Table Of ContentSebastian Suhr
Bondrenditen und
Mindestkapitalanforderungen für Banken
GABLER RESEARCH
ifk edition
Herausgegeben von:
Prof. Dr. Andreas Pfingsten, Universität Münster
Band 22
Die ifk edition macht bankwissenschaftliche Forschungsergebnisse einer breiten
Leserschaft zugänglich. Die Beiträge der Schriftenreihe zeichnen sich durch die
wissenschaftliche Qualität ihrer theoretischen und empirischen Analysen ebenso
aus wie durch ihren Praxisbezug. Sie behandeln eine breite Palette von Themen
wie das Kredit- und das Einlagengeschäft, das Risikomanagement, die Banken-
regulierung sowie das Rechnungswesen von Banken.
Sebastian Suhr
Bondrenditen und
Mindestkapitalanforderungen
für Banken
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Andreas Pfingsten
RESEARCH
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Dissertation Universität Münster, 2007
D6
Die Bände 1–4 sind im LIT Verlag, die Bände 5–17 im Fritz Knapp Verlag erschienen.
1. Auflage 2010
Alle Rechte vorbehalten
© Gabler | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2010
Lektorat: Ute Wrasmann | Nicole Schweitzer
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Umschlaggestaltung: KünkelLopka Medienentwicklung, Heidelberg
Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier
Printed in Germany
ISBN 978-3-8349-2235-9
Meinen Eltern
vii
Geleitwort
Die Bewertung von Finanztiteln basiert h¨aufig auf der Annahme vollkom-
mener Kapitalm¨arkte. Diese Annahme ist bequem und erleichtert die Her-
leitung expliziter Bewertungsformeln erheblich. Sie ist in der Realit¨at aber
h¨aufig nicht erfu¨llt. Die bloße Existenz von Kreditinstituten, fu¨r die es auf
vollkommenen Kapitalm¨arkten keine Berechtigung g¨abe, weist bereits auf
Marktunvollkommenheiten hin.
Kreditinstitute werden wegen ihrer besonderen Bedeutung fu¨r die Volks-
wirtschaft in erheblichem Ausmaß reguliert - eine weitere Marktunvollkom-
menheit.SpeziellhabenKreditinstituteihreRisikoaktivamitEigenmittelnzu
unterlegen. Die H¨ohe der erforderlichen Eigenmittelunterlegung hing in der
Vergangenheithaupts¨achlichvonderSchuldnerkategorieab(¨offentlicheStel-
le, Finanzintermedi¨ar, anderes Unternehmen). Seit Basel II wird sie prim¨ar
mit Blick auf das Ausfallrisiko der Finanztitel bestimmt.
Vor allem unter den alten Regeln stellt sich die Frage, ob Banken syste-
matisch bei gleichem Risiko diejenigen Finanztitel als Anlageobjekte pr¨afe-
rieren, die mit weniger Eigenmitteln zu unterlegen sind. Diese Frage ist der
Aufh¨anger der vorliegenden Dissertation.
Die Beantwortung sollte leicht fallen. Man mu¨sste nur die Portfolios der
Kreditinstitute kennen und ihre Zusammensetzung statistisch analysieren.
Leider stehen derartige Daten jedoch nicht in der ben¨otigten Menge und De-
taillierung zur Verfu¨gung. Daher w¨ahlt der Autor einen indirekten Weg. Er
pru¨ftmitunterschiedlichenMethoden,obWertpapieremith¨oheremregulato-
rischen Kapitalbedarf, bei sonst gleichen Daten, h¨ohere Renditen aufweisen.
Die untersuchten Daten des US-amerikanischen Kapitalmarktes - in
Deutschlandgibtesfu¨rstatistischaussagekr¨aftigeResultatezuwenigUnter-
nehmensanleihen - best¨atigen die Vermutungen in einigen F¨allen. V¨ollig ein-
deutigsinddieErgebnissejedochnicht.SoliefertdieAnalysekeineendgu¨ltige
Klarheit, ist gerade deswegen aber ein geeigneter Startpunkt fu¨r Folgearbei-
ten.Ichwu¨nscheihrdahereineguteVerbreitungundihrenLesernvielf¨altige
Anregungen.
