Table Of ContentGuthof
Strategische Anreizsysteme
GABLER EDITION WISSENSCHAFT
Philipp Guthof
Strateg is ehe
Anreizsysteme
Gestaltungsoptionen im Rahmen
der Unternehmungsentwicklung
Mit einem Geleitwort
von Prof. Dr. Knut Bleicher
DeutscherUniversitäts Verlag
Die Deutsche Bibliothek - ClP-Einheitsaufnahme
Guthof, Philipp:
Strategische Anreizsysteme : Gestaltungsoptionen im
Rahmen der Unternehmungsentwicklung / Philipp GuthoF.
Mit einem Geleitw. von Knut Bleicher. -
wiesbaden: Dt. Univ.-Verl. ; wiesbaden: Gabler, 1995
(Gabler Edition Wissenschaft)
Zugl.: St. Gallen, Hochsch. für Wirtschafts-, Rechts- und
Sozialwiss., Diss., 1994
ISBN 978-3-8244-6153-0 ISBN 978-3-322-99875-0 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-322-99875-0
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Gabler Verlag, Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden
© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, wiesbaden 1995
Lektorat: Cloudia Splittgerber
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ISBN 978-3-8244-6153-0
Meinen Eltern
VII
Geleitwort
Auf dem Wege zur "intelligenten" Unternehmung, die vor allem hoch-qualifizierte Sy
stemleistungen anbietet, werden die Human-Ressourcen zur Kernkompetenz des
Leistungsangebots und zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Damit gewinnen im Ver
gleich zu den traditionellen "harten" die "weichen" Faktoren der Führung eine we
sentlichere Bedeutung für die Entwicklung der Unternehmung. Anreizsysteme - vor
allem für Führungskräfte - haben diesen Tatbestand bisher weitgehend vernach
lässigt, indem sie diese Problematik eher über den Aufstieg von Mitarbeitern in den
Ebenen der Hierarchie und die damit verbundene Einordnung in Gehaltsklassen ge
löst haben. Dabei ist jedoch eher die langfristige Bewährung in vergangenen Posi
tionen als der inhaltliche Leistungs- und der formale Ergebnisbeitrag als Erfolgs
und Aufstiegskriterium zum Tragen gekommen.
Mit der derzeit feststellbaren Tendenz zur Verflachung von Hierarchien und ihres
Kippens von der Vertikalen zur Horizontalen unter Betonung des Prozessgesichts
punkts ("Reengineering") vermindert sich die Anwendbarkeit traditioneller Anreiz
strukturen, die von festen Vergütungen ausgehen. Dort, wo es Versuche gibt, lei
stungsorientierte Anreizsysteme mit einer variablen Vergütung ansatzweise zu ent
wickeln und einzusetzen, sind diese zumeist eher von kurzfristigen, operativen Beur
teilungs- und Messkriterien als von einer langfristigen Ausrichtung auf strategische
Ziele getragen. Inwieweit es gelingt, zukunftsführende Leistungspotentiale von Füh
rungskräften und Experten zu erschliessen, die sich mit den Zielen der Unterneh
mung identifizieren und in Loyalität zu ihrem Auftrag mit Engagement ihren Erfolgs
beitrag erbringen, wird vermehrt von der Gestaltung strategischer Anreizsysteme
abhängen.
Die Arbeit von Philipp Guthof widmet sich dieser hoch-aktuellen und zugleich für die
Unternehmungsführung wesentlichen Fragestellung in verdienstvoller Weise, indem
er ein flexibles und anpassungsfShiges Modell der Gestaltung von Anreizsystemen
entwickelt, der Frage nach ihrer Ausgestaltung im Zusammenhang mit unterschiedli
chen unternehmerischen Kontexten nachgeht, um schliesslich das höchst unter
schiedliche Einsatzspektrum von Anreizsyst9men in verschiedenen Phasen eines
VIII
beschleunigten Wandels von Geschäftsbereichen und Unternehmungen zu untersu
chen. Dabei wird deutlich, dass je nach Entwicklungsetappe organisatorischer Ein
heiten und nach Art des Führungsauftrages eine durchaus unterschiedliche Kombi
nation von Erfolgskriterien der Anreizgestaltung zugrundezulegen sind. Dies führt zu
mehrdimensional zu vereinbarenden Zielen und der Beurteilung ihrer Erreichung.
Mit der vom Wechsel der Entwicklung getragenen Lageveränderung wird die laufen
de Feineinstellung der Anreize zu einer wesentlichen rahmensetzenden Führungs
aufgabe, die in einem kooperativen Vereinbarungsprozess zu lösen ist.
Die vorliegende Arbeit von Philipp Guthof greift damit ein zentrales Thema der Un
ternehmungsführung in klarer Durchdringung der mit der Gestaltung und Einführung
von Anreizsystemen verbundenen Problematik auf, die es dem Praktiker ermögli
chen sollte, Fehlkonzepte zu vermeiden und bei der kontext- und situationsspezifi
schen Gestaltung derartiger Systeme die wesentlichen zum Erfolg führenden Fakto
ren zu erkennen.
