Table Of ContentStephanie Staudner
Bildungsprozesse
im Ganztag
Wahrnehmung und Wertung
erweiterter Bildungsgelegenheiten
durch Kinder
Bildungsprozesse im Ganztag
Stephanie Staudner
Bildungsprozesse
im Ganztag
Wahrnehmung und Wertung
erweiterter Bildungsgelegenheiten
durch Kinder
Stephanie Staudner
Nürnberg, Deutschland
Dissertation Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland, 2017
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ISBN 978-3-658-19997-5 ISBN 978-3-658-19998-2 (eBook)
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Dank
Ganztagsschulen können Orte sein, die Lernen persönlich bedeutsam werden
lassen, ohne dabei Freude, Begeisterung und Träume zu begrenzen. Kinder und
Kollegen haben mich das immer wieder erfahren lassen. Ihre Bedürfnisse und
Anregungen waren mir viele Jahre Inspiration und Aufgabe.
Das hat mich auch zu dieser Forschungsarbeit geführt, die ich allen Kindern
widme, für die unser Engagement als Professionelle von Bedeutung ist und die
darauf angewiesen sind, dass wir Ganztagsschule für sie zu einem angenehmen
und bereichernden Lern- und Lebensort werden lassen.
Mein Dank gilt daher auch zunächst den Kindern und Kollegen, die diese
Studie ermöglicht und unterstützt haben, indem sie mir Einblick in ihre Wahr-
nehmungen gegeben haben, was sich als nicht selbstverständlich erwiesen hat.
Ebenso schließe ich neben meinem Betreuungstandem Frau Prof. Dr. Sabine
Martschinke und Herrn Prof. Dr. Ralf Kuckhermann alle Professorinnen und
Professoren sowie Kollegiatinnen und Kollegiaten, die im Rahmen des Promoti-
onskollegs „Bildung als Landschaft“ immer wieder mit Ideen, Anregungen und
Ermunterung zur Realisierung beigetragen haben, in diesen Dank in besonderer
Weise ein.
Nicht zuletzt danke ich jedoch vor allem Familie und Freunden, meinem
Mann, meinen Eltern und Kindern, ohne deren zeitliche Unterstützung, ihr Mit-
denken und ihre Geduld diese lange Zeit nicht zu bewältigen gewesen wäre.
Danke für eine der wichtigsten Bildungsgelegenheiten meines Lebens!
Inhalt
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ................................................................ XI
1 Kindliches Lernen in Ganztagsschule und Bildungslandschaft –
eine Einleitung ............................................................................................... 1
2 Ganztagsschule und Bildungslandschaft ..................................................... 5
2.1 Ganztagsschule als Bildungsort ................................................................ 6
2.1.1 Ganztagsschule als Lern- und Lebensraum .................................... 6
2.1.2 Ausstattung von Ganztagsschulen mit Ressourcen ........................ 8
2.1.3 Ganztag verändert Schule ............................................................. 11
2.2 Ganztagsschule als Baustein von Bildungslandschaften ........................ 15
2.2.1 Begründungslinien der Bildungslandschaft .................................. 15
2.2.2 Ganztagsschule in ihrem Verhältnis zur Bildungslandschaft ....... 19
2.3 Zusammenfassung: Mehrwert von Ganztagsschule und
Bildungslandschaft ................................................................................. 22
3 Ganztagsschule im Fokus der Forschung ................................................. 23
3.1 „Die“ Ganztagsschule als Forschungsfeld .............................................. 24
3.1.1 Begriffliche Unbestimmtheit im Kontext des Ganztags ............... 24
3.1.2 Allgemeine organisatorische und konzeptionelle Grundlagen ..... 25
3.1.3 Formen der Ganztagsbildung und -betreuung .............................. 27
3.2 Forschungsvorhaben und Studien zum Ganztag..................................... 30
3.2.1 Ausgewählte Forschungsvorhaben zu Auswirkungen und
Bedingungen ganztägiger Schulformen ....................................... 30
3.2.2 Weitere Studien im Umfeld ganztägiger Schul- und
Betreuungsangebote ..................................................................... 40
3.2.3 Schwerpunkte bestehender Forschungsvorhaben ......................... 44
3.3 Forschungsstand zur Auswirkung ganztägiger Beschulung ................... 47
3.3.1 Kindliche Lern- und Bildungsorte ................................................ 47
3.3.2 Auswirkungen von Ganztagsschule auf die kognitive
Entwicklung ................................................................................. 51
3.3.3 Einflussfaktoren auf die Schulleistung in ganztägigen
Lernsettings .................................................................................. 59
3.4 Desiderat und Zusammenfassung: Qualitativ orientierte
Erforschung der Subjektperspektive auf Bildungsgelegenheiten
im Ganztag ............................................................................................. 63
VIII Inhalt
4 Bildungsgerechtigkeit – gemeinsames Anliegen von
Bildungslandschaft und Ganztagsschule ................................................... 67
