Table Of ContentInnovationsforschung und
Technologiemanagement
Springer
Berlin
Heidelberg
New York
Barcelona
Hongkong
London
Mailand
Paris
Singapur
Tokio
N. Franke· C.-F. von Braun (Hrsg.)
Innovationsforschung
und Technologie
management
Konzepte, Strategien, Fallbeispiele
Mit 93 Abbildungen
Springer
Dr. Nikolaus Franke
Institut fUr Innovationsforschung
und Technologiemanagement
Ludwig-Maximilians-Universitat Miinchen
LudwigstraBe 28/RG
80539 Miinchen
Dr. Christoph-Friedrich von Braun
Technologie- und Strategieberatung
Ja pananalysen
MauerkircherstraBe 12
81679 Miinchen
ISBN-13: 978-3-642-48174-1 e-ISBN-13: 978-3-642-48173-4
001: 10.1007/978-3-642-48173-4
Die Deutsche Bibliothek -Cip-Einheitsaufnahme
Franke. Nikolaus: Innovationsforschung und Technologiemanagement : Konzepte. Stategien.
Fallbeispiele / Hrsg.: Nikolaus Franke. -
Berlin; Heidelberg; New York; Barcelona; Hongkong; London; Mailand; Paris; Singapur;
Tokio: Springer. 1998
ISBN-13: 978-3-642-48174-1
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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998
Softcover reprint of the hardcover 1st edition 1998
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Eine Gedenkschrift fur
Stephan Schrader
Prof. Dr. Stephan Schrader t
Geleitwort
Die vorliegende Schrift ist ein Dokument der Verbundenheit mit Prof. Dr. Stephan Schra
der. Der Autorenkreis erkHirt sich aus den hervorstechenden Impulsen, die er der Betriebs
wirtschaftslehre vermittelt hat. Es handelt sich im wesentlichen urn vier Botschaften:
Innovation ist ein zentrales Betatigungsfeld der Betriebswirtschaftslehre. Die Findung
und Gestaltung des N euen (Innovationsmanagement) verlangt, daB Themen wie V er
waltung, Kontrolle und nachtragliche Rechnungslegung zwar nicht aufgegeben, aber als
eher unterstiitzende MaBnahmen der Unternehmensstrategie verstanden werden.
Technologiemanagement bedeutet die Verbindung zwischen Ingenieurswissenschaft
und Betriebswirtschaftslehre. Die reine Okonomie als modellhafte Abstraktion von der
Wirklichkeit staGt an enge Grenzen der Erkenntnis. Es geht urn die Integration beider
Betrachtungsweisen. Die gemeinsamen Anstrengungen von Ingenieur und Betriebswirt
sind in ilu·er Erfolgsaussicht unschlagbar.
Die betriebliche Praxis ist nicht lediglich das Anwendungsfeld betriebswirtschaftlicher
Ideen, sondern vor allem die Quelle von Anregungen fur eine zukunftsgerichtete Be
triebswirtschaftslehre. Die friiher betonte Gegensatzlichkeit von Theorie und Praxis ist
zu uberwinden.
Betriebswirtschaftliche Probleme konnen nicht mehr im nationalen Raum bewaltigt
werden. Der Globalisierung des Wirtschaftsgeschehens folgt die Globalisierung der
Wissenschaft. Deshalb hat Stephan Schrader nach der Ausbildung in deutschen Hoch
schulen seine personliche Weiterentwicklung am Massachusetts Institute of Technology
(MIT) in Cambridge, Massachusetts gesucht. Er verkorperte in eindrucksvoller Weise
die kulturelle europaische Herkunft und die zukunftweisenden Impulse aus der neuen
Welt. Das MIT wiirdigt diese ubernationale Leistung durch die Einrichtung eines Ste
phan-Schrader -Stiftungs-Lehrstuhls.
Ais Stephan Schrader am 2. Juli 1997 im Alter von 37 Jahren starb, wirkte dies auf alle
Beteiligten wie ein Schock. Es wurde gefragt, ob der hoffnungsvoUe Entwicklungsimpuls
nun erlahmen konnte. Aber gerade diese Besorgnis fuhrte dazu, daB die an der Innovati
onspolitik interessierten Praktiker und Wissenschaftler, vor aHem auch die internationalen
Partner zusamrnenfanden und eine neue Gemeinsamkeit beschlossen.
