Table Of ContentTimothy Leary
Die Intelligenz-Agenten
Aus dem Amerikanischen von Gregor Pott ©1982 Sphinx Verlag Basel ©1979 Timothy Leary Originaltitel:
Intelligence Agents Peacepress, Culver City, USA ISBN 3-85914-504-5
FÜR BARBARA
Dementi des Verlegers
Sie halten ein Werk gesellschaftlicher,
moralischer, religiöser und wissenschaftlicher
Satire in Händen, das in der Zukunft spielt.
Artikel, die anderen Autoren zugeschrieben
wurden, sind (mit Ausnahme der unten
bezeichneten Zeitungsbeiträge) in Wirklichkeit
Parodien des Verfassers. Dieses Werk möchte
kein Individuum, keine Rasse, Organisation oder
Religion verleumden. Vielmehr will es die Leser
unterhalten und gleichzeitig ihre Intelligenz
steigern.
«CIA finanzierte Forschungen von Leary-Gegner», mit freundlicher Genehmigung
des Boston Globe.
«Englische Fans versetzen Fussballsport Schlag ins Gesicht», mit freundlicher
Genehmigung der Los Angeles Times.
«Autorenpetition ersucht die Schweiz um Asyl für Leary», mit freundlicher
Genehmigung des San Francisco Chronicle.
Wir danken Mrs. Yvonne Halsman für das Foto von Marilyn Monroe. Copyright © by
Philippe Halsman.
Wir danken Julian Watkins für die vielen Illustrationen aus The 100 Greatest
Advertisments, Dover Publications, 1959.
Robert Clark zeichnete Tabellen und Karten.
Anmerkungen des Verlegers
Dieses Dokument erhellt die gebräuchlichen Taktiken der
Wirklichkeitserschaffung, derer sich Intelligenzagenten
bedienen, die im Auftrag jener Kinderstuben-Planeten stehen, die
von Stufe 12 (Zentralisierter New Deal-Insekten-Sozialismus)
nach Stufe 13 (Neurosomatische Selbstentdeckung) mutieren.
Terra I oder Sol-3, der Mutterplanet, um den es sich hier dreht,
bot keine ungewöhnlichen genetischen Probleme für die lokalen
Evolutionsagenten (deren Netzwerk die Kastenlosen genannt
wurde). Die Verwandlung von irdischem Affenstadium zu nachirdischem Status
vollzog sich in gewohnter Art und Weise.
Kommodore Leri, kastenloser Agent und Quest-Herausgeber dieses Handbuchs, wird
Liebhabern galaktischer Komödien besser bekannt sein durch seine spätere Arbeit auf
dem Gebiet der Hochenergie-Fusion im Zeichen des Schützen. Die
Intelligenzagenten ist eine Sammlung von Dokumenten aus dem 20. Jahrhundert, die
sich wegen ihres jugendlichen Charmes in der gesamten Galaxis ansehnlicher
Berühmtheit erfreute. Wir haben ein klassisches Bild einer Gruppe von gerade erst
ausgeschlüpften Agenten, die, soeben dem Kadettenalter entwachsen, ihrer ersten
Mutationsaufgabe gegenüberstehen.
Die Kastenlosen nahmen ihre Arbeit genau zu der Zeit (1946 n. Chr.) auf, als das
Leben auf Terra I bereit war, den Sprung vom irdischen zum nachirdischen Zustand
zu tun, vom Planet zum Plan-It. Mit textlichen Anweisungen beorderte das Netzwerk
der Kastenlosen den frischgebackenen Agenten Leri in das einflussreichste larvale
Trainingscenter der Dom-Spezies (die Harvard-Universität), wo er eine Bewegung
der Stufe 13 (Hedonistische Genusssucht) auf die Beine stellen sollte. Innerhalb von
zehn Jahren hatten mehr als 35 Millionen Primaten im fortgeschrittensten Land
(Amerika) der Politik abgeschworen und experimentierten begeistert mit freiwilliger
Gehirnwäsche, neuralen Belohnungen und sozio-sexuellem Rollentausch.
