Table Of ContentGeorg Friedrich Louis Stromeyer
Erinnerungen
eines deutschen Arztes
Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH
Reprint 1977 der zweiten Ausgabe Hannover 1875
ISBN 978-3-662-11702-6 ISBN 978-3-662-11701-9 (e Book)
DOl 10.1007/978-3-662-11701-9
Softcover reprint of the hardcover 2nd edition 1977
Das Werk ist urheberrechtlich geschiitzt. Die dadurch begriindeten
Rechte, insbesondere die der Ubersetzung, des Nachdruckes, der
Funksendung, der Wiedergabe auf photomechanischem oder iihn
lichem Wege und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen
bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten.
Bei Vervielfaltigungen ftirgewerbliche Zwecke istgem. §54 UrhG
eine Vergiitung an den Verlag zu zahlen, deren Hohe mit dem Verlag
zu vereinbaren ist.
Vorwort zur Reprintausgabe
A us An/aft des I 00. Todestages des Au tors
Louis Stromeyer wurde am 6. Marz 1804 in Hannover gebo
ren. Er entstammte einer Familie, die mehrere A.rzte, Juri
sten und Chemiker hervorgebracht hatte. - Sein Vater hat
te seine Ausbildung noch bei dem bekannten Chirurgen
Richter in Gottingen erhalten. Urn die damals ersten Wund
arzte der Welt zu sehen, unternahm er bereits 1792 eine Stu
dienreise nach London. Spater wurde er Leibchirurgus in
Hannover. Durch die EinfUhrung der Kuhpockenimpfung
hatte er sich weit tiber seine Vaterstadt hinaus einen Namen
gemacht.
Louis Stromeyer selbst erhielt seine Ausbildung an der chi
rurgischen Schule in Hannover von 1821- 1823. Aufseinen
anschlief.lenden Studienreisen bis 1828 ging er zunachst
nach Gottingen, wo der Chemiker Stromeyer, der Chirurg
Langenbeck und der Augenheilkundler Himly seine Lehrer
waren. Reisen zur allgemeinen Bildung fiillten seine Ferien
in Deutschland aus. In Weimar besuchte er 1825 Goethe,
sowie Mutter und Schwester Schopenhauers. 1825/1826
war er in Berlin und bewunderte neben dem Berliner Thea
terleben die medizinischen Beriihmtheiten dieser Stadt:
Grafe, Rust, Jiingken und Hufeland.
6
Der Sommer 1826 sah Stromeyer in Wien, wo er sowohl zu
allgemeinen A.rzten, wie zu Chirurgen und Augenarzten
Kontakt aufnahm. Auf dem Weg dorthin stattete er Dresden
(C.G. Carus), den bohmischen Badern und Prag einen Be~
such ab. Uber die Steiermark und das Salzkammergut ging
es nach Mtinchen, dann nach Wtirzburg zu Textor und
schlie~lich wieder nach Berlin. Im Mai 1827 begab er sich
auf eine weitere gro~e Bildungsreise tiber Bonn, wo er Phi
lipp von Walther und Robert Froriep besuchte, nach Lon
don. Fast ein Jahr blieb er dort und beobachtete die be
ri.ihmten Arzte der damaligen Zeit, bis er im Fri.ihjahr 1828
seine Studien mit einem Besuch der bekanntesten Pariser
Arzte abschlo~.
Von 1828 - 1838 betrieb Stromeyer eine Praxis und ortho
padische Heilanstalt in Hannover. 1831 fi.ihrte er die subcu
tane Tenotomie in die Praxis ein. Sein Ruf breitete sich weit
tiber die Grenzen seiner Vaterstadt aus, soda~ bald Berufun
gen an chirurgische Kliniken - zunachst nach Erlangen, dann
Mtinchen und Freiburg - folgten. Dort begann er sein
"Handbuch der Chirurgie" herauszugeben. 1848 folgte er als
Nachfolger Langenbecks einem Ruf an die Chirurgische Kli
nik in Kiel, wo er seinen spateren Schwiegersohn Esmarch
kennenlernte. 1854 kehrte Stromeyer wieder nach Hanno
ver zurtick, urn das Militar-Sanitatswesen zu organisieren.
Das Werk "Maximen der Kriegsheilkunst" wies ihn als einen
der bedeutendsten Kriegschirurgen seiner Zeit aus.
Seine Lebenserinnerungen schlie~en mit dem Jahre 187 4 ab
und wurden 1875 in zwei Banden herausgegeben.
7
Strorneyer, der am 15. Juni 1876 starb, ist in die Geschichte
der Medizin eingegangen als einer der Mitbegriinder der or
thopadischen Chirurgie, die er mit Wort und Tat zu fordern
trachtete - in diesern Bestreben in enger Freundschaft mit
dern Berliner Chirurgen Dieffenbach verbunden.
Nirnrnt man heute sein Werk in die Hande, dann breitet sich
noch einrnal vor unseren Augen jenes 19. Jahrhundert aus,
das zu einer so glanzvollen Entfaltung der Chirurgie beitrug
und dabei bereits die Entwicklung ihrer einzelnen Spezial
facher einleitete. Mit Strorneyers Augen lernen wir die ent
scheidenden Arzte dieser gro~en chirurgischen Epoche in
Deutschland, Osterreich, England und Frankreich kennen.
In seiner hurnanitaren Grundhaltung kann es ebenbiirtig den
"Jugenderinnerungen eines alten Arztes" des Internisten
Kussmaul an die Seite gestellt werden, ja, es kann getrost
als sein chirurgisches Gegenstiick iener Epoche der deut
schen Medizin bezeichnet werden.
