Table Of ContentSiegfried von Känel
Betriebswirtschaftslehre
Eine Einführung
Betriebswirtschaftslehre
Siegfried von Känel
Betriebswirtschaftslehre
Eine Einführung
Siegfried von Känel
Dresden, Deutschland
Ergänzendes Material zu diesem Buch finden Sie auf http://extras.springer.com
ISBN 978-3-658-19958-6 ISBN 978-3-658-19959-3 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-19959-3
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VORWORT
Die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Grundtatbestände, Begriffe und Methoden
ist bekanntlich seit eh und je ein tragender Bestandteil sowohl von Studiengängen
an Universitäten und Hochschulen als auch von Weiterbildungsmaßnahmen, ins-
besondere von Fachwirt-Kursen mit dem Ziel des Erreichens eines anerkannten
IHK-Prüfungsabschlusses.
Grundlage der Vermittlung betriebswirtschaftlichen Wissens bilden dabei vor allem
klassische BWL-Lehrbücher.
In diesem Zusammenhang soll auf folgenden Aspekt besonders aufmerksam ge-
macht werden:
Fakt ist, dass die Vielschichtigkeit der Merkmale und Aktivitäten von Unternehmen
und die Komplexität betriebswirtschaftlicher Sachverhalte hohe Anforderungen an
die lehrmäßige Darstellung und Erläuterung dieser Merkmale und Sachverhalte
stellt, geht es doch darum, bei den Lernenden möglichst „bleibendes Wissen“ so-
wohl zu betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen als auch zum Wesen wirt-
schaftlichen Handelns zu bewirken.
Schaut man sich die klassischen Lehrbücher zur Betriebswirtschaftslehre an, so
ist erkennbar, dass als Form der lehrmäßigen Vermittlung betriebswirtschaftlicher
Sachverhalte und Zusammenhänge überwiegend die Textform (verbale Beschrei-
bungen, Erläuterungen) genutzt wird. Visualisierungen betriebswirtschaftlicher Zu-
sammenhänge – im Sinne der Nutzung grafischer Ausdrucksmittel – beschränken
sich hingegen meist nur auf einfache Grafiken sowie auf Tabellen und Diagram-
me.
Dabei ist Lehrenden wie Lernenden bekannt, dass Visualisierungen es weit besser
als Textdarstellungen ermöglichen, folgende Effekte zu erreichen:1
(cid:190) Visualisierungen bieten bei der Wissensvermittlung, Wissensaufnahme und
Wissensverarbeitung eine schnelle Orientierung und helfen, komplexe Zu-
sammenhänge optisch nicht nur zu verdeutlichen, sondern auch die darauf
gerichtete Aufmerksamkeit zu erhöhen und so den Behaltenswert zu ver-
bessern: Statt langer verbaler Ausführungen genügt oft eine einzige Grafik,
um genau jene “Botschaft“ zu vermitteln, auf die es im gegebenen Fall an-
kommt.
(cid:190) Durch Visualisierungen wird die Aufmerksamkeit auf das gelenkt, was im
gegebenen Fall wichtig ist: Durch Nutzung grafischer Ausdrucksmittel und
farbliche Hervorhebungen treten Zusammenhänge, aber auch Unterschiede
deutlicher hervor. Durch wiederholte Verwendung bestimmter grafischer
1 Siehe zum Beispiel:
SCHUMANN, H./MÜLLER, W.: Visualisierung. Grundlagen und allgemeine Methoden. Springer-
Verlag, Berlin-Heidelberg 2008,
SCHIEKE, D./BORK, P./PFEIFER, E.: Microsoft PowerPoint 2003. Microsoft Press, Unterschleißheim
2006,
Philognosie (https://www.philognosie.net/denken-lernen/visualisieren-lernen-mit-bildern-moderieren-
praesentieren),
http://wirksam-kommunizieren.de/warum-ist-visualisierung-wichtig? u. a.