Nach diesem Erfolg (1970) suchten die meisten Mitglieder des Kastenlosen-Netz-
werks verständlicherweise um Erholungsurlaub nach, um sich der neuen
ökologischen Position erfreuen zu können. Eine nachfolgende Beobachtung des
Planeten förderte einen Mangel an Agenten fremder Intelligenzsteigerung zutage, die
bereit und in der Lage gewesen wären, in die nächste Phase der Arbeit an der
Intelligenzsteigerung (I2) einzutreten. Zögernd willigte Leri ein, dem neuen
Netzwerk von Kastenlosen (unter Leitung von Gouverneur Jerry Brown und Larry
Flynt) beizutreten, dessen Aufgabe es war, die Selbstverwirklichungs-Stufe 14 (1970
- 1975) von Prä-Dom1 zur Dominierung des Bienenstocks zu bringen. 1976 meldete
Leri sich dann als Freiwilliger zum Dienst in der Prä-Dom2-Auswanderung-ins-All-
Bewegung (Stufe 15), da er realistisch erkannte, dass für ihn und seinen Genpool die
Stimulierung der Bewegung einer Auswanderung ins All der beste Weg sei, vom
schweren Ein-G-Mutterplanet zu einem massgeschneiderten Mehrfach-G-Plan-It zu
kommen.
Erinnern wir uns, dass 1970 ein Raum-Bewusstsein so gut wie nicht existent war und
sogar die fortgeschrittensten Primaten passiv auf eine Rettung irdischer Art hofften -
politisch, religiös oder kulturell. Um das Signal denen zu bringen, für deren
Aktivierung es gedacht war, musste das Netz-Werk der Kastenlosen jedes
Bienenstock-Gesellschaftssystem in Verruf bringen, einen zündenden Skandal
initiieren, es verfremden und Leri als eine der neuralen Sonden einsetzen.* [*Jeder
Agent, der für einen Mutterplaneten arbeitet, muss das Wort Skandal verstehen. Die
klassische Bienenstock-Definition von Skandal lautet: 1. jeder Akt, der die Moral der
öffentlichen Gemeinschaft verletzt; ein öffentliches Ärgernis. 2. Schande oder Beleidigung (d.
h. gerichtet gegen einen Kastenlosen). 3. Verletzung von Ruf oder Person durch offensives
oder plumpes, unpassendes Verhalten. Ein Schock für die Bienenstock- Moral, somit das
grundlegende Instrument der Evolution.]
Leris Taktik der anmutigen, serienmässig-sozialen Entfremdung brachte ihn als erstes
in die galaktischen Schlagzeilen. Mit Hilfe seiner Freunde gelang es ihm, mehr als
zwei Jahrzehnte lang kontrovers zu bleiben!
Wir sollten nicht vergessen, dass sich andere kastenlose Agenten mit anderen
zukünftigen Kasten zusammentaten. Gerard O'Neill, Brian O'Leary und Peter Vajk
mit Wissenschaftlern. Olin Teague, Barry Goldwater, Harrison Schmitt und Barbara
Mikulski mit östlichen Politikern. Jerry Brown mit westlichen Politicos. Barbara
Marx Hubbard mit Durchschnittsintellektuellen. Robert Anton Wilson mit weltklugen
Okkultisten. Alan Harrington mit der gebildeten Elite. F. M. Esfandiary mit
wissenschaftlichen Aristokraten. Pauline Kael mit Filmexperten. Richard (Cheech)
Marin, Thomas Chong und Ken Russell mit Filmemachern. Andy Warhol und Susan
Kaiser mit Künstlern. Roy Walford mit Biologen.
Viele dieser Dokumente sind Übertragungen von im Jahre 1977 vor 2500 Personen in
Tucson, Arizona live und mündlich gehaltenen Vorträgen, den Tucson Lectures. Diese
Übertragungen verdeutlichen die Techniken, die Leri für Schock, Stimulation und
Elektrifizierung domestizierter Affen in der Altersgruppe von fünfzehn bis zwanzig
Jahren anwandte.
