt sich auch aus der Mul
tidimensionalität des zu betrachtenden Zielsystems.
Nimmt man alle hier aufgezeigten Problemdimensionen zusammen, so zeigt sich, dass
Gassner mit seiner Arbeit ein anspruchsvolles Forschungsvorhaben in Angriff genom
men hat, das den praktischen Erfordernissen der Bereitstellung von industriellen
Dienstleistungen in einem Umfang Rechnung trägt, wie es in bisherigen Untersuchungen
selten zu finden ist. Der Autor konzentriert sich gerade nicht auf einzelne Teilaspekte,
sondern er strebt eine ganzheitliche Analyse der Bereitstellungsproblematik von Dienst
leistungen an. Die thematische Eingrenzung. die er wählt, um den Rahmen der Untersu
chung nicht zu sehr auszuweiten, liegt in dem Anwendungsbereich. Die Konzentration
auf Instandhaltungsdienstleistungen erscheint sinnvoll, da dieser Bereich hinreichend
spezifisch ist, um gezielte Aussagen entwickeln zu können. Andererseits lassen sich die
Probleme des Instandhaltungssektors durchaus auf andere Bereiche übertragen.
Gassner bearbeitet in seiner Arbeit ein Problem von hoher Aktualität und praktischer
Relevanz. Die kooperative Durchführung von Instandhaltungsdienstleistungen wird im
Zuge einer fortschreitenden Vernetzung von industriellen Leistungsprozessen weiter an
Bedeutung gewinnen. Gassner hat diese Problematik nicht nur theoretisch umfassend
und mit großer Detailkenntnis aufgearbeitet. Er hat seine theoretischen Ergebnisse ei
nem aufwendig konzipierten und akribisch durchgeführten empirischen Test unterzo
gen.
VIII Geleitwort
Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse hat er in ein Entscheidungsunterstützungstool ein
gebracht, das den praktischen Anforderungen nach einem flexibel gestalteten Entschei
dungsprozess Rechnung trägt Die Arbeit ist handwerklich und wissenschaftlich hervor
ragend ausgeführt Sie leistet einen wesentlichen Beitrag sowohl zum Verständnis von
Bereitstellungsentscheidungen von DienstIeitungen im Allgemeinen wie insbesondere
von InstandhaltungsdienstIeistungen. Sie leistet aber auch mit dem entwickelten Unter
stützungstool einen wesentlichen methodischen Beitrag zur Gestaltung von Bereitstel
lungsentscheidungen.
Hohenheim Prof. Dr. Walter Habenicht
Vorwort
Die vorliegende Dissertation entstand in den Jahren 2009 bis 2012 während meiner Zeit
als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Beschaffung und Produktion an der
Universität Hohenheim.
Wie Unternehmen nicht in der Lage sind, 5ach- und Dienstleistungen ohne die Zusam
menarbeit mit anderen Teilen der Wertschöpfungskette anzubieten, so ist auch jeder
Doktorand auf ein gut funktionierendes Netzwerk angewiesen, um das Projekt Promoti
on erfolgreich abzuschließen.
Mein besonderer Dank für die zu jeder Zeit hervorragende Betreuung gilt meinem aka
demischen Lehrer und Doktorvater Prof. Dr. Walter Habenicht. Er hat mir bei der Wahl
des Themas und bei dessen Bearbeitung den benötigten Freiraum eingeräumt und
gleichzeitig durch konstruktive Diskussionen zum Gelingen der Arbeit beigetragen.
Prof. Dr. Mareike Schoop danke ich herzlich rur die freundliche übernahme des Zweit
gutachtens und Prof. Dr. Karsten Hadwich für den Vorsitz im Kolloquium.
Inhaltlich konnte meine Arbeit insbesondere durch Diskussionen mit Prof. Dr. Wolf
Wenger, Dr. Jeanette Loos, Oswald Gassner und Prof. Dr. Andreas Kleine profitieren.
Ihnen gebührt mein besonderer Dank., denn ohne ihre kritische Reflexion wäre diese
Arbeit nicht zustande gekommen.
Eine sehr große Unterstützung waren auch meine Kollegen am Lehrstuhl. Magdalene
Friedemann-Scherbacher, Jasmin Gökeler, Dr. Christina Trautwein und Johannes Stärk
gelang es, nicht nur durch ihre wissenschaftlichen Beiträge, sondern auch durch eine
besonders nette Arbeitsatmosphäre meine Motivation hochzuhalten. Mein weiterer
Dank gilt Frau Dischereit für die tatkräftige Hilfe bei bürokratischen Angelegenheiten
sowie den studentischen Hilfskräften am Lehrstuhl. Dem Lehrstuhl an sich möchte ich
für die Unterstützung bei der empirischen Befragung danken.
Für den empirischen Teil dieser Arbeit war es notwendig, Experten zu befragen. Mit sei
ner Praxiserfahrung konnte Wolfgang Horn wichtige Erkenntnisse beitragen. Ihm und
allen befragten Unternehmen möchte ich für die Zeit danken, die sie für die Beantwor
tung meines Fragebogens aufgewendet haben.
Hanka Jobke danke ich für die Übernahme des Lektorats und bei der Landesgraduierten
förderung Baden-Württemberg bedanke ich mich für die finanzielle Unterstützung.
Schließlich gilt ein großer Dank meinem unmittelbaren persönlichen Umfeld, meiner
Frau Peita und meiner Familie. Sie hielten mir jederzeit den Rücken für meine Promoti
on frei und halfen über schwierige Phasen durch die notwendige Unterstützung und
Aufmunterung hinweg.