6 VORWORT
Elemente (z. B. Symbole für „Unternehmen“, „Märkte“, „handelnde Men-
schen“ u. a.) prägen sich Sachverhalte besser ein und lässt den „roten Fa-
den“ erkennen, der durch das behandelte Thema führt. Zudem werden In-
formationen, die über zwei „Eingangskanäle“ (Ohren und Augen) aufge-
nommen werden, im Gedächtnis besser verankert.
(cid:190) Visualisierungen sind Grundlage wirksamer Präsentationen, denn sie er-
möglichen – außer den oben genannten Effekten – zudem eine emotionale
Beteiligung an einem Vortrag bzw. einer Vorlesung. Dies führt dazu, dass
der vermittelte Sachverhalt besser im Gedächtnis haften bleibt. Wichtige
Voraussetzung ist dabei, dass die betreffende Visualisierung sofort nach-
vollziehbar ist und keine Symbole beinhalte, die erst erklärt werden müs-
sen.
Ausgehend von diesen nachweislichen Effekten einer Visualisierung komplexer
Sachverhalte und Zusammenhänge wird das Anliegen und Ziel des vorliegenden
Buches darin gesehen, eine systematische Einführung in die Betriebswirtschafts-
lehre zu geben und dies mit einer Fülle farblich gestalteter einprägsamer Grafiken
zu verbinden.
Dabei stützt sich der Autor vor allem auf die Anwendung kybernetischen Gedan-
kenguts und kybernetischer Modellansätze, die durch ein konsequentes System-
herangehen in Einheit mit Prozessmodellierungen, durch ein besonderes Hervor-
heben der Notwendigkeit einer zielgerichteten Steuerung von System und Prozes-
sen sowie durch die explizite Beachtung der Einheit von Steuerung und Informati-
on geprägt sind.
Der besondere Effekt in der Anwendung dieses Ansatzes ist vor allem darin zu
sehen, dass man sich bei der Untersuchung und Beschreibung eines realen Ob-
jekts, dessen Systemcharakter offensichtlich ist, auf das entsprechende A-priori-
Wissen“ (= „Von-vorn-herein-Wissen“) zu Systemen, Prozessen, Steuerungen und
Informationen stützen kann. Dies erleichtert immens den Zugang zur entspre-
chenden Visualisierungen der zu erörternden Sachverhalte.
Für die Gliederung des vorliegenden Buches wurde ein Ansatz gewählt, der sich
im Wesentlichen an dem „Lebensprozess“ eines Unternehmens orientiert:
Im einleitenden Kapitel 1 werden zunächst die Wesensmerkmale von Unterneh-
men (als marktwirtschaftlich handelnde Organisationen) systematisch dargestellt
und durch entsprechende Visualisierungen verdeutlicht.
So vorbereitet, werden dann im Weiteren die Themen
(cid:190) Unternehmensgründung (Kapitel 2),
(cid:190) Unternehmenstätigkeit (Kapitel 4), bezogen auf alle grundlegenden betrieb-
lichen Funktionen,
(cid:190) Unternehmensführung (Kapitel 5) und schließlich
(cid:190) Unternehmenszusammenschlüsse, Unternehmenskrisen sowie Liquidation
von Unternehmen (Kapitel 6)
behandelt.
VORWORT 7
Diese, am „Lebensprozess“ eines Unternehmens orientierte Darstellung betriebs-
wirtschaftlicher Grundlagen wird durch einen notwendigen Exkurs zu BWL-
Grundbegriffen (Kapitel 3) ergänzt und komplettiert.
Am Schluss eines jeden Kapitels werden zum Zwecke der eigenen Wissensüber-
prüfung verschiedene Tests und Übungsaufgaben zur Bearbeitung angeboten.
Die entsprechenden Musterlösungen können per Download über den Zugang zu
folgender Web-Site verfügbar gemacht werden:
http://www.springer.com/de/book/9783658199586
Ein umfangreiches Sachwortregister soll dieses Buch zugleich auch als ein
„Schlag-Nach - BWL“ verwendbar machen.
