Table Of Content© Dies ist urheberrechtlich geschütztes Material. Bereitgestellt von: UB Leipzig Do, Dez 15th 2022, 18:04
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Matzner / Wyrobnik (Hrsg.)
Handbuch Mädchen-Pädagogik
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Handbuch
Mädchen-Pädagogik
Herausgegeben von
Michael Matzner und Irit Wyrobnik
Beltz Verlag · Weinheim und Basel
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Dr. Michael Matzner ist Erziehungswissenschaftler und Soziologe,
Diplom-Betriebswirt (FH) und Projektleiter in der Jugendberufs-
hilfe. Lehraufträge an der Uni und an der PH Heidelberg.
Dr. phil. Irit Wyrobnik, M. A., ist Erziehungswissenschaftlerin und
Dozentin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für
Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften, Abteilung
Pädagogik der Kindheit.
Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt.
Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen
bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages.
Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen
ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk
eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen
und sonstigen Bildungseinrichtungen.
Lektorat: Jürgen Hahnemann
© 2010 Beltz Verlag · Weinheim und Basel
www.beltz.de
Herstellung: Lore Amann
Satz: Druckhaus »Thomas Müntzer«, Bad Langensalza
Umschlaggestaltung: glas AG, Seeheim-Jugenheim
e-book
ISBN 978-3-407-29152-3
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort der Herausgeber ....................................................................................... 9
»Nicht zu viel nachdenken, nicht zu viel verbiegen, einfach mal
die Natur sprechen lassen«
Interview mit der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard ........................ 15
Sozialwissenschaftliche und naturwissenschaftliche
Voraussetzungen der Mädchenpädagogik
Hanns Martin Trautner
Entwicklungspsychologische Aspekte der Erziehung und Bildung
von Mädchen ........................................................................................................... 28
Carol Hagemann-White
Sozialisationstheoretische Perspektiven auf die Mädchenpädagogik ................... 45
Daniel Strüber
Geschlechtsspezifisches Verhalten aus Sicht der Hirnforschung .......................... 62
Doris Bischof-Köhler
Geschlechtstypisches Verhalten von Mädchen unter evolutions-
theoretischer und entwicklungspsychologischer Perspektive ............................... 79
Bettina Hannover
Lernen Mädchen anders? ........................................................................................ 95
Mädchen in Kindergarten, Schule und Ausbildung
Irit Wyrobnik
Mädchen im Kindergarten. Pädagogischer Alltag, Konzepte,
Fördermöglichkeiten ............................................................................................... 110
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Inhaltsverzeichnis
Heike Diefenbach
Die schulische Bildung von Mädchen .................................................................... 129
Peter H. Ludwig
Schulische Erfolgserwartungen und Begabungsselbstbilder bei
Mädchen – Strategien ihrer Veränderung .............................................................. 145
Susanne Bergann / Petra Stanat
Mädchen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem ................. 159
Hanna Kiper
Schülerinnen mit Lernschwierigkeiten. Problembeschreibung,
Problembewältigung, pädagogische Konzepte ...................................................... 173
Aiga Stapf
Hochbegabte Mädchen ........................................................................................... 185
Michael Matzner
Mädchen und junge Frauen im Übergang von der Schule in die
Arbeitswelt ............................................................................................................... 197
Mädchen und MINT – der mathematisch-naturwissenschaftlich-
technische Bereich
Laura Martignon
Mädchen und Mathematik ..................................................................................... 220
Maya Götz
Mädchen und Medien ............................................................................................. 233
Sylvia Jahnke-Klein
Mädchen und Naturwissenschaften ....................................................................... 242
Barbara Schwarze
Einflussfaktoren auf das Technikinteresse von Mädchen und
