Table Of ContentArbeitsgruppe Konsensus des Projektes
nManuelle Medizinn der Bertelsmann Stiftung
GRUNDBEGRIFFE DER
MANUELLEN MEDIZIN
Terminologie . Diagnostik . Therapie
Herausgeber
H. Baumgartner· H.-P' Bischoff· J. Dvorak· H. Frisch
E. FrOlich ·1 Grot-Baumann· A. R. MOhrle . M. Psczolla
J. Roex . J. Sachse· K. Schildt-Rudloff
Redaktion
H. Baumgartner· J. Dvorak· 1 Grot-Baumann· B. Terrier
Mit 107 Abbildungen
Springer -Verlag
Berlin Heidelberg NewY ork London Paris
Tokyo Hong Kong Barcelona Budapest
Dr. med. Hubert Baumgartner
Prlvatdozent Dr. mad. Jirl Dvofak
K1inik Wilhelm Schulthess
NeumOnsteral1ee 3
CH-8008 ZOrich
Prot. Dr. mecl. Toni Grot-Baumann
Deulsche Geselischaft
fOr Manuelle Medizin
Arzteseminar FAC
Fortbildungszen1rum Boppard
Obere Rhelngasse 3
D-W-5407 Boppard
Dr. mad. BemardTerrier
Kurplalz 1
CH-5400 Baden
Layout:
J. Annflnes . J. Reichert· B. Terrier
ISBN·13:978·3·540·55833·0 e·ISBN·13:978·3·642·77728·8
001: 10.1007/978·3·642·77728·8
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© Spnnger-Vertag Benin Heldelbelg 1993
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Satz: Reproduldlonsfer1lge Voriage 'v'OIT1 Autor lHerousgeber
19/3130·5432 1 0 - Gedruckt auf sOurefreiem Popler
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VORWORT
Warum ein Glossar zur manuellen Medizln?
Ais das Projekt «Manuelle Medlzin» der Bertelsmann-Stiftung ins Leben gerufen
wurde, war die Zielsetzung als ccForderung von Forschung und Lehre in der ma
nuellen Medizin und die Verbesserung der manuellen Diagnostik und Therapie
in der Patientenversorgung» deflnlert worden. Der OuBere und teilweise ouch
Interne Eindruck, daB der manuellen Medizln in welten Bereichen die wissen
schaftlichen Grundlagen fehlen, dafOr erhebliche Meinungsverschieden
heiten Ober die diagnostischen und therapeutischen Vertahren zwischen den
Schulen der manuellen Medizin bestehen und schlieBlich die Qualitat der
Weiterbildung unzurelchend ist. hatte sich zunehmend bestatigt.
Auf der anderen Seite nahmen die wissenschaftlichen Ansatze, die biome
chanischen, neurophysiologischen und funktionell-anatomischen Grundlagen
der manuellen Medizin zu untersuchen, stetig zu. Empirische Untersuchungen
Ober diagnostische und therapeutische Techniken und deren Auswirkungen
auf die Patienten wurden immer hOufiger publiziert und schlieBlich war ein
eindeutig wachsender Bedarf an manualmedizinischen Leistungen festzustel
len.
Nicht zuletzt zeigte sich ouch ein vorsichtiger Wandel im Bereich der Begut
achtung von Erkrankungen und/oder Verletzungen am Bewegungsapparaf.
insbesondere an der Halswirbelsaule, was die Aussagen der manualmedizini
schen Gutachter gegenOber denen der klassischen orthopOdischen oder
neurologischen Gutachter betrifft.
Stets aber blieb deutlich, daB eine uneinheitliche Terminologie und divergie
rende Auffassungen Ober verschiedene diagnostische und therapeutische
Te chniken zwischen den Schulen und ihren ReprOsentanten einerseits und an-
VI
derseits noch stOrker gegenOber den benachbarten Fachgebieten das Ver
stehen und die Akzeptanz der manuellen Medizin erschwerten.