In diesem Sinne wendet sich das vorliegende Buch an alle, die in Lehre, Studium
oder in der beruflichen Tätigkeit an der Vermittlung bzw. am Erwerb des Wissens
zu grundlegenden betriebswirtschaftlichen Sachverhalten und Zusammenhängen
interessiert sind und die im Übrigen bereits ein Faible für geeignete Visualisierun-
gen haben oder die sich gern vom Satz „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ über-
zeugen lassen wollen.
Zu beachten ist hierbei, dass der Titel „Betriebswirtschafslehre – Eine Einführung“
auch als eBook erworben werden kann.
Der entsprechende Download kann über folgende Link-Adresse aktiviert werden:
http://www.springer.com/de/book/9783658199586.
Bei der Vermittlung wie beim Erarbeiten eines Lernstoffs werden – ergänzend zum
Lehrbuch – in zunehmenden Maße Formen einer interaktiven, computerunterstütz-
ten sowie einer internetbasierten Wissensvermittlung und Wissensaneignung ge-
nutzt.2
Um dem Nutzer des vorliegenden Buches (Printform oder eBook) einschlägige
interaktive digitale Lehr- und Lernmittel zugänglich zu machen, wird vom Verlag
über den oben angegebenen Link in dankenswerter Weise ein Zugang zum
Download verschiedener Dateien ermöglicht:
(cid:190) Zu allen Abbildungen im Buch werden zugehörige animierte PowerPoint-
Folien bereitgestellt. Diese Folien dienen vor allem dem Zweck, die teils
komplexen Abbildungen in einer inhaltlich-logischen Reihenfolge „step-by-
step“ aufzubauen und so einprägsamer zu machen. Dies sollte vor allem für
all jene von Interesse sein, die BWL-Themen im Lehrprozess zu vermitteln
haben.
(cid:190) Im Weiteren werden zu den einzelnen Kapiteln Fallbeispiele und Übungs-
aufgaben als Excel-Sheets bereitgestellt, die zum Teil auch mit VBA-
Makro-Programmen untersetzt sind. Die jeweiligen Dateien enthalten neben
den Aufgaben-Blättern auch die zugehörigen Musterlösungen.
(cid:190) Schließlich werden auch zwei BWL-Muster-Klausuren (als WORD-
Dokument) zur Bearbeitung angeboten. Die Musterlösungen stehen als
PDF-Dateien zum Download bereit.
2 Siehe hierzu auch die Web-Präsenz des Autors: www.iwk-svk-dresden.de.
8 VORWORT
Das vorliegende Buch und die aufgeführten Ergänzungsmaterialien wurden mit
großer Sorgfalt erstellt, wobei sich der Autor auf viele der im Literaturverzeichnis
aufgeführten Quellen stützen konnte, um so eine weitgehende Übereinstimmung
in den Darlegungen zu Grundbegriffen und Grundzusammenhängen der Be-
triebswirtschaftslehre zu sichern.
Wenn es dennoch kritische Hinweise zu Inhalt und Darstellungen im Buch gibt, die
der Weiterentwicklung des Konzepts des Buches dienlich sind, werden diese
dankbar entgegengenommen.
Zum Schluss ein Wort des Dankes an all jene, die auf unterschiedliche Art und
Weise die Entstehung und Herausgabe dieses Buches begleitet und unterstützt
haben.
Einen besonderen Dank möchte der Autor vor allem für Frau Dr. Isabella Hanser
sowie Frau Annika Hoischen vom Springer-Gabler Verlag für die Unterstützung
und die gute Zusammenarbeit bei der Herausgabe dieses Buches aussprechen.
