Table Of ContentViviane Nabi Acho
Elternarbeit mit Migrantenfamilien
Migration und Lebenswelten
Herausgegeben von Prof. Dr. Nausikaa Schirilla
Band 2
Viviane Nabi Acho
Elternarbeit mit
Migrantenfamilien
Wege zur Förderung der nachhaltigen und
aktiven Beteiligung von Migranteneltern an
Elternabenden und im Elternbeirat
Centaurus Verlag & Media UG
Viviane Nabi Acho studierte Soziale Arbeit und sammelte Erfahrungen in der Arbeit mit älte-
ren Menschen, im Migrationsbereich, in der Schulsozialarbeit, in der christlichen Kinder- und
Jugendarbeit und im Bereich Netzwerkarbeit.
Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind
im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN 978-3-86226-039-3 ISBN 978-3-86226-929-7 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-86226-929-7
ISSN 2191-673X
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© CENTAURUS Verlag & Media KG, Freiburg 2011
Umschlaggestaltung: Jasmin Morgenthaler
Umschlagabbildung: Vorlage der Autorin
Satz: Vorlage der Autorin
Elternarbeit mit Migranteneltern Viviane Nabi Acho
Vorwort
ImdeutschsprachigenRaumgibtesbislangwenigLiteraturmitdirektemBe-
zug zum Thema dieser Arbeit. Es gibt lediglich zwei Studien, die annähernd
die Beteiligung von MigrantInnen an Elternabenden und im Elternbeirat be-
handeln. Doch darin geht es mehr darum, welche Angebote MigrantInne-
neltern in welcher Häufigkeit nutzen. Darüber hinaus werden verschiedene
Problematiken im Umgang mit Elternvertretern mit Migrationshintergrund an
Schulen in Bayern und Niedersachen erläutert. Einzelheiten zu diesen For-
schungen von Kröner und Sacher werden in den nachfolgenden Ausfüh-
rungen hin und wieder miteinbezogen.
Aufgrund dieser gering vorhandenen Literatur, beschäftigt sich diese Publi-
kation mit den tiefgründigen Komponenten der mangelnden Beteiligung von
MigrantInneneltern an den oben genannten Angeboten der Elternarbeit;
insbesondere an Bildungseinrichtungen mit niedrigem MigratInnenanteil.
Der Theorieteil kristallisiert daher mögliche Aspekte und Zusammenhänge
heraus, die für dieses Anliegen relevant sein können. Die unterschiedlichen
Deutungen von Begriffe wie „Elternarbeit“, „Migration“ und „Eltern“ wurden
entsprechend eingerahmt. Dies diente unter anderem dazu, dass anschlie-
ßend die individuellen Ansichten von betreffenden Erziehungsberechtigten
bezüglich der hiesigen Thematik betrachtet werden; und zwar mittels einer
empirischen Sozialforschung. Dabei ist das primäre Ziel gewesen, die Ge-
sichtspunkte hervorzuheben, welche die befragten MigrantInneneltern über
ihr eigenes Verhalten und das ihresgleichen äußern. Denn als Experte der
eigenen Situation und in eigenen Belangen, wissen sie genau, welche
Schwierigkeiten im Umgang mit welchen anderen Gesellschaftsmitgliedern
auftreten und wie diese behoben werden können.
Die literarischen Quellen dieser Publikation beschränken sich nicht nur auf
das deutschsprachige Milieu, sondern entstammen auch den angelsächsi-
schen und US-amerikanischen Schriftstücken. Hierdurch entsteht allerdings
eine Vermischung von Werken, die auf verschiedenen Schulsystemen ba-
sieren und worin die Elternarbeit jeweils einen ganz anderen Stellenwert
hat und ebenfalls anders verankert ist. Diese Verzahnung könnte als Ver-
fälschung der Grundlage dieses Buches gedeutet werden, da die als
Grundlage dienenden Schriften unterschiedliche Ansätze innehaben. Doch
diese Gegebenheit folgt aus der mangelnden Passgenauigkeit der aktuel-
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Elternarbeit mit Migranteneltern Viviane Nabi Acho
len Literatur im deutschsprachigen Raum. Außerdem geht es in dieser Ar-
beit darum, Wege zum besseren Umgang mit MigrantInnen in der Elternar-
beit aufzuzeigen; und wenn dieses Ziel eben über räumlich fremde Litera-
turquellen erreichbar sein kann, dann sollten diese als Bereicherung ge-
nutzt werden. Der Zweck des hier erzielten literarischen Synkretismus ist
daher die Findung von Parallelen in diesen Werken sowie von Hinweisen,
die eine ideale Verankerung der Elternarbeit im deutschen Schulsystem
bestärken können.
