Table Of ContentMündlich ist nicht einfach mündlich, zeigt die Wissenschaft. Diese z Sandra Hutterli
n
Erkenntnis fliesst nicht automatisch in den Schulalltag ein – obwohl e
t
Lehrpersonen nicht per se gegen Veränderungen im Schulalltag sind. e
p
Im vorliegenden Buch werden sowohl der sprachwissenschaftliche
m
Diskurs (Analyseobjekt 1), als auch die Umsetzungsschwierigkeiten von o
k
Veränderungen (Analyseobjekt 2) erörtert.
h
Für beide Aspekte wird eine theoretische Ausgangslage beschrieben: ce Beurteilung
eh
Was ist das aktuelle Verständnis von Sprechkompetenz und deren rc
pa
Beurteilung in den Fremdsprachen? Worin gründen Umsetzungs- Spr der Sprechkompetenz
schwierigkeiten von Veränderungen in der Schule als Organisation? rs
ed
Anhand einer während zweieinhalb Jahren durchgeführten Fallstudie dm
in einer Fremdsprache
mit den Sprachlehrpersonen der Sekundarstufe I und II eines ganzen ge
nr
Kantons, die detailliert beschrieben und dokumentiert ist, werden uF
Gründe für die Differenz zwischen dem Stand der Wissenschaft und eiler Theorie und Praxis der Einführung
dem gelebten Schulalltag aufgezeigt. tn
ri neuer Verfahren in einem
ue
en schweizerischen Schulsystem (Fallstudie)
B
i
i
Sandra Hutterli hat diese interdisziplinäre Arbeit als Dissertation im rl
e
Bereich der Sprachwissenschaften (Universität Zürich) und der Sozial- t
t
u
psychologie und angewandten Sozialforschung (Universität St.Gallen,
H
HSG) verfasst. Sie verfügt über ein Lizentiat in romanischen und a
r
germanischen Sprach- und Literaturwissenschaften, einen Master d
n
Sekundarstufe I (Master of Arts in Secondary Education) sowie Diplome a
S
in Erwachsenenbildung. Sie verfügt über nationale und internationale
Berufs- und Forschungserfahrung in der Aus- und Weiterbildung von
Lehrpersonen, sowie in der Beratung von Umsetzungsprojekten im
Praxisfeld.
g
n
a
L
ISBN 978-3-0343-0596-9 r
e
t
e
P
g
n
a
L
www.peterlang.com r
e
t
e
P
Mündlich ist nicht einfach mündlich, zeigt die Wissenschaft. Diese z Sandra Hutterli
n
Erkenntnis fliesst nicht automatisch in den Schulalltag ein – obwohl e
t
Lehrpersonen nicht per se gegen Veränderungen im Schulalltag sind. e
p
Im vorliegenden Buch werden sowohl der sprachwissenschaftliche
m
Diskurs (Analyseobjekt 1), als auch die Umsetzungsschwierigkeiten von o
k
Veränderungen (Analyseobjekt 2) erörtert.
h
Für beide Aspekte wird eine theoretische Ausgangslage beschrieben: ce Beurteilung
eh
Was ist das aktuelle Verständnis von Sprechkompetenz und deren rc
pa
Beurteilung in den Fremdsprachen? Worin gründen Umsetzungs- Spr der Sprechkompetenz
schwierigkeiten von Veränderungen in der Schule als Organisation? rs
ed
Anhand einer während zweieinhalb Jahren durchgeführten Fallstudie dm
in einer Fremdsprache
mit den Sprachlehrpersonen der Sekundarstufe I und II eines ganzen ge
nr
Kantons, die detailliert beschrieben und dokumentiert ist, werden uF
Gründe für die Differenz zwischen dem Stand der Wissenschaft und eiler Theorie und Praxis der Einführung
dem gelebten Schulalltag aufgezeigt. tn
ri neuer Verfahren in einem
ue
en schweizerischen Schulsystem (Fallstudie)
B
i
i
Sandra Hutterli hat diese interdisziplinäre Arbeit als Dissertation im rl
e
Bereich der Sprachwissenschaften (Universität Zürich) und der Sozial- t
t
u
psychologie und angewandten Sozialforschung (Universität St.Gallen,
H
HSG) verfasst. Sie verfügt über ein Lizentiat in romanischen und a
r
germanischen Sprach- und Literaturwissenschaften, einen Master d
n
Sekundarstufe I (Master of Arts in Secondary Education) sowie Diplome a
S
in Erwachsenenbildung. Sie verfügt über nationale und internationale
Berufs- und Forschungserfahrung in der Aus- und Weiterbildung von
Lehrpersonen, sowie in der Beratung von Umsetzungsprojekten im
Praxisfeld.