In einer Zeit, die sich wieder auf die Werte der Vergangen
heit zu besinnen beginnt, ist es das Verdienst des Springer
Verlages, dieses selten gewordene Werk durch diese Reprint
ausgabe der deutschen A.rzteschaft wieder zuganglich zu rna
chen, die dabei dankbar ihrer gro~en Vorganger gedenken
so lite.
Berlin, irn J anuar 1977
F. Schultze-Seemann
)lrinntrungtn
tints lr]tts
btutf~tn
bOll
Dr. {f)torg .lritbridJ fouis ~tromtl}tt,
ftil~etem \fltofefjot unb @enetalftalihtAt·
Jllalto:
llllenn b44 ~eben 16!1!1d} lOot,
fo lti •• !lllU~e unb Vltbrit geh>efen.
1'f4lm 90, ill. 10.
~auuouer.
m v
~ Q r( fr m 1 e t.
bts tlanbts.
ln~alt tt~ett
i!l.eine5 ~rtttr» :la111ifie.
<Seite
~ein Urgrojibater 18ert~olb ~liul 15tromel)er, bon 1659 bil 1727 3
\Dlein ®rojibater ~rnft 15tromel)er, llon 1706 bi!l 1773 . . . . . . . 7
~ein mater <r~riftian 15tromel)er, bon 1761 bi!! 1824 . . . . . . . . !)
~infU~rung 'ner Ru~volfen·~mvfung in '.ileutf~lan'n, 1799. . . . . . 27
9Jteine§ mater!! ~eirat~, 1800. t)ie lYantilie meiner ~utter, gefJ. iloui!! 33
Rin'nerfegen meiner ~ltern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
~eine frU~eften ~rinnerungen, bon 1809 bil 1815 . . . . . . . . . . 42
~eine 15~ulaeit, bon 1810 bi§ 1821 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
~eine <ronfirmation, 1818 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
~m ill)ceum, \Jon 1819 bi!! 1821 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
~iiu!lli~e ~raie~ung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
iliinmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
\Bennemil~len . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
'ilie fieben ®ef~mifter iloui!l . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
18ejudj 'net ~irurgij~en S~u(e in ~nnnobet, bon 1821 bi!l 1823;
meine bamnligen ile~rer Rraufe, ~eine, l5lJangenberg, ~olf~er
unb !ffiebemel)er . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
~eine!l mater!l le~te ileben§ja~re, bon 1813 bi!l 1824 . . . . . . . . 100
Uniberjitdt!l·l5tu'niet1 un'n !Reifen, bom ~erbfte 1823 '6i!! 'nn~in 1828 100
®llttingen, bon ~i~neli!l 1823 bi!l ba~in 1825 ............ IlO
~o~ann lYtie'nri~ 15tromel)er, 'net altt ~ofrat~ . . . . . . . . l 11
\8(umenba~ ............................ 122
'.ilie 18otanifet ~Bartling unb S>djrn'ner . . . . . • . . . . •.. 123
'.iler <r~emifer Stromel)er . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
~imll) ............................... 128
<ronra'oi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
~. <r. ~. 2angenbed ....................... 131
~emlJel .............................. 135
~in Uniuerfitnt§fteun'n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 135
IV
U'ctienrei jcn: @ieite
Oftern 1824 (~annober) ....•................ 139
!Jlfingften 1824 (~ar3reije) .................... 140
IJJlidjneH!l 1824 (lR~cin, !Stuttgart, l))lilnif)en) . : . ...... 14!
mlei~nndjten 1824 (~annobet) .................. 166
()jtern 1825 (Weimar) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .• 168
®oet~e unb feine U'nmi!ie . . . . . . . . . . . . . . . • • . 169
~o~anne unb 'Jlbcle 15djo)Jen~auer ............. 174
!Jlfingften 1825 (<tafid unb ~~Uringen) ............ 176
!Serlin, ®interjemefter 1825 big 1826 . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
t»riife . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 180
!Ruft ................................ 183
~Ungfen . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185
ij, ~orn, ~ufclanb, !neumann, !8e~renM unb 15unbelin 186 187
l))leine !promotion in !Serlin am 6. ~)Jril 1826 . . . . . . . 188
!Berliner ~bcnbe .........•................ 191
~cnriette !Sontag ......................... 191
ejlontini ............................. 192
U'rau 9Rilber, f}rau 15eibler, !Saber, ~buarb SDeiJrient .... 193
~err Unll ijrau m\olf, 2u'oroig Silebtient, U'rau etidj . 196 197
U'eih: \l)lenbel!ljo~n unb jeine U'ami!ie ............. 197
9leijc naif) mlien, Sommer 1826 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205
~ane, ~pril 1826 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208
Wein~olb, SD3onbi, .!hufenberg unb l))ledel . . . . . • . 208 209
Weimar, ~)Jtil unb l))lai 1826 ..................... 211
S!ci\l3ig, ffYiai 1826 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215
(Uaru!l ............................... 218
!Ritteridj . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ~20
!8od ................................ 220
SDre!lhcn, l))lai 1826 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 t
Rre~lfig . . . . . . • • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221
irriebridj ~uguft bon ~mmon . . . . . . . . . . . . . . . . . 222
SDr. ®uftab <raru!l ................•....... 222
SDr. Strube's ~nftalt fUr ftlnftlidje ffYiineraltviifier . . . . . . \!23
~ied unh ~iehge . . . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . 225
SDie SDre!lhener GiaUerie . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . 228
(itltU!l unb ®oet~e, ober: SDer neue ~mpeboUe!l ............ 230
Ueber !prag \lnb !Regen!lburg naif) mlien, ~uni 1826 . . . . . . . . . 237
!pirna ............................... 241
~ulm ......•...............•........ 241
~etJlit ..........................•.... 243
!prag ....•.....................••.•. 245