Table Of ContentGERD WALTHER
FÜRTHER KINOS
IM 20. JAHRHUNDERT
Text und Fotoauswahl:
Gerd Walther
Bildbearbeitung, Satz und Layout:
Lothar Berthold
Druck:
Druckerei Rieß, Fürth
Mit freundlicher Unterstützung durch
Fa. Kleeblatt Wohnbau GmbH, Fürth
ISBN 3-927347-46-9
2
GERD WALTHER
FÜRTHER KINOS
IM ZWANZIGSTEN JAHRHUNDERT
Admiral
Alhambra
Babylon
Bambi
Camera
Carola-Theater
City-Kinocenter
Community Theatre
Filmschau
Fortuna- Lichtspiele
Fürth Opera House
Germania-Theater
Hansa-Filmtheater
Hard-Lichtspiele
Kammer- Lichtspiele
Kino im Krawattenhaus
Kristall-Palast
Kronprinz-Kinocenter
Luitpold- Lichtspiele
Mathildenkino
Non-Stop-Schau
Olympia- Lichtspiele
Park-Lichtspiele
Royal-Lichtspiele
Ufer-Palast
VHS-Filmstudio
Weißbräu-Lichtspiele
Weltspiegel
Zentral- Lichtspiele
Städtebilder fotoarchiv 8Z vertag
3
INHALT
Vorläufer und Anfänge
5
Die Zeit der Wanderkinos
7
Die Ladenkinos
11
Erste Lichtspieltheater
18
Kino im Ersten Weltkrieg
20
Rebellische Zeiten
21
Die Weimarer Republik
23
Tonfilm und Weltwirtschaftskrise
29
Kino im Nationalsozialismus
31
Auferstanden aus Ruinen
33
Der Kinoboom der 1950er Jahre
35
Das Kinosterben in den 1960er Jahren
50
Ein neuer Anfang
52
Fürther Kinos am Beginn des 21. Jahrhunderts
59
Anhang: Quellen, Literatur, Zeittafel
61
Vorwort des Autors
Im Jahr 1986 erschien von mir in den „Fürther
Heimatblättern“, Heft Nr.1, der Aufsatz: „Die Fürther und
ihre Kinos. Ein Beitrag zur Geschichte des Kinos in Fürth.“
Auf diesem Artikel basiert letztlich auch dieses Buch.
Allerdings mussten damals aus Platzgründen viele Doku
mente und Fotos weggelassen werden, so dass schon
lange die Idee einer ausführlicheren und vor allem
umfangreicher dokumentierten Fürther Kinogeschichte
existierte. Zugleich sollten verschiedene Ergänzungen
vorgenommen und die Geschichte bis in die Gegenwart
fortgeschrieben werden.
Dank einer großzügigen Förderung durch die Firma Klee
blatt Wohnbau GmbH ist es nun möglich geworden,
dieses lange geplante Projekt zu verwirklichen. Dafür
mein herzlicher Dank. Ebenso herzlicher Dank an die
vielen Freunde der Fürther Kinogeschichte, die mich mit
vielen Tipps unterstützt haben.
Gerd Walther, Oktober 2001
4
Vorläufer und Anfänge majestätische Stadt Löwen in Brabant; Thann im Elsaß,
mit der berühmten Stiftskirche; Freiburg in der Schweiz;
die Haupt- und Residenzstadt München bei der Rückkehr
Natürlich hatte es - meist zur Kirchweihzeit - schon Vorläufer
Sr. Majestät des Königs Otto; auch griechische Kreis- und
der „bewegten Bilder“ in Fürth gegeben. Bänkelsänger
Hauptstädte. Der Kreis Peloponesus, wo Apostel Paulus
etwa, die, auf einer namengebenden Bank stehend, zu
gelehrt hat und an die Corinther geschrieben; Nauplia mit
Bildergeschichten ihre Moritaten zum Besten gaben. Doch
der ganzen griechischen Flotte u.s.w.
so ganz leicht hatten diese es auch nicht, waren doch
Das Panorama ist nächsten Sonntag zum erstenmal zu
„Mordsgeschichten“ und solche, die das sittliche Empfin
sehen, der Schauplatz ist auf dem Königsplatz nächst dem
den der Zuhörer und wohl vor allem der Obrigkeit ver
Brunnen, und der Eintrittspreis die Person 6 kr, Kinder 3
letzten, verboten. Doch die Zahl der Verbote lässt auch
kr
vermuten, dass man sich wohl nicht so recht an diese Ver
Unter der Versicherung, daß Niemand die Bude unbefrie
bote gehalten hat.
