Table Of ContentDas Krebsproblem
EinfUhrung in die allgemeine Geschwulstlehre
fUr Studierende, Arzte und Naturwissenschaftler
von
Prof. Dr. rned.
Karl-Heinrich Bauer
Dr. rned. h. c., Dr. jur. h. c.
em. Direktor der Chirurgischen Klinik
der Universitlit Heidelberg
Zweite vollig neu bearbeitete Auflage
Mit 216 zurn Teil farbigen Abbildungen
Springer-Verlag
Berlin . Gottingen . Heidelberg
1963
Alle Rechte, insbesondere das der Dbersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten.
Ohne ausdriickliche Genehmigung des Verlages ist es auch nicht gestattet, dieses Buch
oder Teile daraus auf photomechanischem Wege (Photokopie, Mikrokopie) oder auf
andere Art zu vervielfaltigen.
ISBN-13: 978-3-642-86063-8 e-ISBN-13: 978-3-642-86062-1
DOl: 10.1007/978-3-642-86062-1
Copyright by Springer-Verlag OHG, Berlin' Giittingen . Heidelberg 1949
© by Springer-Verlag OHGJBeriin' Gilttingen -Heidelberg 1963
softcover reprint of the hardcover 2nd edition 1963
Library of Congress Catalog Card Number 63-14304
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diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme,
daJl solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung
als frei zu betrachten waren und daher von jedermann benutzt werden diirften
Erste Auflage
gewidmet
seinen Schiilern und Freunden
Rudolf Geissendorfer
Frankfurt
Karl Kindler
Iserlohn
Zweite Auflage
seiner getreuesten Mitarbeiterin
Frau Ingeborg Bauer
zugeeignet
Vorwort
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oawv ffcpte; dy.o~ ftd{}r] ate;, raiha 7Ce0Ttpew.
Dem, was ich geschaut, geh6rt, gelernt habe,
gebe ich Vorrang.
HERAKLIT*
Das Buch, lange Jahre vergriffen, will in seiner voIligen Neubearbeitung noch
mehr als in der Erstfassung den Versuch unternehmen, all die vielen, schier un
ubersehbaren Einzelheiten der statistischen, klinisch-pathologischen und experi
mentellen Krebsforschung, zusammen mit den Ergebnissen der Krebsdiagnostik,
Krebsbehandlung und Krebsverhiitung, dem heutigen Stand unseres Wissens ent
sprechend - zu einem geschlossenen Gesamtbild des Krebsgeschehens zu vereinigen.
Es gilt eben auch flir den Krebs der Satz: Das Ganze ist mehr als die Summe
seiner Teile.
Niemandem drangt sich die Gesamtheit der Krebsfragen mehr auf als wie dem
Krebskliniker. Fiir ihn ist alle Grundlagenforschung Voraussetzung seines arztlichen
Denkens und Handelns, zugleich wird er in seiner taglichen Arbeit aber auch kon
frontiert mit der Krebskrankheit in ihren hunderterlei Gestalten, und dies nicht nur
in ihren Anfangen, den verschiedenen Stadien und ihren Symptomen, sondern auch
in ihren individuellen Ablaufen und Rtickwirkungen auf den Menschen. Ferner ob
liegt dem Kliniker alle Krebsdiagnostik und Krebstherapie, aber auch sozial und
menschlich wird er flir die Krebskranken ein Teil ihres Schicksals. Ubersehen wir
schlieBlich nicht: Er ist durch die Beseitigung von Vorkrebskrankheiten usw. auch
in die Krebsverhiitung aktiv eingeschaltet.
