Table Of ContentGunter Kürble
Analyse von Gewinn und Wachstum
deutscher Lebensversicherungsunternehmen
Schriftenreihe
"Versicherung und Risikoforschung"
des Instituts für betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungs
wirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität, München
Herausgegeben von Prof. Dr. Elmar Helten
Band 5
In dieser Reihe sind bereits erschienen:
Band 1 Sven Heinrich
Versicherungsaufsicht und Wettbewerb
Band 2 Ute Werner
Die Messung des Unternehmenserfolgs auf Basis
einer kommunikationstheoretisch begründeten
Jahresabschlu ßanalyse
Band 3 Andrea Boos
Effizienz von Bonus-Malus-Systemen
Band 4 Bernd Jäger
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden
Geschäften in den Bilanzen von Versicherungsunternehmen
Gunter Kürble
Analyse von Gewinn und
Wachstum deutscher
Lebensversicheru ngs
unternehmen
Ein Beitrag zur empirischen Theorie der Versicherung
GABLER
Der Gabler Verlag ist ein Unternehmen der Verlags gruppe Bertelsmann
© Gabler Verlag, Wiesbaden 1991
Lektorat: Hans-Ulrich Bauer
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berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, daß solche Namen im Sinne
der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von
jedermann benutzt werden dürfen.
Satz: Publishing 2000, Angela Fromm, Idstein
ISBN 978-3-409-18805-0 ISBN 978-3-322-89339-0 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-322-89339-0
Vorwort des Herausgebers
Die Geschäftsberichte der deutschen Lebensversicherungsunternehmen werden
alljährlich sowohl von dem Unternehmen selbst als auch von verschiedenen wis
senschaftlichen und kommerziellen Institutionen untersucht. Wachstum und Ge
winn stehen dabei als wichtige Zielgrößen im Vordergrund der Betrachtung. Um
Konkurrenz- und Entwicklungsanalysen zu erstellen, werden die Daten der Ge
winn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz verschiedenen Quer- und Längs
schnittverfahren unterzogen.
Alle diese Analysen haben jedoch den Nachteil, daß sie nur beschreibende Infor
mationen liefern, die keinen erklärenden Gehalt haben. Die vielfältigen Kennzahlen
und Grafiken charakterisieren zwar, wie die Lage der Unternehmen im Markt ist,
nicht aber, warum sie so ist. Zur Kontrolle und zur Weiterentwicklung von Strate
gien benötigt man jedoch Aussagen über den ursächlichen Zusammenhang zwi
schen Erfolgsfaktoren und angestrebten Zielgrößen.
In der vorliegenden Monographie werden deshalb zunächst Hypothesen über den
Einfluß von bestimmten, in den Geschäftsberichten der Lebensversicherungsunter
nehmen dokumentierten Variablen auf den Gewinn und das Wachstum von Lebens
versicherungsunternehmen aufgestellt. Diese Hypothesen werden dann auf der
Basis der Jahresabschlußdaten getestet Bemerkenswert ist, daß zur Signifikanz
analyse verteilungsfreie Verfahren, im wesentlichen die Konfigurationsfrequenz
analyse, angewandt werden. Sie sind den Gegebenheiten der Daten adäquater als
die al!f der Normalverteilung basierenden Korrelations-und Regressionsmethoden.
Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind in vielen Bereichen erstaunlich, weil sie
weitgehend der herrschenden Meinung der Lebensversicherungswirtschaft wider
sprechen. So weist Kürble z. B. nach, daß höhere Akquisitionsaufwendungen nicht
zu signifikant größerem Wachstum führen, daß eine höhere Leistungsstärke jedoch
das Versicherungssummenwachstum signifikant fördert, während ein niedriger
Preis das Wachstum nicht signifikant verbessert. Die Lebensversicherungsunter
nehmen sollten deshalb intensiver als bisher ihre jetzigen und ihre potentiellen
Erfolgsfaktoren analysieren und in regelmäßigen Intervallen Strategiediskussionen
durchführen.
München, im August 1991 Elmar HeIten
V
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ......... . XI
Tabellenverzeichnis ............ . xm
o.
Einleitung ................................................ .
