Table Of ContentSpringer Reference Sozialwissenschaften
Stephan Moebius
Andrea Ploder Hrsg.
Handbuch Geschichte
der deutschsprachigen
Soziologie
Band 2: Forschungsdesign,
Theorien und Methoden
Springer Reference Sozialwissenschaften
Springer Reference Sozialwissenschaften bietet fachspezifisch und transdisziplinär
Fachwissen in aktueller, kompakter und verständlicher Form. Thematisch umfasst
die Reihe die Fachbereiche der Soziologie, Politikwissenschaft, Medien- und
KommunikationswissenschaftsowiederPädagogik.
Die Handbücher dieser Reihe repräsentieren den jeweils aktuellen Stand des
WissensimFach.ReviewprozessesicherndieQualität durchdieaktiveMitwirkung
vonnamhaftenHerausgeberInnenundhervorragenden AutorInnen.
DerVorteildieserneuenHandbücherliegtinseiner dynamischenKomponente:Die
Beiträgeerscheinennochvordergedruckten Fassung(OnlineFirst)undsindbereits
vonBeginnanzitierfähig.Zudem werdendieseBeiträgeaktualisiertundgebenso
denaktuellenStandder Forschungwieder.
SpringerReferenceSozialwissenschaftenwächstkontinuierlichumneueKapitelund
Themen.
•
Stephan Moebius Andrea Ploder
Herausgeber
Handbuch Geschichte der
deutschsprachigen
Soziologie
Band 2: Forschungsdesign, Theorien
und Methoden
mit22Abbildungenund12Tabellen
Herausgeber
StephanMoebius AndreaPloder
Karl-Franzens-UniversitätGraz UniversitätSiegen
Graz,Österreich Siegen,Deutschland
ISBN978-3-658-07607-8 ISBN978-3-658-07608-5(eBook)
ISBN978-3-658-07651-1(Bundle)
DOI10.1007/978-3-658-07608-5
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Vorwort
Der vorliegende zweite Band des Handbuchs Geschichte der deutschsprachigen
SoziologieverstehtsichalsArbeitsbuchundWerkzeugkastenfürsoziologiehistori-
sche Forschung. Das ‚Was‘ der Soziologiegeschichte ist eng mit seinem ‚Wie‘
verbunden, und jeder neue methodische oder theoretische Blickwinkel führt uns
neueAspekteunseresGegenstandsvorAugen.DeshalbenthältdieserBandAnge-
boteundAnregungendazu,dietheoretischeVerortungunddasmethodischeVorge-
hen in soziologiehistorischen Projekten zu schärfen und dadurch auch Aspekte der
Geschichtesichtbarzumachen,diebisherzuwenigBeachtungerfahrenhaben.
Den Auftakt in der Rubrik ‚Forschungsdesign‘ macht ein Beitrag von Stephan
Moebius,derverschiedenesoziologiehistorischeForschungsdesignsundMethodo-
logien diskutiert und zusammenführt. Auf Basis einer Auseinandersetzung mit
ZugängenausderIdeengeschichteundinKombinationmitdemmethodologischen
Zugang von Lothar Peter entwickelt er einen eigenständigen, umfassenden metho-
dologischenRahmenfürsoziologiehistorischeForschung,derzukünftigensoziolo-
giehistorischenProjektenalsReferenzrahmendienenkann.
ImAnschlusswerdenunterderÜberschrift‚AnalytischeKonzepteundTheorien‘
verschiedene Zugänge vorgestellt, die dabei helfen können, den Blick in die Fach-
geschichte zu fokussieren aber auch auszuweiten. Christian Dayé vergleicht ver-
schiedeneKonzeptualisierungendeswissenschaftlichenKollektivs–vomDenkkol-
lektivüberdieSchulebishinzurWissenskultur.AngelikaPoferlundReinerKeller
diskutieren das Potenzial des Konzepts der Wissenskulturen für die Soziologiege-
schichte,BiancaPrietlundArminZieglerdieMachtakademischerGrenzziehungs-
prozesse.TiloGrenzkonzentriertsichaufdenBegriffderSpurundfragt,inwelchen
Fällen Prozessanalysen bei der Erschließung der Fachgeschichte helfen können.