a
L
r
e
t
e
P
g
n
a
L
r
e
t
e
P
Beurteilung
der Sprechkompetenz
in einer Fremdsprache
Sandra Hutterli
Beurteilung
der Sprechkompetenz
in einer Fremdsprache
Theorie und Praxis der Einführung
neuer Verfahren in einem
schweizerischen Schulsystem (Fallstudie)
PETER LANG
Bern · Berlin · Bruxelles · Frankfurt am Main · New York · Oxford · Wien
Bibliografische Information Der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
‹http://dnb.d-nb.de› abrufbar.
Die vorliegende Arbeit wurde von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich
im Frühjahrssemester 2010 auf Antrag von Herrn Prof. Dr. Jakob Wüest und Herrn Prof.
Dr. Emil Walter-Busch als Dissertation angenommen.
ISBN 978‐3‐0351‐0230‐7
E‐ISBN 978‐3‐0351‐0230‐7
© Peter Lang AG, Internationaler Verlag der Wissenschaften, Bern 2011
Hochfeldstrasse 32, CH-3012 Bern
[email protected], www.peterlang.com, www.peterlang.net
Alle Rechte vorbehalten.
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt.
Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes
ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt
insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und
die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Printed in Switzerland
Vorwort
Jeder Tag bringt uns einen Schritt weiter in der steten und lebensimma-
nenten Veränderung.
In vielen Bereichen der Gesellschaft ist man darauf bedacht, auf dem
neusten Stand der Wissenschaft zu sein: Zur Verkehrssicherheit werden
Autos beispielsweise mit der neusten Technologie zur Unfallverhütung
ausgerüstet. Neuste medizinische Forschungserkenntnisse schaffen es
regelmässig in die Nachrichten. Niemand käme auf die Idee, diese Er-
kenntnisse nicht umzusetzen, um Ärzte und Patienten vor Veränderun-
gen zu bewahren. Gesellschaftlicher und politischer Druck bewirken,
dass Neuerungen zur Anwendung kommen. Bei Innovationen im Bil-
dungswesen läuft diese Dynamik anders: Nebst Befürwortern gibt es
zunehmenden politischen Widerstand gegen die Umsetzung von wissen-
schaftlichen Erkenntnissen im Schulalltag. Dies erstaunt, ist doch Bil-
dung für die Zukunft unseres Landes ebenso wichtig wie Verkehrs-
sicherheit oder die medizinische Versorgung.
Während meiner beruflichen Tätigkeiten habe ich Einblick in diverse
Ebenen von Bildung erhalten. Als Linguistin mit Forschungsschwer-
punkt in der Beurteilung der fremdsprachigen Sprechkompetenz erkenne
ich die Relevanz neuer Erkenntnisse und der steten Weiterentwicklung.