Dresden/Wiesbaden, im Oktober 2017
Prof. Dr. Siegfried von Känel
Inhaltsverzeichnis 9
Inhaltsverzeichnis
VORWORT ............................................................................................. 5
1. Unternehmen und Umwelt ........................................ ……………..15
1.1 Unternehmensmerkmale ............................................................................. 15
1.2 Funktionsbereiche im Unternehmen ........................................................... 30
1.3 Umweltbereiche von Unternehmen ............................................................. 34
1.3.1 Begriffe und Zusammenhänge ....................................................... 34
1.3.2 Märkte und Wettbewerb ................................................................. 36
1.3.3 Shareholder und Stakeholder ......................................................... 38
1.3.4 Bedeutung des „Corporate Identity“ ............................................... 41
1.3.5 Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Unternehmen ............... 42
1.4 Betriebswirtschaft und Betriebswirtschaftslehre .......................................... 49
1.4.1 Betriebswirtschaft ........................................................................... 49
1.4.2 Betriebswirtschaftslehre (BWL) ...................................................... 53
1.4.3 Betriebswirtschaftliche Kennzahlen ................................................ 56
Tests und Übungsaufgaben zu Kapitel 1 .......................................... 66
2. Unternehmensgründung .............................................................. 68
2.1 Inhalt und Phasen der Unternehmensgründung ......................................... 68
2.2 Kapitalbedarf und Finanzierungsquellen ..................................................... 73
2.3 Kreislaufmodell des Umsatzprozesses ....................................................... 80
Tests und Übungsaufgaben zu Kapitel 2 .......................................... 97
10 Inhaltsverzeichnis
3. Exkurs: BWL-Grundbegriffe ....................................................... 100
3.1 Vermögen und Kapital ............................................................................... 100
3.1.1 Vermögensgegenstände .............................................................. 100
3.1.2 Vermögen ..................................................................................... 102
3.1.3 Schulden (Verbindlichkeiten, Rückstellungen), Fremdkapital ....... 104
3.1.4 Eigene Mittel, Eigenkapital ........................................................... 106
3.2 Inventur, Inventar, Bilanz .......................................................................... 109
3.2.1 Inventur ........................................................................................ 109
3.2.2 Inventar ........................................................................................ 110
3.2.3 Übergang zur Bilanz ..................................................................... 112
3.2.4 Inhalt und Gliederung einer Bilanz ............................................... 113
3.2.5 Inhalt und Aufgaben der Bilanzierung .......................................... 115
3.2.6 Ausgewählte Bilanzkennzahlen .................................................... 116
3.3 Ökonomische Ströme ................................................................................ 122
3.3.1 Zeitpunkt- und zeitraumbezogene Abbildungen ........................... 122
3.3.2 Gegenläufige Güter- und Finanzströme ....................................... 123
3.3.3 Auszahlungen, Ausgaben ............................................................. 124
3.3.4 Einzahlungen, Einnahmen ............................................................ 125
3.3.5 Abbildung des Werteverzehrs und des Wertezuflusses ............... 127
3.3.6 Aufwand und Kosten .................................................................... 128
3.3.7 Ertrag und Leistung ...................................................................... 130
3.3.8 Zusammenfassende Darstellung und zugehörige Rechnungen ... 131
3.4 Wertschöpfung .......................................................................................... 132
3.4.1 Begriff, Bedeutung ........................................................................ 132
3.4.2 Entstehungsrechnung................................................................... 133
3.4.3 Verwendungsrechnung................................................................. 134
3.5 Gewinn, Rentabilität .................................................................................. 136
3.5.1 Betriebswirtschaftlicher Erfolg ...................................................... 136
3.5.2 Aufspaltung des finanziellen Ergebnisses .................................... 138
3.5.3 Inhalt und Verfahren der Erfolgsrechnung (GuV-Rechnung) ........ 139
3.5.4 Ermittlung des Betriebsergebnisses nach dem GKV .................... 141
3.5.5 Ermittlung des Betriebsergebnisses nach dem UKV .................... 142
3.5.6 Weitere Ergebnisgrößen ............................................................... 144
3.5.7 Rentabilität und Rentabilitätskennzahlen...................................... 146