1. Gewinn und Wachstum im Kontext betriebswirtschaftlicher
Zielforschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.1. Bedeutungsinhalt des Begriffes Ziel .......................... 3
1.2. Basistenninologie betriebswirtschaftlicher Zielforschung ......... 5
1.2.1. Zieldimensionen und Zielinterdependenzen ............. 5
1.2.2. Zielkategorien ..................................... 7
1.3. Ziele als Entscheidungsobjekt ............................... 11
1.3.1. Die Zielbildung .................................... 11
1.3.2. Monistische versus pluralistische Zielstruktur ............ 14
1.3.3. Das Gewinnziel .................................... 16
1.3.4. Das Wachstumsziel ................................. 20
1.3.5. Das Sicherheitsziel ................................. 22
1.3.6. Weitere Ziele ...................................... 23
1.4. Ziele als Entscheidungskriterium und Steuerungsinstrument ...... 25
1.4.1. Entscheidung bei einfacher Zielsetzung ................. 25
1.4.2. Entscheidung bei mehrfacher Zielsetzung ............... 27
1.4.3. Ziele als Steuerungsinstrument ........................ 31
1.5. Inhalte empirischer Zielforschung ........................... 34
1.5.1. Problembereiche und Methoden der empirischen
Zielforschung ..................................... 34
1.5.2. Inhalte allgemeinbetrieblicher Zielforschung ............ 38
1.5.3. Inhalte versicherungsbetrieblicher Zielforschung ......... 42
2. Grundzüge der Produktion von Lebensversicherungsschutz ........ 49
2.1. Die Kalkulation des Produktes Lebensversicherungsschutz ....... 49
2.1.1. Das Produkt Lebensversicherungsschutz ................ 49
2.1.2. Die Rechnungsgrundlage Zins ........................ 51
2.1.3. Die Rechnungsgrundlage Sterblichkeit ................. 53
2.1.4. Die Rechnungsgrundlage Kosten ...................... 58
VII
2.1.5. Die Bruttoprämie ................................... 60
2.1.6. Die Entwicklung der Nettoreserven .................... 65
2.1. 7. Die Entwicklung der Bruttoreserven ................... 70
2.2. Der Überschuß bei der Produktion von Lebensversicherungs-
schutz . .. . ..... .... .......... ............ ... ............ 74
2.2.1. Die Entstehung des Überschusses und dessen Verteilung
an Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen ... 74
2.2.2. Die Verteilung des Überschusses auf die einzelnen
Versicherungsnehmer ............................... 79
2.2.3. Die Verwendung der Überschußanteile ................. 85
2.2.4. Die Darstellung der Überschußverteilung ............... 89
2.3. Die Produkteigenschaften aus der Sicht des Nachfragers ......... 93
2.3.1. Das Produkt Lebensversicherungsschutz ................ 93
2.3.2. Das Produkt Lebensversicherungsschutz im Vergleich ..... 102
2.4. Versicherungsbetriebliche Aspekte der Produktion
von Lebensversicherungsschutz ............................. 107
2.4.1. Das Produktionsprogramm in einperiodischer Betrachtung . 107
2.4.2. Ein beispielhafter Programmvergleich .................. 114
2.4.3. Die Produktionsfaktoren ............................. 119
2.4.4. Die Abbildung der Stromgrößen im Iahresabschluß ....... 123
2.4.5. Die Abbildung der Bestandsgrößen im Iahresabschluß ..... 127
3. Der Wettbewerb auf dem Markt für Lebensversicherungsschutz .... 131
3.1. Bemerkungen zur Markt- und Wettbewerbs theorie .............. 131
3.1.1. Volkswirtschaftliche Aspekte ......................... 131
3.1.2. Betriebswirtschaftliche, insbesondere versicherungs-
betriebliche Aspekte ................................ 134
3.2. Ein Verfahren zur Diagnose des empirischen Marktverhaltens ..... 140
3.2.1. Defmition der Indikatoren für Produktqualität,
Wachstum und Akquisitionsanstrengungen .............. 140
3.2.2. Die Konkurrenzanalyse eines einzelnen Anbieters ........ 142
3.2.3. Die Strategiematrix des Lebensversicherungsmarktes ...... 150
3.2.4. Die Konfigurationsfrequenzanalyse des Marktverhaltens ... 156
4. Beschreibung und Erklärung von Gewinn-und Wachstums-