Die KernzeHe der koordinierten Weiterfuhrung des Gedankenguts von Stephan Schrader
war sein Lehrstuhl fur "Innovationsforschung und Technologiemanagement" an der Lud
wig-Maximilians-Universitat Munchen. Seine flinf Assistenten fuhrten die Lehrveranstal
tungen fort, betreuten die Studenten in gewohnter Weise, stellten die Examina sicher und
fUhrten die begonnenen Forschungsprojekte weiter.
VIII Geleitwort
Am 2. Juli 1998 fand ein Symposium zum Gedenken an Stephan Schrader in der Aula der
Ludwig-Maximilians-Universitat Miinchen statt. Das Programm ist im Anhang ausgewie
sen. Dariiberhinaus wurde angeregt, in einer umfassenden VerOffentlichung nicht nur die
miindlich vorgetragenen Referate, sondern eine breite Vielfalt von schriftlichen Beitragen
zu dokumentieren.
Mit der vorgelegten Schrift solI deutlich werden, daB das Werk von Stephan Schrader nicht
durch seinen Tod beendet ist, sondern von verschiedener Seite aufgegriffen und in seinem
Sinne weiterentwickelt wird.
Eberhard Witte
Vorwort
Die Zielsetzung bei der Konzeption dieser Gedenkschrift war ehrgeizig: sie soUte der Sache
der Innovationsforschung dienen, d.h. Forschung und Praxis neue Impulse geben. Auf
diese Weise soUte die Erinnerung an den Wissenschaftler und Menschen Stephan Schrader
wachgehalten werden.
Wir baten daher Freunde und Weggefahrten von Stephan Schrader urn Unterstiitzung bei
dies em Vorhaben. 1m Ergebnis liegt eine Schrift VOf, die den gegenwartigen Stand der
Innovationsforschung in seiner Vielfalt und thematischen Breite widerspiegelt.
Zu Beginn stehen zwei Aufsatze, die sich ubergreifend dem AnlaB des Werkes widmen,
namlich dem Menschen Stephan Schrader und der Sache, d.h. Innovationsforschung und
Technologiemanagement.
Ausloser der Innovation ist der Mensch, der sich im Spannungsfeld zwischen Kreativitat
und Widerstand gegen Veranderungen befmdet. Er markiert damit auch den inhaltlichen
Auftakt (Teil A).
Innovation baut auf Wissen auf. Der folgende Abschnitt (Teil B) setzt sich daher mit dem
besonders aktuellen Thema "Wissensmanagement" auseinander. Hier wird untersucht, wie
der fUr den InnovationsprozeB unerlaBliche Produktionsfaktor Wissen zielfUhrend gehand
habt werden kann.
Der klassische Ort der (technischen) Invention im Untemehmen ist der Forschungs- und
Entwicklungsbereich. Dieses Thema ist entsprechend ein erster Schwerpunkt des Sammel
bandes (Teil C). Die Aufsatze befassen sich mit Themen wie Internationalisierung, Koope
rationen und der Organisation des Produktentwicklungsprozesses.
Das nachste zentrale Thema lost sich von einzelnen Unternehmensbereichen und widmet
sich prozeBubergreifend der Organisation interner und externer Beziehungen (Teil D). Hier
steht mit strategischen und wissensbezogenen Kooperationsbeziehungen der Austauschpro
zeJ3 selbst ebenso im Mittelpunkt wie die Akteure des Prozesses, die Promotoren und Pro
jektmanager.
Auch die Finanzierung von Innovationen ist eine prozeBbegleitende betriebliche Funktion,
die hier in Bezug auf mittelstandische und junge Technologieunternehmen diskutiert wird
(Teil E).