Prof. Dr. Andreas Pfingsten
ix
Vorwort
Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2007 von der wirtschafts-
wissenschaftlichen Fakult¨at der Westf¨alischen Wilhelms-Universit¨at als Dis-
sertation angenommen. Die Arbeit entstand w¨ahrend meiner vierj¨ahrigen
T¨atigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Andreas Pfingsten
am Institut fu¨r Kreditwesen der Universit¨at Mu¨nster. W¨ahrend dieser Jahre
wurde ich bei der Erstellung dieser Arbeit durch verschiedene Personen aus
meinem wissenschaftlichen und privaten Umfeld unterstu¨tzt, wofu¨r ich mich
hiermit bedanken m¨ochte.
Mein erster Dank gilt meinem akademischen Lehrer und Doktorvater
Prof. Dr. Andreas Pfingsten, der durch seine engagierte fachliche Unter-
stu¨tzung einen wertvollen Beitrag zum Gelingen der Arbeit beigetragen hat.
Er verstand es, eine durch Offenheit und Eigenverantwortung gepr¨agte Ar-
beitsatmosph¨areamInstitutfu¨rKreditwesenzuschaffen,dieeinewesentliche
Grundlage fu¨r den erfolgreichen Abschluss dieser Arbeit war. Außerdem gilt
mein Dank Herrn PD. Dr. Andreas Behr fu¨r die freundliche U¨bernahme des
Zweitgutachtens.
Besonders wertvoll waren fu¨r mich stets die freundschaftlichen Beziehun-
gen zu meinen fru¨heren Kolleginnen und Kollegen. Fu¨r viele wertvolle An-
regungen und Hilfestellungen m¨ochte ich mich daher herzlich bei Rolf B¨ove,
Sven Bornemann, Burkhardt D¨oge, Susanne Hom¨olle, Carsten Hubensack,
AndreasKamp,MarkusRicke,KaiRudolf,ClaudiaSchaaff,NorbertStr¨ater,
Peter Wagner, Carsten Wolferink und Irmhild Wrede sowie den vielen enga-
giertenstudentischenHilfskr¨aftenbedanken.Besondersbedankenm¨ochteich
michbeiRolfB¨ove,dermirw¨ahrendderEntstehungdieserArbeiteinigema-
thematische Fragen beantwortet und dabei eine Menge Zeit geopfert hat.
W¨ahrend meiner universit¨aren Laufbahn sind zudem einige sehr gute
Freundschaften entstanden, die die Zeit an der Universit¨at Mu¨nster hoffent-
lich lange u¨berdauern werden. Fu¨r zahlreiche außeruniversit¨are Aktivit¨aten,
die auf ihre eigene individuelle Art zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen
haben, m¨ochte ich mich an dieser Stelle insbesondere bei Frank Grundmann,
Norbert Str¨ater und Barbara Ries bedanken.
Besonders herzlich m¨ochte ich mich auch bei meiner Partnerin Jennifer
Okoye bedanken. Sie hatte stets Verst¨andnis fu¨r die mit einer Dissertation
einhergehendenEntbehrungenundverstandes,michaufihreganzbesondere
Art immer wieder zu motivieren.
Schließlich bedanke ich mich bei meinen Eltern Helga und Rainer Suhr
x Vorwort
sowie meinem Bruder Christian Suhr fu¨r den famili¨aren Ru¨ckhalt, der den
Grundstein fu¨r meine pers¨onliche Entwicklung darstellt. Diese Dissertation
istnureinesvonvielenDingen,dieohnediepermanenteunduneingeschr¨ank-
teUnterstu¨tzungmeinerElternnichtm¨oglichgewesenw¨aren-Euchseidaher
diese Arbeit gewidmet.
