Table Of ContentFinanzierungs-Handbuch
FINANZIERUNGS
HANDBUCH
Herausgegeben von
DR.HANS]ANBERG
SpringerFachmedienWiesbaden GmbH
Verlags-Nr.378
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ISBN 978-3-663-12628-7 ISBN 978-3-663-13410-7 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-663-13410-7
CopyrightbySpringerFachmedienWiesbaden\964
UrsprünglicherschienenbeiBetriebswirtschaftlicherVerlagDr.Tb.GablerGmbH,Wiesbaden\964.
Vorwort des Herausgebers
In der vielfaltigen betriebswirtschaftlichen und betriebswissenschaftlichen
Literatur wird der Unternehmensfinanzierung ein breiter Raum gewidmet.
Wenn den zahlreichen Untersuchungen zu diesem Thema hiermit einweiteres
Werk hinzugefUgt wird, so bedarf es daher einer besonderen sachlichen Be
griindung.
Mit der Herausgabe dieses Handbuches wird nicht die Absicht verfolgt, die
vorhandenen meist ausgezeichneten wissenschaftlichen Leistungen durch neue
Erkenntnisse zu verbessern und zu erganzen. Ebensowenig ist es der Zweck
der Beitrage, den Gegenstand der Untersuchungen neu zu systematisieren.
MaBgebend fUr die Autoren war vielmehr der Leitgedanke, das Bleibende del'
wissenschaftlichen Forschung mit den aus langer Praxis gewonnenen Erfah
rungenin einer sinnvollen Synthese zu vereinen.
Hinter diesem Ziel verbirgt sich der Wunsch, den Unternehmern damit etwas
Niitzliches an dieHand zu geben.MitBesorgnishabenverantwortungsbewuBte
Pers6nlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft - vor allem auch die Mit
arbeiter an diesem Handbuch- Jahre hindurch "Praktiken" der Finanzierung
beobachtet, die von den Grundsatzen klassischer Finanzierungspraxis erheb
lich abwichen. Unorthodox, wie Unternehmer sein miissen, wenn sie Erfolg
haben wollen, muB auch die Beurteilung ihrer Finanzierungspolitik sein. Un
gew6hnliche Verhaltnisse erfordern ungewohnliches Verhalten. Wenn aber
aus der Not geborene MaBnahmen zur Gewohnheit oder zum Prinzip unter
nehmerischer Finanzdispositionen gemachtwerden,beschw6rt man,wie tiber
allinWirtschaft und Politik, Gefahren herauf, vor denen nichtgenug gewarnt
werden kann.
Eine solche Warnung stellt Ietztlich das in diesem Handbuch Gebotene dar.
Es soll die Praktiker iiber alles beraten, was richtig und falsch ist. Gerade
der gegenwartige Zeitpunkt erscheint fUr die Herausgabe eines solchen Wer
kes besonders geeignet.
Eine Phase der wirtschaftlichen Entwicklung, in der FinanzierungsfehIer
durch das auBerordentliche Wachstum der Wirtschaft in ihren Auswirkungen
eingedammt wurden, Iiegt hinter uns. Die jiingste Vergangenheit hat gelehrt,
daf Fehler in der Unternehmensfinanzierung lebensgefahrlich werden kon
nen.M6ge das Handbuch dazu beitragen,daB solche FehIervermiedenwerden.
Hans Janberg
Inhaltsverzeichnis
Die Finanzierung im Oberblick
Seite
Dr.HansJanberg
Finanzierung und Finanzpolitik 25
I. Begriffsdeftnition . . . . 25
II. Formen der Finanzierung 26
A. Eigenkapital . . . . . 27
1. Arten des Eigenkapitals 27
a) HaftendeMittel. . . 27
b) Verlangertes Eigenkapital odereigenkapitaHihnlichePositionen . 29
c) Sozialkapital . . . . . 31
2. Quellen des Eigenkapitals 32
a) Eigenfinanzierung 32
b) Selbstfinanzierung 33
(1) "Echte" Selbstfinanzierung . 33
(2) "Unechte" Selbstfinanzierung 34
(3) Abschreibungen als Finanzierungsquelle 34
(4) Sonderabschreibungen und Selbstfinanzierung 35
(5) Selbstfinanzierungdurch stilleReserven . . . 35
(6) Selbstfinanzierung- einvolks- undbetriebswirtschaftliches
Problem .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
(7) Bedeutung derSelbstfinanzierungfiir Aktiengesellschaften 37
3. WesendesEigenkapitals . . . . . . . . . 38
a) Garantiefonds - Risikotrager . . . . . 38
b) Kapitalaufbau derAktiengesellseharten 39
c) Problem der stillen Reserven 40
B. Fremdkapital . . . . . . . 40
1. Artendes Fremdkapitals . 40
2. QuellendesFremdkapitals 41
3. Wesen des Fremdkapitals 42
C. UnternehmensformundKapitalbeschaffung 43
