Table Of ContentGebhard Mathis
Lungen- und
Pleurasonographie
Geleitwort von G. ludmaier
Mit 46 Abbildungen in 59 Einzeldarstellungen
Springer-Verlag
Berlin Heidelberg GmbH
Dr. GEBHARD MATHIS
Oberarzt der Internen Abteilung
Krankenhaus der Stadt Hohenems
BahnhofstraBe 31
A-6845 Hohenems
ISBN 978-3-662-08438-0
Dte Deutsche Btbhothek - CIP-Einhettsaufnahme
Mathis, Gebhard:
Lungen-und Pleurasonographte / Gebhard Mathts.
ISBN 978-3-662-08438-0 ISBN 978-3-662-08437-3 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-662-08437-3
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© Spnnger-Verlag Berhn Hetdelberg 1992
Urspriinglich erschienen bei Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1992
Softcover reprint of the hardcover 1s t edition 1992
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Geleitwort
Im Bereich des Abdomens ist heute ohne Frage die Sonographie die
primare und dominierende Untersuchung. Hier haben sich einige
rontgendiagnostische Verfahren erlibrigt oder sind nur mehr sehr
gezielt im Einsatz. Die Thoraxorgane Lunge und Pleura hingegen
sind nach wie vor Domane der Radiologie und Isotopenmedizin. Im
klinisch-praktischen Alltag wird der Ultraschall vorwiegend nur zur
Darstellung von Pleuraerglissen und zur Lokalisation von Punk
tionsstellen verwendet. Knocherner Thorax und Luft sind ja als
"Feinde" der Ultraschallwellen bekannt, und weder den Facharzten
fUr Pulmonologie noch uns Internisten war der Thorax als sonogra
phisches Untersuchungsobjekt Gegenstand groBer Hoffnungen.
Erst durch frlihere Arbeiten des Kollegen Mathis wurden wir in
unserer Abteilung darauf hingewiesen, we1ch enorme Moglichkeiten
der Ultraschall auch am Brustkorb bietet.
Wenn wir nunmehr eine ganze Monographie liber die Ultra
schalldiagnostik der Lunge und der Pleura in unseren Handen halten,
so zeigt dies die rasche Entwicklung auf diesem Gebiet. Das Buch
wurde von einem Internisten geschrieben, der die fast an ein Wunder
grenzende Moglichkeit hatte, alle seine Befunde mit einem sonogra
phierenden Radiologen zu vergleichen und mit einem sonographie
renden Isotopenmediziner zu diskutieren. Aus dieser Kooperation
verschiedener Fachrichtungen ergaben sich in den durchgefUhrten
Studien ganz hervorragende Ergebnisse fUr die Ultraschalldiagno
stik. Die daraus resultierenden Moglichkeiten fUr die ultraschallge
zielte Untersuchung der Thoraxorgane sind ein groBer Fortschritt
und sollten uns ermutigen, in diesem Gebiet weiter zu arbeiten.
Wenn man die heutige Situation im Krankenhaus betrachtet, die
Schwierigkeiten durch Personalmangel, die oft lan gen Wege zu den
unterschiedlichen Untersuchungen und die mange1hafte Koopera
tion, so kann man erst ermessen, we1che Vereinfachung und Erleich-
VI Geleitwort
terung die "bedside-Methode" des Ultraschalls liefern kann und
weiter liefern wird. Wie bei allen anderen Erkrankungen wird durch
den Ultraschall sicherlich nicht die iibrige Diagnostik nutzlos oder
unsinning, der Untersuchungsgang wird aber vereinfacht, die Zuwei
sungspraxis gezielter und damit endlich die Diagnostik mit Hilfe
anderer bildgebender Verfahren exakter. Nicht zuletzt sollte die Ko
sten-Nutzen-Rechnung positiv beeinfluBt werden.
