Table Of ContentRehabilitation und Prävention 16
Springer
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Susanne Klein -Vogelbach
Gangschulung
zur Funktionellen
Bewegungslehre
Mit 115 Abbildungen in 284 Einzeldarstellungen
Springer
Dr. med. h.c. Susanne Klein-Vogelbach
Felixhäglistraße 12
CH-4103 Bottmingen
ISBN 978-3-540-11436-9 ISBN 978-3-642-50985-8 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-642-50985-8
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Klein-Vogelbach, Susanne:
Gangschulung zur funktionellen Bewegungslehre I Susanne Klein-Vogelbach. - Berlin; Heidelberg;
New York; Barcelona; Budapest; Hong Kong; London; Mailand; Paris; Tokyo: Springer, 1995
Rehabilitation und Prävention: 16
ISBN 978-3-540-11436-9
NE:GT
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Vorwort
Als 1976 das Buch "Funktionelle Bewegungslehre" als Band 1 in der
Reihe Rehabilitation und Prävention erschien, hatte ich mich außer
für die" Therapeutischen Übungen" und die "Ballgymnastik" bereits
für ein weiteres Buch über "Gangschulung" verpflichtet. Dieses 4.
Buch war eine Wunschvorstellung. Als ich mich ans Werk machte,
realisierte ich, daß ich mich in einer großen Grauzone befand. Ich
wußte eigentlich nur eines: mit Ganganalysen, wie sie in Ganglabors
mit immer größerer Perfektion gemacht werden, hatte mein Plan
nichts zu tun. Dazu fehlten mir Mittel und Fähigkeiten. Die Kennt
nisse dieser wissenschaftlichen Studien sind sehr wertvoll, aber ich
wollte ja durch Beobachtung und ohne technische Hilfsmittel Wege
zur Schulung des Gehens finden. Mit anderen Worten, ich wollte
Patienten mit Gangstörungen wieder zum normalen Gehen bringen.
Mein Leitbild ist das der Funktionellen Bewegungslehre, nämlich
das normale Bewegungsverhalten eines gesunden Menschen. Dabei
o.
war für mich eine Abbildung aus dem Buch von W. Braune und
Fischer "Der Gang des Menschen" (1884-1904) (s. S. 115) eine Of
fenbarung. Meine Bewunderung für diese Forscher ist grenzenlos.
Ohne die heutigen technischen Möglichkeiten in den Ganglabors
haben sie Wesentliches über den menschlichen Gang herausgefun
den, das bis heute allen neuen Erkenntnissen zugrundeliegt. Der
Springer-Verlag, in der Person meines damaligen Betreuers Bernhard
Lewerich, hatte sehr viel Geduld mit mir. Grauzonen seien nicht
erschreckend, es sei ganz gut, wenn ein Autor merkt, daß er noch
nichts Rechtes weiß. Als die Zeit sich hinzog und ich mich für einen
Termin entscheiden sollte, versprach ich, im "Goethejahr" (150. To
destag 1982) das Manuskript meiner Gangschulung abzuliefern. Daß
es noch 13 weitere Jahre gebraucht hat, um meine Grauzonen auf
zulösen, birgt für mich den einzigen Trost, daß ,,13" meine liebste
Primzahl ist.
Ich kann mich nicht entschuldigen. Aber ich möchte meinen vielen
Helfern danken. Vom Springer Verlag hat mir Marga Botsch mit viel
Geduld geholfen, meine sprachlichen Darstellungen verständlich zu
machen. Im Endspurt half mir kompetent Frau Isolde Gundermann.
VI Vorwort
Im Lichten der Grauzonen waren es die Instruktoren der FBL,
die mir in unseren A jour-Seminaren mit Kritik und Diskussionen
viel Hilfestellung gegeben haben. Es sind aber auch die FBL-Thera
peuten und die Kursteilnehmer und Schüler, die mit Fragen über
Fragen geholfen haben, Unsicherheiten zu klären. Nicht vergessen
möchte ich auch die Patienten mit ihren immer neuen Problemen,
die man zu lösen versucht. Und last but not least meine Modelle,
die ich gar nicht alle aufzählen kann; um wenigstens einige zu nen
nen: Ulrike Leye-Rostin, Beatrice Lütolf-Keller, Vreni Lüscher und
die Fotografen Hans Pieler ("Stop Over", fabelhafter Bildband,
Stemmle 1992) und Dietmar Hund.
