Table Of ContentDer Freiwillige Wehrdienst
in der Bundeswehr
Rabea Haß
Der Freiwillige
Wehrdienst in
der Bundeswehr
Ein Beitrag zur kritischen
Militärsoziologie
Rabea Haß
Frankfurt am Main, Deutschland
Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie (Dr. phil.) vorgelegt am
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften (FB 03) der Goethe-Universität Frankfurt
am Main, 2014
D30
ISBN 978-3-658-11297-4 ISBN 978-3-658-11298-1 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-658-11298-1
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Danksagung
Mein herzlicher Dank gilt meinem Betreuer Professor Phil C. Langer, der mich
während des gesamten Entstehungsprozesses der Arbeit fachlich und menschlich
hervorragend begleitet hat. Professor Thorsten Bonacker danke ich für die ange-
nehme Zweitbetreuung sowie die kontinuierliche Begleitung meiner wissen-
schaftlichen Laufbahn.
Meinen Kolleginnen und Kollegen an der Hertie School of Governance und am
Center for Social Investment danke ich für die angenehme Arbeitsatmosphäre,
den inspirierenden fachlichen Austausch und die Rücksichtnahme vor allem in
den letzten Monaten meiner Promotionsphase. Mein besonderer Dank gilt Anne-
lie für die konstruktive Kritik am ersten Entwurf dieser Arbeit und für alle Er-
munterungen während des gesamten Schreibprozesses. Richard danke ich für die
sorgfältige Transkription vieler Interviews sowie für die zuverlässige Endkorrek-
tur der Arbeit.
Meine Familie und meine Freunde, allen voran Markus, haben mich all die Jahre
großartig unterstützt und dafür gesorgt, dass ich immer frohen Mutes geblieben
bin – danke dafür!
Ein besonderer Dank gebührt allen Soldatinnen und Soldaten, die mit ihrer Ge-
sprächsbereitschaft und Offenheit den Grundstein für diese Arbeit gelegt haben.
Auch möchte ich mich für die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
ter des BMVg bedanken, die mein Forschungsvorhaben genehmigt und immer
wieder unterstützt haben. Ebenso danke ich den Angehörigen der Bundeswehr,
die während meiner Feldforschung nicht nur für den reibungslosen Ablauf der
Interviews gesorgt haben, sondern mir darüber hinaus Einblicke in ihren Alltag
gewährt haben und mir so geholfen haben, „ihre“ Welt zu dechiffrieren.
Frankfurt im Juni 2015
Rabea Haß
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis........................................................................................ 9(cid:3)
Tabellenverzeichnis .......................................................................................... 11(cid:3)
Abkürzungsverzeichnis .................................................................................... 13(cid:3)
Vorwort .............................................................................................................. 15(cid:3)
1(cid:3) Einleitend: Fragestellung und Aufbau der Arbeit ................................ 19(cid:3)
1.1(cid:3) Präzisierung der Fragestellung ...................................................... 21(cid:3)
1.2(cid:3) Aufbau der Arbeit ......................................................................... 23(cid:3)
2(cid:3) Genese und Funktionen des Freiwilligen Wehrdienstes ....................... 25(cid:3)
2.1(cid:3) Zur Bedeutung der Wehrpflicht seit Gründung der Bundeswehr .. 26(cid:3)
2.2(cid:3) Zwischen Kontinuität und Neuland: Das Konzept des Frei-
willigen Wehrdienstes ................................................................... 33(cid:3)
2.3(cid:3) Der Freiwillige Wehrdienst in Zahlen ........................................... 40(cid:3)
3(cid:3) Forschungsstand und Beitrag der Arbeit ............................................... 45(cid:3)
4(cid:3) Methodische Überlegungen ..................................................................... 53(cid:3)
4.1(cid:3) Anschlüsse an die Grounded Theory ............................................ 54(cid:3)
4.2(cid:3) Das Interview als zentrales Erhebungsinstrument und die
Perspektive der Forscherin ............................................................ 56(cid:3)
4.3(cid:3) Die Auswahl der Interviewteilnehmenden .................................... 59(cid:3)
4.4(cid:3) Interviewsetting und Themen der Befragung ................................ 64(cid:3)
4.5(cid:3) (cid:3)Ergänzende empirische Daten: Medien- und Dokumenten-
analyse........................................................................................... 68(cid:3)
4.6(cid:3) Auswertung des Datenmaterials .................................................... 71(cid:3)
5(cid:3) Theoretische Konzepte für die Datenanalyse ........................................ 75(cid:3)
5.1(cid:3) Organisationskulturelle Besonderheiten der Bundeswehr ............ 75(cid:3)
5.2(cid:3) Freiwilligkeit in anderen Politikfeldern ........................................ 85(cid:3)
6(cid:3) Von dichten Daten zu gehaltvollen Konzepten: Die Entstehung der
Typologie ................................................................................................... 93(cid:3)
8 Inhaltsverzeichnis
6.1(cid:3) Kategorie I: Der Identifikationsgrad ............................................. 95(cid:3)
6.1.1(cid:3) Motive für den Freiwilligen Wehrdienst ....................................... 99(cid:3)
6.1.2(cid:3) Empfundene Zugehörigkeit zur Organisation ............................. 103(cid:3)
6.1.3(cid:3) Einstellung zu und Wahrnehmung von Auslandseinsätzen ........ 105(cid:3)
6.1.4(cid:3) Empfundene Sinnhaftigkeit des Freiwilligen Wehrdienstes ....... 108(cid:3)
6.1.5(cid:3) Fremdwahrnehmung: Interaktion mit Freunden, Familie und
Gesellschaft ................................................................................. 109(cid:3)
