Table Of ContentSoziale Arbeit
als Wohlfahrtsproduktion
Band 7
Herausgegeben von
K. Böllert, Münster, Deutschland
Soziale Arbeit als Wohlfahrtsproduktion ist der Name und das Arbeitsprogramm
einer Forschungsgruppe, die sich vor einiger Zeit im Arbeitsbereich Sozialpädago-
gik an der Westfalischen Wilhelms-Universität Münster gegründet hat. Th ematisch
lässt sich das Programm der Forschungsgruppe wie folgt skizzieren.
Mit Blick auf die öff entlich verantwortete Wohlfahrtsproduktion werden analytisch
personenunabhängige und personenbezogene Formen unterschieden. Wahrend
sich personenunabhängige Formen der Wohlfahrtsproduktion vor allem auf die
Organisation des Sozialen richten – und damit auf kollektive Risiken und Bedarfe -,
ist das Wohlergehen einzelner Adressatinnen – bzw. individuelle Risiken, Bedarfe
und Bedürfnisse – ein wesentlicher normativer Fluchtpunkt der personenbezoge-
nen Wohlfahrtsproduktion.
Die Prozesse einer Sozialen Arbeit als Wohlfahrtsproduktion werden als span-
nungsreiche Figuration der Interessen, Vorstellungen, Orientierungen und Poten-
tiale der AdressatInnen, der Institutionen und der Profession erforscht. In ihrer
Gesamtheit geht es den Arbeiten der Forschungsgruppe damit um eine syste-
matische Analyse der durch die institutionellen Regulierungen eröff neten (oder
verschlossenen) Lebenschancen, durch die von Professionellen und Adressatinnen
je realisierten (Ko-)Produktionen einer personenbezogenen Wohlfahrt sowie
deren kulturell, sozial, ökonomisch und politisch strukturierte Bedingungsmög-
lichkeiten.
Herausgegeben von
Karin Böllert
Institut für Erziehungswissenschaft
Westfälische Wilhelms-Universität M
Münster, Deutschland
Nicole Alfert
Facebook in der
Sozialen Arbeit
Aktuelle Herausforderungen
und Unterstützungsbedarfe für
eine professionelle Nutzung
Nicole Alfert
Münster, Deutschland
Dissertation Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 2014
ISBN 978-3-658-07099-1 ISBN 978-3-658-07100-4 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-658-07100-4
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„Wenn die Technik zur Selbstverständlichkeit wird,
wird die Disziplin zur Kunst.“
(Thierry Donard 2004)
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ................................................................................. 11
Tabellenverzeichnis ....................................................................................... 13
Abkürzungsverzeichnis ................................................................................ 15
1. Einleitung ............................................................................................... 17
2. Web 2.0, Social Web & Social Network Sites ....................................... 28
2.1 Der Begriff Web 2.0 ........................................................................ 28
2.2 Social Web ....................................................................................... 34
2.3 Soziale Netzwerke ........................................................................... 38
2.3.1 De(cid:192) nition(en) Sozialer Netzwerke ........................................ 40
2.3.2 Funktionen Sozialer Netzwerke ............................................ 42
3. Facebook – Der Triumph eines Sozialen Netzwerkes ......................... 44
3.1 Kurzer historischer Überblick ......................................................... 45
3.2 Die Struktur von Facebook .............................................................. 48
3.3 Zahlen und Fakten zu Facebook ...................................................... 53
3.4 Facebook-Nutzung in Deutschland .................................................. 55
3.5 Facebook in der Kritik ..................................................................... 57
3.6 Zwischenfazit: Soziale Netzwerke im Zeitalter der Mediatisierung .... 64
8 Inhaltsverzeichnis
4. Die Bedeutung Sozialer Netzwerke für Heranwachsende .................. 75
4.1 Entwicklungsaufgaben von Heranwachsenden ................................ 79
4.2 Aufwachsen im Kontext gesellschaftlicher, medialer
und sozialer Wandlungsprozesse ..................................................... 83
4.3 Social Web-Angebote und ihre Rolle
im Prozess des Aufwachsens ........................................................... 91
4.4 Theoretische Perspektiven zur Mediennutzung Heranwachsender .... 95
4.4.1 Der Uses-and-Grati(cid:192) cation-Ansatz ...................................... 98
4.4.2 Kritik und Unklarheiten des Ansatzes ................................. 100
4.4.3 Weiterentwicklung des Ansatzes .......................................... 102
4.4.4 Der Uses-and-Grati(cid:192) cation-Ansatz im Online-Bereich ....... 104
4.5 Motive und Grati(cid:192) kationen
der Facebook-Nutzung Heranwachsender ....................................... 106
4.5.1 Kognitive Motive .................................................................. 106
4.5.2 Affektive Motive ................................................................... 110
4.5.3 Soziale Motive ...................................................................... 111
4.5.4 Motive zur Identitätsbildung ................................................. 113
4.5.5 Zeitbezogene Motive ............................................................ 116
4.6 Mediennutzung Heranwachsender ................................................... 117
4.6.1 Zentrale Ergebnisse der JIM-Studie 2013 ............................ 119
4.6.2 Zentrale Ergebnisse der KIM-Studie 2012 ........................... 121
4.6.3 Die Nutzung des Internets und Sozialer Netzwerke
von Kindern und Jugendlichen ............................................. 124
4.7 Zwischenfazit:
Soziale Netzwerke in mediatisierten Lebenswelten ........................ 131
5. Die Bedeutung Sozialer Netzwerke für die Soziale Arbeit ................. 139
