Table Of ContentHANDBUCH
DER MILCHWIRTSCHAFT
IN VERBINDUNG MIT
WALTER GRIMM1lR UND HERMANN WEIGMANN
DR. PHIL., PROFESSOR FOR MILCHWIRTSCHAf'l' DR. PHIL., DR. AGR. H. Co, EHEM. DlREKTOR DER
UND OlREKTOR DES MlLCHWmTSCHAFTUCHEN VERSUCHSSTATION FOR MOLKERlnWESEN UND
INSTITUTES AN DEn UNIVERSITAT IN KONIG!). . EMER. VERWALTUNGSDIREKTOR DER pRJruSS.
BERO IN PREUSSEN VERSUCHS- UND FORSCHUNOSANSTALT Ftffi
MILCHWIRTSCHAFT KlEL
HERAUSGEGEBEN VON
WILLffiALD WINKLER
DR. PHIL., HOFRAT, EMF.R. PROFESSOR FOR MOLKEREIWF.8EN UNO
LANOWIRT5CHAFTLTCHE BAKTERIOLOOIE AN DER HOCHSCHULE POR
BODENKUI,TUR IN WIEN, VORSTAND DES MILCHWIRTSCHAPTLICHEN
I.ABORATORIUMS DES MILCHWIRTSCHAflTLlCHEN REICHSVEREINS FOR
OSTERREICH IN wnw
ERSTER BAND / ZWEITER TElL
DIE MILCHPRODUKTION
DIE MILCHVIEHZUCHT . FOTTERUNG, HALTUNG
UND PFLEGE DER MILCHTIERE . ENTSTEHUNG,
GEWINNUNG UND BEHANDLUNG DER MILCH
Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH
1930
DIE MILCHPRODUKTION
DIE MILCHVIEHZUCHT . FUTTERUNG, HALTUNG
UND PFLEGE DER MILCHTIERE . ENTSTEHUNG,
GEWINNUNG UND BEHANDLUNG DER MILCH
BEARBEITET VON
H. v. FALCK-BERLIN . TH. HENKEL-MUNCHEN . E. HIERONYMI
KONIGSBERG . B. LICHTENBERGER-KIEL . B. MARTINY-HALLE
E. NERESHEIMER-WIEN . G. WIENINGER-WIEN . W. WINKLER-WIEN
MIT 229 ABBILDUNGEN
Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH
1930
ALLE RECHTE, INSBESONDERE DAS DER OBERSETZUNG
IN FREMDE SPRACHEN, VORBEHALTEN
COPYRIGHT 1930 BY SPRINGER-VERLAG BERLIN HEIDELBERG
URSPRUNGLICH ERCHIENEN BEl JULIUS SPRINGER IN VIENNA 1930
SOFTCOVER REPRINT OF THE HARDCOVER I ST EDITION 1930
ISBN 978-3-7091-5866-1 ISBN 978-3-7091-5916-3 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-7091-5916-3
Inhaltsverzeichnis
Seite
I. Zucht und Ftitterung von Milchvieh. Von H. v. FALcK-Berlin. Mit 38 Ab-
bildungen ....................................................... I
1. Die Milchrassen von Rind, Ziege und Schaf . . . . . . . . . . . . . . . . . I
A. Rinderrassen ................................................. 4
a) Allgemeine Ubersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
b) Die wichtigsten Milchrassen des Rindes ...................... II
1. Das Ayrshire-Rind. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 12
2. Das Milch- (Dairy-) Shorthornrind ....................... 13
3. Das Jersey-Rind........................................ 14
4. Das Guernsey-Rind..................................... 15
5. Das Bretagner Rind. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 16
6. Das Normanner Rind. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 16
7. Das flandrische Rind ................................... 17
8. Das schwarzbunte Niederungsrind . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
9. Die rotbunten Niederungsschlage ........................ 23
10. Die einfarbig roten und rotbraunen Niederungsschlage. . . . .. 25
11. Das einfarbig graubraune Gebirgsrind .................... 27
12. Das Hohenfleckvieh .................................... 29
B. Ziegenrassen ................................................. 31
a) Die Ziegenrassen in der Schweiz, in Deutschland und den benach-
barten Landern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 31
1. Die Schweizer Saanenziege und die ihr nahestehenden
weiBen hornlosen Ziegenschlage .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 32
2. Die Toggenburger Ziege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 34
3. Die gems- und rehfarbigen Ziegenschlage ................. 35
b) Die Ziegenschlage in Frankreich und Siideuropa .............. 37
1. Die franzosischen Alpenschlage .......................... 37
2. Die franzosischen Pyrenaenschlage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 38
3. Die Ziegenschlage in Spanien, Malta, Italien und auf dem
Balkan................................. ............... 38
c) Die afrikanischen und asiatischen Ziegenrassen ............. ':. 39
C. Milchschafrassen .... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
a) Das friesische Milchschaf ................................... 40
b) Die Milchschafrassen in Osterreich, Ungarn und den benachbarten
Landern .................................................. 42
c) Die franzosischen Milchschafrassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 43
d) Sonstige Schafrassen, deren Milch gewonnen wird . . . . . . . . . . . .. 44
Literatur .......................................................... 45
2. Die Ziichtung ................................................. 46
A. Allgemeine Richtlinien fiir die Zucht ........................... 46
B. Die Auswahl der Schlage .............. :...................... 58
C. Die Auswahl der Zuchttiere... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 59
D. Der Betrieb der Zucht .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 66
E. Die Mallnahmen zur Forderung der Milchviehzucht " . . . . . . . . . . .. 72
a) Ziichtervereinigungen ..................................... " 73
b) Milchleistungspriifungen .................................... 76
Anhang............................................................ 82
Literatur .......................................................... 92
VI InhaItsverzeichnis
Seite
3. Die Ernahrung des Milchviehs ............................... 93
A. Die Nahrstoffe des Futters und ihre Verwendung ............... 93
B. Die Futtermittel und ihr EinfluB auf Menge und Beschaffenheit
del' Milch ........... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 103
a) Die Gewinnung, Aufbewahrung und Zubereitung del' Futtermittel 103
b) Beschreibung del' Futtermittel .............................. 106
1. Griinfutter, Sauerfutter und Heu ........................ 106
