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BOTTCH ER FORBE RG
TECHNISCHES ZEICHNEN
Herausgegeben
vom Ausschul3 Zeichnungen im Deutschen Normenausschul3
16., uberarbeitete und erweiterte Auflage ·1972
Mit 970 Bildern, weiteren 440 Bildern in Tafeln und 154 Obungsaufgaben
Bearbeitet von Oberingenieur Paul B (:)TTC H ER, Berlin
SPRINGER FACHMEDIEN WIESBADEN GMBH
ISBN 978-3-519-16700-6 ISBN 978-3-663-05766-6 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-663-05766-6
Alle Rechte, auch die der Obersetzung, des auszugsweisen Nachdruckes
und der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten
© Springer Fachmedien Wiesbaden 1972
Urspriinglich erschienen bei B.G. Teubner, Stuttgart 1972
Umschlaggestaltung: W. Koch, Stuttgart
GELEITWORT DES HERAUSGEBERS
Die "Technische Zeichnung" ist die Sprache des Technikers. Die Regeln fOr die Gestaltung
dieser Sprache geben die DIN-Normen, insbesondere die DIN-Zeichnungsnormen, die zudem
stets den Niederschlag aus zahllosen betrieblichen und konstruktiven Erfahrungen enthalten.
Die in Industrie und Handwerk Arbeitenden mOssen technische Zeichnungen lesen kennen;
sie sollten fahig sein, diese weitgehend auch selbst herzustellen.
Was dazu an Kenntnissen und Fertigkeiten gehOrt, vermittelt dieses Buch, fOr des sen Be
arbeitung also auch padagogische Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle spielten.
Die Gestaltung dieses Buches ful3t auf langjahrigen Erfahrungen in der Normungsarbeit einer
seits und in der technischen Berufsausbildung andererseits, die sich in ferderlichster Weise
erganzen. Sie bOrgen dafOr, dal3 das Buch seine Aufgabe erfOlien wird.
Der Leser mege sich bewul3t sein, dal3 die Technik und damit auch die DIN-Normen in stan
diger Entwicklung begriffen sind; er mul3 sich stets bemOhen, Neuerungen und Anderungen
kennenzulernenund bei seiner Arbeit zu berOcksichtigen.
AUSSCHUSS ZEICHNUNGEN
1M DEUTSCH EN NORMENAUSSCHUSS
VORWORT ZUR 16.AUFLAGE
Geschickte Hande und gediegenes Fachwissen sind Voraussetzungen fOr das Anfertigen
technischer Zeichnungen. Durch richtigen Gebrauch der Zeichenwerkzeuge und f1eil3iges
Oben mul3 die Handfertigkeit erworben werden. Das Wissen Ober die Darstellungsverfahren
und die zahlreichen Regeln des technischen Zeichnens aber will dieses Buch vermitteln.
Der Auswahl und dem Zuschnitt des Stoffes lag die Absicht zugrunde, nicht nur fOr Anfanger,
Lernende und Studierende ein Lehrbuch fOr die kOnftige Berufsarbeit zu schaffen, sondern
auch strebsamen Facharbeitern und Meistern zu ermeglichen, sich im Zeichnungslesen und
im Zeichnen zu vervollkommnen. DarOber hinaus soli technischen Zeichnern und Konstruk
teuren ein Nachschlagewerk in die Hand gegeben werden.
Wie Immer wurden auch in dieser Auflage die Anderungen und Neuerungen der einschliigigen
DIN-Normen, die Entwicklung in der Ausbildung technischer Zeichner und die Fortschritte
auf dem Gebiete der Zeichentechnik und Zeichengerate berOcksichtigt.
Mit Freude und Dank wird die aul3erordentlich lebhafte und standig wachsende Anteilnahme
der Fachwelt an diesem Buch vermerkt, die sich auch in wertvollen Anregungen fOr dessen
Weiterentwicklung aul3erte.