Ich freue mich, daB ein Internist ein neues Feld fUr die Ultra
schalldiagnostik erschlieBt und daB er es versteht, in kompetenter
und umfassender Weise dieses Gebiet weiten Kreisen zugănglich zu
machen.
Ich wiinsche diesem Buch vieI Erfolg und den Lesern viele Anre
gungen und viei Gliick bei ihren eigenen Untersuchungen.
G. JUDMAIER
Vorwort
Die diagnostischen Moglichkeiten der Sonographie werden in der
Abklărung von Erkrankungen der Pleura und der Lunge bisher
nicht oder nur selten ausgeschopft. Fiir den Ultraschall widrige Um
stănde, die darin bestehen, daB der Ultraschall vom knochernen
Thorax vollig reflektiert wird und in der beliifteten Lunge weitge
hend ausgeloscht wird, haben das falsche Vorurteil entstehen lassen,
daB mit der Sonographie in diesem Bereich nicht vieI zu erreichen ist.
So wie die Sonographie im Oberbauch als erstes bildgebendes
Verfahren etabliert ist, so ist das Thoraxrontgenbild der Grund
standard in diesem Bereich, mit dem man zufrieden ist und ausrei
chend zurecht zu kommen meint. SolI nicht das Thoraxrontgenbild
angesichts der einfachen Einsetzbarkeit der Sonographie durch diese
ergănzt und auch hinterfragt werden? Welche zusătzliche Informa
tionen konnen wir gewinnen?
Obwohl schon in den sechziger Jahren mit A-Scan gezeigt wurde,
daB periphere Lungenkonsolidierungen verschiedener Genese eine
pathologische Schalltransmission verursachen, die auch den Schliis
sel zur Ultraschallbildgebung peripherer Lungenerkrankungen bie
tet, wurde dieser Weg erstaunlicherweise nur sporadisch und im
GroBen und Ganzen inkonsequent verfolgt. Die Ultraschallbildge
bung der erkrankten Lunge ist mit modernen, hochauflosenden B
Scannern hinsichtlich Sonomorphologie und Treffsicherheit noch zu
wenig untersucht. Es gibt zwar etliche ermutigende Berrichte iiber
kleine Patientenkollektive, doch noch zu wenig groBere, kontrol
lierte Studien.
Dieser Versuch, die Moglichkeiten des Ultraschalls an Pleura und
Lunge darzustellen, beruht auf etwa 600 Sonographien peripherer
Lungenlăsionen und iiber 1000 Untersuchungen der Pleura bzw. des
Pleuraraums, einschlieBlich entsprechender Verlaufskontrollen in ei
nem Zeitraum von fiinf Jahren. Dabei wurden mehrere kontrollierte,
teils auch experimentelle Studien durchgefiihrt.
VIII Vorwort
Abgesehen von wenigen Ausnahmen, in denen kein Rontgen zur
Verfligung steht, muB die Lungen- und Pleurasonographie heute
noch immer im Kontext und in Kenntnis des Thoraxrontgenbilds
und gegebenenfalls weiterer bildgebender Verfahren (Computerto
mographie, Szintigraphie, Angiographie) gesehen werden. Nur so
lassen sich Fehlinterpretationen vermeiden und konnen Vor- und
Nachteile der verschiedenen Untersuchungstechniken entsprechend
bewertet werden.
Dieses Buch ist auch ein gesammelter Zwischenbericht liber
sonographisch gewonnene Zusatzinformationen, auf die wir im kli
nischen Alltag nicht mehr verzichten konnen. Diese Mitteilungen
sollen zum kritischen Einsatz auf breiter Basis und zur Weiterent
wicklung der Methode ermuntern.
Es ist zu hoffen, daB die Lungensonographie durch Untersuchun
gen mit Farb-Doppler und Kontrastsonographie noch zielfiihrende
Impulse erhălt.