SusanneKinkschließlichweistaufeinegroßeperspektivischeLückeinderSozio-
logiegeschichte hin, die hoffentlich in den nächsten Jahren geschlossen werden
kann:Siefragt,wiesichdieSoziologiegeschichteverändernkannbzw.muss,wenn
Queer- und Gender-Perspektiven Berücksichtigung finden bzw. sogar zum Aus-
gangspunktfachhistorischerProjektegemacht werden. EinBeitragzupostkolonia-
len Perspektiven auf die Soziologiegeschichte ist in Planung und kann hoffentlich
baldnachgereichtwerden.
In der Soziologiegeschichte kommt eine Vielzahl an Datensorten zur Anwen-
dung,diejeweilsunterschiedlichePotenzialeaberauchFallstrickemitsichbringen.
v
vi Vorwort
InderRubrik‚Datensorten‘werdeneinigevonihnenvorgestelltunddiskutiert,für
welcheForschungsfragensiegutgeeignetsindundworaufbeiihrerVerwendungzu
achten ist. Jennifer Platt, Fabian Link, Dirk Braunstein, Nicole Holzhauser und
Julian Hamann diskutieren (Auto)Biographien, Korrespondenzen, Lehrveranstal-
tungsprotokolle, Personalenzyklopädien, Textdatenbanken, Nachrufe und Beru-
fungsakten und machen dabei deutlich, dass jede Quelle eine eigene Perspektive
aufdieGeschichteerschließt undzumAusgangspunkteiner spannendenundanre-
genden Forschungsperspektive werden kann. Die hier vorgestellten Datensorten
decken nur einen kleinen Ausschnitt aus jenem Spektrum ab, das wir in Archiven,
NachlässenundPublikationenvorfinden–auchhiergibtesalsonochvielzutun.
IndernächstenRubrikwerdenverschiedenemethodischeZugängezurSoziolo-
giegeschichtediskutiert.MethodenliegenquerzudenbishervorgestelltenPerspek-
tivierungen, sie sind häufig mit einer bestimmten analytischen Perspektive ver-
knüpft oder verwandt, und harmonieren oft besonders gut mit einer bestimmten
Datensorte. Viele der hier vorgestellten Ansätze wurden inanderen Forschungsfel-
dernentwickelt,dieBeiträgediskutieren,wasbeieinerÜbertragungaufdieSozio-
logiegeschichtebesonderszubeachtenist.ElihuGersondiskutiertdasPotenzialder
Grounded Theory Methodology für die Soziologiegeschichte, Matthias Bixler das
derNetzwerkanalyse.MatthiasDullerundErwinStolzgebeneineEinführungindie
QualitativeComparativeAnalysis(kurzQCA)undWernerReichmanneinenÜber-
blicküberverschiedeneWegederquantifizierendenAnalysefürdieGeschichteder
Soziologie.
AmEndedesBandeswendenwirunseinemderHauptschauplätzederSoziolo-
giegeschichtsschreibungzu:demArchiv.DenAnfangmachteinTextvonChristian
Fleck, der einige grundsätzliche Überlegungen zu Arbeit in und mit Archiven
anstellt. Danach werden verschiedene Archive vorgestellt, in denen wertvolles
MaterialzurGeschichtederdeutschsprachigenSoziologiezufindenist.
Dergesamte zweite Band versteht sich als ‚work in progress‘. Die hier versam-
melten Überlegungen zur Theorien, Methoden, Datensorten und Archiven sind ein
erster Schritt in eine Richtung, in der es noch viel zu entdecken und zu erarbeiten
gibt. Der Band stellt insofern auch eine Einladung dar, weitere Zugänge zu entwi-
ckelnbzw.bestehendeZugängefürdieSoziologiegeschichteanwendbarzumachen.