jungen Frauen .......................................................................................................... 256
Sozialpädagogische Angebote
Luise Hartwig / Christine Kugler
Mädchen in Erziehungshilfen ................................................................................. 270
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Inhaltsverzeichnis
Birgit Bütow
Mädchenarbeit in der Sozialpädagogik .................................................................. 286
Körper, Gesundheit und Bewegung
Cornelia Lange
Mädchengesundheit ................................................................................................ 300
Alexander Grob / Uta Jaschinski
Essstörungen ............................................................................................................ 318
Gisela Gille
Mädchen und Sexualität .......................................................................................... 333
Claudia Kugelmann
Mädchen und Bewegung. Weibliche Teilhabe am Sport – zwischen Tradition
und Fortschritt ........................................................................................................ 349
Kirsten Bruhns
Mädchen als Täterinnen. Formen, Hintergründe und Prävention
von Mädchengewalt ................................................................................................ 361
Schlussfolgerungen und Ausblick
Iris Kühnl / Klaudia Schultheis
Mädchenforschung – aktuelle Ergebnisse, Desiderata, Probleme ........................ 376
Michael Matzner
Auf dem Weg zu einer Mädchenpädagogik ........................................................... 390
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren .............................................................. 411
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Vorwort der Herausgeber
Vorwort der Herausgeber
In den fachwissenschaftlichen und öffentlichen Debatten der vergangenen Jahrzehnte
zu den Bildungschancen junger Menschen nimmt die Kategorie »Geschlecht« neben
der sozialen Schicht und dem ethnisch-kulturellen Hintergrund eine prominente Po-
sition ein. Nachdem in der pädagogischen Theorie und Praxis lange eine geschlechts-
indifferente Perspektive dominierte, welche sich in den geschlechtsneutralen Figuren
des Kindes, des Schülers oder des Jugendlichen widerspiegelte, stößt seit Beginn der
1970er-Jahre die Kategorie des Geschlechts der Adressatinnen und Adressaten von
Bildung und Erziehung zunehmend auf Interesse.
Im Kontext der Thematisierung weiblicher Lebensläufe und Benachteiligungen
sowie zugewiesener Rollen und Funktionen in der Nachkriegsgesellschaft West-
deutschlands geriet die schulische und berufliche Bildung von Mädchen und Frauen
als Voraussetzung für weibliche Emanzipation und Selbstverwirklichung in den Fo-
kus der Aufmerksamkeit (Pross 1969). Die gesellschaftlichen Bestrebungen zur He-
bung brachliegender Bildungsressourcen im Kontext der Bildungsexpansion förder-
ten diese Entwicklung erheblich. In den folgenden Jahren wurden die Bildungschan-
cen von Mädchen und Frauen aus einer Benachteiligungsperspektive heraus analy-
siert, wobei damit verbundene Fragen der Koedukation thematisiert wurden. Seit
Mitte der 1980er-Jahre entstand eine umfangreiche Forschung zur Benachteiligung
von Mädchen im Bildungssystem. In letzter Zeit sind die Überlegungen und Debatten
zur schulischen Mädchenförderung etwas in den Hintergrund getreten, nachdem in-
folge aktueller Schulleistungsstudien »die« Jungen als »Bildungsverlierer« in den
Blickpunkt gerieten (Schultheis/Strobel-Eisele/Fuhr 2006; Matzner/Tischner 2008),
während Mädchen und junge Frauen vor allem als »Bildungsgewinnerinnen« wahr-
genommen wurden.
Der in der Tat große Erfolg vieler Mädchen und junger Frauen im Bereich der
schulischen Bildung birgt die Gefahr in sich, dass diejenigen Mädchen und jungen
Frauen übersehen werden, die von dieser Entwicklung wenig oder gar nicht profitie-
ren konnten. Außerdem werden Mädchen und Frauen zum Teil immer noch mit ge-
schlechtsspezifischen Zuschreibungen, Dramatisierungen und anderen Beeinträchti-
gungen konfrontiert, sodass ihre Bildungs- und Entwicklungspotenziale längst noch
nicht ausgeschöpft sind.
Mädchen und junge Frauen bemühen sich oft mehr um ihre Bildung und passen
sich besser an die Institution Schule an als viele Jungen (vgl. Hannover in diesem
Band), bzw. die Institution Schule honoriert eher mädchen- als jungentypisches Ver-
halten. Insofern ist der schulische Erfolg vieler Mädchen nicht nur mit einer ge-