So wird man es auch verstehen, daB unter den Krebsklinikern gerade ein
Chirurg mit einem besonders groBen Krebskrankengut, gesttitzt auf Pathologie,
Erbbiologie und Klinik und immer wieder ausgehend von den harten Erlebnissen
seiner taglichen Arbeit, den Schritt zu einer Gesamtschau aller Krebsfragen zu
machen versucht. Wer eine umfassende Synthese wagt, muB von vornherein urn
Nachsicht bitten. Es ist natiirlich einem einzelnen versagt, aIle irgendwie herein
spielenden fernen Fachgebiete selbst gentigend zu beherrschen. Man erwarte also
nicht alle spezialistischen Details, sondern nur die Auswertung fiir den Menschen,
denn der Ursprung des Krebsproblems ist stets der krebskranke Mensch. So weit
auch die Krebsforschung yom Kranken wegftihren mag, Prtifstein und Endziel
aIler Arbeit am Krebsproblem ist doch immer wieder der krebskranke Mensch
selbst, allein schon nach dem Gewicht der groBen Zahl, denn gehen beim Experi
ment die Zahlen vielleicht in die Tausende, so gehen sie beim Menschen in die vielen
Millionen, und dies alljahrlich und alltiberall auf Erden. Das Krebsproblem ist
langst ein Anliegen der ganzen Menschheit geworden. Auch an seiner Dringlichkeit
hat das Krebsproblem nichts eingebiiBt. 1m Gegenteil: Von den Menschen, die
sterben, stirbt ein stand ig hOherer Prozentsatz an Krebs. In der Bundesrepublik
Deutschland betragt er zur Zeit 21,4 %, d. h. jeder ftinfte Mensch stirbt an Krebs.
Noch 1900 war es jeder dreiBigste.
* HERAKLIT, Urworte der Philosophie. Dtsch. tibersetzung v. G. BURCKHARDT, Insel
VerI. 1957, S. 6/7.
VI Vorworl
Die groBe Fiille neu auszuwertenden Tatsachenmaterials brachte es mit sich,
daB der Text von 750 auf 1099 Seiten, die Zahl der Abbildungen von 71 auf 216
und die Zahl der Kapitel von 12 auf 18 erweitert werden muBte. Das fruhere Kapitel
"Krebsbeeinflussung im Experiment" wurde auf die entsprechenden Abschnitte
der einschHigigen Einzelkapitel verteilt. N eu eingeftigt sind die Kapitel "Angeborene
Geschwtilste und Tumoren des J ugendalters", die "Pathogenese maligner Tumoren"
und das SchluBkapitel tiber "Krebs und ()ffentlichkeit". Der frtihere Sammel
abschnitt "Krebsbehandlung, Krebsheilung, Krebsverhtitung" wurde entsprechend
den vielfachen und groBen Fortschritten auf den Hauptgebieten der Krebsbekamp
fung zu selbstandigen neuen Kapiteln tiber "operative Krebsbehandlung", tiber
"Strahlentherapie", tiber "Chemotherapie", tiber "Krebsheilung und Krebs
prognostik", tiber "Krebsverhtitung" sowie tiber "Krebs und ()ffentlichkeit" aus
gestaltet. In den beiden letzten Kapiteln waren vor allem die Arbeiten der von der
Deutschen F orschungsgemeinschaft eingesetzten wissenschaftlichen Kommissionen
und die in der Bundesrepublik Deutschland in den J ahren 1959-1962 erlassenen
Gesetze zur Gesundheitspolitik mit zu berticksichtigen.
Nach wie vor steht die "Mutationstheorie der Geschwulstentstehung" im Mittel
punkt des Buches. Diese Krebstheorie basiert auf der Vorstellung, daB unbeschadet
all der groBen Vielgestaltigkeit der Krebsarten im Grunde doch etwas Einheitliches
alle Krebsformen im Innersten verbindet und daB dieses Einheitliche auch einheit
lich zu erfassen und einheitlich durchzuftihren sein mtisse. So wird diese Theorie
gewissermaBen der rote Faden, der durch das Labyrinth der vielen und so ganz
verschiedenen Krebsteilfragen hindurch- und zum krebsbedrohten Menschen
zuruckfinden lassen soli.
Auf der anderen Seite hat sich eine Art Strukturwandlung des Buches insofem
vollzogen, als - unter steter Mitberticksichtigung der grundlegenden Bedeutung
experimenteller Krebsforschung - das Krebsgeschehen am M enschen starker in
den Vordergrund tritt. Es hat dies einen Grund nicht nur in der schon erwahnten
Zunahme des prozentualen Anteils der Krebsverstorbenen an der Gesamtsterb
lichkeit, in der Umkehr der Geschlechtsre1ation beim Krebs, in den Verschiebungen
in der Rangordnung der Organkrebse, und vielen anderen Umwalzungen im Krebs
geschehen beim Menschen, sondem vor allem auch in den doch recht beachtlichen
Fortschritten der Krebsdiagnostik und Krebstherapie und als Auswirkung beider
in den betrachtlichen Steigerungen der Krebsheilziffem in den letzten 20 J ahren.
