Table Of ContentHandbuch
InternationaIisierun9
Globalisierung - eine Herausforderung
für die Unternehmensführung
Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH
Ulrich Krystek · Eberhard Zur
Herausgeber
Handbuch
In ternationa Ii sie ru ng
Globalisierung - eine Herausforderung
für die Unternehmensführung
Zweite, völlig neu bearbeitete
und erweiterte Auflage
Mit 196 Abbildungen
und 7 Tabellen
, Springer
Prof. Dr. Ulrich Krystek
TU Berlin
Fakultät VIII Wirtschaft und Management
Sekretariat WW 11
Uhlandstraße 4-5
D-10623 Berlin
[email protected]
Prof. Dr. Eberhard Zur
Fachhochschule Konstanz
FB Betriebswirtschaft
Richard-Wagner-Straße 9
D-78464 Konstanz
[email protected]
ISBN 978-3-642-63141-2
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Handbuch Internationalisierung: Globalisierung - eine Herausforderung für die Unternehmens
führung / Hrsg.: Ulrich Krystek; Eberhard Zur. - 2., völlig neu bearb. und erw. Auf!. -
Springer -Verlag Berlin Heidelberg, 2002
Früher u. d. T.: Internationalisierung
ISBN 978-3-642-63141-2 ISBN 978-3-642-56410-9 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-642-56410-9
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http://www.springer.de
© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002
Ursprünglich erschienen bei Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 2002
Softcover reprint of the hardcover 2nd edition 2002
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Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Na
men im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären
und daher von jedermann benutzt werden dürften.
SPIN 10730982 4212202-5 4 3 2 I 0 - Gedruckt auf säurefreiem Papier
Geleitwort
1ESchrempp
Werim Wettbewerb steht, muß sich heute an globalen Kriterien messen. Wahr
nehmungvonZukunftschancenbedeutetdeswegen unweigerlichInternationali
sierung.
Sobeantwortetsichdie Frage,obfür die deutschenUnternehmenInternatio
nalisierung überhaupt notwendig ist, von selbst. Und es nimmt wunder, dass
Internationalisierungsanstrengungen deutscher Gesellschaften von Teilen der
Öffentlichkeit auch kritisch beurteilt werden. Werden sie doch verantwortlich
gemacht für die Arbeitsmarktmisere hierzulande, voreilig schuldig gesprochen
fürwirtschaftliche,sozialeund ökologischeFehlentscheidungeninjenen Ländern,
in denen investiertwird.
WerimglobalenWettlaufbestehenwill,kann sichschonlangenichtmehreine
ausschließlich auf den Heimatmarkt zielende Unternehmenspolitikleisten. Dies
giltzunehmendauchfürmittlere und kleineUnternehmen.Keinerkann sichmehr
erlauben,dieKonkurrenzausaufstrebenden Regionen aufdem Inlandsmarktzu
ignorieren,die Chancenin prosperierendenMärkten der Weltauszublenden.So
ist Internationalisierungweder unternehmerischer Selbstzweck noch standort
bedingter Exodus.Internationalisierung ist festes Datum im Aktionsrahmen je
des Unternehmens.
BeiDaimlerChrysleristdiesfesterBestandteilunsererUnternehmensstrategie.
In den letzten fünf Jahren haben wir das Unternehmen zu einem der weltweit
führendenAutomobilunternehmenentwickelt.Durch dieZusammenführungvon
Daimler-Benzund Chryslerzu DaimlerChryslerhabenwir diesen Prozess maß
geblichgestaltet.DurchunsereAllianzmit derMitsubishiMotorsCorporationund
unsere Beteiligung an der Hyundai Motor Company haben wir diesen Prozess
konsequentfortgesetzt.