2. Stroh und Spreu .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. llO
3. VVurzeln und lCnollen ................................... 110
4. lCorner und Samen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. III
5. Abfalle del' Miillerei. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. ll3
6. Riickstande del' (Jlgewinnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 114
7. Abfalle del' Zuckergewinnung ............................ 116
8. Abfalle del' Starkegewinnung ............................ 116
9. Abfalle del' Garungsgewerbe ............................. lll:!
10. Futtermittel tierischer Herkunft, Beifuttermittel und
GewUrze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 117
11. Das VVasser ............................................ 117
c) Del' EinfluB des Futters auf Menge und Beschaffenheit del' Milch U8
C. Die Fiitterung des Milchviehs ................................. 123
a) Allgemeine Richtlinien. Nahrstoffnormen ..................... 123
b) Stallfiitterung und VVeidegang .............................. 129
Literatur .......................................................... 138
II. Del' Milchviehstall und die Pflege del' l\lilchtiere. Von Hofrat Professor
Dr. VV. VVINKLER-VVien. Mit 37 Abbildungen ....................... 141
1. Del' Milchviehstall ............................................ 141
A. Raumbedarf ................................................. 142
B. Del' Stall muB trocken sein ................................... 143
C. Del' Stall soll stets gut geliiftet sein ........................... 146
D. Del' Stall soll gesund, bzw. frei von lCrankheitskeimen sein und sich
leicht desinfizieren lassen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 151
a) Die Tuberkulose ........................................... 152
Bekampfung del' Tuberkulose.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 153
b) Seuchenhaftes Verkalben ................................... 154
c) Del' ansteckende Scheidenkatarrh ............................ 155
d) Der Blaschenausschlag ..................................... 156
e) Euterentziindungen (Mastitiden) ............................. 156
f) Die lCiilberruhr (weiBe Ruhr del' lCalber) .................... 161
g) Die lCiilberpneumonie (ansteckende Lungenentziindung del' lCalber) 161
h) Die Maul- und lClauenseuche oder Aphthenseuche ............. 161
i) Eitrige lClauenentziindung .................................. 162
De~infektion des Milchviehstalles. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 162
lContumazstall ............................................. 163
E. Del' Milchviebstall solI hell sein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 163
F. Der Stall soIl rein und frei von Ungeziefer sein und sich leicht rein
haIten lassen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 164
a) Die Fliegenplage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 165
b) Zur Vertilgung der Ratten und Mause ....................... 166
G. Del' Stall solI richtig temperiert sein ........................... 167
H. Die Standeinrichtungen ....................................... 167
1. Anbindevorrichtungen und FreBgitter..... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 173
K. Selbsttriinken ................................................ 177
L. Anordnung des Stalles und die Aufstellung der lCiihe ........... 179
M. 1m Stall soIl Ruhe und Ordnung herrschen ..................... 184
Neuer amerikanischer GroBmelkbetrieb ......................... 184
Literatur ......................................................... , 185
Inhaltsverzeichnis VII
Seite
2. Die Pflege der Milch tiere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 186
Hauptaufgaben der Pflege ....................................... , 186
1. Reinhaltung der Tiere von Schmutz und Ungeziefer (Hautpflege) . 187
2. Die Klauenpflege ............................................ 191
3. Die Hornerpflege ............................................ 192
4. Sorge fiir Bewegung in frischer Luft .......................... 193
5. Verhiitung und Bekampfung von Krankheiten . . . . . . . . . . . . . . . . .. 195
a) Stallkrankheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 195
b) Weidekrankheiten ......................................... 195
6. Verhiitung von Verdauungsstorungen, Aufblahen und Vergiftung
durch schadliche Futterpflanzen, ......... '" ................... 198
7. Piinktlic~hkeit im Fiittern und Melken. Gute Zeiteinteilung fiir die
Stt:.l1arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 202
8. Vermeidung von kaltem und nassem Lager .................... 202
9. Dap. Euter mull vor Stoll und Verletzungen geschiitzt sein . . . . . .. 203
10. ZweckmaBiges und schonendes Melken zu rechter Zeit ........... 203
n. Verniinftige Zuchtbeniitzung .................................. 204
12. Die Pflege trachtiger Kiihe und Fiirsorge beim Abkalben . . . . . . .. 205
13. Die Lichtbehandlung und die Bestrahlung der Kiihe mit ultra-
violett em Licht .......................... . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 207
14. Verniinftige, sanfte Behandlung der Tiere ...................... 208
Literatur .......................................................... 208
III. Die Milchdriise und die Milchbildung. Von Professor Dr. E. HIERONYMI-
Konigsberg i. Pro Mit 38 Abbildungen .............................. 210
A. Biologie der Milch druse ...................................... 210
1. Entwicklungsgeschichte der Milchdriise ......................... 210
a) Phylogenese der Nlilchdriise ...... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 210
b) Die Ontogenese der Milchdriise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 211