digt verlassen wird, bittet um zahlreichen Zuspruch
C. Döringer
Mechanikus aus Hamburg“
Beliebt wurden dann im Laufe der Zeit die sogenannten
Stereoskope, etwa das 1838 von Charles Wheatstone
erfundene Gerät, bei dem zwei gegenüberliegende
Halbbildzeichnungen mit Hilfe zweier Spiegel beim
Betrachter eine Tiefenwirkung erzeugen. Anfang Oktober
1868 stellte das Fürther Tagblatt eine entsprechende
Kirchweihbude so vor:
„Nun wollen wir noch Herrn Wieland’s Panorama
aufsuchen. Kommen wir die Friedrichstraße herab,
so stoßen wir zunächst auf eine vereinzelt stehende
Bretterbude. In derselben werden „die größten Ereignisse
der Neuzeit dem Auge durch die rühmlichst bekannten
Charles’schen Stereoskopen vorgeführt. Die Geheimnisse
von London, Paris und Berlin, auch architektonische,
artistische und plastische Darstellungen, akademische
Gruppen und noch manches Andere ist allhier zu sehen“,
so besagt der große Anschlagzettel.“
Die Fotografie eröffnete den Panoramen neue
Perspektiven, vor allem, als man entdeckte, dass eine leicht
verschobene zweimalige Abbildung derselben Ansicht mit
einem entsprechenden Sichtgerät mit zwei getrennten
Gucklöchern einen räumlichen Einblick vermittelte.
Diese Art von Panoramen wurden bald so beliebt, dass sie
Abb.1: Bänkelsänger
auch außerhalb der Kirchweihzeit ein zahlreiches Publikum
fanden. Somit rentierte sich die Einrichtung fester Lokale
Eine andere Attraktion, die vor allem im 19.Jahrhundert
für diese Panoramen. In vielen Städten fassten die Kaiser-
große Beliebtheit errang, waren die sogenannten Pan
Panoramen Fuß, so auch in Fürth in der Gustavstraße
oramen. Zunächst haben wir es mit Rundbildern zu tun,
2. Gezeigt wurden Bilderfolgen über Städte und Länder,
von deren Mitte die Zuschauer standen. Die Darstellung
mit denen die Panoramen wichtige Impulse für einen
berühmter Städte, aber auch von Schlachten, waren
allmählich aufkommenden Tourismus gaben. Schließlich
Gegenstand dieser zunächst gemalten Panoramen.
wollte man - sofern man es sich leisten konnte auch
einmal in echt sehen, was man von den Bilderfolgen her
Einen schönen Eindruck erhält man von einer Anzeige
kannte. Hinzu kamen Ereignisse, Geschichten, vor allem
im Fürther Intelligenzblatt aus dem Jahr 1838 zur Fürther
religiöse, Berichte von Unglücksfällen wie Erdbeben oder
Kirchweih:
Vulkanausbrüche oder Flottenmanöver.,
„Panorame.
Den hochgeehrten Bewohnern Fürths macht der Unter
Abb. 2: Anzeige Welt-Panorama
zeichnete bekannt, daß er mit obrigkeitlicher Bewilligung
während der Dauer der Kirchweihe sein in jeder Stadt mit
WcifJSanoiuma
großem Beifall aufgenommenes Panorama zu zeigen die
Ehre hat. Dasselbe bietet sehr schöne Kreis- und andere
Ansichten dar, namentlich: Jerusalem nach der Natur (Stellt alle kinamatographischen Oarstellangoa weit ia dea Sehattea).
Guatavetraeee 2, paia>t.
mit seiner ganzen Umgebung zur Zeit Christi; Rio Jan Ab mo^iTaueBeatellt.
eiro, die Haupt- und Residenzstadt Brasiliens; große III. Interessante Wiiiiilemiß am Miclieo Gardas.
Ansicht von Venedig; die Insel Malta bei Mondschein; die
5
Abb. 3 und 4:
Kaiser-Panorama (Fürther Zeitung 11.2.1913) „Die lebende Photographie, dargestellt durch den sog.
Kinematographen, eine der schönsten Erfindungen des
Kaiser-Panorama
Amerikaners Edison, wird während der heurigen Kirch
Guatavstrasse 2, pari. weihmesse am Königsplatz in einem eigens hierzu auf
Itut für ttwncbftnet nut für Crwacßfene! gestellten Bau von Herrn Schichtl, welcher durch seine
®ic1* ISoilic au4flcTtent: früheren bekanntlich guten Leistungen ein gutes Renom
SWeiftertnerte Ser Sil^nttcrfunft
mee genießt, vorgestellt werden. Da diesem Unterneh
men ebenfalls ein sehr guter Ruf zur Seite steht, ist zu
im SujmiutfHWitfeum ,jit gStiriö. erwarten, daß auch hier „Schichtig lebende Photogra
phien“ zahlreichen Besuch erhalten werden.“
Eintrittspreis pro Person 10 Ptg.