Die wichtigsten Gründe dafür sind klar.Wir suchen die Kundennähe im je
weiligen Markt und lösen Kundenproblemedort,wosieentstehen.Mitder inter
nationalen Erschließung und Sicherung von Marktanteilen können wir als glo
baltätiges UnternehmenHandelsbarrierenüberwinden und Local-Content-Por
derungen erfüllen.Natürlich nutzen wir dabei auch komparative Kostenvorteile
und vermindern unsereWechselkursrisiken.
Eine bewusste Internationalisierungdrückt sich durch das Zusammenwach
senvonProduktmärktenund Unternehmensverflechtungenaus.Angefangen ha
ben wir in Form von GlobalSourcing, Direktinvestitionenund strategischenAl
lianzen. Wenn es uns gelingt, unser Denken in gleicher Form zu internationali
sieren, dannbin ich zuversichtlich für den StandortDeutschlandund unsereer
folgreiche Stellung imglobalenWettbewerb.
VI J.E.Schrempp
SchonMichaelJ.Porterschrieb:"Companies,not nations,are inthe forefront
ofinternationalcompetition."Den Unternehmenkommtsomitgesellschaftspo
litische Bedeutung in der weltweiten Zusammenarbeit zu, da der Staat seine
standortgebundeneGrenzziehungunddienationalenordnungspolitischenRah
menbedingungen nicht verlassen kann. Nicht zuletzt garantieren uns die inter
nationalen Verflechtungen auch sicherheitspolitische Stabilität als Basis von
Wachstum und Wohlstand.
InternationalisierungbeschränktsichnichtaufdieSuchenachMarktchancenim
Ausland.Siedientdamitzugleichingroßem MaßederArbeitsplatzsicherungimIn
land.
DieWettbewerbsfähigkeit des Stammunternehmens wird durch zusätzliche
Zulieferumfängeverbessert,und eigene Produktionim Ausland kann in den in
ländischen Produktionsverbund integriertwerden. Damit ist der Schluss unzu
lässig, dass durch InternationalisierungArbeitsplätze in Deutschland entfallen.
Vielmehr können nur internationalwettbewerbsfähige Unternehmen zukunfts
sichereArbeitsplätze anbieten.
FürmichistInternationalisierungallerdingsimmeraucheinwesentlichesMit
telfür die Unternehmenswertsteigerung.Diedazu notwendige,erfolgsorientier
teVernetzungvon Kunde,MitarbeiterundAktionärerhältdieerforderlicheglo
bale Gültigkeit.
Um Internationalisierung zu einem erfolgreichen Instrument der Ziel
erreichungwerdenzulassen,müssenwir inbesonderemMaßediementalenVor
aussetzungenfür internationalesArbeitenschaffen.WährendProduktionsfakto
ren wie Kapital,Know-how und Information durch moderne Kommunikations
technikmittlerweilezeitgleich überallaufder Weltverfügbarsind,gibt esoffen
barnoch Defiziteim interkulturellen Lernen undVerstehen.Wirsollten deshalb
die Internationalisierung auch als eine Chance der Selbsthilfe zur kulturellen
Umgestaltungdes Unternehmens nutzen.
Damit istInternationalisierungnicht mit isoliertenEinzelvorhabengleichzu
setzen.Hier istder kollektiveWillezurgrenzüberschreitendenÖffnungentschei
dend,nicht die Methodik.Wirsolltenverstehenlernen,unsere Orientierung an
Landes- und Unternehmensgrenzen einzutauschen gegen die Arbeit in interna
tionalbesetztenProjektgruppenundNetzwerken.
Internationalisierter Geist schafft Beziehungen. Wenn wir uns die Ideen der
Weltzu eigen machen,könnenwir gezieltlernen undverstehen,wieunsere Mit
bewerberihre Wettbewerbspositionengestalten.
Internationalisierungfängt zuHause an.DieAnerkennungder Gleichwertig
keit kultureller Unterschiede ist für mich gleichbedeutendmit dem Verständnis
der Subjektivitätund Relativität eigenerStandpunkte,der Voraussetzungfür er
folgreiches globales Arbeiten.