5.1 Kinder- und Jugendarbeit ................................................................. 143
5.1.1 Gesetzliche Grundlagen ....................................................... 144
5.1.2 Strukturcharakteristika und Arbeitsprinzipien .................... 146
5.1.3 Leitlinien und Methoden ...................................................... 151
5.2 Die Rolle der Kinder- und Jugendarbeit in Zeiten
der Mediatisierung ........................................................................... 158
5.3 Herausforderungen Sozialer Netzwerke für AdressatInnen
und pädagogische Fachkräfte .......................................................... 166
5.3.1 Herausforderungen für AdressatInnen ................................. 167
5.3.2 Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte ................ 176
Inhaltsverzeichnis 9
5.4 Zwischen bewahrpädagogischen Ansätzen
und kreativem Medienhandeln ........................................................ 182
5.4.1 Bewahrende Pädagogik ........................................................ 183
5.4.2 Reparierende Pädagogik ....................................................... 185
5.4.3 Aufklärende Pädagogik ........................................................ 186
5.4.4 Alltagsorientierte Pädagogik ................................................ 187
5.4.5 Handlungsorientierte Pädagogik .......................................... 187
5.5 Medienkompetenz und medienpädagogische Kompetenz ............... 190
5.5.1 Begriffsbestimmung ............................................................. 195
5.5.2 (Medien-)Kompetenzen für die Facebook-Nutzung ............. 199
5.5.2.1 Die Wissensdimension ........................................... 200
5.5.2.2 Die Bewertungsdimension ...................................... 202
5.5.2.3 Die Handlungsdimension ....................................... 203
5.5.3 Förderung von Medienkompetenz
in Sozialisationsinstanzen .................................................... 207
5.5.3.1 Kindertageseinrichtungen ...................................... 210
5.5.3.2 Schulen ................................................................... 212
5.5.3.3 Kinder- und Jugendarbeit ....................................... 214
5.6 Zwischenfazit: Facebook als Gegenstand und Handlungskontext
der Kinder- und Jugendarbeit –
Ausschnitt einer mediatisierten Sozialen Arbeit ............................. 220
5.6.1 Potentiale der beru(cid:193) ichen Facebook-Nutzung
in der Kinder- und Jugendarbeit ........................................... 224
5.6.2 Nutzungsperspektiven von Facebook in professionellen
Kontexten der Kinder- und Jugendarbeit .............................. 229
5.6.2.1 Gestaltung, Navigation und Funktionen
einer Seite ............................................................... 232
5.6.2.2 Beiträge, Nachrichten und Inhalte .......................... 234
5.6.2.3 Organisation, Optimierung und Verwaltung .......... 237
6. Das Forschungsprojekt .......................................................................... 245
6.1 Forschungsinteresse, Fragestellung und Stichprobenauswahl ......... 246
6.2 Methodologie und untersuchungsleitende Fragen ........................... 249
6.3 Ablauf der Befragung und Auswertungsvorgehen ........................... 255
10 Inhaltsverzeichnis
7. E mpirische Analyse der Facebook-Nutzung
in der Kinder- und Jugendarbeit .......................................................... 257
7.1 Beschreibung der Teilnehmendengruppe
und soziodemographische Merkmale .............................................. 258
7.2 Einrichtungsmerkmale ..................................................................... 260
7.3 Analyse des allgemeinen Stellenwertes
und der bisherigen beru(cid:193) ichen Nutzung von Facebook .................. 261
7.3.1 Zielformulierung zur beru(cid:193) ichen Nutzung ......................... 264
7.3.2 Nutzungshäu(cid:192) gkeit verschiedener Facebook-Funktionen .... 269
7.3.2.1 Eigene Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit ....... 269
7.3.2.2 Kommunikation, Interaktion und Information ....... 271
7.3.2.3 Vernetzung, fachlicher Austausch
und Organisation .................................................... 273
7.3.3 Positive und negative Erfahrungen der beru(cid:193) ichen Nutzung .. 277
7.4 Allgemeines Meinungsbild zur beru(cid:193) ichen Facebook-Nutzung ..... 278
7.4.1 Potentiale .............................................................................. 278
7.4.2 Herausforderungen ............................................................... 282
7.5 U nterstützungsformen und Sicherheitsgefühl im Bereich
der beru(cid:193) ichen Facebook-Nutzung .................................................. 285
7.6 Unterstützungsbedarfe im Bereich
der beru(cid:193) ichen Facebook-Nutzung .................................................. 291
7.6.1 Technisch-rechtliche Bedarfe ............................................... 292
7.6.2 Konzeptionell-inhaltliche Bedarfe ....................................... 294
7.7 Zusammenfassung der Ergebnisse ................................................... 299
8. Fazit – Social (Net-)work im Zeitalter der Mediatisierung ................ 311
Ausblick ......................................................................................................... 342
Literatur ......................................................................................................... 347
Anhang ......................................................................................................... 383
Description:Nicole Alfert analysiert den Einfluss von Mediatisierungsprozessen auf die Soziale Arbeit unter Berücksichtigung des Sozialen Netzwerkes Facebook als Gegenstand und Handlungskontext in der Kinder- und Jugendarbeit. Sie untersucht in einer explorativen Studie die Nutzung sowie Herausforderungen und