Mit diesen, etwas zurückhaltenden Sätzen kündigte am
Auch für die Werbung wurden solche Stereobilder 2. Oktober 1897 der „Fürther Central Anzeiger“ die wahr
verwendet, um die jeweiligen Firmen und ihre Produkte scheinlich erste Vorführung von Filmen in Fürth an, damals
vorzustellen, die Fürther Brauerei Humbser beispielsweise. noch „Lebende Photographien“ oder „Lebende Bilder“
Und die ‘galanten Darstellungen’ waren der Renner, genannt. Nach dem Beginn öffentlicher Filmvorführungen
allerdings wurden die nicht in den Kaiser-Panoramen im November und Dezember 1895 durch die Brüder Skla-
gezeigt. danowsky im Berliner „Wintergarten“ und in Paris durch
die Brüder Lumière hatte das neue Medium auch Fürth
Bis in den 1 .Weltkrieg hinein existierte in Fürth das Kaiser- erreicht. Vermutlich hat es sich um die früheste Vorführung
Panorama, da dominierten jedoch patriotische Darstellun „lebender Bilder“ in unserem Raum gehandelt haben.
gen von den Kriegsschauplätzen mitsamt den zerstörten Peter Lindner und Ernst Rierl jedenfalls zeigten erst 1898
Ortschaften, natürlich waren es die der Kriegsgegner. erstmals „bewegte Bilder“ auf dem Nürnberger Volksfest.
1900 war Lindner mit seinem Kinematographen erstmals
Doch 1897 war es dann soweit. Der Kinematograph, das auf der Bergkirchweih in Erlangen.
bewegte Bild, kam erstmals nach Fürth:
Abb. 5: Anzeige in der Fürther Zeitung vom 11.12.1914
Kaiser-Panorama
i’?.- ' ;r ■?'. Diese Woche ausgestellt i'
Zum großen Sieg des deutschen Kronprinzen:
Eongwy nach der Beschießung
eine Sour tmCuremlntrger
T’rogrrainm. :
¿Im große« 3efttaget, ^aupignartier. cíuifmBunj. ,ñ&ufct am Stetßentor.
,3Rit bet ciofiomotipe natß J^ongwp. ¿uiemOiirg. ©»ergabt uub JTorllaÖf ^faffenfaf.
<£«ngwi), ¿Inüttnft am gäafjnfjof.. ¿Uíemfiitrg. fünfer am ¿lC|efíefnift. . „.y
¿ongroi). SSirftnitg »om er/le« ¿rauatftinß.
=£««em»nrg. ^iabiifit, gprengttng von T>entr<6<-tt
eipugrat). ^erßörte gfaBrifi. SStidt jur ©Serffabf.
»etßittbett. ., ■
gerfW, gSanfcgeüänbe in bet %tue be SRek.
Ciittiti Stint------at.i-Hj.ti
6
. ♦ Nach obiger Feststellung fügte der Brandmeister in seinem
Bericht allerdings noch die Bemerkung hinzu, ob „ange
sichts des riesigen Zulaufs seitens der Kirchweihbesu
.-s V**<r */** cher“ die Platzmiete für die 12 x 8 m große Bude von 96
Mark nicht zu erhöhen sei. Schließlich erbrächten die Ein
•4 trittspreise von 50 Pf und 30 Pf bei 86 Plätzen und 5 „gut
V ‘
besuchten“. Vorstellungen pro Tag „sehr schöne Einnah
men“. Leilich habe sich für das nächste Jahr zur Zahlung
von 300 Mark bereit erklärt.
Silber ".5056« CftnfHerifdjeit SBerteS. ■/ — ■ IReidjljalHgeS 1900 musste Leilich für seinen inzwischen 16 x 7 m
Programm.; Slnfattg ber SorßeCungen i.bon'.Sna^miitag großen Kinematographen auf dem Königsplatz 500 Mark
berappen. Er erhielt für diesen Preis aber auch - dies
.3 llljT an ftünblidj bis abenbS 10 Uljr.’JX;
•7.
Eintrittspreise: 1. $Ia$ .60 iPt, 2/Sßlafe 40 $f., dürfte die Höhe des Platzgeldes nicht unwesentlich beein
flusst haben - zugesichert, daß kein Konkurrent zur Kirch
' ' 3. ^laö '20 $f. Slinber jaljicn auf
weih zugelassen werde. Die Einräumung eines Monopols
ütlen iPiäVen. bte
•*t *
blieb in den folgenden Jahren aufrechterhalten. 1902
•,«• *»• •-■ fcoäjadjiuitgSoon;
*’■ ■' •’*'■ hatte sich das Platzgeld für die Aufstellung eines 20,5 x
iB Joliänn: ScMcîitï
8 m großen Kinematographen auf dem Hallplatz schon
auf 1100 Mark erhöht. Damit bezahlte Leilich zusammen
ftttS, gSütttfett. ;
‘ •,-!■•• »7* 1.; r..’. mit und zeitweise noch vor Leesers Dampfkarussell, das
Abb. 6: ebenfalls auf dem Königsplatz stand, das mit Abstand
Anzeige im Fürther Central-Anzeiger vom 2.10.1897 höchste Platzgeld auf der Kirchweih. Die Stadtverwaltung
war an dieser rapiden Zunahme nicht unbeteiligt und
Die Zeit der Wanderkinos benutzte Angebote von Konkurrenzunternehmen zur wei
teren Steigerung.