Im Idealfall stellt die Entwicklung eines derartigen Anreizsystems eine unmittelbare
Verknüpfung zwischen den Interessen der Unternehmung und den unmittelbaren In
teressen der individuellen Führungskraft her. Die darin enthaltene Chance bedeutet,
wie Philipp Guthof bemerkt, eine Herausforderung für die Unternehmung, ihre An
reizsysteme so auszugestalten dass sie die langfristige Lebens- und Entwicklungs
fähigkeit der Unternehmung sicherstellt.
Prof. Dr. Dr. h.c. Knut Bleicher
IX
Vorwort
Strategische Anreizsysteme gehören zu den komplexesten Bausteinen einer kohä
renten ganzheitlichen, strategischen Ausrichtung der Unternehmung. Durch ihre un
mittelbare Auswirkung auf das Führungsverhalten der Entscheidungsträger in der
Unternehmung bilden sie für die strategische Entwicklung der Unternehmung einen
ganz wesentlichen Stellhebel, dessen Relevanz zwar erkannt wird, dessen Ausge
staltung aber immer noch zu den weitgehend ungelösten Problemen in der Praxis
gehört. In dieser Arbeit sollen einige Ansatzpunkte aufgezeigt werden, die zu einer
differenzierten und situationsspezifischen Analyse und Ausgestaltung von Anreizsy
stemen führen können. Dabei spielen die Begriffe Vision, Strategie, Struktur, Kultur
und Unternehmungsentwicklung als prägende Elemente des Anreizsystems eine
wichtige Rolle. Die Arbeit soll eine Einladung zur Reflexion darstellen, die alle Ele
mente der strategischen Unternehmungsführung mit einbezieht. Nur so lässt sich
das komplexe und schwierige Problem der optimalen Gestaltung des unterneh
mungsindividuellen Anreizsystems lösen. Patentrezepte werden nicht geboten.
Diese Arbeit wäre nicht ohne die Unterstützung einer Vielzahl von Personen zustan
de gekommen, denen ich zu herzlichem Dank verpflichtet bin.
Mein Doktorvater, Prof. Dr. Dr. h.c. Knut Bleicher, hat es in hervorragender Weise
verstanden, mich einerseits immer wieder fachlich und menschlich zu unterstützen,
und mir gleichzeitig genügend Freiraum für die eigenständige Entwicklung der Ar
beit zu lassen. Prof. Martin Hilb hat als stets motivierender Koreferent mit wertvollen
Anregungen auf die Arbeit Einfluss genommen.
Meinen Eltern gebührt besonderer Dank für die - auch in schwierigen Phasen der
Dissertation -gewährte Unterstützung.
Besonders wichtig für das motivierende Umfeld waren auch meine guten Freunde in
St. Gallen. Anregende Gespräche, die den weiteren Verlauf der Dissertation we
sentlich beeinflusst haben, verdanke ich Janine Cavegn, Bibi Hahn, Detlev Mohr,
Dorothee Regazzoni, Hanns Suckfüll und Maya Moors. Bibi, Hanns und Maya
X
haben jeweils grössere Teile des Manuskripts durchgesehen und von den auf uner
klärliche Art und Weise immer wieder auftauchenden Fehlern gesäubert. Dorothee
hat es auf sich genommen, das gesamte Manuskript in einer früheren Phase kritisch
durchzusehen und wertvolle Anregungen zu geben. Maya hat es neben verschiede
nen thematischen Anregungen auch immer wieder verstanden, mich vor dem völli
gen Versinken in der Dissertation zu bewahren.
Der grossen Zahl weiterer Freunde, die alle auch auf die eine oder andere Art und
Weise dazu beigetragen haben, die Arbeit an der Dissertation zu einer wertvollen
Zeit zu machen, bin ich ebenfalls zu Dank verpflichtet.
Dr. Philipp Guthof
Inhaltsübersicht XI
Inhaltsübersicht
KAPITEL A -EINFÜHRUNG
1. Entstehungszusammenhang
2. Zielsetzung ............................................... 4
3. Wissenschaftstheoretische Position .............................. 5
4. Bezugsrahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 7
5. Aufbau ................................................. 13
KAPITEL B -DAS GRUNDMODELL DER GESTALTUNG STRATEGISCHER
ANREIZSYSTEME 17
1. Theoretische Grundlagen 18
2. Immaterielle VS. materielle Anreize als Gestaltungsschwerpunkt des Anreizsy-
stems .................................................. 23
3. Ziele des strategischen Anreizsystems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 33
4. Anforderungen an das strategische Anreizsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 36
5. Gestaltungselemente des strategischen Anreizsystems . . . . . . . . . . . . . .. 42
KAPITEL C - AUSGESTALTUNG VON ANREIZSYSTEMEN IN DEN
UNTERSCHIEDLICHEN PHASEN DER UNTERNEHMUNGSENTWICKLUNG 91
1 Theoretische Grundlagen .................................... 92
2. Strategisches Anreizsystem in der Pionierphase . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 111
3. Strategisches Anreizsystem in der Markterschliessungsphase . . . . . . . . .. 117
4 Strategisches Anreizsystem in der Diversifikationsphase . . . . . . . . . . . . .. 129
5 Strategisches Anreizsystem in der Akquisitionsphase ................ 181
6. Strategisches Anreizsystem in der Kooperationsphase ............... 224