Bei den Genitalkrebsen der Frau werden heute mehr als 50% aller Formen end
gtiltig geheilt, und bei vielen Organkrebsen reichen heute im Stadium I die Heil
ziffem an 90% und mehr heran. Andererseits ist der Magenkrebs, bislang und auch
heute noch der wichtigste Organkrebs, in den meisten Kulturlandem im Rtickgang
begriffen. Das alles nahrt die Hoffnung, daB das Krebsproblem - auf lange Sicht
wenigstens - in einem gewissen AusmaB li:isbar sein mtisse.
Neu im Kampf gegen den Krebs ist die Hilfe des Gesetzgebers. Selbstverstand
lich gibt es keine Krebsgesetze nach Art der Seuchengesetze, denn Krebs ist nicht
infektii:is und ftir Dritte nicht ansteckend. Gibt es auch keine Krebsepidemie, so
gibt es eine Endemie krebsbegtinstigender und krebserzeugender Schadigungen,
in der Hauptsache chemischer und physikalischer Art. Die in verschiedenen Kultur
landem in Gang befindliche Sanierung unserer Umwelt (Luft, Wasser, Lebens-und
GenuBmittel, Strahlungen) hat eben nicht nur eine allgemein gesundheitspolitische,
sondem bis zu einem gewissen Grade zugleich auch eine Bedeutung hinsichtlich
einer Minderung der Krebsgefahrdung. Die neuen Gesetze der Bundesrepublik sind
implicite bis zu einem gewissen Grad auch Antikrebsgesetze. Hier zeigt sich wirk
lich der vielgertihmte "Silberstreif am Horizont".
Vorwort VII
Zum Schlul3 habe ich vielen getreuen Helfern fUr ihre UnterstUtzung zu danken,
allen voran den Sekretarinnen Frau ELISABETH FINcKHgeb. WIRTH, Frl. ANNELIESE
LUTZ, Frau LENE PETZOLD geb. BRAUN und Frl. CHARLOTTE NENNINGER fUr alle
mtihselige Kleinarbeit der Literaturbeschaffung, Registrierung, der Manuskript
gestaltung usw. Herrn Dr. GERHARD OTT danke ich fUr seine nimmermtide Mithilfe
bei der Auswertung und graphischen Darstellung neuen statistischen Materials und
fUr die Abfassung des umfangreichen Sachregisters, Herrn Gerichtsassessor
EBERHARD HAYN dafUr, daB er es dankenswerterweise auf sich nahm, die Fahnen
korrekturen betr. die gesetzgeberischen Mal3nahmen auf ihre Vollstandigkeit zu
prtifen, zu erganzen, zu erweitern und tiberhaupt mich juristisch zu beraten. Zum
SchluB noch herzlichsten Dank an Herrn Dr. Dr. h. c. FERDINAND SPRINGER und
seinen Verlag fUr die immer ebenso warmherzige wie nachsichtige Unterstutzung
und fUr die, wie ich glaube, mustergtiltige Ausstattung des Buches.
Hat sich so das Buch entsprechend den Wandlungen im Krebsgeschehen beim
Menschen in seiner inneren Struktur gewandelt und stark erweitert, so sind anderer
seits Motiv, Diktion und Zielsetzung die gleichen geblieben wie in der ersten Auf
lage: "Ausgelost ist dieses Buch durch das Mit-Leiden mit so vielen Krebskranken,
diktiert ist es in der Sprache und dem Vorstellungsgehalt der ,Mutationstheorie der
Geschwulstentstehung', als Ziel setzt es sich, mitzuhelfen an der Losung des gr6l3ten
Problems unserer zeitgenossischen Medizin."
Heidelberg, den 18. Marz 1963 K. H. BAUER
Inhaltsverzeichnis
I. Wesen der Krebskrankheit
Einleitung . . . . . . .