Von 1897 an war bis zur Errichtung ständiger Lichtspiel
theater auf jeder Fürther Kirchweih ein Kinematograph § SBohrrnh Itr ßirujiociö nm SüiihiÄ
vertreten. Allerdings versorgte nicht Schichtl, der für seine
Kinematograph
12 x 7 m große Bude 84 Mark Platzgeld bezahlen mußte, «•
das Fürther Publikum mit seinen „Bildern“, sondern seit «•
1898 Leilich. Lumière
t_tn__il_ft_c_riv..o.f.fcnee aipparnt,
Die Erfindung blieb noch längere Zeit suspekt, eine Einstel a ¡îoœîm? ■
lung, die sich zunächst eher verstärkte. Hatten anfänglich
viele dem „Kinematographien Theater“ ein neugieriges
Interesse entgegengebracht, so überwog seitens der‘Offi eilten n« fctuinhrn Qina.
ziellen* und des ‘besseren* Publikums gegenüber dieser & Hit fOrltansitcannn In pari?,
Art von Theater wegen möglicher moralischer, kultureller g <Srßf auf btt «Ulfe r»a$ Wua.
und auch körperlicher Gefahren Skepsis. Letztgenannte Sînt : ¿lri«o in Çrdnsuaat, ¿liifienSrSber,
0? ein Sitb non 120 Wlctet Sâitje. ®ii æorfüijr»
Gefährdung war allerdings nicht ganz von der Hand zu
'•Lr uh(j Meftâ Sübeff (aitert 10 ÜJHnnUn.
weisen. Die verwendeten Nitrofilme waren sehr leicht g geben ‘grtß iteitei jgrofjtdlttm.
brennbar, so daß schon bald Sicherheitsvorkehrungen not
Æ - Snbiicfce 3<mbe«t je. Je.
wendig wurden. Der Brand einer Kinematographenbude
Ä- * ŒintêittSptéii*: 1. IBIrti? «0 2.
auf einem Jahrmarkt führte deshalb auch in Fürth 1899 40 spf-, », Ur. 20 Vf., Ühibec Me •■ÿâiflr.
zu der Anfrage, „ob nicht bei der offenbaren Gefährlichkeit 2» ;• 3“ i<t&ireit$<» Scfntfi. labet ergebend ein
H. Leilich.
des fraglichen Apparates die Vorführung in einer Schau ä
bude während der Kirchweihmesse zu verbieten sei“.
Abb.7: Fürther Central-Anzeiger vom 29.9.1900
Der Brandmeister zerstreute aber Befürchtungen einer
eventuellen Explosionsgefahr. Die Möglichkeit eines Bran
Leilich zeigte in seinem „Kinematograph Lumière“ eine
des durch Kurzschluß der elektrischen Kabel oder durch
Mischung aus Filmstreifen zu aktuellen Ereignissen und
die Beleuchtungsanlage würde durch genaue Kontrollen
solchen mit humoristischem oder ernstem Inhalt. 1899
vermieden werden. Diese Überprüfung hatte, wenn auch
stand bei einem Repertoire von „200 Bildern“ „Die Affaire
in ganz anderer Hinsicht, für den Schausteller Leilich
Dreyfuß“ im Mittelpunkt, ein Jahr später, inzwischen mit
unangenehme Folgen. Seine Starkstromanlage und die
,,300 Bildern“ ausgerüstet, die „Einschiffung der deut
Leitungsdrähte waren in Ordnung. Die Wanderkinos
schen Truppen nach China. Die Weltausstellung in Paris.
brauchten ja eine eigene Kraftanlage, da die Elektrizität
Graf Walders auf der Reise nach China“ (Fürther Cen
erst allmählich Verbreitung fand. In Fürth beispielsweise
tral-Anzeiger, 29.September 1900). In diesem Jahr warb
wurde das Städtische Elektrizitätswerk an der Ottostraße
er auch für den neuen Film „Aschenbrödel. Ein Bild von
längs der Bahngleise zur Schwabacher Straße erst 1902
120 Meter Länge. Die Vorführung dieses Bildes dauert 10
mit der Eröffnung des neuen Stadttheaters in Betrieb
Minuten“.
genommen.
Das Programm bestand damals in der Aneinanderrei
hung mehrerer kurzer Filme, die sich der Kinobesitzer
kaufen musste. Sogenannte abendfüllende Filme und der
Filmverleih entstanden erst im Laufe der Entwicklung
dieses noch neuen Mediums. 1906 bot Leilich immerhin
schon ein „Sensationsbild 400 m Länge“ mit dem Titel
„Grubenunglück“ an (Fürther Central-Anzeiger, 28.Sept.
1906). Die „herrliche Farbenpracht“ einzelner Streifen war
noch das Ergebnis mühevoller Handkolorierung.