Bottmingen, August 1995 Susanne Klein -Vogelbach
Inhaltsverzeichnis
Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Die acht Beobachtungskriterien des normalen Gangs. . . 2
Erläuterungen zur Anwendung des Analysenkonzepts
Actio-ReactioIConditio-Limitatio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Die einzelnen Schritte des Analysenkonzepts . . . . . . . . .. 10
Beispiele: Formulierung von Actio, Reactio, Conditio,
Limitatio in Therapeutensprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 32
Das selektive Muskeltraining
in der Funktionellen Bewegungslehre . . . . . . . . . . . . . . . .. 62
1 Vorwärtstransport der Körperabschnitte Brustkorb
und Kopf bei horizontaler Rechtwinkelstellung
ihrer frontotransversalen Achsen
zur Fortbewegungsrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 69
1.1 "Der Start" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 72
1.2 "MA-DSCHA-GA-LA-BA" ............................ 79
1.3 "Reaktive Atmung" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 81
2 Gangtempo ......................................... 89
2.1 "Normales Gangtempo" .............................. 90
3 Spurbreite .......................................... 93
3.1 "Fechterstellung" ................................... 107
3.2 "Museumsstellung" ................................. 112
4 Schrittlänge ............. .' ......................... 117
4.1 "Siebenmeilenstiefel oder Sackhüpfen" ................ 124
5 Erhaltung der virtuellen Körperlängsachse
und ihre vertikale Ausdehnung ...................... 127
5.1 "Rübezahl" ........................................ 130
5.2 Der "Brückenbauch" ................................ l37
VIII Inhaltsverzeichnis
5.3 "Taille trimmen" ................................... 145
5.4 "Gleich schwer" .................................... 155
5.5 "Bückverhalten" .................................... 165
5.6 "Bück Dich optimal" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 173
5.7 Das "Stehauf-Männchen" ........................... 179
5.8 ,,Albatros" ......................................... 186
6 Erhaltung der virtuellen Bein- und Fuchsachsen
und die Einstellung der funktionellen Fußlängsachse
in die Fortbewegungsrichtung ....................... 195
6.1 Der "GewÖlbebauer" ................................ 200
6.2 "Plazieren" ........................................ 205
6.3 Widerlagernde Mobilisation der Gelenke
der unteren Extremität ............................. 208
6.4 Entlastende Manipulationen der Iliosakralgelenke ...... 232
6.5 Unbelastetes Quadrizepstraining ..................... 237
6.6 Vom "Scheibenwischer" zur "Patella mobile" .......... 239
6.7 Die "Fersenschaukel" ............................... 248
6.8 Das "Rosinchen" ................................... 257
6.9 Der "Flamingo" .................................... 267
6.10 Die "Sprungfeder" .................................. 270
6.11 Die "Kleine Spirale" ................................ 278
6.12 Die "Große Spirale" ................................ 282
6.13 "Federball" ........................................ 283
6.14 Der "Treppengeher" ................................ 296
7 Gehbewegungen der Körperabschnitte
Becken und Beine .................................. 311
7.1 "Manipulierte Schrittauslösung" ..................... 322
7.2 "Geisha-Gang" ..................................... 329
7.3 Der "Stock-Geher" ................................. 330
7.4 Der "Eckengeher" .................................. 338
7.5 Der "Eckensteher" .................................. 348
8 Gangtypische Bewegungen
des Körperabschnitts Arme als Reactio auf
die Gehbewegungen der Körperabschnitte
Beine und Becken .................................. 359
8.1 ,,Reaktive Armpendel" .............................. 369
8.2 "Twist" und "Zirkuspferdchen" ...................... 386
8.3 "Firlefanz" ........................................ 396
9 Beobachtung von Hinkmechanismen ................. 409
Inhaltsverzeichnis IX
10 Epilog ............................................. 421
11 Addendum ........................................ 425
12 Glossar ............................................ 427
13 Literatur .......................................... 437
Abkürzungen und Zeichen
APW Aktivierte passive Widerlagerung
ASTE Ausgangsstellung
AW Aktive Widerlagerung
BWS Brustwirbelsäule
DP Distanzpunkt
KDP kritischer Distanzpunkt
ESTE Endstellung
HWS Halswirbelsäule
KA Körperabschnitt
KLA Körperlängsachse
LWS Lendenwirbelsäule
OSG Oberes Sprunggelenk
PB Primärbewegung
TP Trochanterenpunkt am Femur
USG unteres Sprunggelenk
+ vermehrt; positiv
vermindert; negativ