4.1 Bildungslandschaft als Hoffnungsträger für soziale Gerechtigkeit ........ 69
4.2 Einfluss von Herkunft und Familie auf den Bildungserfolg ................... 71
4.3 Verhältnis von Schulsystem und Bildungsgerechtigkeit ........................ 73
4.3.1 Beitrag des Schulsystems als gesellschaftliche
Institution zu sozialer Bildungsungleichheit ............................... 73
4.3.2 Widersprüchliche Gerechtigkeitsprinzipien im Schulsystem ....... 76
4.4 Bildungsgerechtigkeit als eine Erwartung an Ganztagsschule ............... 77
4.4.1 Ganztagsschule aus gesellschaftlicher, politischer
und pädagogischer Perspektive .................................................... 77
4.4.2 Begrenzte Möglichkeiten der Ganztagsgrundschule für
die Förderung von Bildungsgerechtigkeit ................................... 82
4.5 Die zusätzliche Perspektive der Anerkennungsgerechtigkeit ................. 85
4.5.1 Die Bedeutung der Anerkennungstheorie in der Schule............... 85
4.5.2 Der Zusammenhang von Anerkennungs- und
Bildungsgerechtigkeit ................................................................... 88
4.5.3 Handlungsfelder der Gestaltung pädagogischer Situationen
im Ganztag im Sinne der Anerkennungstheorie ........................... 92
4.6 Zusammenfassung: Analyse erweiterter Bildungsgelegenheiten
im Ganztag aus anerkennungstheoretischer Perspektive ........................ 96
5 Interdisziplinäre Perspektiven – Ganztagsgrundschule als
Berührungspunkt von Schul-, Unterrichts- und
Kindheitsforschung .................................................................................... 97
5.1 Forschung im Kontext von Schule und Unterricht ................................. 98
5.2 Forschung zu Kindern und Kindheit ...................................................... 99
5.2.1 Gegenstand und Thema der Kinder- und
Kindheitsforschung ...................................................................... 99
5.2.2 Verständnis von Kindheit als methodologische
Herausforderung ......................................................................... 101
5.3 Das Kind als lernende Persönlichkeit in der Grundschule ................... 107
5.3.1 Kindheitsbild im Bildungskontext .............................................. 107
5.3.2 Bildungsverständnis in der Phase der mittleren Kindheit ........... 108
5.3.3 Auftrag der Grundschule ............................................................ 109
5.4 Zusammenfassung: Ganztagsschulforschung aus der
Perspektive von Kindern ..................................................................... 110
Inhalt IX
6 Aufbau und Methode der Studie – Gestufte Erhebung zur
Sichtbarmachung unterschiedlicher Kontext- und
Handlungsebenen ...................................................................................... 113
6.1 Überblick über die Gesamtstudie ......................................................... 114
6.2 Erhebungsstufe 1: Perspektive Ganztagsschule –
Rahmenbedingungen der Untersuchungsschule und ihres
Ganztagsangebots ................................................................................. 118
6.2.1 Sampling – Kriteriengeleitete Auswahl einer Schule ................. 118
6.2.2 Erhebungsinstrumente – Erfassung des Schulprofils ................. 131
6.2.3 Durchführung – Befragung von gebundenen
Ganztagsgrundschulen in Oberbayern ....................................... 137
6.2.4 Auswertung – Rahmenbedingungen der Erhebungsschule ........ 138
6.2.5 Ergebnisse Erhebungsstufe 1 – Ganztag als Möglichkeit
für individuelle Förderung und Persönlichkeitsbildung ............. 145
6.3 Erhebungsstufe 2: Perspektive Bildungslandschaft –
Schulische und außerschulische Aktivitäten von Kindern
in Ganztags- und Halbtagsklassen ........................................................ 150
6.3.1 Sampling – Schülerinnen und Schüler der dritten
Jahrgangsstufe als Erhebungsteilnehmer ................................... 150
6.3.2 Erhebungsinstrument – Wochentagebuch zur
Dokumentation kindlicher Aktivitäten ....................................... 151
6.3.3 Durchführung – Umsetzung der Tagebuchprotokollierung ........ 157
6.3.4 Auswertung – Induktive Beschreibung kindlicher
Bildungssettings ......................................................................... 158
6.3.5 Ergebnisse Erhebungsstufe 2 – Kindliche Bildungs-
landschaften zwischen (Ganztags-)Schule und Familie ............. 163
6.4 Erhebungsstufe 3: Perspektive Kind – Subjektiv bedeutsame
Lernerfahrungen in Ganztagsschule und Bildungslandschaft .............. 168
6.4.1 Sampling – Fallbeispiele aus den Tagebüchern ......................... 168
6.4.2 Erhebungsinstrument – Materialgestütztes
Leitfadeninterview ..................................................................... 175
6.4.3 Durchführung – Kinderinterviews zur Vertiefung
der Daten .................................................................................... 181