Sebastian Suhr
xi
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort vii
Vorwort ix
Inhaltsverzeichnis xi
Abbildungsverzeichnis xv
Tabellenverzeichnis xix
Symbolverzeichnis xxxi
Abku¨rzungsverzeichnis xxxiii
1 Einleitung 1
2 Modelltheoretische Analyse des Investitionsverhaltens von
Unternehmen und Banken 5
2.1 Portfoliooptimierung von Unternehmen und Banken . . . . . . 5
2.1.1 Modellstruktur und -annahmen . . . . . . . . . . . . . 5
2.1.2 Modellanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.1.3 Sensitivit¨atsanalye . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.1.3.1 ZusammenhangzwischenoptimalerPortfolio-
struktur und Korrelationen . . . . . . . . . . 15
2.1.3.2 ZusammenhangzwischenoptimalerPortfolio-
struktur und ¨okonomischer Kapitalrestriktion 20
2.2 Preismechanismus und Marktgleichgewicht . . . . . . . . . . . 22
2.2.1 Modellstruktur und -annahmen . . . . . . . . . . . . . 22
2.2.2 Ermittlung der marktr¨aumenden Renditekombinationen 24
2.2.3 Zusammenhangzwischenmarktr¨aumenderRenditekom-
bination und Korrelationen sowie ¨okonomischer Kapi-
talanforderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.2.4 Zusammenhangzwischenmarktr¨aumenderRenditekom-
bination und Angebotsstruktur . . . . . . . . . . . . . 31
2.3 Zusammenfassung der modelltheoretischen Analyse . . . . . . 33
3 Empirische Analyse des amerikanischen Bond-Marktes 37
xii Inhaltsverzeichnis
3.1 Untersuchungsgegenstand und Basishypothese . . . . . . . . . 37
3.2 Grundlagen der amerikanischen Bankenregulierung . . . . . . 39
3.3 Theoretische Ans¨atze zur Bewertung von Bonds . . . . . . . . 40
3.4 MethodischeGrundlagenzurDatenerhebung,-bereinigungund
-analyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
3.4.1 Datenerhebung und -bereinigung am Beispiel des Da-
tensatzes aus 2006 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
3.4.2 Grundmodell der Regressionsanalyse . . . . . . . . . . 56
3.4.3 Matched Pairs-Methodik . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
3.4.3.1 Grundidee des Matchings . . . . . . . . . . . 62
3.4.3.2 Distanzmaße zur Bestimmung ¨ahnlicher Bonds 63
3.4.3.3 Das Matching der Bonds . . . . . . . . . . . . 65
3.5 Analyse des Datensatzes aus 2006 . . . . . . . . . . . . . . . . 66
3.5.1 Regressionsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
3.5.1.1 Regressionsanalyse mit Banken- und Staats-
Dummy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
3.5.1.2 Erweitertes Regressionsmodell . . . . . . . . . 72
3.5.1.3 Erweitertes Regressionsmodell mit Interakti-
onstermen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
3.5.2 Ergebnisse der Matched Pairs-Analyse . . . . . . . . . 107
3.5.2.1 Staat vs. AGCY . . . . . . . . . . . . . . . . 107
3.5.2.2 Staat vs. Unternehmen . . . . . . . . . . . . . 109
3.5.2.3 AGCY vs. Unternehmen . . . . . . . . . . . . 111
3.5.2.4 Banken & AGCY vs. Unternehmen . . . . . . 113
3.5.2.5 Banken vs. AGCY . . . . . . . . . . . . . . . 122
3.5.3 Matched Pairs-Analyse mehrerer Rating-Kategorien . . 128
3.5.3.1 Banken & AGCY vs. Unternehmen . . . . . . 128
3.5.3.2 Banken vs. AGCY . . . . . . . . . . . . . . . 135
3.5.4 Zusammenfassung und Interpretation der empirischen
Ergebnisse fu¨r 2006 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138
3.6 Analyse des Datensatzes aus 2004 . . . . . . . . . . . . . . . . 151
3.6.1 Ergebnisse der Datenbereinigung . . . . . . . . . . . . 151
3.6.2 Regressionsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
3.6.2.1 Regressionsanalyse mit Banken- und Staats-
Dummy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
3.6.2.2 Erweitertes Regressionsmodell . . . . . . . . . 168
3.6.2.3 Erweitertes Regressionsmodell mit Interakti-
onstermen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171