Meldete der „Fürther Central-Anzeiger“ noch 1906
„glänzende Geschäfte [für] Leilichs Kinematograph“, so
verloren dennoch in der Folgezeit die Filmvorführungen
auf der Kirchweih an Bedeutung. Wanderkinos außerhalb
der Kirchweihzeit oder in Sälen sowie die ersten ständigen
Kinematographien verdrängten die Vorführungen auf der
Kirchweih, die ja unter einem besonderen Aktualitätszwang
standen. Zwar war Leilich auch 1908 vertreten, die Begleit Abb.9:Königsplatz mit Welt-Kinomatograph auf der Kärwa
musik seitens des „Fürther Central-Anzeigers“ vom 3.
Oktober 1908 liest sich aber nicht gerade freundlich: 1912 war Leilich jedenfalls mit einem Teufelsrad auf der
„An Sehenswürdigkeiten wird nichts Besonderes gebo Kirchweih. 1913 bat ein Schausteller, der in Fürth keine
ten. Kinematograph und Eder's Hippodrom, die sich kinematographischen Vorstellungen gegeben hatte, um
gewissermaßen ein Monopol für die Fürther Kirchweih Zahlungsaufschub für einen Platzgeldvorschuß, bis er
durch hohes Platzgeld gesichert haben, bringen es „eine größere Abzahlung auf [seinen] verkauften Kinema
mit sich, daß bei den beschränkten Platzverhältnissen tograph bekomme“.
andere Schaustellungen fast gar nicht zugelassen werden
können.Es wäre gut, in dieses Kirchweihbild wieder einmal Die Beliebtheit des Films führte bald dazu, daß Wander
Abwechslung zu bringen.“ kinos nicht nur zur Kirchweih eintrafen und von deren
regem Besuch profitierten, sondern auch im Laufe des
Jahres. Zwar war bei Arbeitszeiten von durchschnittlich
Bitte genau auf die Firma zrt achten.,. >,
9 bis 11 Stunden täglich und einer 6-Tage-Woche die
1906 / Während der Kirweih 1996 Freizeit knapper bemessen, doch bildeten die Kine
matographien Ereignisse in einer Zeit, in der weder
Í0T - auf dein -3. Königsplatz.
Radio noch Fernsehen zur Verfügung standen. Aus der
-
8 . i BÄ« fl ■ - größeren Anzahl dieser Gastspiele von Zeltkinematogra-
phen, die vorzugsweise auf dem damaligen Theresienplatz
beim Elektrizitätswerk und auf einem Platz an der Ecke
Jakobinenstraße und Otto-Seeling-Promenade gastierten,
seien einige Beispiele ausgewählt.
” ‘ ■ V.'"' - ?r. ‘ *
/ Deutschlands grösste« und eleganteste« c
: s Unternehmen der Gegenwart. ;
Einzig fii seiner 'Art. -* Haarscharfe Projektion. -. Kein.
F—lim mern» KKeeiinn ZZiitttteerrnn ddeerr BÖiülddeerr.. —— '"UÜniüiübbeorrttrrooffffeenn
Apparat.’ —. DRSieasnennnoArMc/htlieosetteor»A AOA MWaannnn .'enrvsaentFzrennndde ‘ '' ' *
.— EEiiggeennee MMaasscchhiinnee .5500 PPffeerrddeekkrrääffttee. .—• J -
.iafte brillante YoirateUniw
C- .’i Die neuesten Wel.t.e..r..e..i.g..n1issB u. a.:
Der Ai _a^sbt._rna„cht. 4d»eas VYneasnavr .. _—— • DDJine RRiailinnoenn TtoonnjPempejii'
— Die Ueberlobenden von Ocurrieres. A- Das Erdbeben Abb. 10
Neu I Der Galeerensträfling (Die Flucht au«
at& d?m Kerker und ihre Verfolgung)« Wenig Glück hatte in Fürth der Schweizer L. Praiss mit
Der treue Cäsar, oder das geraubte Kind durch . eine seinem „Premier Phono Cinematograph“ (1902), dem
Zigeunerin. — Das Schatzkästlein eines indischen Färsten.
¡(Herrliche Farbenpracht) — EiöGrubenunglück (Sensations-’ „Grand Theatre Biographone“ (1905) und „The American
bild 400 m Länge), — Marine-Aufnahme. — Stiergefecht Star“ (1907), obwohl er anbot, seinen Einzug in Fürth zu
in Madrid. — Neul Die;lebenden-Blumen. (Herrliche,
Farbenpracht) —• Neu! Eihi>'inbdérner,'Strassenraub ;¡inj filmen und dies dem Publikum vorzuführen. Entweder lag
Automobil; —- JTewif Das' Herz.5 gAt über den’ Verstand.' sein Eintreffen zu nahe an der Kirchweih, oder er kam
Neu LJ Dor Landstreicher/ Neu-f -<Neix I Da» Jluhn mit*- den
nicht trotz erteilter Zusage.
goldenen Eiern.: Neu! Wunderbajes^ablean —herrliche?