Zu einigen Themen und Archiven konnten wir bisher keine AutorInnen finden,
einige Texte konnten für diese Ausgabe nicht rechtzeitig fertiggestellt werden.
Vorschläge für weitere Texte und Themen nehmen wir deshalb jederzeit dankbar
entgegen.
AndreaPloder
Inhaltsverzeichnis
TeilI Forschungsdesign ................................... 1
MethodologiesoziologischerIdeengeschichte ..................... 3
StephanMoebius
TeilII AnalytischeKonzepteundTheorien .................... 61
SoziologischeKonzeptualisierungenvonwissenschaftlichen
KollektivenundihrEinsatzinderSoziologiegeschichte ............ 63
ChristianDayé
WissenskulturenundSoziologiegeschichte ....................... 81
AngelikaPoferlundReinerKeller
MachtvolleGrenzenalskonstitutiveMomentedesSozialen ......... 99
BiancaPrietlundArminZiegler
SpurenderSoziologiegeschichte ............................... 115
TiloGrenz
Queer/GenderPerspektivenaufdieGeschichtederSoziologie ....... 131
SusanneKink
TeilIII Datensorten ...................................... 153
(Auto)biographiesasDatafortheHistoryofSociology ............. 155
JenniferPlatt
KorrespondenzenalsDatenderSoziologiegeschichte .............. 165
FabianLink
Lehrveranstaltungs-ProtokollealsDatenderSoziologiegeschichte .... 179
DirkBraunstein
Who’sWhoundanderePersonalenzyklopädienalsDatender
Soziologiegeschichte ........................................ 187
NicoleHolzhauser
vii
viii Inhaltsverzeichnis
QuantifizierendeAnalysevonelektronischenBücher-und
TextdatenbankenalsZugangzurSoziologiegeschichte ............. 209
NicoleHolzhauser
AkademischeNachrufealsDatensortefürdieGeschichteder
Soziologie ................................................ 231
JulianHamann
BerufungsaktenalsDatensortefürdieGeschichtederSoziologie ..... 243
JulianHamann
TeilIV Methoden ........................................ 257
GroundedTheoryMethodologyfortheHistoryofSociology ........ 259
ElihuM.Gerson
NetzwerkanalyseninderSoziologiegeschichte .................... 271
MatthiasBixler
QualitativeComparativeAnalysis(QCA)alsMethodeder
Soziologiegeschichtsschreibung ............................... 285
MatthiasDullerundErwinStolz
QuantitativeZugängezurGeschichtederSoziologie ............... 311
WernerReichmann
TeilV Archive .......................................... 327
GrundlagenderArchivrechercheinderSoziologiegeschichte ........ 329
ChristianFleck
SozialwissenschaftlichesArchivKonstanz ....................... 351
JochenDreher
ArchivfürdieGeschichtederSoziologieinÖsterreich,Graz ........ 363
ReinhardMüller
GeschichtederdeutschsprachigenSoziologieindenSchweizer
Archiven ................................................. 367
ThomasS.EberleundNiklausReichle
PhonogrammarchivWien .................................... 385
ChristianeFennesz-JuhaszundGerdaLechleitner
DerNachlassvonFerdinandTönniesinderSchleswig-Holsteinischen
LandesbibliothekinKiel ..................................... 389
AlexanderWierzock
Theodor-Geiger-Archiv,Braunschweig ......................... 393
NicoleHolzhauser
Inhaltsverzeichnis ix
DasArchivdesInstitutsfürSozialforschung(IfS),Frankfurt
amMain ................................................. 397
ChristaSonnenfeld
Archivzentrum,FrankfurtamMain ........................... 401
DirkBraunstein
Adorno-Archiv,FrankfurtamMain ........................... 405
ChristophGöddeundHenriLonitz
Tenbruck-Archiv,Trier ...................................... 407
ClemensAlbrecht
GermanSpeakingSociologyintheChicagoArchives .............. 409
DanielR.Huebner