Table Of ContentLena Wach
Der europäische
Citoyen
Normative Figur und empirische
Bedeutungsvielfalt im Kontext
zivilgesellschaftlicher Partizipation
Der europäische Citoyen
Lena Wach
Der europäische
Citoyen
Normative Figur und empirische
Bedeutungsvielfalt im Kontext
zivilgesellschaftlicher Partizipation
Lena Wach
Hamburg, Deutschland
Zgl.: Lüneburg, Universität, Dissertation, 2019
ISBN 978-3-658-29517-2 ISBN 978-3-658-29518-9 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-29518-9
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Für Europa
Danksagung
Das vorliegende Buch ist eine überarbeitete Fassung meiner Dissertation, die ich im
Sommer 2019 am Institut für Politikwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg ver-
teidigt habe. Zum Gelingen dieser Forschungsarbeit hat mein Erstgutachter Dawid Fried-
rich maßgeblich beigetragen. Für seine Betreuung auf Augenhöhe und seine konstruktive
Kritik danke ich ihm ausdrücklich. Mein Zweitgutachter Thomas Saretzki hat den Promo-
tionsprozess insbesondere durch seine Erfahrung bei der Betreuung von Dissertationen
sowie durch seine präzisen inhaltlichen Nachfragen geprägt, während mein Drittgutachter
Peter Niesen die Dissertation durch seinen habermasianischen Fokus bereichert hat. Bei-
den gilt mein herzlicher Dank.
Zudem möchte ich all meinen Interviewpartnern für ihre Zeit und Offenheit danken, ohne
die das Buch in dieser Form nicht entstanden wäre. Meine Forschung wurde zudem durch
die finanzielle und ideelle Förderung der Friedrich-Ebert-Stiftung erheblich erleichtert.
Auch das Abschlussstipendium der Leuphana Universität Lüneburg sowie der institutio-
nelle Rahmen des dortigen Zentrums für Demokratieforschung waren für meine Promoti-
on sehr hilfreich.
Ein besonderes Dankeschön für das zeitintensive Korrigieren meiner Arbeit sowie für die
kritischen Anmerkungen gilt Felipe Böttcher, Lea Rzadtki und Katja Heeß. Zudem regten
mich die Gespräche mit Hans-Jörg Trenz, Sybille Münch, Vera van Hüllen und Tonio
Oeftering zum Weiterdenken an.
Schließlich danke ich meiner Familie und meinen Freunden, die Textentwürfe geduldig
korrigiert, Ideen diskutiert und mich während des gesamten Promotionsprozesses in viel-
fältiger Weise unterstützt haben.
Lena Wach
Inhaltsverzeichnis
Danksagung ....................................................................................................................... VII
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ............................................................................... XI
Abkürzungsverzeichnis .................................................................................................... XIII
1 Einleitung ....................................................................................................... 1
1.1 Ausgangspunkt: Die Debatte um das Demokratiedefizit der EU ........................ 2
1.2 Zielsetzungen und Fragestellungen ..................................................................... 9
1.3 Aufbau der Arbeit .............................................................................................. 13
2 Citoyen und Zivilgesellschaft: Eine Spezifikation der Begriffe ............. 15
2.1 Vier Dimensionen von Bürgerschaft ................................................................. 15
2.2 Der Begriff „Citoyen“ ........................................................................................ 20
2.2.1 Etymologie und Begriffsgeschichte ..................................................... 20
2.2.2 Spezifikation: Der Citoyen als politisch mündiger Bürger .................. 22
2.2.3 Definitionsmerkmale ............................................................................ 25
2.3 Der Begriff „Zivilgesellschaft“ .......................................................................... 26
2.3.1 Etymologie und Begriffsgeschichte ..................................................... 27
2.3.2 Definitionsmerkmale ............................................................................ 29
2.3.3 Demokratiefunktionen.......................................................................... 30
3 Europäischer Citoyen und europäische Zivilgesellschaft aus
demokratietheoretischer Perspektive ....................................................... 33
3.1 Der demokratietheoretische Rahmen ................................................................. 33
3.2 Eine normative Füllung von „Zivilgesellschaft“ und „Citoyen“ ....................... 37
3.2.1 Zivilgesellschaft ................................................................................... 37
3.2.2 Citoyen ................................................................................................. 46
3.3 Ein normatives Verständnis von europäischer Zivilgesellschaft und
europäischem Citoyen........................................................................................ 51
3.3.1 Europäische Zivilgesellschaft .............................................................. 51
3.3.2 Europäischer Citoyen ........................................................................... 55
4 Dialog von Theorie und Empirie: Ein Wechselspiel der Perspektiven . 61
4.1 Methodologische Verortung und Operationalisierung ...................................... 61
4.1.1 Unter dem Dach der interpretativen Policy-Analyse ........................... 61
4.1.2 Operationalisierungsansatz .................................................................. 64
4.1.3 Kategoriensystem ................................................................................. 68
4.2 Methodik der Datenerhebung und -auswertung ................................................ 75
4.2.1 Fallauswahl .......................................................................................... 75
4.2.2 Leitfadengestützte Experteninterviews ................................................ 80
X Inhaltsverzeichnis
4.2.3 Qualitative Inhaltsanalyse .................................................................... 86
5 Der europäische Citoyen aus empirischer Perspektive ........................... 93
5.1 Vorstellung des empirischen Untersuchungsgegenstandes ............................... 93