Berlin, im Sommer 1972
P. BOTTCHER
INHALT
1 Einleitung
1.1 Geschichtliches 1
1.2 Normung •••• 2
2 Handhabung und Behandlung der Zeichengerll.te
2.1 Zeichenbretter. Zeichenschienen, Zelchendreiecke 3
2.2 Zelchentische und Zeichenmaschinen 5
2.3 Zeichenstifte . . 6
2.4 Reil3zeug • . • • 7
2.5 Zeichenzubehor 12
3 Der Zeichenbogen
3.1 Zeichenpapler 16
3.2 Blattgrol3en •.. 17
3.3 Beschriftung . . 18
3.3.1 Schrage Normschrift (DIN 16) 18
3.3.2 Senkrechte Normschrift (DIN 17) 19
3.3.3 Schrage griechische Schrift (DIN 1453) 20
3.3.4 Deutsche Handschrift (DIN 1455) ... 20
4 Darstellung und BemaBung einfacher Werkstucke
4.1 Zelchnungsmal3stabe (DIN 823) 21
4.2 Grundkorper . . • • • . 22
4.3 Rechtkantige Werkstiicke • • . 24
4.4 Zylindrlsche WerkstUcke ..• 30
4.5 Trapez-, sechs-und drelkantige WerkstUcke 35
4.6 Pyramidische WerkstUcke . 38
4.7 Kegelige Werkstiicke ••••. 39
4.8 Kugelige WerkstUcke ••.•. 40
4.9 Arbeitsfolge beim Aufzelchnen 41
5 Darstellung hohler und abgebrochener Werkstucke
5.1 Schnittzeichnungen (DIN 6) 47
5.2 Bruchdarstellungen (DIN 6) 54
6 Weitere Zeichenregeln
6.1 Llnlengruppen und Linienarten (DIN 15) 57
6.2 Schriftfeld und Stiickliste ...•.. 58
6.3 Zeichnungsvordrucke und Kantenschutz 63
6.4 Werkstofiangaben ••••••...• 64
6.5 Schrafiuren und Farben zur Kennzeichnung der Werkstofie 65
6.6 Oberfiachenangaben ••••••••••... 65
6.7 Hllrteangaben .•••••••••••••• 70
6.8 Besonderheiten der Darstellung und Bemal3ung 72
6.9 Kegel, Kegelwinkel und Neigung 86
6.10 VerjUngung, Spitzenwinkel und Neigung 90
6.11 Aufzelchnen von Winkeln und Neigungen 91
6.12 Zelchnungsllnderungen ...••... 93
Inhalt V
7 Toleranzen
7.1 AbmaBe in Zahlen 95
7.1.1 Grundbegrlffe 95
7.1.2 Elntragen der AbmaBe 96
7.2 Form-und Lagetoleranzen (DIN 7184) . . . . . . • • . . . . . . . 98
7.2.1 Grundbegriffe ..••...............•..•.... 98
7.2.2 Wechselbeziehung zwischen MaB-, Form-und Lagetoleranzen. • • . . 99
7.2.3 Eintragen der Form-und Lagetoleranzen ..•......•.........•..•• 100
7.2.4 Obersicht Ober die Arten der Form-und Lagetoleranzen und Beispiele fOr den Zeichnungs-
ei ntrag ........••••••.••............•...• 102
7.3 Passungen • • • • • • • • • • 105
7.3.1 Bedeutung und Entstehen 105
7.3.2 Grundbegrlffe 105
7.3.3 PaBsysteme •••••• 105
7.3.4 Aufbau des ISO-Toleranzsystems 106
7.3.5 Bezelchnung der ISO-Toleranzen 107
7.3.6 Passungsauswahl nach DIN 7154 und 7155 108
7.3.7 Auswahlsystem nach DIN 7157 109
7.3.8 Elntragen der Kurzzelchen fOr ISO-Toleranzfelder 111
8 Bauelemente
8.1 Schraubverblndungen 113
8.1.1 Gewlnde 113
8.1.2 Schrauben und Muttern 117
8.1.3 Verbindungen von Schrauben und Muttern ......... . . 124
8.1.4 Vereinfachte Darstellungen von Gewinden und Gewindeteilen .... . 128
8.2 Nletverblndungen 129
8.2.1 Aligemeines ••.•••••• 129
8.2.2 Arten • • • • • • • . • 130
8.2.3 Nlete unter 10 mm Durchmesser 130
8.2.4 Stahlbau-und Kesselbaunlete 131
8.2.5 Nletdarstellungen 132
8.3 Kelle, Federn, Bolzen und Stlfte 132