Die letzte betriebswirtschaftliche Teilaufgabe, die hier betrachtet wird, ist das Marketing
von Innovationen (Teil F). Auch hier wird -unter spezifisch marktorientierter Perspektive -
der gesamte InnovationsprozeB betrachtet. Die behandelten Themen urnfassen innovative
Methoden der Informationsgewinnung im Rahmen der Marktforschung ebenso wie die
Einbindung des Kunden in den InnovationsprozeB. Daruber hinaus werden Vermark-
x Vorwort
tungsaspekte der hervorgebrachten Innovationen gegenuber verschiedenen Marktpartnem
wie Konsument und Handel untersucht.
Diese funktionsbezogenen Betrachtungen werden durch ubergreifende Analysen erglinzt,
die lnnovationen in ausgewlihlten Mlirkten und Marktbereichen analysieren (Teil G). Einen
Schwerpunkt bilden hier Finanzmlirkte sowie innovationsgetriebene Branchen wie die Bio
tech-Industrie und die Telekommunikation, aber auch Bereiche, die von der Innovations
forschung bisher vemachllissigt wurden -wie der Mittelstand und das weite Feld der Non
profit-Organisationen -werden untersucht.
Gerade ein Fach wie die Innovationsforschung, das sich als unmittelbar anwendungsnah
und praxiszugewandt versteht, bedarf des stetigen Impulses aus der untemehmerischen
Realitlit. Das Werk wird daher durch Berichte aus der Innovationspraxis abgerundet, die
wertvolle Einblicke und Amegungen geben (Teil H). Fallbeispiele erlliutem erfolgreiche
Innovationsstrategien, Erfahrungen mit innovationsfOrdemden Organisationsstrukturen und
-architekturen sowie innovative Produktplanungsmethoden und wirksame Moglichkeiten
des F&E Managements.
Urn die Lesbarkeit zu fOrdem, wurden die Beitrlige generell kurz gehalten und die jeweili
gen Quellenangaben am Ende des Buches zu einem gemeinsamen Literaturverzeichnis
vereinigt.
Bei der Arbeit an vorliegendem Werk waren verschiedene Personen beteiligt, denen an
dieser Stelle gedankt werden soH. In erster Linie ist hier namrlich an die Autoren der ein
zelnen Beitrlige zu denken, die spontan zusagten und Aufslitze von hoher Qualitlit beitru
gen. In der Konzeptionsphase waren die Institutsmitarbeiter Georg Altmann, Peter Freier,
Dr. Jan Gopfert und Christian Luthje maBgeblich beteiligt. Christine Dann ubemahm ver
antwortlich den Satz. Besonderer Dank gebiihrt Prof. Dr. Dres. h.c. E. Witte fur seinen
weitsichtigen und klugen Rat.
Die Herausgeber
Inhaltsverzeichnis
ZUMANLASS
Die Wirklichkeit des Menschen im Untemehmen: Anmerkungen zur Person und
zum Werk von Stephan Schrader ........................................................................................... 3
Von Lutz von Rosenstiel
Technology Management Research in the New Millenium ................................................... 9
Von Thomas 1. Allen
TElL A: PERSON UND INNOVATION
Managing Personal Creativity .............................................................................................. 19
Von Jeffrey H. Mauzy
Der Widerstand gegen Veranderung: Ein vielbeschriebenes Phanomen in
psychologischer Perspektive ................................................................................................ 33
Von Lutz von Rosenstiel
TElL B: INNOVATION UND WISSENSMANAGEMENT
Patentierung von Hochschullehrererfindungen .................................................................... 49
Von Klaus Brockhoff
Innovation, ko-evolutionare Wissensgenese und Asthetik .................................................. 63
Von Werner Kirsch und Natascha Eckert
Virtualisierung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung .................................................. 79
Von Harald F.a. von Kortzjleisch
Funktionen im Wandel: Das neue Verhaltnis von Arbeiten und Lemen in einer
wissensstrukturierten Praxis ................................................................................................. 89
Von Peter F.E. Sloane
Description:Die vorliegende Schrift faßt den gegenwärtigen Stand der Innovationsforschung in seiner Vielfalt und thematischen Breite zusammen. In gut verständlichen Kurzbeiträgen werden aktuelle Konzepte zu den einzelnen Funktionen des Innovationsprozesses (Forschung und Entwicklung, Organisation, Finazieru