Was die Terminologie angeht, wurde hier grundsätzlich erstrebt, genderge-
rechte Begriffe zu verwenden. Für Fälle in denen es ausschließlich um das
eine oder andere Geschlecht ging, wurde dies durch entsprechende For-
mulierung gekennzeichnet.
Einen herzlichen Dank spreche ich allen aus, die an der Erstellung dieses
Schriftstückes von nah oder fern mitgewirkt haben. Vielen Dank für alle
Hinweise, Ermutigungen, Beratungen und für jegliche andere Hilfe. Danke
an meine Familie und Freunde, die mich sehr ermutigt, unterstützt und für
das Gelingen gebetet haben. Danke an meine Mitbewohnerin Daniela und
meine Freundin Judith für das Korrekturlesen; an die beiden PrüferInnen
meiner Masterarbeit, aus der dieses Werk entstammt, für ihre freundliche
Begleitung: Prof. Dr. habil. Nausikaa Schirilla und Prof. Dr. Phil. Martin Be-
cker. Zuletzt und vor allem danke ich Gott, dem allmächtigen Vater, der für
Einfallsreichtum gesorgt hat.
Ihnen lieber Leser wünsche ich eine spannende Lektüre!
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Elternarbeit mit Migranteneltern Viviane Nabi Acho
Inhaltsverzeichnis
VORWORT............................................................................................................................5
EINLEITUNG.......................................................................................................................11
ZENTRALE FRAGESTELLUNG.........................................................................................13
AUFBAU DES BUCHES.....................................................................................................14
BEDEUTUNG DER ERGEBNISSE FÜR DIE SOZIALE ARBEIT......................................14
KAPITEL 1 THEORETISCHE PERSPEKTIVEN.............................................................17
I.1 MIGRATION.......................................................................................................................17
I.1.1 Die Deutung von Migration..........................................................................................18
I.1.2 Der MigrantInnenstatus: Partizipation und Anerkennung............................................19
I.1.3 Migrationsformen und ihre gesellschaftspolitische Akzeptanz....................................20
I.1.3.1 Die illegale Migration................................................................................................20
I.1.3.2 Die legale Migration..................................................................................................21
I.1.3 Die Bildungsbenachteiligung von MigrantInnen..........................................................22
Fazit 1..................................................................................................................................24
I.2 DASELTERNSEIN..............................................................................................................25
I.2.1 Die elterliche Autorität..................................................................................................26
I.2.2 Der Auftrag der Eltern..................................................................................................26
I.2.3 Die Bedeutung der schulischen Mitwirkung von Eltern für Schüler.............................27
I.2.4 Die Elterntypen und ihre Einbindungstendenzen........................................................29
Fazit 2..................................................................................................................................29
I.3 MIGRANTINNENELTERN.....................................................................................................30
I.3.1 Wer sind MigrantInneneltern?......................................................................................30
I.3.2 Spannungsverhältnis MigrantInnenstatus – Elternauftrag...........................................30
1.3.3 Das Ausbalancieren von Eltern- und MigrantInnenstatus..........................................32
I.3.4 Das Selbstbild von MigrantInneneltern und die Schulentwicklung ihrer Nachkommen32
I.3.5 Beteiligung von MigrantInneneltern an schulischen Bildungsprozessen.....................33
Fazit 3..................................................................................................................................33
I.4 DIE ELTERNARBEIT...........................................................................................................34
I.4.1 Die Grundsätze............................................................................................................34
I.4.2 Die Ziele.......................................................................................................................35
I.4.3 Die Methoden..............................................................................................................36
I.4.4 Die Angebote...............................................................................................................37
I.4.4.1 Der Elternabend........................................................................................................37
I.4.4.2 Der Elternbeirat.........................................................................................................38
I.4.5 Spezifika der Arbeit mit MigrantInneneltern.................................................................40
I.4.5.1 Die gesellschaftspolitisch herrschende Deutung von Migration...............................41
I.4.5.2 Die Aufenthaltsrahmenbedingungen und ihre Handlungsspielräume......................42
I.4.5.3 Kulturuniversalismus und Kulturrelativismus............................................................42
I.4.5.4 Inklusive Bildungseinrichtungen...............................................................................44
I.4.5.5 Die Niedrigschwelligkeit der Angebote.....................................................................45
I.4.5.6 MigrantInneneltern als Multiplikatoren......................................................................46
Fazit 4..................................................................................................................................46
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Elternarbeit mit Migranteneltern Viviane Nabi Acho
I.5 EMPIRISCHE SOZIALFORSCHUNG.......................................................................................47
I.5.1 Stand der Fachdiskussion zum Forschungsgegenstand.............................................47
I.5.2 Beteiligte Personengruppen und Institutionen.............................................................48