Der Vorwurf der mangelnden Wissenschaftlichkeit. der fehlenden Transparenz
und der Uneinheltlichkelt war die logische Konsequenz.
Zahireiche Publlkationen In zwischenzeitlich renommierten Verlagen. in Form
von LehrbOchern. Atlanten, Checklisten. Monographien und Zeitschriften in
deutscher und englischer Sprache bestOtigen das Gesamtbild.
So muBte zwangslOufig am Anfang der Arbeit des Projektes «Manuelle Medi
zin» der Bertelsmann-Stiftung der Versuch stehen. Konsens Ober eine einheitli
che Terminologie und die von allen Schulen anerkannten manualdiagnosti
schen und -therapeutischen Verfahren zu finden.
Ole Arbeltsgruppe Konsensus wurde gebildet. der je 2 Vertreter der beteiiigten
Schulen angehOrten. um diese Aufgabe zu bewOltigen. Die meisten der Betei
ligten hatten seibst LehrbOcher oder Monographien zur manue llen Diagnostik
und Therapie in verschiedenen Verlag en publiziert. aile waren Lehrer in ihren
Schulen bzw. Fachgesellschaften.
In 5 drei-bis vlertOgigen Klausurtagungen wurden zum Teilln schwierigen und
kontroversen Diskussionen die Grundlagen fOr dleses Giossar erarbeitet.
Es soli natOrlich in keiner Weise die exlstierenden LehrbOcher ersetzen. sondern
vieimehr Basis fOr die Einheltlichkelt der Darstellung der manuellen Medizin In
der Zukunft sowle Grundlage wlssenschaftlicher Fragestellungen und deren
LOsung sein und nlcht zuletzt die Beurteilungskriterien In der Begutachtung er
leichtern.
Von den darin dargesteilten Auffassungen in den einzeinen Lehrkonzepten
der Schulen abwelchende Bestandteile mOssen nlcht automatisch obsolet
seln. Sle bedOrfen vlelmehr der genaueren Untersuchung und BestOtigung
oder Verwerfung.
VII
Demzufolge wlrd ouch dleses Glossor 1m Loufe der weiteren Entwlcklung der
monuellen Medlzln In Forschung. Lehre und Umsetzung Anderungen. Strel
chungen und ErgOnzungen erfohren.
Frelburg.lm FrOhjohr 1992 AG Konsensus
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INHALTSVERZEicHNIS
EINLEITUNG
I. GRUNDBEGRIFFE 3
A. ALLGEMEINES 4
l. Manuelle Medlzln als Behandlungsmethode 4
2. Manuelle Medlzin 4
3. Manuelle Diagnostik 4
4. Behandlungstechnlken der manuellen Medlzin 5
5. Osteopathen 5
6. Chiropraktik 5
B. GELENKMECHANIK 6
l. NormmobllitOt 6
2. HypomobllitOt 6
3. HypermobllitOt 6
4. GelenkinstabllitOt 6
5. Nullstellung 6
6. Ruhestellung 7
7. Gelenkspiel 7
8. Translatorisches Gleiten 7
9. Konvergenz-Dlvergenz-Bewegung 7
10. Gekoppelte Bewegungen 7
1l. Kombinationsbewegungen 8
12. Bewegungsrichtung 8
13. Nutation -Gegennutation 8
14. Nlckbewegung 8
15. EndgefOhl 8
16. ArtikulOre Dysfunktion 9
17. Reflektorische PhOnomene bei der artikulOren Dysfunktion 9
18. Behandlungsstellung 10
19. Verriegelte Stellung 10
20. Verriegelung 10
2l. Axiale Traktion der WirbelsOule 10
