Table Of ContentHandbuch des Tierrechtsaktivismus
Wie maximieren wir unseren positiven Einfluss auf die heutige Welt?
Matt Ball und Bruce Friedrich
mit einem Vorwort von Ingrid Newkirk
Danksagungen
Viele Leute begleiteten dieses Projekt.
Besonders danken möchten wir: Eileen Botti, Jon Camp,
Steve Kaufman, Gaverick Matheny, Ingrid Newkirk,
Lauren Panos und Debra Probert für deren Bearbeitungen
und Kommentare zum Manuskript.
Peter Singer, dessen Arbeiten eine nicht versiegende Quelle
der Inspiration und Information sind.
Und Martin Rowe dafür, dass er das Potential in diesem
Buch sah, und über ein Jahr aufs erste Manuskript wartete,
und ausführliche und nützliche Vorschläge zur
Verbesserung desselben lieferte. Falls er soviel Zeit auf alle
Bücher verwendet, die er rausbringt, braucht er neun
Leben.
Bruce möchte auch seiner Frau danken, Alka Chandna, die
nie müde wurde, verständig und prägend die Themen
dieses Buches zu diskutieren, und Gracie, die perfekteste
Katze der Welt, und eine ausgezeichnete Erinnerung, dass
andere Tiere selber interessante Individuuen sind.
Er möchte auch allen bei PETA danken (der beste
"Arbeits"-Platz der Welt), deren Kompetenz und Eifer ihm
halfen, Inspiration und Verstand zu bewahren. Matt möchte
Jack Norris danken, ohne den Matt nie der Aktivist und die
Person geworden wäre, die er heute ist; und, wie immer,
tiefte Dankbarkeit und Liebe an Anne und Ellen Green.
Dieses Buch begann als Sammlung von Texten Bruces und
Matts. In aufwändiger Arbeit fügten Anne Green und
Martin Ball diese Stücke zu einem Ganzen, von dem wir
hoffen, dass es kohärent sei. Für Referenzen, Links und
weiterführende Informationen besuchen Sie bitte
animaladvocacybook.com.
Inhalt
DANKSAGUNGEN
VORWORT: Ingrid Newkirk
VORWORT: Bruce
VORWORT: Matt
EINFÜHRUNG: Erfüllung durch Sinn im Leben
KAPITEL 1: eine sinnvolle Aktionsform wählen
KAPITEL 2: effizientes Engagement
KAPITEL 3: sich effizient einsetzen für die Tiere
KAPITEL 4: Unsere Lieblingsideen zum Weltbewegen
KAPITEL 5: Ist die Befreiung der Tiere möglich?
ANHANG 1: Materialien
ANHANG 2: artgerechtes Fleisch?
ANHANG 3: Eine Theorie der Ethik
Referenzen auf Bücher
Biografien
Vorwort
Ingrid Newkirk
Falls Du dieses Buch ausgewählt hast, bist Du auf dem
richtigen Weg. Es kann nur bedeuten, dass es Dir wichtig
ist, ein sinnerfülltes Leben zu leben, und was kann das
toppen? Nichts!
Das Seltsame ist, dass sich so viele Menschen der
Möglichkeiten bewusst sind, die sie haben.
die "go for its", die dir hier vor den Händen herabhängen.
Sie begreifen nie, wie einfach es ist, grosse Erlebnisse zu
haben, auf die man zufrieden zurueckschauen kann.
Stattdessen ziehen ihre Leben vor ihnen vorbei, gefüllt mit
nichtigen Tätigkeiten und Zeit, die sie für Müll ohne Zweck
verschwenden. Diese Leute könnten erst aufwachen und
den Fakt sehen, dass sie ihre Jahre verlümmelten, wenn
keine mehr da sind. Die Aufmunterung "Besser spät als
nie" passt dann auch nicht mehr, sie sind raus. Die
Gelegenheiten sind vertan. Keine zweite Change.
Der chinessiche Philosoph Lin Yutan beschrieb Weisheit
als "Realität plus Idealismus plus Humor." dies wiederum
beschreibt die Autoren dieses Buchs, Bruce Friedrich und
Matt Ball. Deren Vorstellung von Hölle wäre es, eine
dieser "I robot"- oder "Life of Brian"-Existenzen zu führen,
alles zu kaufen, was die Werber anpreisen, und tun, denken
und sagen, was Eltern oder Freunde tun, denken und sagen.
Matt und Bruce haben sich mit Bedacht ihre eigenen Leben
zurechtgelegt.
Die Autoren sind echte Motivatoren, Aufrüttler und
Anpacker (um einen Zeichentrickfilm zu paraphrasieren,
den ich kürzlich sah: Die beiden würden sich nie von so
einer Kleinigkeit wie dem Nicht-Finden ihrer Hosen ihre
Träume durchkreuzen lassen. Sie kapern jeden wachen
Moment und nutzen ihn für sich. Wenn denen jemand " get
a life" ins Gesicht schreien würde, könnten beide ehrlich
und ohne zögern oder flunkern entgegnen "Ich hab schon
eins".
Bruce und Matt haben beide ihr Quantum an Fehlern
gemacht auf dem Weg, indem sie zu diesen stehen,
ersparen sie Dir den Ärger, sie selbst zu begehen. Wobei es
zwar nicht viel zu verlieren gibt beim Fehlermachen. Denn
wie George Bernard Shaw mal sagte:"Ein Leben lang
Fehler zu machen, ist nicht nur ehrenwerter, sondern auch
nützlicher als ein Leben lang nichts zu tun."