Erstes Kapitel. Krebs aIs Krankheit. . . . 2
1. Die Klinik als Anfang aller Krebsfragen 2
2. Begrifisbestimmung. Abgrenzung. Klassifizierung 4
a) Was ist Krebs. . . . . . . . . . . . . . 4
b) Abgrenzung der malignen gegeniiber den benignen Tumoren . 6
c) Klassifizierung der Tumoren ........ 6
3. Allgemeine Symptomatologie der Krebskrankheit . 9
a) Vorgeschichte und Latenzzeit . 9
b) Klinische Krankheitssymptome 11
c) Metastasierung. . . . . . . . 16
d) RezidivbiIdung. . . . . . . . 22
4. Riickwirkungen von Krebsgeschwiilsten auf den Organismus 23
a) Intoxikation und Krebskachexie. . . . . . . . 23
b) Die seelischen Riickwirkungen der Krebskrankheit 26
c) Krankheitsdauer. . . . . . . . . . 27
d) Todesursachen bei Krebskranken. . . 28
5. Krebskrankheit und Krebsverursachung . 29
a) Berufskrebs. . . . . . . . . . . 30
b) Inkorporierung carcinogener Stofle. . 35
c) Krebs durch kiirpereigene Ursachen . 35
d) Krebsbegiinstigung durch Lebensgewohnheiten sowie durch Fremdstofle in Nah-
rungs-und GenuBmitteln . . . . 35
6. Vorkrebskrankheiten (Praeneoplasie) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
a) Reizpraecancerosen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
b) Praeneoplasien auf der Grundlage von Systemerkrankungen, GewebsmiBbildun-
gen und benignen Tumoren . . . . . 37
c) Reiztheorie der Geschwulstentstehung 39
Zusammenfassung . . 40
Literatur. . . . . . . . . 42
Zweites Kapitel. Krebsstatistik . 44
1. Formen der Krebsstatistik . 44
a) Morbiditatsstatistiken. 45
b) Sektionsstatistiken. . . 46
c) Todesursachenstatistik . 47
2. Haufigkeit der Geschwulstkrankheiten. 49
a) Krebs im Vergleich mit anderen Todesursachen 49
b) Organverteilung der Geschwulstkrankheiten. . 51
c) Riickschliisse aus den Krebssterbezifiem auf die Krebskrankenzahlen . 51
3. Krebszunahme. . . . . . . . . 51
4. Krebszahl beim gleichen Kranken. 58
5. Geschlecht und Alter . . 63
a) Krebs und Geschlecht. 63
b) Krebs und Alter. . . 67
6. Statistik der Sarkome. . 73
a) Haufigkeitsverhaltnis zwischen Carcinom und Sarkom. 73
b) Sarkom und Alter . . . . . . . . . . . . . 74
c) Die Geschiechtsverteilung der Sarkome . . . . 75
d) Die Organ- und Gewebsverteilung der Sarkome 76
x
Inhaltsverzeichnis
7. Geschwulstkrankheiten als soziales Problem 76
a) Soziale Krebsverbreitung 77
b) Beruf und Krebs. . . 78
8. Krebsendemiologie . . . 82
9. Statistik der Tiertumoren 87
Literatur. . . . . . . . 92
Drittes Kapitel. Allgemeine Krebspathologie 94
1. Aufbau und Grundeigenschaften der Geschwiilste . 94
a) Die Zellnatur der Tumoren . . . . . . . . . 94
b) Das Tumorwachstum. . . . . . . . . . . . 95
c) Einteilung und Benennung der Geschwiilste nach ihrer Histogenese. 96
ex) Dermoidcysten und Teratome. 100
(3) Sonstige Mischgeschwiilste . . . . . . . . . . 101
d) Kennzeichen des Krebswachstums . . . . . . . . 105
2. Morphologie der Praecancerosen und Praesarkomatosen 115
3. Das "Carcinoma in situ". . . . . . . 121
4. Histologie und Cytologie der Tumoren. 123
a) Histologie der Tumoren . 123
b) Cytoplasma . . . . . . . . . . . 127
c) Zellkem. . . . . . . . . . . . . 127
d) "Geschlechtschromatin" und Tumorzellen . 129
e) Histochemie und Cytochemie . . . . . . 132
5. Experimentelle Krebsmorphologie . . . . . 133
a) Entwicklungsmechanik und Entwicklungsphysiologie . 133
b) Impftumoren . . 136
c) Gewebeziichtung. 139
Zusammenfassung 143
Literatur. . . . . . 144
Viertes Kapitel. Biochemie des Krebsgeschehens 148
1. Anorganische Stoffe . 149
2. Organische Stoffe . 151
a) Lipoide. . . . . 151
b) Kohlenhydrate. . 152