8.3.1 Kelle •••••••••• • • • • • • 132
8.3.2 Pal3federn, Scheibenfedern, Keilwellenverbindungen und Kerbverzahnungen 135
8.3.3 Bolzen 136
8.3.4 Stlfte 138
8.4 SchwelBverblndungen 139
8.5 Schraubenfedern 146
8.5.1 Zylindrlsche kaltgeformte Druckfedern 146
8.5.2 Zylindrlsche warmgeformte Druckfedern 147
8.5.3 Zyllndrlsche Zugfedern 147
8.6 Zahnrilder 148
8.6.1 Abmessungen 148
8.6.2 Zahnformen 150
8.6.3 Zahngetriebe 151
9 Geometrische Obungen
9.1 Grundkonstruktlonen 156
9.2 RegelmilBlge Vielecke 158
9.3 AnschluBbogen 159
9.4 Technlsche Kurven 161
9.4.1 Ellipse 161
9.4.2 Parabel 163
9.4.3 Hyperbel 164
9.4.4 Archlmedlsche Splrale 164
9.4.5 Evolvente •••••• 165
9.4.6 Zykloide ••.•.• 165
9.4.7 Schraubenllnle (Wendel) 166
VI Inhalt
10 Projektionszeichnen
10.1 Rechtwinklige Paralieiprojektlon •••••••• 167
10.1.1 Wesen •••••••••••.••.• 167
10.1.2 Projektion der Llnien, FUichen und Kerper 168
10.1.3 EinfUhrung einer neuen Projektionsebene 169
10.1.4 Ermlttlung wahrer GroBen ••••••. 169
10.2 Korperschnltte und Abwlcklungen .•..•...•........••.. 171
10.2.1 Prismatische Korper .••••....•.•.•....... 171
10.2.2 Zylindrische Korper (Rundsaulen) . . . . .............. . 172
10.2.3 Pyramidische Korper 175
10.2.4 Kegelige Korper 176
10.2.5 Andere Drehkerper 180
10.2.6 Kugel ..... . 181
10.3 Durchdringungen und Abwlcklungen 182
10.3.1 Prismen 182
10.3.2 Prisma und Pyramlde 184
10.3.3 Zylinder 185
10.3.4 Zylinder und Prisma 187
10.3.5 Zylinder und Pyramide 187
10.3.6 Zylinder und Kegel 187
10.3.7 Kegel und Kegel 188
10.3.8 Zylinder und Kugel 191
11 Parallelperspektiven
11.1 Dimetrische Darstellungen •.•.•..••...••••••. 192
11.1.1 Rechtwinklige Parallelprojektlon auf elne schiefe Bildebene 192
11.1.2 Schiefe Parallelprojektion auf eine lotrechte Bildebene 197
11.2 Isometrische Darstellung ....•••........•.... 198
12 Zeichnungsarten
12.1 Obersicht 201
12.2 Skizzen 201
12.3 Tusche-und Bleizeichnungen 202
12.4 Teilzeichnungen ...••• 205
12.5 Gesamtzeichnungen 205
12.6 Zeichnungen fur den Stahlbau 214
12.7 Rohrpliine .....•• 223
12.8 Schaltpliine ......•. 225
12.9 Graphische Darstellungen 231
12.10 Zelchnungen fur Druckzwecke 232
12.11 Zeichnungen fur Dias 233
12.12 Sonstige Zelchnungen 235
12.13 Vervielfiiltigungen 236
12.13.1 Lichtpausen 236
12.13.2 Mikroverfilmung von Zeichnungen 239
12.13.3 Fotokoplen ••••••.... 240
12.13.4 Andere Verfahren .•....• 241
12.14 Beschneiden, Falten und Aufbewahren der Zeichnungen 242
Hinweise auf einschlagige DIN-Normen und ISO-Empfehlungen 243
Sachweiser • . • . . . • . . • . • . . • . . . . . . • . . • 245
Hinweise auf DIN-Normen in diesem Werk entsprechen dem Stande der Normung bei AbschluB des Manu
skriptes. MaBgebend sind die jeweils neuesten Ausgaben der Normbliitter des DNA, die durch den Beuth
Vertrieb GmbH, Berlin, Frankfurt und Koln, zu beziehen sind. - Sinngemal3 gilt das gleiche fUr aile in diesem
Buche angezogenen amtlichen Richtlinien, Bestimmungen, Verordnungen usw.