differenzen . . . . . . . . . . . .. .................................... 159
4.1. Beschreibung von Gewinn und Wachstum ..................... 159
4.1.1. Einzelne Gewinnindikatoren .......................... 159
4.1.2. Interdependenzen der Gewinnindikatoren ............... 168
4.1.3. Einzelne Wachstumsindikatoren ....................... 172
VIII
4.2. Beschreibung ausgewählter Zieldeterminanten ................. 176
4.2.1. Die Zieldeterminante Versicherungsleistung ............. 176
4.2.2. Die Zieldeterminante Bestandsstruktur ................. 187
4.2.3. Die Zieldeterminante Anlagestruktur ................... 192
4.2.4. Übrige Zieldeterminanten ............................ 198
4.3. Erklärung des Wachstums durch die Zieldeterminanten .......... 205
4.4. Erklärung des Gewinns durch die Zieldetenninanten ............ 225
4.5. Simultane Erklärung von Gewinn und Wachstum
durch die Zieldetenninanten ................................ 241
5. Zusammenfassung 259
Literaturverzeichnis 261
Autorenverzeichnis 291
Stichwortverzeichnis 297
IX
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1.1: Bruttoprämienrendite und Beschäftigungsgrad
Abbildung 1.2: Die am Zielbildungsprozeß beteiligten Gruppen
Abbildung 1.3: Extensionen des Gewinnbegriffs
Abbildung 1.4: Entscheidungsmatrix zum Scoring-Ansatz beim Entscheidungs
problem "Auswahl von Kapitallebensversicherungsschutz"
Abbildung 1.5: Zielhierarchie für Versicherungsunternehmen in Anlehnung an
das DuPont-Schema
Abbildung 1.6: Schwerpunkte der empirischen Zielforschung
Abbildung 1.7: Mögliche Rückschlüsse bei der Beobachtung des Endzustandes
Abbildung 1.8: Relative Häufigkeiten (in %) der Ziele in den Rangstufen für
alle antwortenden Unternehmen. Die Ziele sind nach dem
mittleren Rangwert geordnet
Abbildung 2.1: Verlauf der Nettoreserve einer Risikolebensversicherung
Abbildung 2.2: Verlauf der Nettoreserve einer Kapitallebensversicherung
Abbildung 2.3: Fluß der Überschußverteilung dargestellt am Beispiel des
Marktführers im Jahr 1984
Abbildung 2.4: Arten der Gewinnverwendung
Abbildung 2.5: Leistungs- und Beitragstupei der gemischten Lebensversicherung
Abbildung 2.6: Regelleistungskurve dreier zu vergleichender Angebote
Abbildung 3.1: Leistungs- (DIFPV) und Wachstumsdifferenzen (DIFWA) zum
Marktführer (alle Unternehmen)
Abbildung 3.2: Leistungs- (DIFPV) und Wachstumsdifferenzen (DIFWA) zum
Marktführer (ohne Ausreißer)
Abbildung 3.3: Werbekosten- (DIFWE) und Wachstumsdifferenzen (DIFWA)
zum Marktführer
Abbildung 3.4: Leistungsdifferenzen (DIFPV) und Differenzen in den Werbe
kosten (DIFWE) zum Marktführer
XI
Abbildung 3.5: Einfache und partielle Kendall'sche Korrelation im Rahmen der
Konkurrenzanalyse des Marktführers
Abbildung 3.6: Kontingenzwürfel und Konfigurationsfrequenzanalyse des Markt
führers
Abbildung 4.1: Retrospektive (L84R) und prospektive (L84B) Erlebensfallei
stung eines ausgewählten Produktes
Abbildung 4.2: Prospektive Regelleistung bei Ablauf (RL25P) und zu Beginn
(RLOP) eines ausgewählten Lebensversicherungsvertrages
Abbildung 4.3: Prospektive Stornoleistung (SL20P) und Regelleistung bei Ablauf
(RL25P) eines ausgewählten Lebensversicherungsvertrages
Abbildung 4.4: Prospektive Er1ebensfalleistung eines Vertrages mit 25 Jahren
Laufzeit (R3525) und eines Vertrages mit 12 Jahren Laufzeit
(R3512)
Abbildung 4.5: Nettoprämie (nach Abzug der Gewinnbeteiligung) zweier ausge
wählter Risikoversicherungen mit einer Laufzeit von 20 Jah-
ren (RI2520) und 10 Jahren (RI251O)
Abbildung 4.6: Verteilung der bei Vertrags schluß sofort garantierten Versiche
rungsleistung (Versicherungssumme) des Produkts L nach Ta
belle 4.29
Abbildung 4.7: Verteilung der projizierten Erlebensfallrendite (nach der Beispiel
rechnung) des Produkts L nach Tabelle 4.29
Abbildung 4.8: Verteilung der projizierten Stomofal1eistung des Produkts L nach
Tabelle 4.29 bei Kündigung im sechsten Jahr der 25-jährigen
Laufzeit (nach der Beispielrechnung)
Abbildung 4.9: RG22 versus WAVS im Jahre 1984
XII