c) Aminosauren, Proteine 153
d) Biochemie des Zellkems. 156
3. Vorbemerkungen iiber Wirkstoffe und Krebsgeschehen. 159
4. Enzymsysteme, Stoffwechsel und Krebsgeschehen. . . 160
a) Enzyme des Kohlenhydratstoffwechsels und der biologischen Oxydation 160
b) Enzyme des Fettstoffwechsels . . . . 166
c) Enzyme der EiweiBstoffe . . . . . . 166
d) Enzyme des Nucleinsaurestoffwechsels 167
e) Sonstige Enzyme. . . . . . . . 167
5. Vitamine und Krebs. . . . . . . . 168
6. Geschwulstgeschehen und Hormone . 171
a) Hormonstorungen und Krebs . . 172
b) Hormonbildende Geschwiilste endokriner Driisen. 182
Zusammenfassung 200
Literatur. . . . . . 201
II. Krebsentstehung
Fiinftes Kapitel. Krebs und Vererbung. . . . . . 207
1. Genetik der Tumoren bei Tieren . . . . . . 208
2. Geschlecht und Rasse als genetische Faktoren 217
3. Familien-und Stammbaumforschung . . . . 224
4. Zwillingsforschung und Geschwulstvererbung . 229
5. Erbliche Praeblastomatosen 236
Zusammenfassung 244
Literatur ........ . 245
Inhaltsverzeichnis XI
Sechstes Kapitel. Angeborene Geschwiilste und Tumoren des Jugendalters. 249
1. Haufigkeitsverhaltnisse . 250
a) Todesursachenstatistik . . . . . 250
b) Morbiditatsstatistik. . . . . . . 255
2. Hauptformen angeborener Tumoren . 256
a) MiBbildungstumoren . . . . . . 256
b) Dysontogenetische Tumoren ... 262
c) Angeborene Geschwiilste der mesenchymalen Gewebsreihe . 270
d) Neuroektodermale Geschwulstsyndrome ..... 273
e) Tumoren im Zusammenhang mit der Placentation 276
3. Blastogenese angeborener Tumoren . . . . 277
a) Keimversprengung ............. . 278
b) Tumorinduktion wahrend der Ontogenese ... . 278
c) Transplacentare Tumoriibertragung und Tumorauslosung 279
d) Tumorauslosung durch Bestrahlungen in der Schwangerschaft 281
e) Dbertragung tumorauslosender Stoffe mit der Muttermilch 282
f) Tumorinduktion durch blastogene Noxen in friiher Kindheit. 282
4. Angeborene und friihkindliche Tumoren der Keimdriisen und anderer endokriner
Organe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 284
a) Angeborene Storungen als "Chromosomenkrankheiten" . . . . . . 284
b) Genetisch bedingte Keimdriisenstorungen und Keimdriisentumoren. 287
c) Hodentumoren bei Kryptorchismus. 288
d) Maligne Hodentumoren. . . . . . . . . . . . 290
e) Ovarialtumoren . . . . . . . . . . . . . . . 291
f) Andere friihkindliche Tumoren endokriner Organe 292
Zusammenfassung 293
Literatur ................ . 296
Siebentes Kapitel. Infektion und Krebsentstehung . 300
1. Parasiten und Tumorgenese . . . . . . . . 301
a) Parasitar ausgeloste Tumoren beim Menschen 301
b) Parasitar induzierte Tumoren bei Tieren 302
c) Die infektios-parasitare Theorie der Krebsentstehung . 304
2. Infekte und Tumorgenese . . . . . . . . . . . . 304
a) Chronisch-bakterielle Infekte und Praecancerosen 305
b) Tuberkulose und Krebs ........... . 306
c) Carcinom-bzw. Sarkomentwicklung bei chronischer Enterocolitis 307
3. Virustumoren . . . . . . 308
a) Allgemeines fiber Viren. . . . . . . . 308
b) Virustumoren bei Tieren ...... . 311
4. Virusbedingte Geschwiilste beim Menschen . 318
a) Virusinduzierte Wucherungen geschwu1startiger Natur beim Menschen 319
b) Virusbedingtheit des Morbus Hodgkin und der Leukosen? . 320
5. Virustheorie der Geschwulstentstehung 320
Zusammenfassung. 326
Literatur. 327
Achtes Kapitel. Krebs durch chemische Stoffe . 330
1. Krebs durch Mineralien und Metalle. 331
a) Der Arsenkrebs . . 331
b) Krebs bei Asbestose 334
c) Der Chromatkrebs . 335
d) Der "Metallkrebs" . 336
e) Staubinhalation und Bronchialkrebs 339