1 Einleitung
Zeichnen ist eine Kunst, Formen und Gedanken bildhaft darzustellen. Die Zeichnung wird
entweder freihandig entworfen oder mit besonderen Werkzeugen und Geraten unter Einhal
tung gewisser Vorschriften angefertigt. Daher wird zwischen dem freien kOnstierischen
Zeichnen und dem gebundenen technischen Zeichnen unterschieden.
1.1 Geschichtliches
Technisches Zeichnen reicht mit den Anfangen weit in die Vorzeit zurOck. Den grol3en Bauten
des Altertums lag en bereits sorgfaltig ausgearbeitete Plane zugrunde. 1m Mittelalter waren die
Klosterschulen Pflegestatten des technischen Zeichnens. Auch in den ZOnften und in den
BauhOtten in der Nahe grol3erer Vorhaben wurde mit Zeichnungen umgegangen.
Lange Zeit hindurch war allerdings technisches Zeichnen eine nur von wenigen Menschen
ausgeObte Tatigkeit und oft sogar ein sorgsam behOtetes Geheimnis, wenn es z. B. dem Bau
mllitarischer Anlagen und Gerate diente. Erst die Industrialisierung in der jOngeren Ver
gangenheit gab dem technischen Zeichnen einen starken Auftrieb. Der Anwendungsbereich
t.1 Zelchnung aus dem Jahre 1835 (aus dem Archlv der GutehofinungshOtte)
2 1.1 Geschichtliches - 1.2 Normung
wurde groBer und vielgestaltiger. Zeichengerate aller Art wurden entwickelt, feste Arbeits
regeln kamen auf, und bald wurde Technisches Zeichnen in die Ausbildung fiir technische
Berufe und als Lehrfach aufgenommen. Einen Schritt in dieser Entwicklung zeigt die in Bild 1.1
wiedergegebene, mehr als 130 Jahre alte Zeichnung.
Heute ist die technische Zeichnung eine wichtige Unterlage far industrielle und handwerk
liche Arbeiten, far das Fertigen der Teile, Bereitstellen der Werkstoffe, Werkzeuge und
Vorrichtungen, Aufstellen von Arbeitsgangen, Berechnen der Kosten usw. Es werden einzelne
Werkstiicke sowie Gesamtdarstellungen von Maschinen, Apparaten, Geraten usw. gezeich
net. Auch der Stahlbau, der Behalter-und Rohrleitungsbau, der Bau elektrischer Anlagen und
andere Zweige bedorfen des technischen Zeichnens als Ausdrucks- und Verstandigungs
mittel, als Bindeglied zwischen Entwurf und Ausfohrung.
1.2 Normung
Normung bedeutet Aufstellen von Regeln und Empfehlungen zur sinnvollen Ordnung des
Arbeitsablaufs, Gestaltung einheitlicher Gegenstande, Steigerung der Leistung und Senkung
der Kosten.