6.4.4 Auswertung – Darstellung der erweiterten Bildungsmatrix ....... 184
6.4.5 Ergebnisse Erhebungsstufe 3 – Individuelle Nutzung und
Wahrnehmung unterschiedlicher Bildungsangebote .................. 190
6.5 Methodische Diskussion der Ergebnisse .............................................. 205
6.6 Zusammenfassung: Zusammenspiel von Ganztagsschule
und Bildungslandschaft ........................................................................ 209
X Inhalt
7 Resümee und Ausblick – Die Rolle des Ganztags in der
Ausgestaltung kindlicher Bildungslandschaften .................................... 211
7.1 Die Ganztagsschule in ihrem Verhältnis zur
Bildungslandschaft – Vertiefte Einsichten ........................................... 212
7.1.1 Bildungsgelegenheiten in der (Ganztags-)Schule
aus der Sicht von Kindern ......................................................... 212
7.1.2 Wahrnehmung von schulischen Bildungsgelegenheiten im
Verhältnis zur weiteren Bildungslandschaft ............................... 217
7.1.3 Vor- und Nachteile der Organisationsform aus
Schülersicht ................................................................................ 220
7.2 Ausblick … .......................................................................................... 221
7.2.1 … für die weitere Forschung: Aspekte von
Anerkennungsgerechtigkeit im Ganztag als Chance für
Bildungsgerechtigkeit ................................................................. 221
7.2.2 … für die Praxis: Kindliche Bildungslandschaften in die
Gestaltung ganztägiger Angebote einbeziehen .......................... 222
7.3 Zusammenfassung: Mehrwert der Ganztagsschule für
Persönlichkeitsbildung und Bildungsgerechtigkeit .............................. 224
Übersicht Anhang ............................................................................................ 227
Literaturverzeichnis ........................................................................................(cid:17)(cid:17) 2(cid:21)9
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1 Bildungsmodalitäten (vgl. BMFSFJ 2005, S.97) ....................... 16
Abbildung 2 Aufbau der Studie .................................................................... 115
Abbildung 3 Überblick Erhebungsstufe 1 .................................................... 116
Abbildung 4 Überblick Erhebungsstufe 2 .................................................... 117
Abbildung 5 Überblick Erhebungsstufe 3 .................................................... 118
Abbildung 6 Ausbau des Ganztagsschulwesens in Bayern
(Quelle: BayStMUK http://www.km.bayern.de/eltern/schule-und-
familie/ganztagsschule.html, Zugriff am 05.10.2014) ............................. 120
Abbildung 7 Qualitätsbereiche zu Kriterien gelingender
Ganztagsgestaltung .................................................................. 130
Abbildung 8 Im Fragebogen erfasste Kriterien aus den Qualitäts-
bereichen zur Gestaltung des Ganztagsangebots .................... 132
Abbildung 9 In den Interviews erfasste Kriterien aus den Qualitäts-
bereichen zur Gestaltung des Ganztagsangebots ..................... 134
Abbildung 10 Durch Beobachtung erfasste Kriterien aus den Qualitäts-
bereichen zur Gestaltung des Ganztagsangebots ..................... 136
Abbildung 11 Tagebuchseite zur Protokollierung eines Tages ...................... 155
Abbildung 12 Beispiel einer Aktivitätsbeschreibung aus
zusammenfassend protokolliertem Tagebuch .......................... 159
Abbildung 13 Lebensweltliche Bereiche aufgrund induktiver
Kategorienbildung der Aktivitäten aus den Tagebüchern ....... 165
Abbildung 14 Weiterentwicklung der Bildungsmodalitäten als vorläufige
Form der Bildungsmatrix ........................................................ 167
Abbildung 15 Verteilung der Interviewteilnehmerinnen und -teilnehmer
auf die Settings der Bildungsmatrix ........................................ 170
Abbildung 16 Enddarstellung der Bildungsmatrix ......................................... 189
Abbildung 17 Individuelle Bildungslandschaft von Olivia (Ganztag) ........... 191
Abbildung 18 Individuelle Bildungslandschaft von Bitja (Ganztag) ............. 193
Abbildung 19 Individuelle Bildungslandschaft von Noah (Ganztag) ............. 194
Abbildung 20 Individuelle Bildungslandschaft von Turhan (Halbtag) .......... 195
Abbildung 21 Individuelle Bildungslandschaft von Franziska (Halbtag) ...... 196
Abbildung 22 Individuelle Bildungslandschaft von Niklas (Halbtag) ........... 199
Abbildung 23 Individuelle Bildungslandschaft von Elena (Halbtag) ............. 200
Abbildung 24 Individuelle Bildungslandschaft von Greta (Ganztag) ............ 201
Abbildung 25 Individuelle Bildungslandschaft von Beata (Ganztag) ............ 202
Abbildung 26 Individuelle Bildungslandschaft von Nils (Halbtag) ............... 203
Abbildung 27 Individuelle Bildungslandschaft von Seran (Ganztag) ............ 204