. U.Farbenpracht. ■
TägllliicohllJ n.. eue_« abwochselnder Programrii^
Abb. 11: Anzeige mit Eingangsbestätigung des Magistrats
Eintrittspreise: 1. PP.llasttzz, -6690 Pfg. ■ • 2.. Platz 40 Fig. ■ 3. Platz
; ? 30 ■ PPffgg-. KKiinnddeÄr,j ddiiAe HHäällffttee, «1 SScchhuulleenn ¡ nunatdi , PPeennssiióónnaaltae ': ■;
Preisermfcsígung’Aach Üeberejnkunff:». í r;
Oricjina f ^f}ijsojrcip/) Qo.
ÍT’W/ iuJ‘ z aIhfreic_háiaí’ BesneÉaTád^ :töffieh«t; eih- ’ ' ‘’ :•
4a X' •* fe ■ i
Meßende (3'f)oto(jrapfjien in fiöcfjster cl")off&rip'ti
--------------------------------------------------------
Abb. 8: Anzeige im Central-Anzeiger vom 28.9.1906
8
für das Zelt zu klein sei, und bot für 500 Mark den Platz
an der Jakobinenstraße an. Am 16. Juni entdeckte man
TÖE ROYAL BIO CO.
im Rathaus, daß dieser Platz schon vermietet war, so daß
- ....3 Direktion: H. Hirdt „The Royal Bio Co.“ am 20. Juni 1908 mit ihren Vorstellun
Größtes vornehmstes Kinemätographcn-Unternehmen. gen auf dem Theresienplatz beginnen mußte.
Die Veranstaltungen im 3000 Personen fassenden Zelt
waren gut besucht. Das Erwachsenen-Programm über
Da hatte das Unternehmen „The Royal Bio“ mehr Erfolg.
das Pariser Nachtleben mußte mit neuen Einlagen wie
Vom 30. Juni bis 14. Juli 1907 gastierte es mit einem
derholt werden. „Das größte Interesse jedoch bringt man
30 x 14 m großen Zelt für 500 Mark Platzgeld an
dem Kriegsschiff-Manöver vor Helgoland entgegen. Diese
der Jakobinenstraße. Die Ankündigung im Genehmi
Nummer sollte in jedes Programm aufgenommen werden,
gungsgesuch an den Magistrat, zur Aufführung würden
denn sie ist die zugkräftigste'. (Fürther Central-Anzeiger,
hauptsächlich Naturaufnahmen „sowie jede Woche einmal
25. Juni 1908) „Geraucht darf selbstverständlich nicht
Flottendemonstrationen“ gelangen, entsprach aber nur
werden, aber Bier kann man trinken, soviel man will'
teilweise der Realität. So ist dem „Fürther Central-Anzei
(Fürther Central-Anzeiger, 23. Juni 1908). Schon zu
ger“ vom 6. Juli I907 folgende Mitteilung zu entnehmen:
Beginn des Aufenthalts war der „Fürther Central-Anzeiger“
am 22. 6 1908 voll Lob für dieses Unternehmen, das
„Die gestern nur für Herren bestimmte Vorstellung war
ihrerseits die Zeitung mit reichlicher Werbung bedachte:
ausverkauft. Vorgeführt wurden Spezialaufnahmen aus
dem Pariser Leben, hauptsächlich aus den Kreisen, wo
„The Royal Bio Co., der große Circus-Kinematograph hat
man sich zu amüsieren versteht. Der Schluß-Film brachte
mit den bisherigen Vorstellungen den vorzüglichen Ruf,
Szenen aus der Nürnberger Folterkammer aus dem 16.
der ihm vorausgegangen ist, vollauf bestätigt. Die leben
Jahrhundert, die an die Nerven der Zuschauer starke
den Bilder sind wahrhafte Meisterstücke kinematographi-
Anforderungen stellten, worauf übrigens zuvor die Direk
scher Aufnahmekunst und werden in einer Deutlichkeit
tion hatte aufmerksam machen lassen; niemand aber ent
gegeben, wie sie nur selten zu sehen ist. Das vielfach bei
fernte sich.“
Kinematographien zu beobachtende so lästige Flimmern
der Bilder ist fast ganz beseitigt. Dabei ziehen die Bilder
Im Januar 1908 meldete sich abermals „The Royal Bio
nicht blitzartig an den Augen vorüber, so daß die meisten
Co.“ und bat um einen Platz für ein 50 x 30 m großes Zelt.