Hohenems, Februar 1992 GEBHARD MA THIS
Dank
Diese Arbeit wurde mir durch die Unterstiitzung etlicher Personen
erm6glicht, denen ich hier herzlich danken m6chte:
- Meinem Chef und klinischen Lehrer, Primarius Dr. Gottlieb
Sutterliitti, der - bei dieser wie bei anderen Arbeiten - zum Projekt
ermuntert und kompetent beraten hat, die Untersuchungsergeb
nisse und deren klinische Relevanz laufend kritisch hinterfragt hat
und schlieBlich den Stellenwert der Methode zu schătzen weiB.
- Meinen Mitarbeitern Dr. losef Metzler und Dr. Dietmar FuBen
egger, die viele Befunde auf Reproduzierbarkeit iiberpriift und im
Verlauf kontrolliert haben. Oft geschah dies auch nach dem anre
genden Motto: ich seh' etwas, was du nicht siehst.
- Unserem Radiologen Dr. Michael Feurstein, der selbst ein erfah
rener Ultraschaller ist, diese Patienten aber nur radiologisch un
tersucht hat. Bei diesen Untersuchungen wurden die meisten
R6ntgen-Befunde doppelblind erstellt, was zu einem sehr frucht
baren Methodenvergleich gefUhrt hat.
- Dr. Hubert Bertolini und Dr. losef Walser, bei denen ich die
US-Grundausbildung gemacht habe. Sie haben mich auch bei der
Auswahl der Abbildungen beraten.
- Dozent Dr. Heinz Fritsche vom Nuklearmedizinischen Institut
und Primarius Dr. Wolfgang Oser vom ZRI (Angiographie) Feld
kirch fUr die gute Zusammenarbeit.
- Oberarzt Dr. Klaus Dirschmid und Dr. Ulrike Gruber vom Pa
thologischen Institut Feldkirch fUr die Mitarbeit an den experi
mentellen Untersuchungen mit makro- und histopathologischen
Uberpriifungen.
- Mein Dank gilt auch dem Springer-Verlag und seinen Mitarbei
tern, Dr. Ute Heilmann, Barbara L6ffler, Ilse Wittig und Olivia
Schuhmacher fUr die sorgfăltige Herausgabe.
x Dank
SchlieBlich danke ich ganz besonders mei ner Frau Ingrid und den
Kindern Michael, Lucia und Judith, die - mit dem Wunsch, da/3 sie
den Patienten diene - vieI Verstăndnis fUr diese Arbeit aufbringen
und etliche gemeinsame Freizeit geopfert haben.
GEBHARD MATHIS
Inhalt
1 Technische Voraussetzungen und Untersuchungsvorgang 1
1.1 Ausriistung und Schallkopfwahl 1
1.2 Lagerung des Patienten 1
2 Sonographie der Brustwand . 3
2.1 Ultraschallnormalbefund der Brustwand 3
2.2 Weichteilliisionen 4
2.3 Liisionen im kn6chernen Thorax 5
3 Pleura. 9
3.1 PleuraerguB und Pleuritis 9
3.2 Volumetrie von Pleuraergiissen 13
3.3 Pneumothorax 16
3.4 Pleuramesotheliome und Pleurametastasen 17
4 Lungentumoren................... 23
4.1 Sonomorphologie von Lungenkarzinomen
und Metastasen ................. 23
4.2 Ultraschallgefiihrte transthorakale Punktionen.
Indikation, Technik, Komplikationen und diagnostische
Wertigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 27
5 Lungenembolie und Lungeninfarkt 36
5.1 Pathophysiologische Vorbemerkungen 36
5.2 Der Lungeninfarkt im Wasserbad. . 37
5.3 Der akute, frische Lungeninfarkt im Sonogramm -
Lungenfriihinfarkt . . . . . . . . . . . . . . 38
5.4 Der typische, ausgepriigte Lungeninfarkt
im Sonogramm - Lungenspiitinfarkt . . . . . . . 41