22. Mobilisation 10
23. Manipulation 10
24. Traktion perlpherer Gelenke 11
25. Muskelbefunde 11
26. MuskulOre Dysbalance 12
27. Muskelaktlvierung 12
28. NeuromuskulOre Therapien 12
29. Weichteiltechniken 13
30. Freie Richtung 13
3l. Gesperrte Rlchtung 13
x
II. DIAGNOSTIK 15
A. ALLGEMEINE UNTERSUCHUNGEN 17
• Kibler-Hautfalte 18
• Streichende Palpation von Haut und Unterhautgewebe 19
B. HALSWIRBELSAULE 21
• Untersuchung der Irrltationspunkte oder -zonen 22
• Rotation der HWS 24
• Flexion 1m atlantookzipltalen Gelenk 25
• Extension 1m atlantookzipltalen Gelenk 26
• Seitneigung im atlantookzipitalen Gelenk 27
• Rotation im atlantookzipitalen Gelenk 28
• Rotation im atlantoaxialen Gelenk 29
• Rotation im atlantoaxlalen Gelenk 30
• Zwangsrotation der Axis 31
• BewegungsprOfung C2/C3 32
• Segmentale BewegungsprOfung 33
• Translatorisches Gleiten 34
• Flexion/Extension C5 -Th3 35
• Segmentale Kombinationsbewegungen zervikothorakal 36
• BeweglichkeitsprOfung durch lateralen Schub 37
• Translatorisches Gleiten in Seltenlage 38
C. BRUSTWIRBELSAULE 39
• Untersuchung der Irritationspunkte oder -zonen 40
• Segmentale BewegungsprOfung der BWS 42
D. RIPPEN 43
• Untersuchung der Irritationspunkte oder -zonen 44
• Untersuchung der Rippenbeweglichkelt 46
• Untersuchung der passiven Rippenbeweglichkeit 47
• Orientlerender Test 1. Rippe und zervikothorakaler Obergang 48
• Federungstest der 1. Rippe 49
• Aktlve Beweglichkeit der 1. Rippe 50
E. LENDENWIRBELSAuLE 51
• Untersuchung der Irritatlonspunkte oder -zonen 52
• Springing test 54
• Flexion der LWS in Seitenlage 55
• Extension der LWS in Seitenlage 56
• Seitneigung der LWS In Seitenlage 57
• LWS 1m Sitzen 58
F.ILlOSAKRALGELENK 59
• Untersuchung der Irritatlonspunkte oder -zonen 60
• Hebetest des Os ilium in Bauchlage 61
• ISG-Federung In Bauchlage 62
• ISG-Federung in Seltenlage 63
• ISG-Federung In ROckenlage oder In Seitenlage 64
XI
G. srCRUNGEN 1M BECKENRING 65
• Beckenverwrlngung 66
• VorlaufphOnomen 67
• ROcklaufphOnomen 68
• Patrick-(Kubls-)Test 69
• Variable BelnlOngendlfferenz 70
• 3-Phasen-Hyperextenslonstest 71
III. THERAPIE 73
A. HALSWIRBELSAULE 75
• Traktionsmobillsation CO/Cl 1m Sitzen aus Neutralstellung 76
• Traktionsmobillsation CO/Cl bel verrlegelter HWS 77
• Traktionsmobilisatlon CO/Cl im Uegen 78
• Traktlonsmanlpulatlon CO/Cl 1m Sitzen (Technlk 1) 79
• Traktlonsmanlpulatlon CO/Cllm Sitzen (Technlk 2) 80
• Mobilisation der elngeschrOnkten
Anteflexion CO/C 1 1m Sitzen 81
• Mobilisation der elngeschrOnkten
Retroflexion CO/Cllm Sitzen 82
• Mobilisation der eingeschrOnkten
Anteflexion CO/Cllm Uegen 83
• Mobilisation der elngeschrOnkten
Retroflexion CO/Cl 1m Uegen 84
• Seltneigungsmobillsation CO/Cllm Uegen 85.