I.5.2.1 Die Befragten............................................................................................................48
I.5.2.2 Die Herstellung des Kontakts zu den Befragten.......................................................50
I.5.2.3 Die Fragende............................................................................................................50
I.5.3 Forschungsdesign.......................................................................................................51
I.5.3.1 Qualitative Forschung nach „Grounded Theory“......................................................51
I.5.3.2 Methodisches Vorgehen...........................................................................................52
I.5.3.2.1 Die Befragung........................................................................................................52
I.5.3.2.2 Das Experteninterview...........................................................................................53
I.5.3.2.3 Die Dokumentenanalyse........................................................................................54
I.5.4 Die Meilensteine..........................................................................................................55
I.5.4.1 Das Wirkungsmodell.................................................................................................55
I.5.4.2 Darstellung des Leitfadens.......................................................................................57
I.5.4.3 Hypothesen zu möglichen Ergebnissen...................................................................59
RESÜMEEI............................................................................................................................60
KAPITEL 2 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE.............................................................61
II.1 GRUNDPRÄMISSEN...........................................................................................................61
II.2 POSITIVE ERFAHRUNGEN VON MIGRANTINNENELTERN MIT ELTERNABENDEN UND
ELTERNBEIRÄTEN...................................................................................................................63
II.2.1 Positive Erfahrungen mit Elternabenden....................................................................65
II.2.2 Positive Erfahrungen mit Elternbeiräten.....................................................................66
II.3 SPEZIFISCHE HINDERNISSE FÜR DIE NACHHALTIGE UND AKTIVE MITWIRKUNG VON
MIGRANTINNENELTERN AN ELTERNABENDEN UND IM ELTERNBEIRAT.........................................67
II.3.1 Spezifische Hindernisse für Elternabende..................................................................69
II.3.2 Spezifische Hindernisse für den Elternbeirat..............................................................71
II.4HINDERNISSE FÜR DIE AKTIVE MITWIRKUNG VON MIGRANTINNENELTERN SOWOHL AN
ELTERNABENDEN,ALS AUCH IM ELTERNBEIRAT........................................................................72
II.4.1 Persönliche Komponenten.........................................................................................72
II.4.2 Gesellschaftliche Aspekte...........................................................................................80
II.4.2 Faktoren der Bildungseinrichtung...............................................................................86
Fazit 5..................................................................................................................................91
II.5 VORSCHLÄGE DER INTERVIEWPARTNER ZUR FÖRDERUNG EINER NACHHALTIGEN UND
AKTIVEN MITWIRKUNG VON MIGRANTINNENELTERN AN ELTERNABENDEN UND IM ELTERNBEIRAT 92
II.5.1 Spezifische Vorschläge ür den Elternabend und den Elternbeirat.............................93
II.5.2 Vorschläge sowohl für Elternabende, als auch für Elternbeiräte................................95
II.5.2.1 Vorschläge zu persönlichen Komponenten.............................................................96
II.5.2.2 Vorschläge zu gesellschaftlichen Aspekten............................................................97
II.5.2.3 Vorschläge zu Faktoren der Bildungseinrichtung..................................................100
RESÜMEEII.........................................................................................................................102
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Elternarbeit mit Migranteneltern Viviane Nabi Acho
KAPITEL 3 REFLEXION, DISKUSSION UND PERSPEKTIVE DER GEWONNENEN
ERKENNTNISSE...............................................................................................................103
III.1 REFLEXION ÜBER DEN FORSCHUNGSPROZESS................................................................103
III.2 VORSCHLÄGE DER FORSCHERIN ZUR FÖRDERUNG EINER NACHHALTIGEN UND AKTIVEN
MITWIRKUNG VON MIGRANTINNENELTERN AN ELTERNABENDEN UND IM ELTERNBEIRAT...........104
III.3 ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN.................................................................................106
III.3 DASVERHÄLTNIS SOZIALER ARBEIT UND BILDUNG..........................................................109
III.4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DIE SOZIALE ARBEIT....................................................110
III.4.1 Das Tripelmandat der Sozialen Arbeit.....................................................................112
III.4.2 Der interreligiöse und interkulturelle Dialog.............................................................114
III.4.3 Der Abbau von Diskriminierung...............................................................................115
III.4.4 Inklusive Schulsozialarbeit.......................................................................................119
RESÜMEEIII........................................................................................................................121
SCHLUSSWORT...............................................................................................................122
ANHÄNGE.........................................................................................................................124
ABBILDUNGSVERZEICHNIS...........................................................................................127
LITERATURVERZEICHNIS..............................................................................................128
INTERNETQUELLEN........................................................................................................134
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