Studenten primitiver irdischer Volkskunst wissen, dass Tucson 1977 das Zentrum des
Sonnengürtels (entzückender Ausdruck) war. Der Sonnengürtel umfasste einen
zunehmenden Halbmond wandernder höherer Intelligenz, der sich von Mountain
View, Kalifornien, im Nordwesten, durch Südkalifornien, Arizona und New Mexico
bis nach Cape Canaveral, Florida, im Südosten erstreckte.
Während der zehn Jahre, die diesem Vortrag vorangingen, vollzog sich eine enorme
neurogenetische Wanderung. Angetrieben von DNA-Befehlen, schickten die
Genpools des Südwestens ihre politisch aggressivsten Agenten nach Nordosten -
besonders nach New York, Boston, Chicago, Washington - während die Genpools am
Schneegürtel ihre intelligenten Sonden zur Südwestgrenze beorderten. Dieser
unglaubliche Austausch von Kastenlosen ging ohne Blutvergiessen vonstatten, ja
sogar ohne dass die Öffentlichkeit Wind davon bekam. Eine der grossen Leistungen
in der Geschichte irdischer Migration.
Die Kastenlosen waren roboterhaft gesteuerte evolutionäre Surfer, die auf einer
demographischen, westlichen Welle der Intelligenz ritten.
Andere Teile dieses Dokuments sind ursprünglich von misstrauischen und
faszinierten Counter Intelligence-Agenten in der Schweiz mitgeschnitten worden
(1971 - 1972). Der Kommodore hatte dort einen Erholungsurlaub eingelegt.
Die Schweiz war zu dieser Zeit das Zentrum des genetischen Verkehrs der Alten Welt
(Sperma/Ei). Ein winziges Bergfürstentum, reichlich durchsetzt mit
Intelligenzmaklern und Chromosomenhändlern. Zürich stand für Geld und
Industriespionage, Basel für Drogen, Genf für Dokumentation. Die alpinen Skiorte
für Gen-Maklertum und sexuelle Auswahl. Die Schweiz war, kurz gesagt, ein
alchimistischer Tummelplatz, ein Energiemarkt, eine Flugschule, wo sich
Höhenschieber einschrieben, um «Studentenverbindungen» der Kastenlosen zu
gründen.
Die aristokratischen Familien der Alten Welt schickten ihre Kinder auf Schweizer
Schulen, damit sie die Grundsätze inter-erotischer Diplomatie lernten. Die
auserwähltesten, begabtesten jugendlichen Sperma-Ei-Träger kamen zwecks
Initiierung ins Netzwerk des Intelligenzverkehrs auf alpine Schulen. Immer noch
waren die aristokratischen Gehirne Europas und Asiens von Stufe 10-
Feudalheiratsverbindungen geprägt. Die Stufe 11-Taktik zur Verbesserung des
Genpools bestand darin, junge englische und amerikanische Sperma-Ei-Kuriere
einzusetzen, deren Wohlstand und gesellschaftlich bewegliche Energie von den
ermüdeten Kontinentalen begrüsst wurde.
Aus diesen Gründen stiess der Aufenthalt eines selbsternannten fremden
Intelligenzagenten aus der Zukunft in diesem kleinen, alten Land auf ungeheures
Interesse. Zum Glück für unsere historischen Archive wurde jede Bewegung und
Unterhaltung des Kommodore von Counter Intelligence-Agenten aufgezeichnet.
Versuche der Firma, ihn aus diesem Bergversteck zu vertreiben, wurden konsequent
von aristokratischen, jungen Kastenlosen vereitelt.
Die Leser dieses Handbuchs werden ausserdem verschiedene Trainingsnotizen
finden, Unterrichtshinweise, Stossstangenaufkleber, Graffiti und Anzeigen, die von
den Kastenlosen in dieser flüchtigen Mutationsperiode veröffentlicht wurden.