1. Eigenkapitalbeschaffung . . . . . . . . 44
2. Fremdkapitalbeschaffung. . . . . . . . 45
III. ZumProblem der betriebswirtschaftlichen Finanzpolitik 45
1. Finanzierungsgrundsatze . . . . . . . . . . 45
2. Verhaltnis von Eigenkapital zu Fremdkapital . . . . 46
8 Inhaltsverzeichnis
Seite
3. FristengleichheitzwischenKapitalverwendungundKapitalbeschaffung 47
4. EristgemafseFinanzierungunterBeriicksichtigungvonLiquiditiit
und Rentabilitiit . . . . . . . . . . . . 49
a) Liquiditatserwagungen , . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
b) Rentabilitiits- und Kostenerwagungen . . . . . . . . . . . 50
c) BesondereAspektefristgernafierEigenkapital-oderFremdfinanzierung 52
5. Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . 54
IV. Finanzplanung als Hilfsmittel derFinanzpolitik 55
Finanzstruktur und Finanzplanung
Prof.Dr.Dr. h.c.Erich Gutenberg
Gewinnverwendungspolitik - EinfluBderGewlnnverwendungaufdasWachstum
der Unternehmen . . . . . . . . . . . . . 59
Selbstfinanzierung und KalkulationszinsfuB 59
Die FinanzierungsHicke . . . . . . . . . . 62
Kapitalmarktbeschrankungen . . . . . . . 63
EinzelwirtschaftlicheBesehrankungen, insbesonderedas Problemder oberen
Verschuldungsgrenze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Die goldeneBilanzregelalsMaximefUrdieBestimmungdes"gebotenen"
MaBes an Eigenkapital . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Gewinnausschiittung und Reinvestition . . . . . . . . . . . . . . . . 70
DerEinfiuB institutionellerKapitalmarkteinriehtungen auf die Rationalitiit der
Retransferierung von ausgeschutteten Gewinnen . . . . . . . . . . . . 74
Vorteiledes EigenkapitalsfiirdieFinanzierungvonInvestitionsvorhaben 75
Dr.Arnold E.Weber
LaufendeFinanzplanungim mittlerenIndustriebetrieb,gezeigtaneinem
praktischen Zahlenbeispiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
1.DieFinanzplanungin Abhangigkeit vonderUnternehmungsstruktur 79
II. Bewegungsbilanzund Geldbedarfsrechnung als MittelderFinanzplanung. 80
1. Die Bewegungsbilanz 86
2. Die Geldbedarfsrechnung 88
Dr.Rudolf Berndsen
ErkenntniswertderBilanzstatilstikderAktiengesellschaftenfur dieFinanzierung
derUnternehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
I. Moglichkeitenund GrenzeneinerBilanzstatistik 91
1. Arten des Bilanzvergleichs 91
2. Der Umfang der Bilanzstatistik 92
3. Die Grenzen der Bilanzstatistik 93
Inhaltsverzeichnis 9
Seite
II. Die Ergebnisse der Bilanzstatistik . . . . . . . . 93
1. DerVermogensaufbau der Aktiengesellschaften 94
2. DieKapitalstrukturderAktiengesellschaften. . 97
3. Relationen zwischenVermogensaufbauund Kapitalstruktur 100
4. Streuungstibersichten . . . . . . 102
5. DieBilanzveranderungsreehnung 105
III. WeitereVergleichsmoglichkeiten . . 115
Dr.Kurt Siebert
Investitions- und Finanzplanung- Anregungenaus der Sicht der Praxis 117
Was sind "Investitionen"? . . . . . . . . . . . . . 117
Kettenreaktionen des Finanzbedarfs . . '.' . . . . 118
Investitionsbedarfrechtzeitig undartgerechterfassen 119
Betriebskennziffern verwenden 120
Strukturgereehtfinanzieren . . 121
Primare Finanzquellen: Innenfinanzierung 122
Mittelder AuJ3enfinanzierung . . . . . . 124
Versuchungen durch volle Kassen . . . . 124
Riickwirkungen der Finanzierungsmoglichkeiten auf den Investitionsplan 125
Internationale Finanz- und Bilanzregeln 126
Fmanzrentahilitat . . . . . . . . . . . 126
"Geld kostet Geld" . . . . . . . . . . 127
NichtausgeschutteteGewinnealsRegulativderFfnanzrentabilitat . 129
Gesunde Finanzstruktur- gesunde Unternehmen! . . . . . . . . 129
Prof.Dr.Johannes Fettel
Die Selbstfinanzierungder Unternehmung 131
I. Ziel der Untersuchung. . . . . . . . 131
II. Die Finanzierung der Unternehmung . 131
III. Selbstftnanzierung der Unternehmung 132
IV. Die Argumentegegen die Selbstfinanzierung 136
V. Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . 138
Dr.DietrichHarle
Finanzierungsregeln und Liquiditatsbeurteilung 139