Eine ihrer vielen nützlichen Anregungen war es. zu lernen.
spielend leicht mit unzähligen Fremden in Kontakt zu
treten. Brce und Matt begannen so etwas wie eine
Revolution des 21. Jahrhunderts, indem sie die Kunst des
Flugblatt-Aktvismus wiederbelebten. Etwas, das den
Suffragetten sehr zum Vorteil gereichte, um das Wahlrecht
zu erlangen, Sklavereigegnern, um die
Menschenversklavung zu beenden, und fast jeder
Sozialbewegung seit der Horno Sapiens drucken lernte.
Das Flyern verdient einiges von der Anerkennung für die
positen Veränderungen auf der Welt bezüglich Bürger-,
Frauen-, Behinderten-, Homosexuellen- und Tierrechten. In
diesem Buch zeigen die Autoren genau auf, wie man es mit
Freude und Erfolg macht.
Als ich dieses Vorwort schrieb, hatte ich "One Can Make a
Difference" fertiggestellt, eine Essay-Sammlung
über Leute, die spannende und positive Dinge in ihren
Leben machten. Ob das jetzt weitherum Bekannte wie Paul
McCartney und Russell Simmons sind (vom Rap-Label
"Def Jam") oder komplett Unbekannte: jede Person, die ich
auswählte, entschied sich, ihre Stimme, ihr Talent, ihre
Werte, ihre Zeit, ihre Freiheit, ihre Interessen und ihr Herz
in den Dienst des guten Zwecks zu stellen.
Das Buch, das Du jetzt in den Händen hältst, liefert einen
praktischen Leitfaden, wie man selber so jemand werden
kann.
Falls Du es noch nicht gekauft hast, tu's. Falls Du es schon
hast, vergiss nicht, es weiterzugeben, wenn Du es
durchgelesen hast, sodass noch jemand anderer inspiriert
wird. Wie Goethe schrieb: "Meinst Du es ernst? Nutze den
Moment!"
VORWORT
Bruce
In den frühen 1980ern sah ich eine Reportage im
Fernsehen, die mein Leben veränderte: Videomaterial, das
unermesslichen Hunger und Not zeigte - die Lebensrealität
eines grossen Teils der Weltbevölkerung.
Weil die Bilder kleiner Kinder mit geblähten Körpern mich
verfolgten, besuchte ich den Konfirmandenunterricht der
"Evangelical Lutheran Church of America" (ELCA).
Meine Klasse spielte, zusammen mit Menschen
verschiedenster Religion und Herkunft, einen Sketch auf,
worin darüber diskutiert wurde, wie man sein Leben lebte.
Die Aussage dieser Aufführung war, dass die Erlösung
mehr vom Lebenswandel abhängt, und weniger vom
Glauben.
Es wird oft gesagt, unser Mitgefühl gelte vorrangig der
Familie, dann der Gemeinde, dann der Nation, und sobald
wir bei der ganzen Weltgemeinschaft angelangt sind, wäre
es viel schwierigier fuer uns, Empathie aufzubringen.
Mein Pastor hingegen wies darauf hin, dass Jesus' einzige
Kommentare über die Erlösung in Matthaeus 25
vorkommen, und dass Jesus die Erlösung als eine
Eigenschaft darstellt, unsere Leben auch für jene zu leben,
die am weisten von unserer Familie entfernt sind - die, für
welche unsere Empathie am wenigsten entwickelt ist.
Zu Jesus' Zeit (vor den Jumbojets und dem Konzept der
Weltgemeinschaft) bedeutete dies: Der Durchreisende, der
Hungrige, der Obdachlose, der Kranke und der Gefangene -
im Grunde die, die am wenigsten Teil unserer Familie sind,
die, welche die Gesellschaft als Aussenseiter betrachtet.
Mit dieser Heilsvorstellungs konfrontiert, begann ich über
der Frage zu grübeln: "Wenn ich in der Dritten Welt leben
würde, hungernd und ohne Zugang zu sauberem Wasser,
grundlegender Gesundheitsversorgung und auch sonst nicht
viel - wie würde ich dann wollen, dass jemand in der Ersten
Welt sich verhalten sollte?"
Meine Geschichtslehrerin aus der zehnten Klasse, Dr.
Barbara Schindler, stellte sich ebenfalls diese Frage. Sie
sprach darüber, wie Regierungen sich um die Probleme
inländischen und internationalen Leidens und um Mangel
kümmern. Falls Menschen hungern oder dürsten oder
medizinische Versorgung benoetigen, sollte es dann nicht
die erste Prioritaet der Regierung einer judaeochristlichen
Nation sein, die Goldene Regel auf makroökonomische Art
zu berücksichtigen?: Menschen ernähren, mit Frischwasser
versorgen und die Kranken behandeln.
Als ich die Highschool 1987 verliess, entschied ich mich
dafür, aufs Grinnell College zu gehen, ein kleines
geisteswissenschaftliches College im Herzen der
Maisfelder Iowas. Am Grinnell kommen Erstjahrstudenten
eine Woche vor Beginn der Kurse, um herauszufinden, wo
was ist, und um die Gruppen kennenzulernen, denen sie