Die Entwicklung der Milchdriise beim Menschen .............. 216
Die Entwicklung der Milchdriise bei den einzelnen Tierarten . .. 217
2. Der Bauplan der Milchdriise und ihre aullere Erscheinungsform ...... 220
a) Die 1\1ilchdriise, Mamma des Menschen ...................... 220
b) Die Milchdriise, das Euter, Mamma des Tieres ............... 224
3. Histologie der Milchdriise ..................................... 245
a) Das Leistungsgewebe ....................................... 245
b) Die Sekretbildung in der Driisenzelle ........................ 252
c) Die NISsENschen Korperchen ............................... 254
d) Protoplasmastrukturen ..................................... 257
e) Die Pseudokonkremente, Corpora amylacea ................... 257
f) Die Kolostrumbildung ...................................... 259
4. Physiologie der Milchdriise .................................... 262
a) Aligemeines iiber Sekretbildung ............................. 262
b) Reizstofftheorien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 264
c) Die Laktation ............................................. 273
d) Laktagoge Stoffe .......................................... 281
e) Laktifuge Stoffe ........................................... 284
B. Pathologie der Milchdriise ................................... 284
1. Pathologische Anatomie ....................................... 284
a) MiJ3bildungen ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 284
b) Entziindungen und Mykosen der Milchdriise beim Menschen ... 289
c) Entziindungen und Mykosen der Milchdriise beim Haussauger . 291
Die infektiosen Granulome der Milchdl'iise ................... 298
d) Geschwiilste del' Milchdriise ................................. 307
e) Die Parasiten del' Milchdl'ilse ............................... 316
VIn Inhaltsverzeichnis
Seite
2. Pathologische Physiologie ..................................... 317
a) Galaktorrhoe und Hypogalaktie ............................. 317
b) Die Schwergiebigkeit der Brust und des Euters (Zah- oder Hart-
meIkigkeit) ................................................ 317
c) Das "Aufziehen" der Milch beim Rinde ..................... 318
Literatur .......................................................... 320
IV. Die Gewinnung der Milch .... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 331
1. Das Handmelken. Von Geheimrat Prof. Dr. TH. HENKEL-Miinchen.
Mit 49 Abbildungen ............................................ 331
A. Die Mechanik des Melkens .................................... 331
B. Fill den Melker Beachtenswertes vom Bau des Euters ........... 336
C. Vorbereitungen zum Melken und die Ausfiihrung der Melkarbeit .. 339
a) Vorbereitungen ............................................ 339
b) "Zuhanteln oder Anriisten" .................................. 343
c) Der Melkreiz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 345
d) "Allgemeines Melken" ...................................... 347
e) "Ausmelken, Reinmelken" .................................. 348
f) "Nachmelken" ............................................. 349
g) "Neue Allgauer Melkmethode" .............................. 350
h) Uber Melkmaschinen ....................................... 352
i) Scblechtes Ausmelken ...................................... 353
k) Aufziehen, das Zuriickhalten der Milch ...................... 353
D. Die Milchergiebigkeit der einzelnen Euterviertel. ................. 354
E. Gebrochenes Melken ........................................... 355
F. Wie milkt das Kalb ~ ......................................... 358
G. Mittel, den Keimgehalt der Milch schon beim Melken moglichst
herabzusetzen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 359
Gerate ...................................................... 363
Melkeimer und SammelgefaB .................................. 364
H. Der Milchschmutz und das Seihen der Milch .................... 365
Literatur .......................................................... 374
2. Das Maschinenmelken. Von Professor Dr. B. MARTINy-Halle