I. Finanzierungsregeln. . . . . . . . . . . . 139
II. Liquiditat im Finanzierungsbereich 140
III. FinanzierungsregelnzurLiquiditatsbeurteilung . 141
A. DiegoldeneFmanzierungsregel . . . . . . . 142
10 Inhaltsverzeichnis
Seite
B. Die goldene Bilanzregel . . . . . . . . . . . . . . . . 145
1. Bilanz und Liquiditat . . . . . . . . . . . . . . . 146
a) DieArt derLiquiditlitsanalyseanhandderBilanz. 146
b) Unvollstandigkeit undUngenauigkeitder Liquiditatsdarstellung in
der Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
2. Die Problematik dergoldenen Bilanzregel im einzelnen 149
IV. Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
Prof.Dr.HelmutLipfert
Finanzierungsregeln und Bilanzstrukturen 163
1.Vertikale Kapitalstruktur . . . . . . . . . . . . . 164
1. SituationundEntwicklung in der Bundesrepublik 164
2. Internationale Gegebenheiten . . . . . . . . . . 166
3. Grundsatzliche Kritik an Vergleichen von Eigenkapital-Fremdkapital-
Relationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ., 167
4. Zu den realen Grunden fUr die geringe Aussagekraft von vertikalen
Strukturvergleichen 169
II. Horizontale Vermogen-Kapital-Struktur . . . . . . . . . . . . . . . . 171
1. Auffallendeinternationale Ubereinstimmung " 171
2. Goldene Bilanzregeln als finanzierungswirtschaftliche Orientierungshilfe 172
III. Finanzierungsgrundsatze 173
1. Ordnungsmafsigkeit , . 175
2. Interne Ubersichtlichkeit 175
3. Vartabilitat 176
4. Kostengunstigkeit und qualifizierteEigenkapital- sowie Langfristigkeits-
prliferenz 176
Erhard Eiger
Fehlerbeider langfristigenFinanzplanung,gezeigtanBeispielen
aus der Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
Die vier Hauptfehler. . . . . . . 179
Fehlende Finanzplanung. . . 179
Keine ausreichende Liquiditat 179
Keine Finanzierungsreserven 180
FalscheEinschatzungderErtragslage . 180
Beispiele aus der Fmanzierungspraxls . . 182
Beispiel 1: Brauerei-Unternehmen . . 182
Beispiel 2: ProduktionsunternehmenderGebrauchsguterindustrie . 185
Beispiel 3: Mittlerer Produktionsbetrieb 186
Beachtenswertesftir die Finanzierungspraxis 189
Zusammenfassung . 190
Inhaltsverzeichnis 11
Seite
Organisation und Durchfiihrung der betrieblichen Finanzierung
Dr.HeinrichH.Jonas
Der Handelskredit . . 195
I. Der Handelskredit inder Praxis 195
1. Was ist Handelskredit? . . . 195
2. Instrumente des Handelskredits 196
3. Arten des Handelskredits . . . 197
II. UnterschiedegegenuberdemBankkredit 198
1. Informeller Charakter . . . . . . . 198
2. Geringere Anforderungen an die Kreditprufung 199
3. H6here Kosten des Handelskredits . 200
4. Grenzen des Handelskredits . . . 201
5. Weitere Vorteiledes Bankkredits . 202
III. Bestimmungsfaktoren des Angebots an Handelskredit . 203
1. Handelsbrauch imVordergrund . 203
a) Eigenschaftendes Verkaufers . 203
b) Eigenschaftendes Abnehmers . 204
c) Ware und Handelsbrauch . . . 204
2. Wettbewerb und Handelskredit . 204
3. Handelskreditals MittelderVerkaufspolitik 205
4. Handelskredit als Mittel der Kombination von Einkauf, Produktion und
Absatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206
5. DieWareals Bestimmungsfaktor . . . . . . . . . 208
6. EinfluJ3 des finanziellenPotentialsdesKreditgebers . 209
7. Kreditvergabe undKreditorganisation . . . . . . . 209
8. Begrenzung des Kreditangebots durch das Kreditrisiko 209
9. KreditbedingungendesHandelskredits . 210
10. Kundenauswahl 213
11. Klassifizierung des Kundenkredits . 214
12. Derkritische Kunde. . . . . . . . 216
13. Zur Behandlung kritischer Kunden 218
14. DieFestsetzungdes Kreditlimits. . 219
Wilhelm Breuer
Der Bankkredit als Instrument kurzfristiger Unternehmensfinanzierung 223
I. Voraussetzungen filr die Kreditgewahrung 224
a) BilanzenalsInformationsmittel. . . 225
b) Liste der Aufienstande und Schulden 225
c) Sonstige Unterlagen . 225
II. Die Artendes Bankkredits . 226
1. Der Kontokorrentkredit . 226
2. Der Diskontkredit 227