Ichlade Sieein,dieFarbigkeitundVielfältigkeitvonInternationalisierungzu
erleben.WennSiediesesBuchzur Handnehmen,dasinzwischen,verdienterwei
se,eine zweiteAuflageerfahren hat, erforschen Siedie Pluralität und gewinnen
einen Eindruck des Facetten- und Gestaltungsreichtums von Internationalisie
rung.
Stuttgart,imJanuar 2001
Preface
1.ESchrempp
In today's world, any valid estimation of competitiveness must be measured
accordingto global criteria.In this respect, itisundeniablethat the keytobeing
abletoseizethe opportunitiespresentedbythe future comes down to one word:
internationalization.Indeed, the question of whether German companies must
internationalize no longer needs to be seriously posed. All the more strange,
therefore, that certain seetions of the public criticize the moves towards inter
nationalization on the part of German companies.Suchcompanies are not only
responsibleforthe state ofthelabormarketathorne - sothe argumenthurriedly
conc1udes - but must also take the blame for the bad economic, social, and
ecologicaldecisions taken inthecountrieswheretheyareinvesting.Neverthe1ess,
thefactremainsthat whoeverwants tocompete ontheglobalstagecan nolonger
afford to concentrate companypolicy exc1usive1yupon the domestic market. In
fact,this isalsoincreasinglythecaseformedium-sizedand small companiestoo.
Long gone are the days when a company might have reasonably ignored the
competitionoffered on the horne marketbyup-and-comingregions,or turneda
blindeyetothe chancesopeningupinthe prosperingmarketsaroundthe world.
In this light, internationalization isneithersomethingwhichacompanydoes as
ameans to an end,nor an exodus enfordesbythe prevalentconditionsoperative
in one particularlocation.
Instead,internationalizationmust beseen asakeyfacetwithinanycorporate
strategy.Themost importantreasonsforthis are evident. Notonlydowewant to
bedosetothecustomerineachrespective market,but italsomakessensetosolve
customerproblems at the place where these arise.
Over the last fiveyears, we have completely restructured and refocused the
DaimlerChryslerGroup.Throughthe mergerbetweenDaimler-Benzand Chrys
ler,DaimlerChrysler led this process. Through our teaming up with Mitsubishi
Motors Corporations and our taking shares in Hyundai Motor Company we
accamplished alogically consistentdevelopmentofsuch process.
Moreover,aswedevelop and securecertainsectors ofthe marketonan inter
nationallevel,wemoveinto the position- asaglobally - operativecompany- of
beingabletoovercome tradebarriersand fulfillthe kindoflocaldemandswhich
our customers make in specific markets. Last but not least, wealso profit from
comparativecost advantages and reduce exchange rate risks.
Anymeasuredand deliberateinternationalizationstrategyischaracterizedby
two factors: bringing together individual product markets and integrating
activities on the corporate level. For us, the road towards internationalization
VIII J. E.Schrempp
began with global sourcing,directinvestment,and strategie alliances.And ifwe
cansucceedininternationalizingcorporatementalityalongthesamelines,Ihave
everyconfidence inbothGermany asan economic locality forour company,and
our ability tocompete on the global stage.
It was Michael J. Porter who wrote that "Companies, not nations,are in the
forefront ofinternationalcompetition." Andinthis respect,companiestakeona
socio-politicalsignificance onthelevelofglobalcooperationthat isdeniedtothe
state, which remains bound to sovereign territory and the exercise of political
power within national borders.Ofno little importance,too,isthe wayin whieh
internationalintegrationonthe companylevelalsoguaranteesusglobalstability
asthenecessarybasisofthrowthand prosperity.Internationalizationistherefore
not merelyrestrietedtothe search formarketopportunitiesabroad; itisalsotoa
large extent that whichserves to safeguardjobs at horne.