a. d. Saale. Mit 36 Abbildungen .................................. 375
A. Entwicklungsgang der Melkmaschinen .......................... 375
a) Melkrohrchen .............................................. 375
b) Druckmaschinen ............................................ 376
c) Saugmaschinen ............................................ 376
1. Melkbecher ............................................ 376
2. Diinn- und Pulslufterzeuger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 379
3. Die sonstigen Teile und der Zusammenbau. . . . . . . . . . . . . . .. 380
B. Die Bauarten der Melkmaschinen ............................... 380
a) Die Erzeugung der Melkwirkung ............................ 380
1. Der Einraumbecher ohne Rohrleitung ..................... 381
2. Der Zweiraumbecher mit Rohrleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 382
b) Ortsfeste und bewegliche Melkanlagen ....................... 387
c) Einzel- und Doppelmaschinen .............................. 387
C. Die Weide-Melkanlagen ....................................... 388
a) Ortsfeste Weide-Melkanlagen ................................ 388
b) Versetzbare Weide-Melkanlagen ............................. 388
c) Melkwagen .............................................. . 388
D. Beurteilung der Melkmaschinen ................................ 389
a) Melkmaschine und Leutefrage .............................. , 389
b) EinfluB der Masehine auf die Gesundheit der Euter .......... 391
Inhaltsverzeichnis IX
8eite
c) EinfluJl der Maschine auf den Ertrag ....................... , 391
d) EinfluJl der Maschine auf Sauberkeit, Keimgehalt und Haltbar-
keit der Milch ............................................ , 392
e) Leistung ................................................... 392
f) Prfifungsergebnisse ......................................... 392
E. Ratschlage fUr .Anschaffung und Betrieb von Melkmaschinen ..... , 393
a) Vor dem Kauf der Melkmaschine ........................... 393
1. Frage der .Anschaffung •................................ 393
2. Eignung der Kiihe zum Maschinenmelken ................ 393
3. Wahl des Motors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 394
b) Einrichtung der Melkmaschinenanlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 394
c) Betrieb der Melkmaschine .................................. 394
1. Das Einmelken ........................................ 394
2. Der Dauerbetrieb ...................................... 395
F. Die Priifung von Melkmaschinen ............................... 397
a) Die Melkmaschinenpriifung Berlin-Britz ...................... 398
1. Beriicksichtigung der Leutefrage ......................... 398
2. Ermittlung des Einflusses der Maschine. . . . . . . . . . . . . . . . . .. 398
b) Die Wege zur Priifung ..................................... 399
1. Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 399
2. MeJlinstrumente ........................................ 399
Literatur .......................................................... 401
V. Die Mllchbehandlung beim Landwirt. Von Professor Dr. B. LICHTENBERGER-
Kiel. Mit 17 Abbildungen ........................................... 401
Baulicher Teil ................................................... 405
Maschinen und Gerate in der Milchkammer ........................ 407
Aufbewahrung der Milch .......................................... 411
Reinigung und Sterilisierung der Geriitschaften...................... 412
Wasserversorgung ................................................. 414
Kraftversorgung ................................................. 415
Energie- und Wasserbedarf sowie Kosten der Milchbehandlung ....... 415
Anhang. Das Wasser 1m Milchwirtschafts- und Molkereibetrieb. Von
G. WIENINGER und Universitatsdozent, Ministerialrat Dr. E. NEREEI-
HEIMER-Wien. Mit 14 Abbildungen ................................... 417
I. Betriebsstorungen durch Wasser, V\Tasserreinigung und B£unnenanlagen . 417
A. Betrieb sstorungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 417
B. Die Enteisenungsanlage ......................................... , 419
C. Wasserreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 423
1. Langsamfilter ................................................ 423
2. Schnellfilter ...... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 424
3. Bakterienfilter ............• " ................................ 424
4. Unwirksame Reinigungsverfahren ............................. 425
5. Chemische Reinigungsverfahren ............................... 426
6. Wasserreinigung durch Abkochen ............................. 428
7. Wasserreservoire und Wasserleitungen .......................... 429
8. Moorige Wasser ............................................. 430
D. SpezieUe Vorschriften fiir die Brunnen- und Wasserquelliassungen ... 431
II. Abwasser-, Schmutzwasserreinigung im Molkereibetrieb ................ 434
J. Die Faulkammer ............................................... 436
2. Das biologische Oxydationsfilter ................................. 438
III. Kanalisation der Molkereien und die Beseitigung der Betriebsabwasser .. 451
Literatur ...............•.........•................................... , 455
N amensverzeichn is ................................................ 456
S ach ver zei chnis .................................................... 461
I. Zucht und Fiitterung von Milchvieh
Von
H. v. Falck-Berlin
Mit 38 Abbildungen
1. Die Milchrassen von Rind, Ziege und Schaf
Dnter den Tierarten, deren Milch als menschliches Nahrungsmittel ge
wonnen wird, steht das Rind, namentlich in Europa, seiner wirtschaftlichen
Bedeutung nach weitaus an erster Stelle. Ganz besonders gilt das fUr die Gebiete
mit gemiWigtem Klima, in welchen das H a u sri n d in seinen verschiedenen
Rassen das wichtigste Milchtier darstellt, wahrend das im siidlichen Asien und
in Afrika verbreitete Buckelrind oder Zebu zwar auch del' Milchgewinnung
dient, in erster Lillie jedoch als Arbeits- und Fleischtier genutzt wird. Auch
der vom indischen Biiffel abstammende Haus biiffel ist in Gebieten mit
hei13em und feuchtem Klima in erster Lillie ein unentbehrliches Arbeitstier,
das aber auch der Fleisch- und JYIilchnutzung dient. Als besonders milchreich
werden die indischen Delhi biiffel geriihmt. In Europa beschrankt sich das
Verbreitungsgebiet des Hausbiiffels auf den Kaukasus, eillige Gebiete SiidruBlands,
die Balkanstaaten, Rumanien und Siebenbiirgen, Teile von Siidungarn, Italien
und Sizilien. Auch hier ist der Buffel vorwiegend Arbeitstier; die sehr wohl
schmeckende und gehaltreiche Milch wird als Trinkmilch geschatzt und auch
auf Kase (namentlich in Italien), seltener auf Butter verarbeitet. In einzelnen
Zuchten wird die "Milch ausschlieBlich vom Kalbe genutzt. 1m allgemeinen
werden von der Biiffelkuh in Europa etwa 1000 kg IVIilch gewonnen, mit
Schwankungen von 500 bis 1800 kg. Der Fettgehalt der Milch ist sehr hoch, im
}fittel gegen 8 %, und zwar von etwa 5 % zu Beginn der Milchzeit, allmahlich
auf etwa 12,5 % steigend; doch bestehen auch hier im Einzelfalle erhebliche
Dnterschiede. Eine allgemeinere Bedeutung als Milchtier kommt dem Biiffel in
Europa llicht zu.
Das auf den Dr aJs Stammform zuriickzufiihrende Hausrind stellt eines
der altesten Haustiere del' Alten Welt dar. Durch die Zahmung verschiedener
Lokalformen des Drs unter stark voneinander abweichenden natiirlichen Ver
haltllissen entstanden bereits in alter Zeit Typen mit besonderem Geprage,
aus denen sich allmahlich die heutigen Rinderrassen entwickelt haben. Neben
der Abstammung und den natiirlichen Verhaltnissen ist es vor allem die kiinst
liche Zuchtwahl durch den Menschen, die namentlich in neuerer Zeit
zur Bildung der in Form und Leistung sehr verschiedenen Rinderrassen bei
getragen hat. Je nach den wirtschaftlichen Verhaltllissen tritt bei der Zuchtwahl
die Milch-, Fleisch- oder Arbeitsleistung des Rindes mehr in den Vordergrund.
Neben R,assen mit einseitiger Betonung nur einer dieser Nutzungen - wie
dem einseitig auf Milchergiebigkeit geziichteten Jerseyrind, dem auf Friihreife
und Mastfahigkeit geziichteten Shorthornrind und dem in allererster Lillie
Handbuch der ~lilchwirtschaft Ij2