Table Of ContentEin Wissenschaftskrimi als Weltbestseller: Simon Singh
erzählt die Jagd nach der Lösung eines scheinbar ein-
fachen mathematischen Problems, an dem die klüg-
sten Köpfe über 350 Jahre scheiterten.
»Alles andere als ein trockenes Lehrbuch, liest sich
dieses Buch wie die Chronik einer obsessiven Liebes-
affäre.« (Daily Mail)
»Wer dieses Buch liest, gewinnt Einblick in eine Welt
der Schönheit und der intellektuellen Herausforde-
rungen, die gewöhnlich jenen 99,9% der Mensch-
heit verschlossen bleibt die keine Spitzenmathema-
tiker sind.« (The Times)
Simon Singh, ein junger Wissen- blieb der Erfolg versagt, aber immer-
schaftsjournalist von der BBC, sorgt hin faßte er nun neuen Mut, weiterzu-
für Furore: Sein erstes Buch eroberte leben. Als er 1908 eines natürlichen
in wenigen Wochen die britischen Todes starb, setzte er ein Vermögen
Bestsellerlisten und wird bald in alle als Preis für den Beweis der Fermat’-
Sprachen übersetzt sein. schen Vermutung aus.
Dabei handelt dieses Buch von einem Erst 1995 gelang dem britischen
Thema, das vielen von uns in der Mathematiker Andrew Wiles nach
Schule vergällt wurde: Von der Ma- siebenjähriger geheimer Arbeit der
thematik – aber eben nicht vom Durchbruch. Weitere zwei Jahre dau-
mechanischen Rechnen und Bewei- erte es, bis sein Beweis, immerhin
sen, sondern von der eigentümlichen 180 Seiten lang, die strengen Prü-
Faszination, die von den rätselhaften fungen internationaler Experten be-
Gesetzen und überraschenden Eigen- standen hatte. Dann aber stand fest:
schaften der Zahlen ausgeht. Simon Andrew Wiles zählt zu den größten
Singh ist das Kunststück gelungen, die Mathematikern der Geschichte, mit
Geschichte der modernen Mathema- seiner Lösung hat er seinem Fach
tik als Wissenschaftskrimi für Laien neue Dimensionen erschlossen. In
und Profis zu erzählen. einer feierlichen Zeremonie nahm er
Diese Geschichte beginnt vor mehr im Sommer 1997 in der Akademie
als 350 Jahren. Im 17. Jahrhundert der Wissenschaften in Göttingen den
notierte der französische Jurist und Wolfskehl-Preis entgegen.
Mathematiker Pierre de Fermat eine
Vermutung, die jeder Laie verstehen Simon Singh, geboren 1964 in Wel-
kann, an deren Beweis jedoch die be- lington, Somerset, studierte Physik
sten Mathematiker bis vor wenigen und arbeitet nun als Wissenschafts-
Jahren scheiterten. Auch Fermat selbst journalist bei der BBC. Sein Doku-
blieb ihn schuldig. mentarfilm über Fermats letzten Satz
Seit dieser Zeit bemühten sich die be- wurde mit mehreren Preisen ausge-
sten Köpfe der Mathematik, »Fermats zeichnet.
letzten Satz« zu beweisen. Manche
von ihnen fanden dabei ganz zufällig
Schutzumschlag:
die Lösung für andere, weit kompli-
Peter-Andreas Hassiepen, München,
ziertere Probleme. Einem Gelehrten
unter Verwendung eines Holzschnittes
schließlich rettete Fermats Vermutung
von Wenzel Jamnitzer (Nürnberg, 1568)
buchstäblich das Leben: Paul Wolfs
kehl, der bereits den Revolver bereit-
gelegt hatte, um sich wegen einer un-
glücklichen Liebe umzubringen, kam
in letzter Minute auf eine neue Idee,
wie das Rätsel zu lösen sei. Auch ihm
Simon Singh
Fermats letzter Satz
Die abenteuerliche Geschichte
eines mathematischen Rätsels
Aus dem Englischen
von Klaus Fritz
Carl Hanser Verlag
Titel der Originalausgabe:
Fermat’s Last Theorem.
The Story of a Riddle that Confounded
the World’s Greatest Minds for 358 Years
Fourth Estate, London
Copyright © 1997 by Simon Singh
Foreword copyright © 1997 by John Lynch
1 2 3 4 5 03 02 01 00 99
ISBN 3-446-19313-8
Alle Rechte der deutschen Ausgabe:
© Carl Hanser Verlag München Wien 1998
Satz: Dr. Ulrich Mihr GmbH, Tübingen
Druck und Bindung: Kösel, Kempten
Printed in Germany
Zur Erinnerung an Pakhar Singh
Inhalt
Zum Geleit 11
Einleitung 19
1 »Ich denke, das genügt!« 25
Cambridge, 23. Juni 1993 25
Das letzte Problem 29
Alles ist Zahl 37
Der absolute Beweis 44
Eine Unendlichkeit von Zahlentripeln 50
Vom Satz des Pythagoras zum letzten Satz Fermats 53
2 Das Rätsel 59
Der Fürst der Amateure 59
Die Entwicklung der Zahlentheorie 69
Die Geburt eines Rätsels 81
Die Randnotiz 85
Der letzte Satz wird endlich veröffentlicht 88
3 Eine Schande für die Mathematik 97
Der mathematische Zyklop 98
Kleine Schritte 116
Monsieur Le Blanc 125
Die versiegelten Umschläge 137
4 Der Weg in die Abstraktion 149
Die Ära der Puzzles, Knobeleien und Rätsel 153
Die Fundamente des Wissens 162
Unwiderstehliche Neugier 179
Mit roher Gewalt 181
Der Doktorand 194
5 Beweis durch Widerspruch 205
Wunschdenken 216
Tod eines Genies 219
Philosophie des Guten 221
Das fehlende Glied 228
6 Die geheime Berechnung 237
Der Eremit in der Dachkammer 239
Duell mit dem Unendlichen 242
Der erste Dominostein kippt 261
»Fermatproblem gelöst?« 265
Das dunkle Haus 269
Die Methode von Kolywagin und Flach 271
Der Vortrag des Jahrhunderts 277
Das Nachbeben 282
7 Ein kleines Problem 287
Der Teppichflicker 290
Ein Alptraum aus der E-Mail 301
Das Geburtstagsgeschenk 304
8 Große Vereinheitlichung der Mathematik 311
Große ungelöste Probleme 314
Silikonbeweise 326
Der Preis 337
Anhang 341
1. Der Beweis für den Satz des Pythagoras 343
2. Euklids Beweis, daß 2 irrational ist 344
3. Das Rätsel um das Alter des Diophantos 346
4. Bachets Wiegeproblem 347
5. Euklids Beweis, daß es eine unendliche Anzahl
pythagoräischer Tripel gibt 347
6. Beweis der Punktevermutung 348
7. Irrweg ins Absurde 350
8. Die Axiome der Arithmetik 351
9. Die Spieltheorie und das Triell 352
10. Beispiel für einen Beweis durch Induktion 353
Vorschläge zur weiteren Lektüre 355
Bildnachweis 359
Personenverzeichnis 361