In fact,the competitiveness ofthe parentcompanyisincreasedbyimproved
opportunitieswith regard tosupply,plusproductionabroadcanbeintegratedin
the domestic production complex.In this respect, it is wrong to saythat inter
nationalization creates job lossesin Germany.Indeed, the opposite istrue:only
internationallycompetitivecompaniescanofferjobsecurityforthe future.
In myopinion,internationalization isalso an essential means for increasing
companyvalue.Foritneccesarilyrequirestheconstructionofasuccessfulnetwork
of customer, employee and shareholder,without which the company could not
attainaglobal renown.
For internationalization to be able to take its place as part of a successful
corporatestrategy,itisespeciallyimportanttocreatethe right mental conditions
to function on the international stage.Although factors relevant to production,
such as capital, know how, and information, are now - thanks to modern
communications technology- availablesimultaneously anywhere in the world,
therestillremain deficitsintheareasofinterculturallearningand understanding.
Weought thereforetoseizethe opportunitypresentedbyinternationlizationasa
chance to undertakeculturalengineeringofcorporatelife.
Butthis does not mean that the movement towards internationalization isto
be equated with individual and piecemeal actions.More important than the
method with which this movement is accomplished is a collectivewill towards
global openess. Weshould reorient ourselves awayfrom nationaland corporate
boundaries,and learn how to function within internationalproject groups and
networks.
The spritit ofinternationalization creates bonds.And when wefinally make
the ideas of the world our own, we can learn and understand how our fellow
competitors shape theircompetitivestrategies.
Internationalization begins at horne. The recognition that no one cultural
positionhassuperiorvaluetoanothermeans nothingelsebut theability tound
erstandthat one'sown position issubjective and relative.And itispreciselythis
whieh isthe conditionofbeing abletofunction successfullyon the globalstage.
Preface IX
Inconclusion,Iwouldliketotakethisopportunitytoinviteyoutosamplesome
ofthe colourandvariety- inthis well-deservedsecondedition- thatgoto make
upthespiritofinternationalization.Totakeupthisbookistodiscoverthe richness
andinventivenesswithwhich the spiritofinternationalizationiscurrentlybeing
shaped in allits facets.
Stuttgart,[anuary2001
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort
(J.E. Schrempp) V
Preface
(J.E. Schrempp) VII
TeilI Ausgangspunkteder Internationalisierung
Internationalisierungals Herausforderungfür die Unternehmensführung:
EineEinführung (u. Krystek,E.Zur) .................................. 3
Chancenund Risiken der Internationalisierungaus Sicht
desStandortes Deutschland (R.Berger) 21
Kleineund mittlere Unternehmen im Prozess
der Internationalisierung (H.Eden)................................... 35
Analyseder Auslands(markt)fähigkeitim Rahmen
der Informationswirtschaftvon Unternehmen (E.G.WalIdorf) 81
Globalisierungder Wertschöpfung (M.Mirow) 107
Globalisierung:Wirtschaft und Recht (VII: F. Ebke)...................... 125
TeHII Internationalisierungsstrategien undCross-Border-Kooperationen
Stand und Entwicklungstendenzenvon Cross-Border-Akquisitionen
(G. Miiller-Stewens,S.Willeitner,M.Schäfer)........................... 141
Unternehmensbewertungim Rahmen vonCross-Border-Akquisitionen
(Ch. Schind/er) 171
Auswirkungender Globalisierungauf das strategischeManagement
(U. Steger, Ch.Kummer) 183
StrategischeAllianzen alsAlternativezuAkquisitionen?
(U. Krystek,E.Zur).................................................. 203
TheGenetic Code ofGlobalOrganization:The Boston ConsultingGroup
(X.Mosquet) 223
Teil111 Human Resourcesininternationalen Unternehmungen
InternationalisierungalsGegenstandder Aus-undWeiterbildung
an deutschen Hochschulen (K. vonTrotha) 231