Sydney Stefan Gassner
Inhaltsübersicht
Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................................... XVII
Tabellenverzeichnis ...................................................................................................................................... XIX
Abkürzungsverzeichnis ............................................................................................................................... XXI
Symbolverzeichnis ...................................................................................................................................... XXIII
Kapitell Einleitung ........................................................................................................................ 1
1.1 Problemstellung .................................................................................................................................... 1
1.2 Stand der Forschung ........................................................................................................................... 2
1.3 Ziel und Relevanz der Arbeit ........................................................................................................... 6
1.4 Gang der Arbeit ..................................................................................................................................... 8
Kapitel 2 Grundlagen zur Bestimmung von Untemehmensgrenzen .......................... 11
2.1 Einordnung der Bestimmung von Unternehmensgrenzen .............................................. 11
2.2 Arbeitsteilung als Ursache für Unternehmensgrenzen. ..................................................... 12
2.3 Vier Theorieansätze zur Bestimmung effizienter Unternehmensgrenzen. ............... 17
2.4 Zwischenfazit ....................................................................................................................................... 56
Kapitel 3 Entscheidung über die Bereitstellung von Inputfaktoren ........................... S9
3.1 Grundlagen der Entscheidungstheorie ..................................................................................... 59
3.2 Einordnung der Bereitstellungsentscheidung ....................................................................... 66
3.3 Bereitstellungsentscheidung bei Sachleistungen ................................................................. 70
3.4 Bereitstellungsentscheidung bei Dienstleistungen ............................................................. 89
Kapitel 4 Bereitstellung von InstandhaltungsdlenstIelstungen. ................................ 113
4.1 Grundlagen und Ziele der Anlagenwirtschaft ..................................................................... 113
4.2 Instandhaltungsmanagement als Teil der Anlagenwirtschaft ..................................... 120
4.3 Bereitstellungsentscheidung bei Instandhaltungsdienstleistungen ......................... 126
4.4 Zwischenfazit .................................................................................................................................... 149
Kapitel S Kollektive Bereitstellung In Produktionsnetzwerken ................................ 1SS
5.1 Zielbildung in Produktionsnetzwerken ................................................................................. 155
5.2 Mehrpersonenentscheidungen in Produktionsnetzwerken ......................................... 159
5.3 Dynamische Betrachtung der Bereitstellung in Produktionsnetzwerken .............. 175
5.4 Bereitstellungsentscheidungsprozess in Produktionsnetzwerken ........................... 176
XII Inhaltsübersicht
Kapitel 6 Empirische Untersuchung zur Bereltstellnng von
Instandsetzungsdienstleistungen ...................................................................... 179
6.1 Relevanz der hergeleiteten Entscheidungskriterien ....................................................... 179
6.2 Aufbau und Methodik der empirischen Untersuchung ................................................... 185
6.3 Empirische Ergebnisse aufUnternehmensebene ............................................................. 198
6.4 Empirische Ergebnisse aufProduktionsnetzwerkebene ............................................... 234
Kapitel 7 Bntscheidungsunterstiitznng für die Praxis ................................................... 251
7.1 Nutzen und Ziele des Entscheidungsunterstützungstools ............................................ 251
7.2 Ablauf der onlinebasierten Entscheidungsunterstützung. ............................................ 253
Kapitel B Scblussbetrachtung und Ausbllck ...................................................................... 261
Literaturverzeichnis .................................................................................................................................... 267
Anhang .......................................................................................................................................................... 281
English Summary .......................................................................................................................................... 289
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................................... XVII
Tabellenverzeichnis ...................................................................................................................................... XIX
Abkürzungsverzeichnis ............................................................................................................................... XXI
Symbolverzeichnis ...................................................................................................................................... XXIII
Kapitell Einleitung ........................................................................................................................ 1
1.1 Problemstellung .................................................................................................................................... 1
1.2 Stand der Forschung ........................................................................................................................... 2
1.3 Ziel und Relevanz der Arbeit ........................................................................................................... 6
1.4 Gang der Arbeit ..................................................................................................................................... 8
Kapitel 2 Grundlagen zur Bestimmung von Untemehmensgrenzen .......................... 11
2.1 Einordnung der Bestimmung von Unternehmensgrenzen .............................................. 11
2.2 Arbeitsteilung als Ursache für Unternehmensgrenzen. ..................................................... 12
2.3 Vier Theorieansätze zur Bestimmung effizienter Unternehmensgrenzen. ............... 17
2.3.1 Größen-und Verbundvorteile ................................................................................................ 22
2.3.1.1 Grundlagen ............................................................................................................................. 22
2.3.1.2 Unternehmensgrenzen aus Sicht von Größen-und Verbundvorteilen ....... 24
2.3.2 Transaktionskostenbasierter Ansatz .................................................................................. 26
2.3.2.1 Grundlagen ............................................................................................................................. 26
2.3.2.2 Unternehmensgrenzen aus Sicht des transaktionskostenbasierten
Ansatzes ................................................................................................................................... 34
2.3.3 Ressourcenbasierter Ansatz ................................................................................................... 38
2.3.3.1 Grundlagen ............................................................................................................................. 38
2.3.3.2 Unternehmensgrenzen aus Sicht des ressourcenbasierten Ansatzes ......... .46
2.3.4 Wissensbasierter Ansatz .......................................................................................................... 48
2.3.4.1 Grundlagen ............................................................................................................................. 48
2.3.4.2 Unternehmensgrenzen aus Sicht des wissensbasierten Ansatzes ................. 52
2.4 Zwischenfazit ....................................................................................................................................... 56