Als langjährige Dozentin in der Aus- und Weiterbildung von Lehrperso-
nen erfahre ich, dass Wissensvermittlung und Kompetenzentwicklung
nie abgeschlossen sind und idealerweise in organisationales Lernen
münden. Aus meiner Erfahrung als Lehrerin auf der Sekundarschulstufe
I und dem Langzeitgymnasium weiss ich um die gesellschaftliche Rele-
vanz der Schule, die jedem Schüler und jeder Schülerin möglichst opti-
male Lernbedingungen bieten soll, um sie auf das Leben in und als Teil
unserer Gesellschaft vorzubereiten. In meiner Beratungstätigkeit von
Schulhausteams oder kantonalen Schuleinheiten zeigen sich organisatio-
nale Veränderungen (wie einerseits die Stärkung der teilautonomen
Schulen und andererseits vermehrte Steuerung durch die Erziehungs-
VI Vorwort
und Bildungsdepartemente) als zunehmende Herausforderung für die
Schulentwicklung. Als Abteilungsleiterin im Bereich der nationalen und
internationalen Bildungspolitik zeigt sich mir auf einer übergeordneten
Ebene die Notwendigkeit zu Veränderungen im Zuge von stetem gesell-
schaftlichem und wirtschaftlichem Wandel.
Mit der vorliegenden Arbeit gehe ich den Ursachen nach, warum Neue-
rungen teilweise nur schwer Eingang in der Praxis finden. Von Interesse
sind die Fragen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse der Praxis zugäng-
lich gemacht werden können; wer die Akteure bei der Umsetzung von
Veränderungen begleitet; und schliesslich wie Veränderungsprozesse als
stetes Lernen in die Organisation Schule integriert werden können, so-
dass diese nicht mehr als Verordnung von oben, sondern als Teil des
Tagesgeschäfts wahrgenommen werden.
Das Bildungswesen und somit die Schule haben sich in den letzten Jah-
ren zu einem immer komplexeren System in einer ebenso komplexen
Gesellschaft entwickelt. Daher können Veränderungen nicht (mehr) in-
dividuell und punktuell auf nur einer Ebene angegangen werden, wenn
sie auf Akzeptanz stossen und nachhaltig sein sollen. Jeder Akteur hat
eine bestimmte Rolle im Gesamtsystem der Organisation, welche als
solche von allen Beteiligten angenommen und im Zusammenspiel aus-
geübt werden muss. Dieser interdisziplinäre und interaktive Ansatz bil-
det nicht nur den inhaltlichen Ansatz der vorliegenden Arbeit, sondern
ist auch methodisch umgesetzt. Anhand eines linguistischen Beispiels
(der Beurteilung der fremdsprachigen Sprechkompetenz) wird unter-
sucht, wie sich Veränderungsprozesse in Organisationen (am Beispiel
der Schule) optimieren lassen. Dazu stützt sich die Arbeit zum einen auf
wissenschaftliche Erkenntnisse der Testmethodik und des Changemana-
gements und zum andern auf Praxisbeispiele sowie eine zweijährige
Fallstudie.
Dass dieses Vorhaben möglich war, verdanke ich der Unterstützung
mehrerer Personen: An erster Stelle Herrn Prof. Dr. Jakob Wüest, Pro-
fessor für Galloromanische Sprachwissenschaft an der Philosophischen
Fakultät der Universität Zürich, und Herrn Prof. Dr. Emil Walter-Busch,
Titularprofessor für Sozialpsychologie und angewandte Sozialforschung
an der Universität St. Gallen (HSG). Beide haben mir mit ihrer Offenheit
Vorwort VII
gegenüber dieser Thematik diese Arbeit erst ermöglicht und standen mir
mit ihrem wertvollen fachlichen Rat stets zur Seite. Die Fallstudie liess
sich nur realisieren dank der kooperativen Zusammenarbeit mit dem
Projektleitungsteam sowie den Arbeitsgruppen und der Beteiligung aller
betroffenen Lehrpersonen. Weitere Unterstützung erhielt ich von Andre-
as Etter, meinem Partner, durch hilfreiche Korrekturlesungen und inspi-
rierende Diskussionen. Schliesslich haben mich Freunde und Familie auf
individuelle und persönliche Weise während der Arbeit begleitet. Allen
gebührt mein aufrichtiger und herzlicher Dank.