• Seltnelgungsmanlpulatlon CO/Cl 1m Sitzen 86
• Seltnelgungsmanlpulatlon CO/Cllm Uegen 87
• Rotatlonsmanlpulatlon CO/Cllm Sitzen 88
• Traktionsmoblllsation Cl/C21m Uegen 89
• Rotatlons'mobilisatlon Cl/C2 90
• Aktlve Mobilisation der Rotation Cl/C2 91
• Rotatlonsmanlpulatlon Cl/C2 92
• Rotatlonsmanlpulatlon Cl/C21n gegenlOufiger Richtung 93
• Manipulation der gestOrten Rotation Cl/C2 durch Traktlon 94
• Manipulation C 1/ C2 mit
Traktlonsseltnelgungsschub 1m Uegen 95
• Mobilisation C3 -C7 durch Traktlon 96
• Mobilisation oder Manipulation 1m Rotatlonssinn C3 -C7 97
• Mobilisation oder Manipulation im
Rotatlonsslnn mit Seltnelgung C3 -C7 98
• Manipulation C3 -C7 mit Rotation 1m Sitzen 99
• Manipulation der gestOrten Rotation und/oder
Seltnelgung C3 -C7 1m Sitzen oder Uegen 100
• Mobilisation C3 -C7 In lateraler Verschleberichtung
1m Sitzen oder Uegen 101
XII
B. ZERVIKOTHORAKALER OBERGANG 103
• Mobilisation C2 -TM In Divergenz oder Konvergenz 104
• Symmetrische Traktionsmanlpulation des
zervlkothorakalen Obergangs 105
• Manipulation durch Rotationstraktlon der
unteren HWS und der oberen BWS 106
• Rotatlons-/Seltneigun.gsmanlpulation am
zervlkothorakalen Ubergang (fechnik 1) 107
• Rotatlons-/Seitneigungsmanlpulation am
zervikothorakalen Ubergang (fechnlk 2) 108
C. BRUSTWIRBELSAuLE 109
• Gezielte Manipulation von Th 1 oder Th2 110
• Mobilisation der BWS durch tangential en Schub 111
• Traktionsmanlpulation der BWS 112
• Rotationsmoblllsation/-manipulation der BWS:
ventrallslerender Kreuzhandgrlff 113
• Rotationsmobllisation/-manipulation der BWS:
Rotationsmanlpulation der BWS in ROckenlage 114
• Rotationsmanlpulatlon der BWS 1m Sitzen oder Stehen 115
• Rotatlonsmanlpulatlon der BWS und des thorakolumbalen
Obergangs: Mltnehmertechnik 116
• Rotatlonsmanipulation der BWS und des thorakolumbalen
Obergangs: Gegenhaltetechnik 117
• Manipulation der BWS In Flexion oder Extension 118
• Anteflexionsmoblllsation der BWS 119
• Extensionsmoblllsation der BWS 120
• Rotationsmobillsatlon Th5 -Th 12 121
D. RIPPEN 123
• Manipulation der 1. Rippe 124
• Manipulation der 1. Rippe 1m Sitzen 125
• Manipulation der Rlppen 2 -5 126
• Mobilisation der 1. Rippe In Richtung der Inspiration 127
• Mobilisation der 1. Rippe in Rlchtung der Exspiration 128
• Manipulation der Rippen 5 - 12 in Bauchlage (fechnlk 1) 129
• Manipulation der Rippen 5 - 12 In Bauchlage (fe chnik 2) 130
• Manipulation der Rippen 5 - 12 in Seltenlage 131
• Manipulation der Rippen 5 - 12 im Sitzen oder L1egen 132
• Mobilisation der Rippen 4 - lOin Seitenlage
In Richtung der Exspiration 133
• Mobilisation der Rlppen 1 -6 mit
neuromuskularer Technlk in Seitenlage 134
E. LENDENWIRBELSAULE 135
• Rotatlons/(fraktions)manlpulatlon und -mobilisation
der LWS oder des thorakolumbalen Obergangs 136
• Traktionsmoblllsation der LWS 138
• Seltneigemobilisation der LWS 139
• Mobilisation der unteren LWS 140
• Segmentspezifische Mobilisation
zur Verbesserung der Flexion 141