Die Erdlinge hatten zur Zeit dieser Ereignisse keine Vorstellung von Genpools und
Kasten als Stufen der Evolution. Ein Grossteil der Feindseligkeit und des
Widerstandes, dem sich die kastenlosen Agenten unter diesen Umständen gegenüber
sahen, und es lag an der mangelnden Bereitschaft der Erdlinge, zu verstehen, dass sie
genetische Roboter waren, die man kopfvoran in einen beschleunigten
Mutationsprozess geworfen hatte, der Millionen konkurrierender Genpools und
einige verschiedene Spezies vermischt hatte. Jedes Individuum nahm unschuldig an,
alle anderen mit menschlichem Aussehen seien auf die gleiche Art programmiert.
Agenten, die sich auf die Mutationsaufgabe auf Planeten vor der Auswanderung ins
All vorbereiten, wird es interessieren, dass die Signale, die in diesem Handbuch
beschrieben werden, gewaltsame Reaktionen von Menschenschwärmen der
folgenden Gehirnstufen auslösten: altsteinzeitlich, neusteinzeitlich, priesterlich-
technologisch, feudalistisch, republikanisch, stalinistisch, hedonistisch-
konsumbejahend, selbstverwirklicht!
Genpools werden gewöhnlich aufs Schärfste von solchen genetischen Sichtweisen
attackiert, die meinen, die Evolution ginge an ihnen vorbei. Deshalb sind Agenten
angehalten, sich rasch zu bewegen und versteckte Hinweise und Spuren zu
hinterlassen, die für die rückständige Spezies harmlos und nichtssagend aussehen,
zugleich aber für die Zukünftigen, die der Zeit voraus sind, richtungsweisend und
hilfreich sein sollen. Als Hintergrundmaterial zu diesem Handbuch seien
Evolutionsagenten drei vorausgehende zukunfts-historische Texte in die Hand
gegeben: Exo-Psychologie, Neuropolitik und die galaktische Romanze Was will die
Frau?
Der Herausgeber möchte noch darauf hinweisen, dass die Anwesenheit von Carolyn
und Keith Henson (jenen Evolutionsagenten, welche die Auswanderung ins All
ermöglichten) im Auditorium von Tucson zur spannungsgeladenen Atmosphäre des
Ereignisses beitrug.
Seine Exzellenz, Nov Nuarb, Dekan der Akademie Evolutionärer Agenten
Hauptquartier der Agentur für Genetische Intelligenz
Galaxis, Zentrale, 2077 n. Chr.
Brief an den Herausgeber
Wie viele Ihrer Leser haben auch mich die kürzlichen Artikel in der Times über die
Kriege im Mittleren Osten, in Südafrika und Nordirland zutiefst beunruhigt.
Wie die meisten Ihrer Leser wurde auch ich als fanatischer Rassist geboren. Bis zum
zehnten Lebensjahr glaubte ich, dass ausschliesslich die Menschen aus meinem
Genpool (Angehörige der Irisch-Katholischen Kirche, im Gegensatz zu italienischen,
französischen, polnischen und griechischen Katholiken sowie Protestanten)
gesellschaftlich gleichgestellt seien.
Auf der Basis nachfolgender persönlicher Erfahrungen habe ich einige vorläufige,
weniger betrübliche Lösungen der Streitigkeiten um Rassen-, Kasten-, Klassen- und
nationalen Ursprung gefunden.
Wie wäre es, wenn jeder Genpool zu 25 % jüdisch wäre? Sind Sie zu mehr als 50 %
jüdisch, dann ruhig Blut! Sie sind qualifiziert, zu mehr als 25 % jüdisch zu sein, wenn
Sie zu diesem Prozentsatz glücklich sind!
Was wäre, wenn jeder Genpool 25 % Schwarze enthielte? Um sicher zu stellen, zu
mehr als einem Viertel schwarz zu sein, müssten Sie bis zu diesem Grad spiessig
werden!
Was wäre, wenn jeder Genpool 25 % Latinos enthielte? Für jedes Prozent mehr
Latino müssten Sie schwuler werden!
Und ganz sicher wird jeder damit fertig, wenn er zu 25 % Schweizer ist. Doch für
jedes Prozent mehr Schweizer sollten Sie entsprechend lustiger werden!
Es wäre nicht schlimm, wenn jeder Genpool zu 10 % irisch wäre. Doch für jedes
Prozent mehr irisch, sollten Sie entsprechend mehr Sex-Appeal entwickeln.