Leitende und organisierende Stelle far die gesamte Normungsarbeit ist der Deutsche
Normen-AusschuB (DNA), bei dem far die standige Bearbeitung der Normen Fachaus·
schosse bestehen. Die Ergebnisse aller Normungsarbeit werden
auf besonderen Blattern, den Normblattern, herausgegeben. Sie
Dezember 1967
tragen im oberen rechten Feld das Verbandszeichen DIN und
DIN darunter eine Ordnungsnummer (2.1). -
15
DIN war selt 1917 die AbkOrzung fOr "Deutsche Industrle-Normen". Nach
Blatt 1 der Umbildung des "Normenausschusses der Deutschen Industrie" in
den "Deutschen Normenausschul3" 1m Jahre 1926 wurde DIN als "Das
1st Norm" gedeutet. Auch dlese Auslegung 1st Oberholt. DIN 1st jetzt das
2.1 Kennzelchnung elnes Kennzelchen fOr die Gemelnschaftsarbeit des Deutschen Normenaus
Normblattes schusses. Mit dem Verbandszelchen DTiii gekennzelchnete Erzeug-
nlsse sind nach den fOr sle festgelegten DIN-Normen hergesteilt.
Ole Normung In den elnzelnen Lllndern der Welt kann aber nlcht unabhilnglg seln. So wurde sie denn selt
1926 yon der ISA (International Federation of the National Standardizing Assozlatlons), elner Dachorganl
Batlon der NormenauBschOsBe vleler LAnder, beelnflul3t, die ISA-Empfehlungen zur Gestaltung gemeinsamer
Normen herausgab. Ais Nachfolgerln der ISA entBtand 1947 mit dem Sitz In Genf die ISO (International
Organization for Standardization), was etwa "Internatlonale Normengemelnschaft" bedeutet. Sle fOhrt die
Forderung der Normung fort. Infolgedessen wlrd die Kurzbezelchnung ISA nunmehr durch ISO ersetzt.
Stlmmen DIN·Normen mit ISo-Empfehlungen ganz oderteilwelse Oberein, so beflndet slch eln entsprechen
der Hinweis auf den NormblilUern. Liste der fOr dasZeichnungsgebietwichtigen ISO-Empfehlungen s.S. 244.
Wichtig ist die Beherrschung der Zeichnungsnormen. Sie bedeuten Vereinheitlichung und
Ordnung im Zeichnungswesen und sind unter Leitung des Ausschusses Zeichnungen
in freiwilliger Gemeinschaftsarbeit der daran interessierten Kreise entstanden.
Es ist notwendig, sich grondlich und laufend ober Normen zu unterrichten. Gelegenheit hierzu
bietet der Deutsche NormenausschuB, Berlin, insbesondere mit folgenden Veroffentlichungen:
1. dem DIN-Normblatt·Verzelchnisl), in welchem Normblatter und Normblattentwiirfe ver
merkt sind
2. den DIN-Mitteilungenl), der Monatsschrift des Deutschen Normenausschusses
3. der Einfiihrung in die DIN-Normen2), die zahlreiche, wesentliche Normen umfassend be
handelt, und
4. dem Verzeichnis der Luftfahrtnormenl).
I) Beuth-Vertrleb GmbH, Beriln und Kliin
2) Klein, M.: ElnfOhrung In die DIN-Normen. B. G. Teubner, Stuttgart
2 Handhabung und Behandlung der Zeichengerate
2.1 Zeichenbretter, Zeichenschienen, Zeichendreiecke
Zeic:henbretter bestehen aus ast- und fugenfreiem Pap pel- oder Lindenholz oder aus Holz
faserplatten, sollen zumindest an der linken Seite eine vollig ebene Kante zum Anlegen der
Zeichenschiene haben, fest auf dem Tisch liegen und eine flOssige Arbeit in unverkrampfter
Korperhaltung ermoglichen.
Die GrOBen der Brelter sind genormt (DIN 3100) und betragen fOr
BlaltgrOBe DIN A4 A3 A2 A1 AO > AO
HOhe x Brelte
250 x 350 350 x 500 500 x 700 700 x 1000 1000 x 1500 1250 x 1750 11250 x 2000
In mm
Wlrd ein Bogen Zeichenkarton oder elne Folie aus maltem Kunststoff auf dem Breit befestigt, drOckt dar
Zelchenstift nlcht ein, und die Linlen werden krAftlger.
Zeic:hensc:hienen sind vorwiegend aus durchsichtigem oder undurchslchtigem Kunststoff
gefertigt und mOssen Ober die ganze Breite des Zeichenbrettes reichen. Zeichenstift, Tusche
fOil halter und Reil3feder gleiten nur an der oberen Kante der Zunge entlang.