6.1.6(cid:3) Zusammenfassung der fünf Dimensionen ................................... 110(cid:3)
6.2(cid:3) Kategorie II: Der Freiwillige Wehrdienst als biographischer
Übergang ..................................................................................... 113(cid:3)
7(cid:3) Wer dient Deutschland? ........................................................................ 117(cid:3)
7.1(cid:3) Die soziodemographischen Eckdaten des Interviewsamples ...... 118(cid:3)
7.2(cid:3) Die Egotaktiker: Der Selbstoptimierer und der Alternativlose ... 121(cid:3)
7.3(cid:3) Die Angepassten: Der Pflichtbewusste und der Pragmatiker ...... 131(cid:3)
7.4(cid:3) Die idealen Soldaten: Der dienende Staatsbürger und der
überzeugte Soldat ........................................................................ 141(cid:3)
7.5(cid:3) Vergleich der Typen ................................................................... 151(cid:3)
7.6(cid:3) (cid:3)Längsschnittbetrachtung: Die Typen im Zeitverlauf................... 154(cid:3)
7.6.1(cid:3) Vignette I: Ein Soldat mit Leib und Seele .................................. 156(cid:3)
7.6.2(cid:3) Vignette II: Vom Alternativlosen zum Pragmatiker ................... 164(cid:3)
7.6.3(cid:3) Vignette III: Vom überzeugten Soldaten zum Pflichtbewussten 170(cid:3)
7.7(cid:3) Bewertung und Vergleich der Vignetten ..................................... 179(cid:3)
8(cid:3) Zentrale Ergebnisse und ihre Interpretation ....................................... 185(cid:3)
9(cid:3) Ausblick und Reflexion .......................................................................... 189(cid:3)
10(cid:3) Literaturverzeichnis ............................................................................... 195(cid:3)
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Dienstantritte aller FWDL nach Quartal und Geschlecht.. .................. 41(cid:3)
Abb. 2: Bildungsabschluss der zwischen Juli 2011 und April 2014 ange-
tretenen FWDL in Prozent.. ................................................................. 44(cid:3)
Abb. 3: Übersicht über die beiden Interviewpanels an den Standorten
A und B ............................................................................................... 64(cid:3)
Abb. 4: Anzahl der Medienberichte zum FWD pro Monat (Juni – Dezember
2011).. .................................................................................................. 70(cid:3)
Abb. 5: Überblick über die empirische Datenerhebung.................................... 71(cid:3)
Abb. 6: Die horizontalen und vertikalen Vergleichsdimensionen. ................... 73(cid:3)
Abb. 7: Die sechs Typen Freiwillig Wehrdienstleistender. ............................ 115(cid:3)
Abb. 8: Alter der Interviewteilnehmenden bei Dienstantritt .......................... 118(cid:3)
Abb. 9: Tätigkeit vor dem Freiwilligen Wehrdienst nach Standorten. ........... 119(cid:3)
Abb. 10: Vorzeitige oder planmäßige Beendigung bzw. Verlängerung des
FWD. ................................................................................................. 120(cid:3)
Abb. 11: Entwicklung des Identifikationsgrades der Soldaten zu den drei
Interviewzeitpunkten. ........................................................................ 154(cid:3)
Abb. 12: Typenveränderungen während des Freiwilligen Wehrdienstes der
Soldaten L10, L13 und G7. ............................................................... 156(cid:3)
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Themenkomplexe der drei Befragungen. ........................................... 66(cid:3)
Tabelle 2: Übersicht der ausgewerteten Medien und ihre Reichweite. ............... 69(cid:3)
Tabelle 3: Übersicht über die kodierten Motive. .............................................. 102(cid:3)
Tabelle 4: Überblick über die fünf Dimensionen des Identifikationsgrades. .... 112(cid:3)
Tabelle 5: Zuordnung der Soldaten zum Typ der Egotaktiker. ......................... 121(cid:3)
Tabelle 6: Zuordnung der Soldaten zum Typ der Angepassten. ....................... 132(cid:3)
Tabelle 7: Zuordnung der Soldaten zum Typ der idealen Soldaten. ................. 141(cid:3)
Abkürzungsverzeichnis
AGA Allgemeine Grundausbildung
ALLBUS Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften
BAFzA Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
BDS Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen
BFD Bundesfreiwilligendienst
BMFSFJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
BMVg Bundesministerium der Verteidigung
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands
CSU Christlich-Soziale Union
DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
DGS Deutsche Gesellschaft für Soziologie
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung
FDP Freie Demokratische Partei
FSJ Freiwilliges Soziales Jahr
FÖJ Freiwilliges Ökologisches Jahr
FüSK Führung Streitkräfte
FWD Freiwilliger Wehrdienst
FWDL Freiwillig Wehrdienst Leistende(r) / Freiwillig Wehrdienstleis-
tende(r)1
HSFK Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktfor-
schung
ISAF International Security Assistance Force
KFOR Kosovo Force
KSK Kommando Spezialkräfte
MGFA Militärgeschichtliches Forschungsamt
NATO North Atlantic Treaty Organization / Organisation des Nord-
atlantikvertrags
NEPS National Educational Panel Study / Nationales Bildungspanel
NPO Non-Profit-Organisation(en)
nSAK neues Schießausbildungskonzept (der Bundeswehr)
OAE Operation Active Endeavour
OPZ Offizierbewerberprüfzentrale
RH Rabea Haß
1 In Dokumenten der Bundeswehr sowie dem politischen und medialen Diskurs finden sich beide
Schreibweisen wieder. Sie werden in der Arbeit gleichbedeutend verwendet.