Larry Flint
Der Intelligenz-Direktor
Auch wenn er hier Zivil trägt, ist seine
aufgeweckte nachirdische Haltung
offensichtlich. Und wenn er auf den breiten
Korridoren der Agentur für Genetische
Intelligenz hedonistischen Agenten
begegnet, dann salutieren diese oftmals
automatisch. Wenn er in einem privaten, auf
Schlüsselkontakt reagierenden Fahrstuhl aus
seinem Büro im siebten Stock
herunterkommt und in seinem Sedan Platz
nimmt, wird ihn der Fahrer eher mit
«Admiral» als mit «Direktor» ansprechen.
Jerry Brown hat das lieber so. Nach 34
Jahren hoch oben im Vergnügungsschiff ist er voll auf S.M.I.2L.E. - Space Migration
(Auswanderung ins All). Intelligence Increase (Intelligenz-Steigerung) und Life
Extension (Lebens-Verlängerung).
«Vor dreissig Jahren», bemerkte sein Vorgänger, Direktor Turner, «war Amerika die
unangefochten vorherrschende Militärmacht, eine vollkommen unabhängige
wirtschaftliche Grösse, die herrschende Autorität in der Politik. Heute besitzen die
Amerikaner diese starke Position zweifellos nicht mehr. Und das ist gut, denn es
bedeutet, dass die Amerikaner intelligenter werden müssen.»
COUNTER-INTELLIGENCE AGENCY REPORT
Datum: Dezember 1971
Land: Montana-Crans, Schweiz
Klassifikation: STRENG GEHEIM
Betrifft: Der flüchtige Professor
Wir haben Timothy Learys
Aufenthaltsort entdeckt. Noch immer
reist er unter dem Deckmantel des
flüchtigen Philosophen und hält sich
mittels fünf Gehirnen in den
Schweizer Alpen versteckt. Sein
politisches Asyl wurde verlängert
und er befindet sich anscheinend in
der schlafenden Phase von Stufe 16.
Ziellos sich drehende Mechanismen
warten darauf, dass Sie erscheint.
Sein sechster Schaltkreis ist ausser
Kontrolle und seine Sendeenergien
pulsieren auf niedriger Frequenz.
Der Flüchtling ist der unbehagliche
Gast der lokalen Erdlinge, der
Walliser, die ihren Unterschied zu anderen Schweizern auf die geläuterte
Nachkommenschaft der Karthager zurückführen. Diese waren an der berühmten
historischen Rhone-Strasse vorbeigezogen, die sich von Genf bis San Bernardo
erstreckt. Der Professor ist sich nicht bewusst, dass seine Hausherren mit der
Muttermilch aufgezogene, rotwangige Araber sind und sein Gastgeber und Partner,
Michel Hauchard, seit langem unser Agent ist.
Sie sind Zeitreisende; im wahrsten Sinne des Wortes wandern Sie durch vergangene
Zivilisationen.
Die Kastenlosen
Von Frank Herbert
Frank Herbert war der grösste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, und viele halten
ihn für den intelligentesten Autor des Planeten Erde.
Herbert war der erste Schriftsteller, der in überzeugender Manier und mit
prophetischer Genauigkeit über Höhere Intelligenz schrieb. Seine Bücher, verfasst in
der primitiven Wildheit des mittleren 20. Jahrhunderts, waren bevölkert von
fortgeschrittenen Mutanten. Höhere Intellekte. Interessant zu wissen, dass die
weisesten und gescheitesten seiner Zukunftshelden weiblichen Geschlechts waren.
Herbert war, ebenso wie Walt Disney und Luther Burbank, ein vollausgebildetes
neurogenetisches Gehirn der Stufe 20. Seine Beschreibung der Bene Gesserit-
Schwestern, die über Jahrhunderte hinweg Genpool-Entwürfe kreierten, ist die
eindrucksvollste und unheimlichste Voraussage einer Zukunft, die der Gesellschaft,
der er in den Sechzigern des 20. Jahrhunderts angehörte, um neun Mutationsstufen
voraus war.