Darstellungen gar nicht recht zu erfassen sind, sondern
Sie verband dies mit zwei Preisangeboten: 400-500 Mark
es wird Zeit gelassen, richtige Eindrücke von dem Gebo
an der Theresien- oder Jakobinenstraße, 800-1000 Mark
tenen zu gewinnen. Alle diese Vorzüge traten in der
auf dem Königsplatz für jeweils 10 Tage. Bei solch unver
Eröffnungsvorstellung am Samstag abend besonders in
hofftem Zusatzeinkommen mögen den Magistratsräten die
die Erscheinung bei den Flottenmanövern bei Helgoland,
Ohren geklungen haben, nach einer Woche erhielt der
bei denen man unsere stattliche Kriegsmarine kennen
Direktor H. Hirt die Zusage für den Königsplatz um 1000
lernt und den Kaiser mehrmals beobachten kann, mit
Mark. Es handelte sich übrigens nicht um dasselbe Kino,
welch’ lebhaftem Interesse er den Uebungen folgt. Eine
„das vor 2 Jahren an der Jakobinenstraße aufgestellt war
Mittelmeerreise, ein zoologischer Garten, der Wintersport
und sehr vielen Beifall gefunden hatte. Es ist ein noch
in St. Moritz, Stierkämpfe etc. waren prächt. Serien. Dane
größeres Schwesterinstitut derselben Gesellschaft, die mit
ben erregten köstliche humoristische Scenen wie „Die
8 Geschäften die Welt bereist“ (Fürther Central-Anzeiger,
Träume des Faulenzers“ eine „Parodie auf Don Juan“,
20. Juni 1908). Ein Briefkopf nannte übrigens nur ,,6
die „Wirkung des Hafers“ etc. große Heiterkeit. Überhaupt
eigene Etablissements im Betriebe“ .
ist das Programm nicht bloß sehr stattlich, sondern
auch höchst abwechslungsreich, belehrend und unterhal
Aber so einfach ging es mit der Platzvergabe doch nicht.
tend. Die 2 1/2 Stunden hindurch wird der Zuschauer
Mitte März stellte der Magistrat fest, daß der Königsplatz
fortwährend gefesselt, und jede Piece findet reichen Bei
fall. Der Besuch der Vorstellungen kann nur empfohlen
«iiribrr << rnt r al ■ ?!njrt g rr Wr. 143 VamStan, bett 13. 1008
werden.“
Fürth ISirftts IThereslenstrasse Morgen Dienstag
_ llincntafcgrapvisb-à-v is der alten Gasfabrik. unwiderruflich letzte!« Tag.
Fürth. Zirfcus Fürth.
The Royal Bio Co.
Tharesienstrasse. Theresienslrasse.
▼Is-Ä-vis der vls-ft-sls der
alten Gasanstalt. alten Gasanstalt.
Europas grösstes und vornehmstes Projektions-Unternehmen.
|~RiesenzeIt mit 3000 Sitzplätzen |
K.OXLSsexrt der eigenen Zirkus-Kapelle.
Dauer jeder Vorstellung zirka 2‘/i Stunden.
Heute Samstag abend 8'/> Uhri
Haute Montagabend* »’/« uhr ■
' Nur für Erwachsene! '
mit eisern $ier nodj nie gtfeijentn JRitfenJjrogrnnnn Son 18 ©lanjnummern in ^ürijiter SBoBenbnng -------------Groaaar Lu ■■■■■aa-.;---------------------------------
Sonntag nachm. 4 Uhr und abends 8 Uhri Abb. 12-14. ? ? Pariser Cabaret ? ?
2 Cötoffe Jfeff Dorff eüititaett Annoncen Abend.
xxiit einem Riesen-Fraclit-Frogramm. der Royal Filr» Damen und Herren!
%lerfonen unter 18 Saljren ljaben reinen Antritt.'
Vom Schflnston da* SohSnata -WB Bio Co.
Vom Beslan das Beate. Preise der* Plfitxe ■ Loge Mk. 1.50, Sperrsitz 1.20,
jpedfc der JMcUjc: Soge SR. 1.50, Çpcrrfit} 1.20, L ÿlatj L—, 2. 60 JJfg., 3. 40 $fg. vom Juni 1. Fiats l.OO, 2. Platz «O Pfg., 3. Platz 40 Pfg. ’
öailaerfltfnunq 1 etunö« not Beginn jeher Boijteaung, fowic non '/»12—’/.l Htjr. 1908 Zirkus-Restauration.
9
Nicht so groß war das Wanderkino von Daniel Dölle, Dort hatte Leilich seinen Kinematographien aufgebaut.
einem Mitglied der Fürther Schaustellerfamilie. Schon Gleichzeitig kündigten die Evora-Säle in der Pfisterstraße
1906 gastierte er auf dem Theresienplatz, dort stand - später wird sich dort der „Kristall- Palast“ niederlassen
auch 1912 seine 16 x 9 m große Kinematographenbude, am Kirchweihmittwoch eine ..Kinematograph Vorstellung
die etwa 250 Zuschauer aufnehmen konnte. Auch wenn im Parterre-Saal“ an.
diese Unternehmen neben dem Elektrizitätswerk 'gastier
ten, benutzten sie doch ihre eigenen Kraftanlagen, Dölle Vom 26. bis 30. Oktober gastierte das „Theater Elektra“
1907 einen Benzinmotor, 1912 wird ein „Benzolmotor“ mit mit seiner „ca. 90 Quadr. Mtr. Riesenprojektion“ (Fürther
Dynamomaschine erwähnt. Auf eine feuersichere Abtren Central-Anzeiger, 23. Oktober 1907) im Geismannsaal.
nung vom Zuschauerraum legten die Kontrolleure großen Dort fand am 15. November 1907 ein „Großes Konzert,
Wert. Gleichzeitig wurden die Vorführapparate ständig ver ausgeführt von der Kapelle des 21. Inf. Reg. (Direktion:
bessert. J. Schreck) (statt). Verbunden mit lebenden Bildern.