2. Krebs durch Anilinderivate (aromatische Amine) 341
a) "Anilinkrebs" . . . . . . . . . . . . . . 342
b) Tumoren durch Derivate des 4-Amino-diphenyls 344
c) Maligne Tumoren durch Azofarbstoffe. 346
d) Krebs durch sonstige Anilinderivate . . . . . 353
XII Inhaltsverzeichnis
3. Der Teerkrebs und Krebs durch Benzolderivate. 353
a) Teerberufskrebs . . . . . . . . . . . . . 354
b) Der experimentelle Teerkrebs ...... . 356
c) Die carcinogenen Kohlenwasserstoffe des Teers. 358
d) Wirkungsweise der krebserzeugenden Kohlenwasserstoffe 367
e) Carcinogene Kohlenwasserstoffe mit brustkrebsinduzierender Wirkung 370
4. Andere Krebsnoxen chemischer Natur. 370
a) Styryl 430. . . 370
b) Stickstoff-Lost 371
c) Urethan .... 371
d) Sauren und Laugen. 371
e) Weitere cancerogene Stoffe 372
5. Krebs durch korpereigime Stoffe 372
a) Strukturelle Verwandtschaft carcinogener Kohlenwasserstoffe mit korpereigenen
Substanzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 373
b) Klinische Hinweise auf korpereigene Carcinogene. . . . . . . . . . . . . . 373
c) Beziehungen von Cholesterin und Steroidhormonen zu carcinogenen Kohlen-
wasserstoffen . . . . . . . . . . . . . . . . . 374
d) Intermediare Stoffwechselprodukte als Carcinogene . 376
e) Naturstoffe als Carcinogene 378
6. Kunststoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 379
7. Wechselwirkung zwischen cancerogenen Stoffen und Tumorviren 384
8. Chemische Noxen in Trinkwasser, Nahrungs-, GenuB-und Arzneimitteln. 386
a) Chemonoxen im Trink-bzw. Gebrauchswasser 387
b) Emahrung und Krebs . . . . . . . . . . . . . . 388
c) KrebsfOrdemde GenuBmittel. . . . . . . . . . . . 400
d) Krebsbegiinstigung durch Arzneimittel und Kosmetica 410
e) Sonstige krebsbegiinstigende Umweltfaktoren chemischer Natur 414
Literatur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 421
Neuntes Kapitel. Krebs durch physikalische Einwirkungen 428
1. "Trauma" und Krebs. . . . . . . . . . . . . 429
a) Einmaliges Trauma und Tumorentstehung. . . . 429
b) Kriegsverwundung und Geschwulstentstehung. . 431
c) Gleichartige, wiederholte Traumen und Geschwulstauslosung. 431
d) Trauma und Krebs im Experiment. . . . . . . 432
e) Traumabedingte Einbringung carcinogener Noxen . . . . . 432
2. Tumorinduktion durch thermische Noxen . . . . . . . . . . 433
a) Vorbemerkungen iiber elektromagnetische Wellenstrahlungen 433
b) Krebs durch langdauemdeHitzeeinwirkungen. . . . . . . 435
c) "Brandnarbenkrebs" als Spatfolge einmaliger schwerer Verbrennung 436
d) Thermische Noxen und experimentelle Krebserzeugung. . . . . . 437
3. Tumorinduktion durch ultraviolette Strahlen. . . . . . . . . . . . 438
a) Die Rolle der UV-Strahlen bei der Entstehung menschlicher Hautcarcinome . 438
b) Die Carcinogenitat der UV-Strahlen im Tierexperiment. . . . . . 439
c) Biochemie und Biophysik der blastogenen Wirkung der UV-Strahlen 440
4. Rontgenstrahlen und Krebs . . . . . . 442
a) Der Rontgenberufskrebs . . . . . . 442
b) Der Rontgenkrebs bestrahlter Kranker 443
c) Die Rontgenpraecancerose. . . . . . 446
d) Die Carcinogenitat von Rontgenstrahlen im Experiment. 447
5. Radioaktivitat und Krebs 448
a) Vorbemerkungen. . . . . . . . . . . . . . . 448
b) Radium und Krebs. . . . . . . . . . . . . . 453
c) Maligne Tumoren durch Stoffe der Thoriumreihe . 456
d) Praeblastomatosen durch radioaktive Gewebs-und Organschadigung 467
e) Krebsgefahrdung aus erhohter Radioaktivitat von Luft, Wasser und Nahrstoffen 468
f) Kosmische Strahlen und Krebs 472
Literatur ................................. 475