Auch Zelchenschlenen sind genormt (DIN 3101). Ole ZungenUlngen (ohne Kopf) betragen 350, 500, 650,
700,920,1000 usf. bls 2000 mm.
Einwandfreie Arbeit ist nicht maglich, wenn die Zunge
wackelt, weil sie locker geworden oder die Anlegekante
am Zeichenbrett oder am Schienenkopf uneben ist (3.1). VKOPf
Zeichenschienen sollen nicht langere Zeit gegen eine ~ lunge
Wand gelehnt werden, sondern sind im Loch der Zunge • I
aufzuhangen, weil sie sich sonst durchbiegen. Das .1 °
Messer zum Abtrennen des Zeichenbogens darf an der
Ziehkante der Zeichenschiene wegen der Gefahr des °
Einschneidens nicht entlanggefOhrt werden.
3.1 Wackelnde Zelchenschlene
Zeichendreiecke aus Kunststoff sind unempfindlich
gegen Luftfeuchtigkeit und verziehen sich nicht, mOssen aber oft gereinigt werden. Meist
genOgen ein 45°/90°_ und ein 300/600/900-Dreieck.
Zelchendrelecke sind ebenfalls genormt (DIN 3102). Die Hypotenusen der 450/900·Drelecke und die groBen
Katheten der 30o/60o/90°·Dreiecke sind 160,200,250,320 us!. bls 630 mm lang.
Zum Ziehen waagerechter Linien drOckt die linke Hand den Kopf der Zeichenschiene an die
linke Kante des Zeichenbretts, gleitet nach rechts Ober die Zunge und halt sie dann in der
gewOnschten Lage in der Nahe der zu ziehenden Linie fest. Der Zeichenstift wird von links
nach rechts an der Zunge entlanggetOhrt (4.1). Zum Zeichnen senkrechter Linien steht das
Dreieck auf der Schiene. Beide werden mit den Fingern der linken Hand zugleich testgehalten
(4.2). Die Linie ist von unten nach oben zu ziehen, und zwar links am Dreieck, weil das Licht
von dieser Seite eintallt.
Mit der Zeichenschlene und den beiden Zeichendreiecken lassen sich Winkel von 90° und45°,
30° und 60°, 75° und 15°, mithin Winkel in Abstanden von 15° zu 15°, zeichnen (4.3).
4 2.1 Zeichenbretter, -schienen, -dreiecke - 2.2 Zeichentische und -maschinen
4.1 Ziehen waagerechter linien 4.2 Ziehen senkrechter Linlen
*
o
4.3 Aufzelchnen von Winkeln
Zeichenplatten sind nur fur kleinere Formate, DIN A 4 bis DIN A 2, geeignet (4.4).
Ole Hebelplatte hat eine Schiene zum Festklemmen des Zeichenbogens an der linken Kanle und eln
Speziallineal, mil dem durch Anlegen an die Klemmschlene waagerechle Linlen und durch Anlegen an
eine unten angebrachte Lelste senkrechte Linlen gezogen werden konnen. Aul3erdem lassen sich mit
diesem Lineal und einem 450/90o-Zeichendreieck aile Winkel zeichnen, zu welchen sonst eine Zeichen
schiene und die ObI/chen zwel Zeichendreiecke notig waren (4.3).
Ole Han sap I a tie hat elnen urn 1800 drehbaren Zeichenkopf mitWinkelskalen und feslslellbarem Zeichen
lineal, der an der IInken oder an der unteren Kante entlanggejOhrt wird und magnetisch auf der Zeichen
platte haftet.
Ole Mar a b u p I a tie ist eine Flachzeichenplatte mit eingebetteter Klemmlelste und einem Spezlalwinkel,
der auch an zwei Selten angelegt werden kann. Zeichendreiecke, Kurvenlineale u. a.lassen slch Oberall auf
der Zeichenflache ungehindert benutzen.
Hebelplatte Hansaplatte Marabuplatte
4.4 Zelchenplatten