Großes Marine-Schauspiel: Das deutsche Flottenmanöver
„Das Kinematographentheater Dölle hat sein Zelt auf dem 1907. Eine Wanderung durch den Zoologischen Garten
Theresienplatz aufgeschlagen und gibt dort in diesen in London. Nur Natur-Aufnahmen. Großer humoristischer
Tagen Vorstellungen. Durch einen ganz neuen, mit den Teil. Entrée. I. Platz 50 Pf , 2. Platz 30 Pf. Nachmittags
besten Vorrichtungen ausgestatteten Apparat können voll 5 Uhr. Schüler- und Familienvorstellung mit Konzert.
kommen ruhige, 14 Quadratmeter große Bilder vorgeführt Ermäßigte Preise.“ Zum Jahresende waren noch Kinema-
werden. In einer Reihe Preßstimmen wird gerühmt, daß tographen-Vorstellungen im Saal des „Schwarzen Kreuz“
bei den Bildern das so lästige Flimmern ganz vermieden genehmigt, sie fanden dann aber nicht statt.
wird. Das Unternehmen ist im Besitze großartiger Sachen
und der Schlager ersten Ranges, wobei Schundfilms Der Kinematograph hatte also das Stadium das Provisori
grundsätzlich ausgeschieden sind. Das Programm wech ums überwunden. Die Zeit für ein fest etabliertes Kino war
selt alle zwei Tage“ (Fürther Central-Anzeiger 9.3.1912). in Fürth allmählich reif.
Als die „Neuesten Schlager“ pries Dölle „Aufnahmen Abb. 76: Fürther Central Anzeiger vom 23.10.1907
vom italienisch-türkischen Kriegsschauplätze usw“ an.
Begleitet wurde alles durch ein „feines Orchestrion“, ein
orgelähnliches mechanisches Musikinstrument. ÄTuljc 5 Tag-e ! r.
Crcismanns-Saal.
r ..... J
Samstag ben 26. Cttobcr unb folgende Zage:
♦ »»I WH» W » »Htl ♦
Grosse Elite-Vorstellungen
JFr.æi'oown SSoonnnnttaagß aalb> nituurr ffnurrjjee S$cetitt::
des TSieateip Elektra
MD. Dille’s WeltRlnematosrapii
mit feinen ca. 90 S.nftbr.=3Jitr. Sliefenproiettionen
crfiïïaffig befannte» Unternehmen mit neueften franjäfifthen (bei »oniommenfie Äinetnatograpij ber Gegenwart)
SSïppppaatiaatteenit.. mit Konzert und Restauration.
Î
- • glimnmfreie jßatfc .Sar&ictungjn. greife ber ^läfee: Sperrfifc nutn. 1.50 Jt, 1. SJL, 1 JL
14 Duabrat • Stjinwfer große ©tlbcr. 2. SJJL 75 3. 50 A.
Raffa-Stöffn. 7 Utjr. Snfang 81/« Uhr. ®nbe 11 Uhr.
31äijere3 fieije Ulatate.
: t>:3 abenb »ereinStniigliebsr erlj. gegen SSorjeigung ber 5UHt«
>T. rj gltebtarte auf beiben erften fc_n gJreiiermäßigung.
\ \ glimmeïÎHiej^atfç Sar&ietangjn. / Abb. 17: Welt-Kinematograph auf der Kärwa
Abb. 15: Fürther Anzeiger vom 9.3.1912
[iah am Sonntag von noÄmittag 3 Uhr
Zu diesen9 WUahnr dfetürnkbinUodsj,, die mitZelten 4u munhbe r8 ©hi
reisten-, traten zun®eieh mnecnude fFttilimi «votJrjfiüahgrcurn :gen
in Sälemne. nS iven amll ei taaulflzeunzäishlieini-,l fwfüitrade l idnieens eAnn platze «sw.
Rahmen s’p ren¿gfeeni.î KDass Beispiel des Jahres
1907 ezfteJaigbte t.jeeind ocDhi,e Cwiiere kntiofctnh « vOo.r Ddäellra .
Einrichtung ständiger Kinos in Fürth die
Aufführungen immer mehr zunahmen.
So gastierte, wie oben schon erwähnt, „The
Royal Bio“ vom 30. Juni 1907. bis 14. Juli
1907 mit dem Zelt an der Jakobinenstraße.
Ein Gesuch von L. u. G. Praiss, vom 25.
August bis 15 September mit ihrem Doppel
zelt für 1200 Personen einen Platz im Zen
trum zugewiesen zu bekommen, scheiterte
wegen der Nähe des Termins zur Kirchweih.
10