5.1.1 Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ........................ 93
5.1.2 Die Projekte der zivilgesellschaftlichen Organisationen ................... 102
5.1.3 Die Teilnehmer der zivilgesellschaftlichen Projekte ......................... 106
5.2 Darstellung der empirischen Befunde ............................................................. 108
5.2.1 Die institutionelle Ebene .................................................................... 109
5.2.2 Die Ebene der zivilgesellschaftlichen Organisationen ....................... 119
5.2.3 Die Ebene der Teilnehmer ................................................................. 127
6 Zum Verständnis des europäischen Citoyens:
Eine Interpretation der empirischen Befunde ....................................... 139
6.1 Vergleich innerhalb der drei Ebenen ............................................................... 139
6.1.1 Die institutionelle Ebene .................................................................... 140
6.1.2 Die Ebene der zivilgesellschaftlichen Organisationen ....................... 144
6.1.3 Die Ebene der Teilnehmer ................................................................. 147
6.2 Vergleich zwischen den drei Ebenen ............................................................... 152
6.3 Interpretation im Lichte der normativen Figur des europäischen Citoyens .... 157
6.3.1 Politisches Wissen .............................................................................. 158
6.3.2 Politisches Verantwortungsbewusstsein ............................................ 161
6.3.3 Wissen um Partizipationsmöglichkeiten ............................................ 164
7 Fazit und Ausblick .................................................................................... 169
7.1 Zusammenfassung und Reflexion der Ergebnisse ........................................... 169
7.1.1 Eine normative Figur des europäischen Citoyens .............................. 170
7.1.2 Die empirische Bedeutungsvielfalt .................................................... 171
7.1.3 Abweichungen von der normativen Figur ......................................... 176
7.2 Reflexion der Vorgehensweise ........................................................................ 178
7.3 Ausblick und Forschungsperspektiven ............................................................ 179
Quellen- und Literaturverzeichnis ................................................................ 183
Quellenverzeichnis .................................................................................................... 183
Literaturverzeichnis .................................................................................................. 189
Interviewverzeichnis ....................................................................................... 217
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Positionierung in der Debatte um das Demokratiedefizit der EU ........................ 6
Abb. 2: Die Demokratiedefizit-Debatte und der Diskurs europäischer Bürgerschaft ...... 8
Abb. 3: Die Demokratiedefizit-Debatte und der Diskurs kollektiver europäischer
Identität................................................................................................................. 9
Abb. 4: Der Diskurs kollektiver europäischer Identität und die
Demokratiedefizit-Debatte ............................................................................... 154
Abb. 5: Das Verständnis des „Europäischen Citoyens“ in der
Demokratiedefizit-Debatte ............................................................................... 173
Tab. 1: Übersicht zu den Zielsetzungen ......................................................................... 12
Tab. 2: Spezifikation der Begriffe Citoyen und Zivilgesellschaft .................................. 32
Tab. 3: Übersetzung des europäischen Citoyens ............................................................ 71
Tab. 4: Übersetzung der europäischen Zivilgesellschaft ................................................ 72
Tab. 5: Übersicht zu den Hauptkategorien ..................................................................... 74
Tab. 6: Fallauswahl ZGO (im Jahr 2015) ....................................................................... 79
Tab. 7: Vorgehen bei der Fallauswahl ............................................................................ 80
Tab. 8: Übersicht zur Datenerhebung ............................................................................. 84
Tab. 9: Verortung auf Mesoebene .................................................................................. 91
Tab. 10: Übersicht zur Programmstruktur ........................................................................ 99
Tab. 11: Übersicht zu den Teilnehmern ......................................................................... 107
Tab. 12: Die Zielsetzungen im Überblick ...................................................................... 170
Tab. 13: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse zum zweiten Ziel (Empirie) ...... 172
Abkürzungsverzeichnis
ABl. Amtsblatt der Europäischen Union
Abs. Absatz
AdR Ausschuss der Regionen
AEUV Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union
Art. Artikel
BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
bzw. Beziehungsweise
DDR Deutsche Demokratische Republik
d. h. das heißt
EACEA Education, Audiovisual and Culture Executive Agency
ebd. Ebenda
EFTA European Free Trade Association
EG Europäische Gemeinschaft
EGAM European Grassroots Antiracist Movement
EIF European Intercultural Forum
EP Europäisches Parlament
ER Europäischer Rat
et al. et alii
EU Europäische Union
EU KOM Europäische Kommission
EUV Vertrag über die Europäische Union
EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
EWSA Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss
EYP European Youth Parliament
Fn. Fußnote
GD Generaldirektion
Herv. i. Orig. Hervorhebung im Original
I Interview
INST Institutionen
TN Teilnehmer
US United States
vgl. Vergleiche
z. B. zum Beispiel
ZGO zivilgesellschaftliche Organisation(en)